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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein typischer Mittelband

The School for Good and Evil, Band 2: Eine Welt ohne Prinzen
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The School for Good and Evil, Band 2 – Eine Welt ohne Prinzen von Soman Chainani
erschienen bei Ravensburger

Zum Inhalt

Agatha und Sophie kehren an die Schule der Guten und Bösen zurück, doch dort ist ...

The School for Good and Evil, Band 2 – Eine Welt ohne Prinzen von Soman Chainani
erschienen bei Ravensburger

Zum Inhalt

Agatha und Sophie kehren an die Schule der Guten und Bösen zurück, doch dort ist nichts mehr, wie es war. Statt Gut gegen Böse heißt es nun: Mädchen gegen Jungen! Prinzessinnen aller Märchenkönigreiche haben ihre Prinzen vor die Tür gesetzt und regieren allein. Das wollen sich die Prinzen natürlich nicht bieten lassen - und greifen an! Was die Mädchen nicht ahnen: Die größte Gefahr lauert mitten unter ihnen ...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR hin!

Das Cover ist sogar noch märchenhafter als bei Band 1. Dieses Mal sind nicht nur Agatha und Sophie zu sehen, sondern auch ein Junge, der wahrscheinlich Prinz Tedros darstellen soll. Das Cover wirkt nicht mehr ganz so düster und der Leser entdeckt mehr eingearbeitete Kleinigkeiten. Sowohl im vorderen als auch im hinteren Buchdeckel befinden sich wieder die Karten der Schule von Gut und Böse. So hat der Leser erneut einen guten Überblick über die einzelnen Räumlichkeiten, was dieses Mal aber eher nicht von Belang ist.
Seit neun Monaten sind Agatha und Sophie nun wieder zurück in ihrer Heimatstadt Gavaldon. Monate, in denen sie von den Bewohnern verehrt und praktisch auf Händen getragen wurden, da der Fluch der Kindesentführungen angeblich gestoppt wurde. Doch beide Mädchen sind nicht wirklich glücklich.
Sophie kämpft noch immer gegen die Hexe in sich an und kommt mit dem neuen Leben ihres Vaters nicht richtig klar. Sie ist nicht mehr der alleinige Mittelpunkt in seinem Leben, was ihr schwer zu schaffen macht.
Agatha hat zu Gunsten von Sophie auf ihren Prinzen und somit ihr Happy End verzichtet, lacht aber kaum noch. Sie gefiel mir erneut wesentlich besser als Sophie. Agatha ist nicht so wie die anderen Mädchen, sie ist anders und steht dazu. Sowas gefällt mir.
Mit Evelyn Sadler kommt eine neue und zugleich mysteriöse Figur ins Spiel. Sie ist die neue Schulleiterin und erschien mir äußerst undurchsichtig.
In diesem Teil haben mich massiv die Wiederholungen gestört, die alle paar Seiten vorkommen. Ständig wird dem Leser vor Augen geführt, dass ja dies und jenes getan oder gelassen werden sollte, damit die Geschichte noch einmal geändert werden kann. Mit der Zeit nervte es sehr…
Dieses „falsche“ Happy End hat nun auch noch die Schule völlig umgekrempelt und es herrscht das reinste Chaos. Nimmer und Immer stehen Kopf, es gibt fast nur noch Streit.
Sehr gefallen haben mir die typisch märchenhaften Elemente und die eingebauten Details. Zum Beispiel gefiel mir die Idee einer Flowerpower-Bahn sehr gut. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren! Auch die wilden Verfolgungsjagden fand ich spannend. Die Message, dass man sich doch sehr genau überlegen sollte, was man sich wünscht, gefiel mir ebenfalls.

Ein einziger unbedachter Wunsch hatte einen Krieg in Gang gesetzt!
Seite 127

Mir hat auch in diesem zweiten Teil der Trilogie die Idee hinter der Story sehr gefallen. Die Frage, ob nicht in jedem weiblichen Wesen sowohl eine Prinzessin als auch eine Hexe stecken mag, wird sich jeder wohl selbst beantworten können. ;) Der Schreibstil von Soman Chainani ist toll und lässt sich gut lesen. Die märchenhaften Elemente hat der Autor wieder gut in Szene gesetzt und mit diesem Mittelband einen ziemlich düsteren Folgeband erschaffen. Leider trieft dieser Teil vor Streitigkeiten und Wiederholungen in den einzelnen Absätzen, was mich sehr genervt hat. Ich wollte so manches Mal schon Streitschlichterin spielen, weil ich es kaum noch ertragen konnte… Durch das ständige Gekeife untereinander erschien mir die Geschichte auch sehr laut. Mit der Zeit gab es nicht mehr viel Neues in The School for Good and Evil – Eine Welt ohne Prinzen zu entdecken und es lief nur noch auf die Änderung des Happy Ends hinaus. Das war mir etwas zu wenig. Dieser Teil endet allerdings noch mit einem gewaltigen Cliffhanger, der einen neugierig auf Band 3 warten lässt. Von mir gibt es 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.




Die Reihe

The School for Good and Evil, Band 1 – Es kann nur eine geben
The School for Good and Evil, Band 2 – Eine Welt ohne Prinzen
The School for Good and Evil, Band 3 – Und wenn sie nicht gestorben sind (erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2017)


Zum Autor

Soman Chainani, Schriftsteller und Drehbuchautor, glaubt noch mehr an Märchen als die Bewohner von Gavaldon. Deshalb schrieb er seine Doktorarbeit in Harvard über die Frage, warum Frauen im Märchen die besseren Bösewichte sind. Und warum in jeder Prinzessin auch ein bisschen Hexe steckt – und umgekehrt. Aus dieser Idee entstand seine Roman-Trilogie „The School for Good and Evil“, mit der er die New-York-Times-Bestsellerliste eroberte.


ab 12 Jahren
544 Seiten
übersetzt von Ilse Rothfuss
ISBN 978-3-473-40141-3
Preis: 16,99 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Konnte meine Kids und mich leider nicht überzeugen

Flätscher 1 - Die Sache stinkt!
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Flätscher – Die Sache stinkt von Antje Szillat
erschienen bei dtv junior!

Zum Inhalt

Flätscher, coolstes Stinktier der Stadt, landet auf der Suche nach seiner Lieblingsspeise im Jutesack des verärgerten ...

Flätscher – Die Sache stinkt von Antje Szillat
erschienen bei dtv junior!

Zum Inhalt

Flätscher, coolstes Stinktier der Stadt, landet auf der Suche nach seiner Lieblingsspeise im Jutesack des verärgerten Spitzenkochs Bode. Nur durch einen gewagten Sprung und den eiskalten Einsatz seiner Stinkekanone kann er sich retten - ausgerechnet in das Hosenbein von Bodes Sohn Theo. Das ist nicht nur der Anfang einer dicken Freundschaft, sondern auch der Beginn der größten Super-Detektiv-Karriere aller Zeiten! Denn die beiden gründen noch am selben Tag die Hinterhof-Detektei. Sekretariat: Zwergwieseldame Cloe. Rückendeckung garantiert die O-Clique: die Kellermäuse Olaf, Mo, Jo und Flo. Kaum vollzählig, braut sich schon der erste Fall zusammen - und Flätscher hebt bebend seine berühmte Spürnase...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Das Buch ist auf Grund der tollen Illustrationen von Jan Birck ein Highlight. Diese haben nicht nur meinen Jungs, sondern auch mir sehr gut gefallen. Eingebrachte Bilder und auch gelegentliche Sprechblasen machen die Geschichte abwechslungsreich. Auf den einzelnen Bildern haben Kinder und Erwachsene viel zu entdecken. Die Story wird in 13 relativ kurzen Kapiteln in der ersten Person erzählt.
Flätscher ist ein Stinktier, das Semmelknödel liebt, Marder absolut nicht ausstehen kann, in einem alten Rolls Royce lebt und eine Käseallergie hat. Er ist sehr selbstbewusst, manchmal gar etwas überheblich. Dies lässt er anfangs auch Theo, den Sohn des Spitzenkochs Bode spüren. Doch dieser ist irgendwie zu brav oder verpeilt, um sich gegen Flätschers Art aufzulehnen. Theo sieht nur seine Chance, endlich ein Detektiv zu werden!
Nachbarin Frau Knesemeier ist eine böse und gehässige Frau, deren Katze Flätscher ebenfalls nicht ausstehen kann. Er nutzt jede Gelegenheit, dieses Tier gekonnt auszutricksen.
Bei den Kritikpunkten stimme ich mit meinen Kindern - unabhängig voneinander - vollkommen überein.

Meinung meines Ältesten, 10 Jahre alt:
Ich mochte Flätscher nicht so gerne, weil er andere nicht immer gut behandelt hat. Die Geschichte ging mir zu schnell los, ich wusste gar nichts über die mitspielenden Personen. Sie haben sich viel zu spät richtig vorgestellt. Ich habe mich für dieses Buch zu alt gefühlt, weil auch die Sprache mehr für jüngere Kinder war. Die Bilder und Sprechblasen haben mir sehr gut gefallen!

Meinung meines Jüngsten, 8 Jahre alt:
Die Bilder fand ich sehr gut, aber ich habe viele Sätze nicht richtig verstanden. Wenn Flätscher von „logissimo“ oder „stinkologisch“ geredet hat, gefiel mir das gar nicht. Ich habe lange nicht gewusst, dass Flätscher ein Stinktier ist. Er hätte es schon am Buchanfang sagen sollen. Die Geschichte war mir nicht spannend genug. Und ich konnte leider nicht über die Geschichte oder Flätscher lachen. Das fand ich schade.

Die Sprache empfand ich ebenfalls als zu gewöhnungsbedürftig und zu absichtlich auf kindlich getrimmt. Ich habe meine Jungs beim Vorlesen beobachtet und kaum Freude entdecken können. Sie fragten bei den angesprochenen Wörtern immer nach und fanden sie eher unpassend. Beide sind begeisterte Zuhörer und Selberleser, aber Flätscher – Die Sache stinkt konnte sie nicht aus der Reserve locken. Einen Teil des Buches habe ich dann allein gelesen, weil es für beide einfach keinen Zweck hatte.

Uns drei konnte Flätscher – Die Sache stinkt nicht richtig begeistern. Obwohl meine Jungs in der anvisierten Zielgruppe liegen und auch wirklich viel lesen und vorgelesen bekommen, fühlte sich der eine zu jung und der andere zu alt für die Story. Eine Story, die wir nicht gerade sehr spannend fanden. Die Illustrationen dagegen sind richtig klasse! Da muss ich Jan Birck ein Kompliment aussprechen. Lustige Sätze haben wir ebenfalls sehr vermisst und Flätscher war auch mir persönlich zu überheblich. Vielleicht wäre etwas Sarkasmus eher das Zauberwort gewesen. Für dieses Kinderbuch können wir leider nur 2 von 5 möglichen schwarzen Katzenbabies vergeben.


Zum Autor

Antje Szillat schreibt sehr erfolgreich Bücher für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und schlüpft dabei gern in die unterschiedlichsten Rollen. Mit ihrer Kinderbuchreihe ›Rick‹ landete sie einen großen Erfolg. Sie lebt und arbeitet mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in der Nähe von Hannover.


ab 8 Jahren
128 Seiten
ISBN 978-3-423-76156-7
Preis: 10,95 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich – auch im Namen meiner Kinder - beim Verlag und Vorablesen für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sehr emotional

Irgendwo im Glück
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Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
erschienen bei rororo

Zum Inhalt

Dublin, 1995: Maisie Bean ist eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Ihr erstes Date vor siebzehn Jahren endete so schlimm, ...

Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
erschienen bei rororo

Zum Inhalt

Dublin, 1995: Maisie Bean ist eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Ihr erstes Date vor siebzehn Jahren endete so schlimm, dass es ihr für den Rest des Lebens den Appetit auf Pommes verdarb. Die Ehe, die folgte, war die Hölle für Maisie, doch sie gab ihr zwei wundervolle Kinder: den sensiblen, humorvollen Jeremy und die starrsinnige, schlaue Valerie. Mit Hilfe der beiden schafft es Maisie sogar, ihre demente Mutter zu Hause zu pflegen. Alle packen mit an.
Als Maisie denkt, ihr Leben läuft endlich rund, geschieht das Unfassbare: Jeremy verschwindet eines Tages spurlos. Sie steht einem neuen Kampf gegenüber, dem Kampf ihres Lebens - für die Wahrheit über Jeremy, gegen Vorurteile und Ablehnung. Doch Aufgeben kommt für Maisie niemals in Frage.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Dies ist das dritte Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Ich kann nur sagen, dass ich selten ein so ehrliches und emotionales Buch in Händen hatte.
Wie der Klappentext schon sagt, spielt die Geschichte im Jahre 1995. Es ist ein Rückblick der Protagonisten auf ein tragisches Ereignis, das sich zwanzig Jahre zuvor zutrug. Die Story wird in der dritten Person erzählt und es kommen verschiedene Personen innerhalb eines Kapitels zu Wort.
Maisie hat mir sehr gut gefallen. Sie kommt authentisch rüber, kämpft wie eine Löwin für ihr Leben und ihre Kinder. Sie hatte es die letzten Jahre nicht leicht, doch trotz aller Widerstände gibt die junge Frau nicht auf und macht unermüdlich weiter. Maisie macht allen Frauen Mut, die etwas Ähnliches erlebt haben!
Jeremy ist ein warmherziger Teenager von 16 Jahren, der sich gerade um seine demente Großmutter Bridie rührend kümmert. Er hütet ein Geheimnis, das ihm arg zu schaffen macht. Ich habe ihn gleich in mein Herz geschlossen.
Valerie ist ein typisch pubertär agierendes Mädchen von 12 Jahren. Sie flucht, wo sie geht und steht und ist so manches Mal ziemlich aufsässig. Doch auch sie hat einen weichen Kern und gefiel mir gut.
Jede einzelne Figur ist von der Autorin liebevoll ausgearbeitet worden und wirkt äußerst authentisch. Hier kann sich sicherlich jeder Leser wiederfinden.
Der Prolog startet im Jahre 2015 und gleich die ersten Sätze versetzten mir schon einen Stich ins Herz… Näher möchte ich dazu aber nicht eingehen.
Die Geschichte enthält viele Erinnerungen von Maisie, ihren Kindern und den Nebenfiguren an frühere Zeiten. Zeiten, die nicht immer leicht und vor allem sehr brutal waren. Einige Szenen mochte ich gar nicht in allen Einzelheiten lesen…
Sehr gut gefiel mir die Verbindung zum Buchtitel – solche Äußerungen können eigentlich nur von einem unbedarften Kind kommen.

Anna McPartlin hat mir mit Irgendwo im Glück das Leben einer starken Frau präsentiert, die unter keinen Umständen bereit ist, aufzugeben. Maisie Bean ist ein wahres Vorbild für jeden Menschen, der ebenfalls Schreckliches in seinem Leben durchgemacht hat. Sie zeigt nach außen eine Gelassenheit, die mir imponierte. An dieser Geschichte ist kein Kitsch, kein Schmalz – alles wirkt äußerst authentisch. Die Geschichte der Protagonistin ist nicht nur aus den Fingern gesogen, sie könnte jeden in unserem privaten Umfeld betreffen. Der Leser weiß von Anfang an, worauf die Story hinsteuert und man sitzt quasi wie auf einem Pulverfass. Zusammen mit Maisie habe ich die Suche nach ihrem Kind miterlebt und hatte oft einen Kloß im Hals. Die letzten Seiten verschwammen vor meinen Augen, da ich durch die ganzen Tränen nicht mehr klar sehen konnte… Dieses Buch ist emotional, ehrlich, schonungslos und hoffnungsvoll. Da können sich sicherlich nicht nur Mütter in Maisies Beschützerrolle hineinversetzen. Jeder hat doch seine Liebsten um sich herum, die er gegen Demütigung, Spott und Ungerechtigkeit verteidigt. Die irische Autorin hat einen berührenden Schreibstil, an den kaum jemand herankommt. Ich vergebe natürlich 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

PS: Lest dieses Buch nicht ohne eine Familienpackung Taschentücher!!!


Zum Autor

Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Nach der Schule studierte sie ziemlich unwillig Marketing, doch sie blieb dabei ihrer wahren Liebe, der Stand-up-Comedy und dem Schreiben treu. Mit ihrem Ehemann lebt sie in der Nähe von Dublin.

458 Seiten
übersetzt von Sabine Längsfeld
ISBN 978-3-499-27223-3
Preis: 12,99 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gutes Buch für zwischendurch

Fire Girl - Gefährliche Suche
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Fire Girl – Gefährliche Suche von Matt Ralphs
erschienen bei Bloomoon

Zum Inhalt

Hazel Hooper hat die ersten zwölf Jahre ihres Lebens auf einer Waldlichtung verbracht, die von ihrer Mutter Hecate durch ...

Fire Girl – Gefährliche Suche von Matt Ralphs
erschienen bei Bloomoon

Zum Inhalt

Hazel Hooper hat die ersten zwölf Jahre ihres Lebens auf einer Waldlichtung verbracht, die von ihrer Mutter Hecate durch einen Zauberbannkreis von der Außenwelt abgeriegelt wurde.

Hazel sehnt sich danach, die Welt draußen kennenzulernen. Aber am allermeisten wünscht sie sich, endlich selbst magische Fähigkeiten zu entwickeln. Als ihre Mutter von einem gefährlichen Dämon entführt wird, erwachen Hazels Zauberkräfte - dennoch gelingt es ihr nicht, ihre Mutter zu retten.

Nun ist sie ganz auf sich allein gestellt – vielleicht nicht ganz allein, denn Hazel hat irrtümlich eine kleine Haselmaus verzaubert, die ihr nun als verlässlich missgelaunter Gefährte zur Seite steht. Gemeinsam machen sich das Mädchen und die Maus auf, um den Dämon zu verfolgen und Hecate zu befreien. Doch schnell muss Hazel feststellen, dass das Leben außerhalb der Lichtung weitaus gefährlicher ist, als sie angenommen hatte. Gnadenlose Hexenjäger bevölkern die Landstriche – und die wenigen verbliebenen Hexen schrecken nicht davor zurück, sich die Macht der gefährlichen Dämonen zunutze zu machen, um sich zu verteidigen.

Als Hazel den jungen David trifft, den Gehilfen des genialen - doch unglücklicherweise meist betrunkenen - Dämonenjägers Titus schöpft sie Hoffnung; doch sie ahnt noch nicht, dass der Junge und sein Meister auch berühmt dafür sind, Hexen aufzuspüren …
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Anfangs war ich von dem Buch doch etwas enttäuscht, da ich nicht erwartet hatte, dass nicht nur der Prolog im England des 17. Jahrhunderts spielt. Doch nach dem ersten Schock sagte ich mir, ich sollte doch auch mal etwas Neues ausprobieren. Ob ich es bereut habe? Seid gespannt…

Die Story wird in der dritten Person erzählt und die Hauptcharaktere sind die 12-jährige Hazel und ihr Vertrauter, die Haselmaus Bramley. Ehrlich gesagt hat mir die Maus besser gefallen als das Mädchen. Hazel kommt doch – eigentlich für ihr Alter typisch – sehr naiv für den Leser rüber. So manches Mal hätte ich sie gerne wachgerüttelt und etwas mehr Verstand gefordert. Doch wahrscheinlich war der Druck auf sie auch einfach zu groß. Immerhin hat Hazel die nicht gerade leichte Aufgabe, ihre entführte Mutter wieder zu finden. Im weiteren Story-Verlauf wächst die kleine rothaarige Feuerhexe aber immer mehr an ihrer Aufgabe und verändert sich zum Positiven.
Bramley wirkte zwar manchmal etwas übereifrig, aber er hatte eine lockere Art, die mir gut gefiel. Er hat Hazel immer begleitet und ihr Kraft gegeben.
David ist der Lehrling des berühmten Hexenfinders Titus White. Ihn konnte ich die ganze Zeit nicht richtig einschätzen und fand ihn auch etwas unnahbar.
Die Geschichte startet mit einem – für meinen Geschmack – sehr langen Prolog, der noch nicht viel Aufschluss über die bevorstehende Story gibt. Danach geht es eigentlich auch schon sofort los. Der Klappentext des Buches wird quasi innerhalb weniger Seiten „abgearbeitet“. Dies gefiel mir sehr gut, da ich dann auf eine Reihe von spannenden Überraschungen gewartet habe. Doch die Spannung hielt sich etwas in Grenzen. Sie kommt zwar immer mal wieder auf, aber der Spannungsbogen war doch sehr wankelmütig, die Story stellenweise etwas zäh. Einige Szenen waren ziemlich gruselig (gefiel mir richtig gut!), andere wiederum eklig und brutal (nicht mein Fall). An diesen Stellen habe ich mich auch gefragt, ob die Altersempfehlung ab 12 Jahren wirklich so glücklich gewählt wurde…

Matt Ralphs hat mir mit Fire Girl – Gefährliche Suche ein paar nette Lesestunden für zwischendurch beschert. Zu meinem Glück blieben historische Fakten des 17. Jahrhunderts weitestgehend im Hintergrund, so dass ich mich in der Zeit der Hexenverfolgung doch recht wohl fühlte. Was man von den Hexen sicher nicht behaupten kann … Die Charaktere besaßen allesamt zu wenig Tiefgang, ich erfuhr gerade über den Hintergrund von Hazels Mutter nicht genug. Ich denke, dass gerade sie noch eine wichtige Rolle im nächsten Buch spielen wird. Der Schreibstil gefiel mir gut, das Buch las sich flüssig und relativ schnell. Die schwankende Spannungskurve minderte mein Lesevergnügen etwas. Dieser erste Teil endet mit einem Cliffhanger, der einen auf Band 2 aber neugierig warten lässt. Für diesen Auftaktband vergebe ich 3 zufriedene von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Reihe

Fire Girl – Gefährliche Suche
Fire Witch (Sequel zur Reihe? Originalausgabe erscheint voraussichtlich Ende August 2016)


Zum Autor

Matt Ralphs war schon als Kind eine besessene Leseratte, darum ist es nicht verwunderlich, dass er schließlich als Lektor bei einem großen englischen Verlag landete. Dort hat er mit viel Freude zahlreiche Fantasy- und Science-Fiction-Bücher redigiert. Irgendwann war er es leid, immer auf die Fehler der anderen hinzuweisen und versuchte es selbst besser zu machen. Matt lebt nun als freier Autor und Kapitän auf seinem Boot „Nostromo“ (eine Hommage an den Film „Alien“) und ist irgendwo auf dem Grand Union-Kanal zwischen London und Birmingham anzutreffen.


ab 12 Jahren
320 Seiten
übersetzt von Doris Hummel
ISBN 978-3-8458-1640-1
Preis: 14,99 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine tolle Botschaft

Eine Woche voller Montage
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Eine Woche voller Montage von Jessica Brody
erschienen bei Magellan

Zum Inhalt

Ellie erlebt den schrecklichsten Montag ihres Lebens: Eine Katastrophe jagt die nächste, und als wären alle Peinlichkeiten ...

Eine Woche voller Montage von Jessica Brody
erschienen bei Magellan

Zum Inhalt

Ellie erlebt den schrecklichsten Montag ihres Lebens: Eine Katastrophe jagt die nächste, und als wären alle Peinlichkeiten nicht schon schlimm genug, macht ihr Freund Tristan aus heiterem Himmel mit ihr Schluss! Ellie wünscht sich nur eines: Sie möchte bitte, bitte eine zweite Chance.
Die kriegt sie – am nächsten Morgen wacht sie auf und stellt fest: Es ist wieder Montag! Ellie setzt alles daran, die Fehler von gestern/heute zu vermeiden und für ihr eigenes Happy End zu sorgen. Doch wer hätte gedacht, dass ein Montag so hartnäckig sein kann?
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Wie der Titel schon verrät, geht es in diesem Jugendbuch um 7 Montage. 7 Montage, in denen Ellie stets versucht, den Lauf ihrer eigenen Geschichte wegen eines Fehlers zu verändern. Die Story ist in der ersten Person geschrieben und die Kapitel haben englische Songtitel oder auch einzelne Textzeilen erhalten. Zudem wird jeden Tag die jeweilige Uhrzeit angezeigt.
Ich muss sagen, dass ich so meine Schwierigkeiten mit Protagonistin Ellie hatte. Sie hat mich geradezu wahnsinnig gemacht mit ihrer teilweise hektischen und überdrehten Art. Im ersten Moment ist sie voller Selbstzweifel, dann erfolgte ein plötzlicher Umschwung um 180 Grad – das war für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Am zweiten Montag wollte ich schon fast aufgeben, denn Ellie hat mich beinahe um den Verstand gebracht. Vielleicht ist man als Leser Ellie auch ein Stück voraus gewesen, aber ihre Naivität und Begriffsstutzigkeit waren kaum auszuhalten… Nach ungefähr 100 Seiten aber hatte sie es dann begriffen und es ging auch für mich langsam aufwärts. Der freche Humor kam besser durch und die unweigerliche Frage nach dem „hätte ich besser…“ bzw. „hätte ich bloß nicht…“ kam auf. Ich muss auch sagen, dass es in der Geschichte natürlich viele Ereignisse und Dialoge gibt, die gleich sind – aber zum Glück gibt es auch Abweichungen. Trotzdem hätten einige Seiten weniger dem Buch nicht geschadet. Die Autorin hat außerdem Rückblicke auf den Beginn der Liebe von Ellie und Tristan eingestreut, was ich halbwegs interessant fand. Für die eigentliche Botschaft hinter der Story fand ich sie nicht wirklich wichtig.
Ellies bester Freund Owen gefiel mir sehr gut. Er machte einen bodenständigen Eindruck auf mich und ich schloss ihn gleich in mein Herz.
Die Eltern von Ellie und auch ihr Beratungslehrer waren mir – wie Ellie – einfach zu überdreht. Ich habe sie mir immer als Filmrolle vorgestellt und hätte dann sicherlich abgeschaltet. Alles viel zu laut und grell… Zudem wurden alle Charaktere viel zu blass dargestellt. Sie hatten viel zu wenig emotionale Tiefe, was ich sehr schade fand.

Egal, wie perfekt man seinen Tag – sein Leben – plant, man scheitert trotzdem.
Seite 229

Jessica Brody hat mit ihrem Jugendbuch Eine Woche voller Montage ein Buch geschrieben, das eine sehr tolle Botschaft für Jung und Alt enthält. Die Story-Idee fand ich klasse, die Umsetzung stellenweise etwas zu zäh. Durch die ständige Wiederholung desselben Tages, wiederholen sich natürlich auch viele Dialoge und Ereignisse. Die Autorin hat es trotzdem geschafft, noch eine eigene Dynamik für die einzelnen Montage einzubringen, aber es hat mir nicht immer gereicht. Der Schreibstil ist sehr jugendlich gehalten, was die anvisierte Zielgruppe sehr gut anspricht. Mir persönlich war gerade Protagonistin Ellie zu überdreht, ihre Handlungsweisen nicht immer nachvollziehbar. Erst graues Mäuschen, dann überaus probierfreudig – das war mir eindeutig zu viel des Guten. Zum Ende des Buches hin wurde ich aber doch noch positiv überrascht, obwohl man natürlich schon lange vorher wusste, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Die Botschaft des Romans konnte mich überzeugen und hat mich ebenso nachdenklich gestimmt. Es läuft nun mal nicht alles glatt im Leben, das sollten auch Kinder und Jugendliche schon verinnerlichen. Sollte man wirklich die Chance auf eine Änderung bekommen? Ist dies das Ziel? Oder sollte man sich mit den Gegebenheiten arrangieren und das Beste daraus machen? Findet es anhand dieses Buches selbst heraus, ich kann es trotz meiner Kritikpunkte empfehlen. Gerade durch das Ende hat es Eine Woche voller Montage noch auf haarscharfe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen geschafft.


Zum Autor

Dass sie Autorin werden würde, war für Jessica Brody schon früh klar: Mit sieben schrieb sie ihre erste Geschichte und bastelte mit Pappe, Tapete und Isolierband auch gleich ein Buch daraus. Nach der Uni arbeitete sie einige Jahre für ein großes Filmstudio in Hollywood, ehe sie ihren Traum wahr machte und sich ganz aufs Schreiben konzentrierte. Ihre Bücher wurden in mehr als zwanzig Ländern veröffentlicht. Sie lebt heute abwechselnd in Kalifornien und Colorado.


ab 13 Jahren
448 Seiten
übersetzt von Lara Tunnat
ISBN 978-3-7348-5022-6
Preis: 17,95 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!