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Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein toller Mittelband

Das Juwel - Die Weiße Rose
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Das Juwel – Die weiße Rose von Amy Ewing
erschienen bei Fischer FJB

Zum Inhalt

Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See sie mit Ash, dem angestellten Gefährten des Hauses, ertappt hat, ...

Das Juwel – Die weiße Rose von Amy Ewing
erschienen bei Fischer FJB

Zum Inhalt

Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See sie mit Ash, dem angestellten Gefährten des Hauses, ertappt hat, bleibt Violet keine Wahl, als aus dem Palast zu fliehen oder dem sicheren Tod ins Auge zu sehen. Zusammen mit Ash und ihrer besten Freundin Raven rennt Violet aus ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin davon. Doch das Juwel zu verlassen ist alles andere als einfach. Auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt verfolgen die Regimenter des Adels sie auf Schritt und Tritt. Die drei Geflohenen schaffen es nur äußerst knapp, sich in die sichere Umgebung eines geheimnisvollen Hauses in der Farm zu retten. Hier befindet sich das Herz der Rebellion gegen den Adel. Zusammen mit einer neuen Verbündeten entdeckt Violet, dass ihre Gabe sehr viel mächtiger ist, als sie sich vorstellen konnte. Aber ist Violet stark genug, sich gegen das Juwel zu erheben?
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR hin!

Genau wie bei Teil 1 besticht das Cover wieder einmal durch schlichte Eleganz. Vom Stil her sind sie gleich, doch während Protagonistin Violet auf dem ersten Cover noch in Fötus-Haltung zu sehen war, ist hier schon eine deutliche Veränderung geschehen: sie hat sich erhoben und stellt sich ihrem Schicksal und dem Kampf. Das Juwel – Die Gabe hat mich nur mittelmäßig überzeugen können – vielleicht sieht es mit diesem Mittelteil ja besser aus…

Wie schon im Vorgängerband wird auch hier die Geschichte aus der Sicht von Violet in erster Person erzählt. Die Story schließt nahtlos an die vorangegangenen Ereignisse an, so dass mir ein Einstieg nicht sehr schwer fiel. Violet ist mit ihrem Liebsten Ash und ihrer besten Freundin Raven auf der Flucht. Hilfe erfährt sie durch den Sohn der Herzogin – Garnet – und die männliche Zofe der Fürstin – Lucien. Mir waren alle Figuren sehr sympathisch und ich habe ihre Entwicklung mit Spannung verfolgt. Sie wirkten äußerst authentisch.
Violet ist ein Surrogat, die sich gegen das ihr vorgezeichnete Leben auflehnt.
Ash war ein Gefährte und hadert mit sich und seinem Schicksal. Er fühlt sich unnütz und versucht, neue Seiten an sich zu entdecken.
Raven ist ebenfalls ein Surrogat und Violets beste Freundin. Nach einem tränenreichen Wiedersehen bemerkt Violet merkwürdige Veränderungen an ihrer Freundin.
Garnet fand ich einfach nur klasse. Für meinen Geschmack hätte er gerne noch öfter in Erscheinung treten können! Ein Spion im Hause der Herzogin erweist sich doch schon als sehr nützlich…
Die Herzogin ist so grausam, dass der Leser schon gleich am Anfang des Buches von einer Welle der Trauer überrollt wird. Das Verhalten ihren Untergebenen gegenüber hat mich schon im ersten Teil sehr schockiert. In ihren Augen sind nur die Adeligen Menschen. Surrogate werden als Gebärmaschinen gesehen, die ihren Job zu erledigen haben: Babys mit reinem Blut zur Welt bringen. Die Adeligen im Allgemeinen gehen quasi über Leichen und sprechen gerne und oft über den Preis für ihre Surrogate. Da mag man sich nicht vorstellen, was hinter verschlossenen Türen wirklich abgeht…

Doch wir sind keine Gegenstände, wir sind weder die letzte Mode noch die teuerste Trophäe. Wir sind Menschen.
Seite 202

Die Flucht von Violet und ihren Freunden empfand ich als spannend und abenteuerlich. Der bildhafte Schreibstil der Autorin ließ gerade die Umgebung zu jeder Zeit vor meinem inneren Auge Gestalt annehmen. Durch die Flucht lernt der Leser auch die anderen Kreise der Stadt kennen und erkennt zum Teil sehr krasse Unterschiede. An dieser Stelle hätte ich mir jedoch die Karte aus dem ersten Teil zurückgewünscht, um mich noch besser zurechtzufinden. Der Umgang mit den Auspizien ist hier etwas weniger geworden, doch die Gabe eines jeden Surrogats einzusetzen, erhält noch eine große Bedeutung.

„(…) Du besitzt eine Macht, die du nicht mal ansatzweise ermessen kannst. (…)“
Seite 92

Amy Ewing konnte mich mit diesem Mittelband ihrer Trilogie wesentlich mehr begeistern als mit dem Auftakt. Eine Verbindung zum Titel wurde ebenfalls mit eingebracht, was mir persönlich immer sehr wichtig ist. Die Geschichte erhält durch die abenteuerliche Flucht der Protagonistin den gewissen Touch an Spannung. Durch die Erzählungen verschiedener Figuren bezüglich ihrer Vergangenheit, wirkt die Story noch interessanter und persönlicher. Eine Revolution steht kurz bevor, die Spannungskurve war angemessen hoch. Die Liebesgeschichte von Violet und Ash ist zwar Teil des Ganzen, dominiert aber zum Glück nicht zu sehr. Sie ist eher eine Randerscheinung. Das Juwel – Die weiße Rose endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger, der mich laut aufstöhnen ließ. Ein toller Mittelteil, der sich sehr zufriedene 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen verdient hat.


Die Reihe

Das Juwel – Die Gabe
Das Juwel – Die weiße Rose
The Black Key (Originalausgabe erscheint voraussichtlich im Oktober 2016)

Zum Autor

AMY EWING ist in einer Kleinstadt in der Nähe von Boston aufgewachsen und hat in New York Kreatives Schreiben studiert. Die Autorin wohnt im New Yorker Stadtteil Harlem und verbringt ihre Zeit mit Schreiben, Käse essen und gelegentlichem Schauen von »Vampire Diaries«-Folgen. Der erste Band ihrer Trilogie ›Das Juwel‹ war gleich ein SPIEGEL-Bestseller.

ab 14 Jahren
400 Seiten
übersetzt von Andrea Fischer
ISBN 978-3-8414-2243-9
Preis: 16,99 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Brachte mich zum Nachdenken

Falsche Schwestern
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Falsche Schwestern von Cat Clarke
erschienen bei Fischer FJB

Zum Inhalt

Vor 13 Jahren verschwand meine Schwester.
Jetzt ist sie wieder da.
Nichts ist, wie es war.

Faith kennt ihre Schwester Laurel ...

Falsche Schwestern von Cat Clarke
erschienen bei Fischer FJB

Zum Inhalt

Vor 13 Jahren verschwand meine Schwester.
Jetzt ist sie wieder da.
Nichts ist, wie es war.

Faith kennt ihre Schwester Laurel eigentlich nur von einem Foto. Ein lächelndes sechsjähriges Mädchen, das eines Tages spurlos aus dem Garten verschwand. Doch dann, mehr als 13 Jahre später kommt ein Anruf. Eine junge Frau ist aufgetaucht. Und sie hat Laurels Teddy im Arm. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen: Endlich hat Faith ihre große Schwester zurück. Dann aber schlägt ihre Freude um. Irgendetwas fühlt sich verdammt falsch an. In Faith wächst ein schrecklicher Verdacht.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Gerade vor einiger Zeit habe ich Ihr letzter Sommer gelesen, ein Buch mit derselben Thematik. Logischerweise habe ich nun auch meine Vergleiche gezogen: die beiden Bücher sind sich erschreckend ähnlich und doch wieder ganz unterschiedlich.
Diese Story wird aus der Sicht von Faith in der ersten Person geschildert. So bekommt der Leser die Gefühle des Teenagers hautnah mit. Faith gefiel mir sehr gut und ich konnte mich mit ihr identifizieren. Sie hat gerade ihrer Mutter gegenüber ständig Gewissensbisse – oft nur wegen der banalsten Dinge. Das Mädchen kommt seit dem Verschwinden ihrer Schwester nicht zur Ruhe und führt kein „normales“ Leben. Stattdessen führt sie ein öffentliches Leben, da es ständig neue Zeitungsberichte oder Sendungen im TV zu Laurels Verschwinden gibt. Faith fühlt sich oft zurückgesetzt, unwichtig und unsicher bezüglich ihrer Gefühle ihren Freunden gegenüber. Mir tat sie sehr leid, denn sie ist ebenfalls ein Opfer der vermeintlichen Entführung. So ein tragisches Ereignis wirkt sich schließlich auf jedes verbliebene Familienmitglied aus. Als dann der erlösende Anruf nach 13 Jahren kommt, ist nicht nur Erleichterung bei Faith spürbar. Sie wirkte auch sehr verunsichert, denn ihr Leben verändert sich nun schon wieder. Eine merkliche Distanz ist anfangs zwischen ihr und ihrer Schwester greifbar – so viele Jahre sind schließlich kein Pappenstiel… Aber es ist trotzdem auch eine gewisse Vertrautheit spürbar, so wie es unter Geschwistern sein sollte.

Unter Schwestern sollte es keine Geheimnisse geben.
Seite 192

Laurel wirkte auf mich ungewöhnlich stabil und offen anderen Menschen gegenüber. Man merkt ihr die vergangene Gefangenschaft nur sehr selten an. Ich hatte große Schwierigkeiten, sie richtig einzuschätzen. Es dreht sich immer noch alles nur um sie, eine Menge Interviews werden gegeben und Auftritte in Fernsehshows absolviert. Und fast zu jeder Zeit hatte ich das Gefühl, dass die junge Frau die Aufmerksamkeit regelrecht genießt. Sie war mir stellenweise einfach zu cool.
Dieser neue Alltag der Protagonisten war mit der Zeit etwas ermüdend, da es wenig Neues gab. Die Story zog sich teilweise sehr dahin. Interessant fand ich die Entwicklung und Veränderung der Figuren. Laurels Verhalten wird immer gewagter, Faith vernachlässigt ihre Freunde um nur ja alles bei Laurel richtig zu machen.
Mich machte die Geschichte sehr nachdenklich, da sie durchaus einen realen Hintergrund hat. Es verschwinden tagtäglich so viele Kinder auf der Welt, was wirklich beängstigend ist. Das brachte bei mir die Frage auf, ob wirklich jedes verschwundene/entführte Kind bei der Suche durch die Polizei die gleiche Aufmerksamkeit erhält oder ob es eine Frage der sozialen Schicht und der finanziellen Mittel ist…

Cat Clarke hat mir mit Falsche Schwestern ein Buch zum Nachdenken gegeben. Der Schreibstil gefiel mir gut, ebenso die personale Erzählweise. Ich habe sehr mitgelitten und mich natürlich auch gefreut – eine Entführung kann doch eigentlich nicht besser ausgehen, oder? Der Originaltitel The Lost and the Found gefällt mir noch besser und ist greifbarer als der deutsche. Während des Lesens schwirrte in meinem Kopf ständig die Frage herum, worauf die Story eigentlich hinauslaufen soll. Der Alltag der Protagonisten wirkte auf mich teilweise sehr langatmig und ermüdend. Die Autorin hat mich einerseits ziemlich an der Nase herumgeführt, andererseits war die Geschichte auch vorhersehbar. Doch nicht mit allen Konsequenzen… Am Ende kommt eine erschütternde Wahrheit ans Licht, die ich so niemals vermutet hätte und die mich noch nachhaltig beschäftigt. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

PS: Habt eure Kinder immer gut im Blick und bringt ihnen Verhaltensregeln gegenüber Fremden bei!!!

Zum Autor

Cat Clarke wurde in Sambia geboren, hat aber den Großteil ihres Lebens in Schottland verbracht. Bevor sie ihren ersten Roman schrieb, arbeitete sie in einem englischen Verlagshaus als Kinderbuchlektorin – spannende YA-Bücher sind ihre Leidenschaft. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.


ab 14 Jahren
400 Seiten
übersetzt von Jenny Merling
ISBN 978-3-8414-0225-7
Preis: 14,99 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein typischer Mittelband

The School for Good and Evil, Band 2: Eine Welt ohne Prinzen
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The School for Good and Evil, Band 2 – Eine Welt ohne Prinzen von Soman Chainani
erschienen bei Ravensburger

Zum Inhalt

Agatha und Sophie kehren an die Schule der Guten und Bösen zurück, doch dort ist ...

The School for Good and Evil, Band 2 – Eine Welt ohne Prinzen von Soman Chainani
erschienen bei Ravensburger

Zum Inhalt

Agatha und Sophie kehren an die Schule der Guten und Bösen zurück, doch dort ist nichts mehr, wie es war. Statt Gut gegen Böse heißt es nun: Mädchen gegen Jungen! Prinzessinnen aller Märchenkönigreiche haben ihre Prinzen vor die Tür gesetzt und regieren allein. Das wollen sich die Prinzen natürlich nicht bieten lassen - und greifen an! Was die Mädchen nicht ahnen: Die größte Gefahr lauert mitten unter ihnen ...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR hin!

Das Cover ist sogar noch märchenhafter als bei Band 1. Dieses Mal sind nicht nur Agatha und Sophie zu sehen, sondern auch ein Junge, der wahrscheinlich Prinz Tedros darstellen soll. Das Cover wirkt nicht mehr ganz so düster und der Leser entdeckt mehr eingearbeitete Kleinigkeiten. Sowohl im vorderen als auch im hinteren Buchdeckel befinden sich wieder die Karten der Schule von Gut und Böse. So hat der Leser erneut einen guten Überblick über die einzelnen Räumlichkeiten, was dieses Mal aber eher nicht von Belang ist.
Seit neun Monaten sind Agatha und Sophie nun wieder zurück in ihrer Heimatstadt Gavaldon. Monate, in denen sie von den Bewohnern verehrt und praktisch auf Händen getragen wurden, da der Fluch der Kindesentführungen angeblich gestoppt wurde. Doch beide Mädchen sind nicht wirklich glücklich.
Sophie kämpft noch immer gegen die Hexe in sich an und kommt mit dem neuen Leben ihres Vaters nicht richtig klar. Sie ist nicht mehr der alleinige Mittelpunkt in seinem Leben, was ihr schwer zu schaffen macht.
Agatha hat zu Gunsten von Sophie auf ihren Prinzen und somit ihr Happy End verzichtet, lacht aber kaum noch. Sie gefiel mir erneut wesentlich besser als Sophie. Agatha ist nicht so wie die anderen Mädchen, sie ist anders und steht dazu. Sowas gefällt mir.
Mit Evelyn Sadler kommt eine neue und zugleich mysteriöse Figur ins Spiel. Sie ist die neue Schulleiterin und erschien mir äußerst undurchsichtig.
In diesem Teil haben mich massiv die Wiederholungen gestört, die alle paar Seiten vorkommen. Ständig wird dem Leser vor Augen geführt, dass ja dies und jenes getan oder gelassen werden sollte, damit die Geschichte noch einmal geändert werden kann. Mit der Zeit nervte es sehr…
Dieses „falsche“ Happy End hat nun auch noch die Schule völlig umgekrempelt und es herrscht das reinste Chaos. Nimmer und Immer stehen Kopf, es gibt fast nur noch Streit.
Sehr gefallen haben mir die typisch märchenhaften Elemente und die eingebauten Details. Zum Beispiel gefiel mir die Idee einer Flowerpower-Bahn sehr gut. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren! Auch die wilden Verfolgungsjagden fand ich spannend. Die Message, dass man sich doch sehr genau überlegen sollte, was man sich wünscht, gefiel mir ebenfalls.

Ein einziger unbedachter Wunsch hatte einen Krieg in Gang gesetzt!
Seite 127

Mir hat auch in diesem zweiten Teil der Trilogie die Idee hinter der Story sehr gefallen. Die Frage, ob nicht in jedem weiblichen Wesen sowohl eine Prinzessin als auch eine Hexe stecken mag, wird sich jeder wohl selbst beantworten können. ;) Der Schreibstil von Soman Chainani ist toll und lässt sich gut lesen. Die märchenhaften Elemente hat der Autor wieder gut in Szene gesetzt und mit diesem Mittelband einen ziemlich düsteren Folgeband erschaffen. Leider trieft dieser Teil vor Streitigkeiten und Wiederholungen in den einzelnen Absätzen, was mich sehr genervt hat. Ich wollte so manches Mal schon Streitschlichterin spielen, weil ich es kaum noch ertragen konnte… Durch das ständige Gekeife untereinander erschien mir die Geschichte auch sehr laut. Mit der Zeit gab es nicht mehr viel Neues in The School for Good and Evil – Eine Welt ohne Prinzen zu entdecken und es lief nur noch auf die Änderung des Happy Ends hinaus. Das war mir etwas zu wenig. Dieser Teil endet allerdings noch mit einem gewaltigen Cliffhanger, der einen neugierig auf Band 3 warten lässt. Von mir gibt es 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.




Die Reihe

The School for Good and Evil, Band 1 – Es kann nur eine geben
The School for Good and Evil, Band 2 – Eine Welt ohne Prinzen
The School for Good and Evil, Band 3 – Und wenn sie nicht gestorben sind (erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2017)


Zum Autor

Soman Chainani, Schriftsteller und Drehbuchautor, glaubt noch mehr an Märchen als die Bewohner von Gavaldon. Deshalb schrieb er seine Doktorarbeit in Harvard über die Frage, warum Frauen im Märchen die besseren Bösewichte sind. Und warum in jeder Prinzessin auch ein bisschen Hexe steckt – und umgekehrt. Aus dieser Idee entstand seine Roman-Trilogie „The School for Good and Evil“, mit der er die New-York-Times-Bestsellerliste eroberte.


ab 12 Jahren
544 Seiten
übersetzt von Ilse Rothfuss
ISBN 978-3-473-40141-3
Preis: 16,99 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Konnte meine Kids und mich leider nicht überzeugen

Flätscher 1 - Die Sache stinkt!
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Flätscher – Die Sache stinkt von Antje Szillat
erschienen bei dtv junior!

Zum Inhalt

Flätscher, coolstes Stinktier der Stadt, landet auf der Suche nach seiner Lieblingsspeise im Jutesack des verärgerten ...

Flätscher – Die Sache stinkt von Antje Szillat
erschienen bei dtv junior!

Zum Inhalt

Flätscher, coolstes Stinktier der Stadt, landet auf der Suche nach seiner Lieblingsspeise im Jutesack des verärgerten Spitzenkochs Bode. Nur durch einen gewagten Sprung und den eiskalten Einsatz seiner Stinkekanone kann er sich retten - ausgerechnet in das Hosenbein von Bodes Sohn Theo. Das ist nicht nur der Anfang einer dicken Freundschaft, sondern auch der Beginn der größten Super-Detektiv-Karriere aller Zeiten! Denn die beiden gründen noch am selben Tag die Hinterhof-Detektei. Sekretariat: Zwergwieseldame Cloe. Rückendeckung garantiert die O-Clique: die Kellermäuse Olaf, Mo, Jo und Flo. Kaum vollzählig, braut sich schon der erste Fall zusammen - und Flätscher hebt bebend seine berühmte Spürnase...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Das Buch ist auf Grund der tollen Illustrationen von Jan Birck ein Highlight. Diese haben nicht nur meinen Jungs, sondern auch mir sehr gut gefallen. Eingebrachte Bilder und auch gelegentliche Sprechblasen machen die Geschichte abwechslungsreich. Auf den einzelnen Bildern haben Kinder und Erwachsene viel zu entdecken. Die Story wird in 13 relativ kurzen Kapiteln in der ersten Person erzählt.
Flätscher ist ein Stinktier, das Semmelknödel liebt, Marder absolut nicht ausstehen kann, in einem alten Rolls Royce lebt und eine Käseallergie hat. Er ist sehr selbstbewusst, manchmal gar etwas überheblich. Dies lässt er anfangs auch Theo, den Sohn des Spitzenkochs Bode spüren. Doch dieser ist irgendwie zu brav oder verpeilt, um sich gegen Flätschers Art aufzulehnen. Theo sieht nur seine Chance, endlich ein Detektiv zu werden!
Nachbarin Frau Knesemeier ist eine böse und gehässige Frau, deren Katze Flätscher ebenfalls nicht ausstehen kann. Er nutzt jede Gelegenheit, dieses Tier gekonnt auszutricksen.
Bei den Kritikpunkten stimme ich mit meinen Kindern - unabhängig voneinander - vollkommen überein.

Meinung meines Ältesten, 10 Jahre alt:
Ich mochte Flätscher nicht so gerne, weil er andere nicht immer gut behandelt hat. Die Geschichte ging mir zu schnell los, ich wusste gar nichts über die mitspielenden Personen. Sie haben sich viel zu spät richtig vorgestellt. Ich habe mich für dieses Buch zu alt gefühlt, weil auch die Sprache mehr für jüngere Kinder war. Die Bilder und Sprechblasen haben mir sehr gut gefallen!

Meinung meines Jüngsten, 8 Jahre alt:
Die Bilder fand ich sehr gut, aber ich habe viele Sätze nicht richtig verstanden. Wenn Flätscher von „logissimo“ oder „stinkologisch“ geredet hat, gefiel mir das gar nicht. Ich habe lange nicht gewusst, dass Flätscher ein Stinktier ist. Er hätte es schon am Buchanfang sagen sollen. Die Geschichte war mir nicht spannend genug. Und ich konnte leider nicht über die Geschichte oder Flätscher lachen. Das fand ich schade.

Die Sprache empfand ich ebenfalls als zu gewöhnungsbedürftig und zu absichtlich auf kindlich getrimmt. Ich habe meine Jungs beim Vorlesen beobachtet und kaum Freude entdecken können. Sie fragten bei den angesprochenen Wörtern immer nach und fanden sie eher unpassend. Beide sind begeisterte Zuhörer und Selberleser, aber Flätscher – Die Sache stinkt konnte sie nicht aus der Reserve locken. Einen Teil des Buches habe ich dann allein gelesen, weil es für beide einfach keinen Zweck hatte.

Uns drei konnte Flätscher – Die Sache stinkt nicht richtig begeistern. Obwohl meine Jungs in der anvisierten Zielgruppe liegen und auch wirklich viel lesen und vorgelesen bekommen, fühlte sich der eine zu jung und der andere zu alt für die Story. Eine Story, die wir nicht gerade sehr spannend fanden. Die Illustrationen dagegen sind richtig klasse! Da muss ich Jan Birck ein Kompliment aussprechen. Lustige Sätze haben wir ebenfalls sehr vermisst und Flätscher war auch mir persönlich zu überheblich. Vielleicht wäre etwas Sarkasmus eher das Zauberwort gewesen. Für dieses Kinderbuch können wir leider nur 2 von 5 möglichen schwarzen Katzenbabies vergeben.


Zum Autor

Antje Szillat schreibt sehr erfolgreich Bücher für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und schlüpft dabei gern in die unterschiedlichsten Rollen. Mit ihrer Kinderbuchreihe ›Rick‹ landete sie einen großen Erfolg. Sie lebt und arbeitet mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in der Nähe von Hannover.


ab 8 Jahren
128 Seiten
ISBN 978-3-423-76156-7
Preis: 10,95 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich – auch im Namen meiner Kinder - beim Verlag und Vorablesen für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sehr emotional

Irgendwo im Glück
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Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
erschienen bei rororo

Zum Inhalt

Dublin, 1995: Maisie Bean ist eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Ihr erstes Date vor siebzehn Jahren endete so schlimm, ...

Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
erschienen bei rororo

Zum Inhalt

Dublin, 1995: Maisie Bean ist eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Ihr erstes Date vor siebzehn Jahren endete so schlimm, dass es ihr für den Rest des Lebens den Appetit auf Pommes verdarb. Die Ehe, die folgte, war die Hölle für Maisie, doch sie gab ihr zwei wundervolle Kinder: den sensiblen, humorvollen Jeremy und die starrsinnige, schlaue Valerie. Mit Hilfe der beiden schafft es Maisie sogar, ihre demente Mutter zu Hause zu pflegen. Alle packen mit an.
Als Maisie denkt, ihr Leben läuft endlich rund, geschieht das Unfassbare: Jeremy verschwindet eines Tages spurlos. Sie steht einem neuen Kampf gegenüber, dem Kampf ihres Lebens - für die Wahrheit über Jeremy, gegen Vorurteile und Ablehnung. Doch Aufgeben kommt für Maisie niemals in Frage.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Dies ist das dritte Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Ich kann nur sagen, dass ich selten ein so ehrliches und emotionales Buch in Händen hatte.
Wie der Klappentext schon sagt, spielt die Geschichte im Jahre 1995. Es ist ein Rückblick der Protagonisten auf ein tragisches Ereignis, das sich zwanzig Jahre zuvor zutrug. Die Story wird in der dritten Person erzählt und es kommen verschiedene Personen innerhalb eines Kapitels zu Wort.
Maisie hat mir sehr gut gefallen. Sie kommt authentisch rüber, kämpft wie eine Löwin für ihr Leben und ihre Kinder. Sie hatte es die letzten Jahre nicht leicht, doch trotz aller Widerstände gibt die junge Frau nicht auf und macht unermüdlich weiter. Maisie macht allen Frauen Mut, die etwas Ähnliches erlebt haben!
Jeremy ist ein warmherziger Teenager von 16 Jahren, der sich gerade um seine demente Großmutter Bridie rührend kümmert. Er hütet ein Geheimnis, das ihm arg zu schaffen macht. Ich habe ihn gleich in mein Herz geschlossen.
Valerie ist ein typisch pubertär agierendes Mädchen von 12 Jahren. Sie flucht, wo sie geht und steht und ist so manches Mal ziemlich aufsässig. Doch auch sie hat einen weichen Kern und gefiel mir gut.
Jede einzelne Figur ist von der Autorin liebevoll ausgearbeitet worden und wirkt äußerst authentisch. Hier kann sich sicherlich jeder Leser wiederfinden.
Der Prolog startet im Jahre 2015 und gleich die ersten Sätze versetzten mir schon einen Stich ins Herz… Näher möchte ich dazu aber nicht eingehen.
Die Geschichte enthält viele Erinnerungen von Maisie, ihren Kindern und den Nebenfiguren an frühere Zeiten. Zeiten, die nicht immer leicht und vor allem sehr brutal waren. Einige Szenen mochte ich gar nicht in allen Einzelheiten lesen…
Sehr gut gefiel mir die Verbindung zum Buchtitel – solche Äußerungen können eigentlich nur von einem unbedarften Kind kommen.

Anna McPartlin hat mir mit Irgendwo im Glück das Leben einer starken Frau präsentiert, die unter keinen Umständen bereit ist, aufzugeben. Maisie Bean ist ein wahres Vorbild für jeden Menschen, der ebenfalls Schreckliches in seinem Leben durchgemacht hat. Sie zeigt nach außen eine Gelassenheit, die mir imponierte. An dieser Geschichte ist kein Kitsch, kein Schmalz – alles wirkt äußerst authentisch. Die Geschichte der Protagonistin ist nicht nur aus den Fingern gesogen, sie könnte jeden in unserem privaten Umfeld betreffen. Der Leser weiß von Anfang an, worauf die Story hinsteuert und man sitzt quasi wie auf einem Pulverfass. Zusammen mit Maisie habe ich die Suche nach ihrem Kind miterlebt und hatte oft einen Kloß im Hals. Die letzten Seiten verschwammen vor meinen Augen, da ich durch die ganzen Tränen nicht mehr klar sehen konnte… Dieses Buch ist emotional, ehrlich, schonungslos und hoffnungsvoll. Da können sich sicherlich nicht nur Mütter in Maisies Beschützerrolle hineinversetzen. Jeder hat doch seine Liebsten um sich herum, die er gegen Demütigung, Spott und Ungerechtigkeit verteidigt. Die irische Autorin hat einen berührenden Schreibstil, an den kaum jemand herankommt. Ich vergebe natürlich 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

PS: Lest dieses Buch nicht ohne eine Familienpackung Taschentücher!!!


Zum Autor

Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Nach der Schule studierte sie ziemlich unwillig Marketing, doch sie blieb dabei ihrer wahren Liebe, der Stand-up-Comedy und dem Schreiben treu. Mit ihrem Ehemann lebt sie in der Nähe von Dublin.

458 Seiten
übersetzt von Sabine Längsfeld
ISBN 978-3-499-27223-3
Preis: 12,99 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!