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Veröffentlicht am 13.08.2022

Ein zauberhafter Reihenauftakt!

Lisis Wirbelwindtage
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Da ich die Bücher von der Valija Zinck sehr gerne mag, stand für mich sofort fest, dass ich ihre neue Kinderbuchreihe unbedingt kennenlernen möchte. Auf „Lisis Wirbelwindtage“ war ich richtig gespannt!

Lisi ...

Da ich die Bücher von der Valija Zinck sehr gerne mag, stand für mich sofort fest, dass ich ihre neue Kinderbuchreihe unbedingt kennenlernen möchte. Auf „Lisis Wirbelwindtage“ war ich richtig gespannt!

Lisi liebt Tiere über alles und wünscht sich nichts mehr als ein Haustier, am allerliebsten hätte sie einen Hund. Leider ist ihr Vater aber dagegen. Als Lisi eines Tages beim Bäcker einen Aushang für einen Geschichtenwettbewerb sieht, bei dem man ein Erlebniswochende auf einem Bauernhof gewinnen kann, steht für sie augenblicklich fest, dass sie mitmachen muss. Jetzt muss sie nur noch eine gute Geschichte über ihr schönstes Tiererlebnis schreiben. Gar nicht so leicht, wenn man kein eigenes Tier hat. Zum Glück hat Lisi ihre tolle beste Freundin Lara, die sich sofort gemeinsam mit ihr auf die Suche nach einem schönen Tiermoment begibt. Ob die beiden Mädchen wohl erfolgreich sein werden?

Als ich damals in der Vorschau das Cover zum ersten Mal sah und mir den Klappentext durchlas, wusste ich einfach sofort, dass ich von „Lisis Wirbelwindtage“ begeistert sein werde. Inzwischen habe ich das Buch gelesen und tja, was soll ich sagen, ich habe mal wieder goldrichtig vermutet: Mich hat Valija Zinck mit dem Auftakt ihrer neuen Reihe komplett verzaubern können. Ich habe mich von Beginn an rundum wohl zwischen den Seiten gefühlt und musste für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder aus ihnen auftauchen. Schade, dass es den zweiten Teil noch nicht gibt, am liebsten würde ich sofort weiterlesen. Leider werde ich mich da aber noch ein Weilchen gedulden müssen – die Fortsetzung wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2023 erscheinen. Auf die freue ich mich jetzt schon sehr!

Aber zurück zum ersten Band. Geschildert wird alles aus der Sicht der achtjährigen Lisi in der Ich-Perspektive. Lisi habe ich mit ihrer sympathischen und aufgeweckten Art und ihrer großen Liebe fürs Geschichtenschreiben auf Anhieb in mein Herz geschlossen. Mit ihr hat die Autorin eine zauberhafte Heldin erschaffen, die man als Leserin einfach sich sofort liebhaben muss und mit der sich die Zielgruppe garantiert prima identifizieren wird. Mir, als Erwachsene, ist es aber auch jederzeit mühelos geglückt, mich in unsere junge Hauptprotagonistin hineinzuversetzen.
In meinen Augen ist es Valija Zinck einfach nur hervorragend gelungen, aus dem Blickwinkel eines jungen Mädchens zu schreiben. Ich habe Lisis authentische kindliche Erzählweise vom ersten Moment an geliebt und ihren großen Wunsch nach einem Haustier vollkommen nachvollziehen können. Da es mir in meiner Kindheit ganz genauso ging und ich mir jahrelang nichts mehr als ein eigenes Tier gewünscht habe, habe ich wirklich nur zu gut verstehen können, dass sich Lisi nach einem tierischen Freund sehnt.

Im Verlauf des Buches dürfen wir noch viele weitere liebevoll ausgearbeitete Charaktere kennenlernen wie beispielsweise Lisis Familie, bestehend aus ihren Eltern, ihrer großen Schwester Alma und ihrem kleinen Bruder Karlchen, oder ihre allerbeste Freundin Lara, die ebenfalls ein superliebes und abenteuerlustiges Mädchen ist. Lara mochte neben unserer Romanheldin ganz besonders gerne. Ich musste des öfteren sehr über die Zwei schmunzeln und zu sehen, was für eine innige Freundschaft die beiden verbindet, hat mir richtig das Herz erwärmt.

Zusammen mit Lisi, Lara und den weiteren Figuren erlebt man als Leser
in eine herrliche Zeit voller spannender, unterhaltsamer und glücklich machender Momente. Mir hat es jede Menge viel Freude bereitet Lisi auf ihren kleinen Alltagsabenteuern zu begleiten und mich gemeinsam mit ihr auf die Suche nach ihrem schönsten Tiererlebnis zu begeben. Ob sie wohl rechtzeitig fündig werden wird? Was wird sie alles dabei erleben und wer wird am Ende der Sieger oder die Siegerin des Schreibwettbewerbs sein? Nun, das werde ich euch hier natürlich nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Ich kann euch jedenfalls versprechen, dass an keiner Stelle Langeweile aufkommt und für alle angehenden Schriftstellerinnen gibt es hinten im Buch noch ein feines Extra: Drei kleine Tipps fürs erste Geschichtenschreiben. Eine tolle Idee, oder?

Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 7 Jahren und dem schließe ich mich an. Kinder ab diesem Alter, die schon etwas geübtere Leser
innen sind, sollte die Geschichte meinem Empfinden nach keine Schwierigkeiten beim Selberlesen bereiten. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, die Schrift ist angenehm groß, die Kapitel sind sehr kurz gehalten und es gibt viele Illustrationen, die den Textfluss auflockern. Zum Vorlesen ist das Buch aber auch ideal geeignet.

Illustriert wurde die Geschichte von Annabelle von Sperber Sie hat die Erzählung mit zahlreichen süßen schwarz-weiß Zeichnungen versehen, die perfekt zum Geschehen im Text passen und das Leseerlebnis nur noch wundervoller machen.

Fazit: Warmherzig, lustig, turbulent. Eine bezaubernde Geschichte voller tierisch schöner Glücksmomente.
Valija Zinck hat mit „Lisis Wirbelwindtage“ einen wunderbaren Reihenauftakt aufs Papier gebracht, der alle Zutaten enthält, die ein gutes Kinderbuch ab 7 Jahren ausmachen und der von den ersten Seiten an zum Wohlfühlen und Träumen einlädt. Ich kann „Lisis Wirbelwindtage“ nur empfehlen. Ich hatte unheimlich viel Spaß beim Lesen und bin schon sehr gespannt, was wir wohl als nächstes Aufregendes mit unserer liebenswerten jungen Heldin erleben werden. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 11.08.2022

Spannend, magisch, märchenhaft

Die Rabenprinzessin
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Da mir meine bisherigen Werke von Stephanie Burgis sehr gut gefallen haben, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich von ihrem neuen Fantasyroman „Die Rabenprinzessin“ hörte. Das wunderschöne Cover und ...

Da mir meine bisherigen Werke von Stephanie Burgis sehr gut gefallen haben, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich von ihrem neuen Fantasyroman „Die Rabenprinzessin“ hörte. Das wunderschöne Cover und der äußerst vielversprechend klingende Klappentext sprachen mich direkt an. Ich zögerte daher gar nicht lange und ließ das Buch bei mir einziehen.

Tief verborgen in einem verzauberten Wald liegt eine alte Burg. Hier lebt das Mädchen Cordelia gemeinsam mit ihren beiden Drillingsgeschwistern Rosalind und Gideon, ihrem großen Bruder Connall und ihrer Mutter. Bisher hat sie an diesem versteckten Ort ein sehr behütetes Leben geführt, fernab von dem Krieg, der seit Jahrzehnten im Königreich herrscht. Dies soll sich jedoch schlagartig ändern, als eines Tages Soldaten auftauchen und die Drillinge den Grund für ihr abgeschiedenes Leben erfahren: Einer von ihnen ist der Erbe des Rabenthrons. Seit dem Zerbrechen der Rabenkrone herrscht allerdings Leid und Elend im Land. Während den drei Geschwistern die Flucht gelingt, geraten die Mutter und Connall in Gefangenschaft. Die Drei begeben sich auf eine gefährliche Reise, mit dem Ziel, die zerbrochene Rabenkrone zu finden und ihre Familie zu retten. Ob ihnen das gelingen wird? Werden ihre magischen Kräfte ihnen dabei helfen können?

Als ich mit dem Lesen begann, war ich mir erst noch ziemlich sicher gewesen, dass mich Stephanie Burgis auch dieses Mal vollkommen verzaubern wird. Leider hat meine anfängliche große Begeisterung im Verlauf der Geschichte aber zunehmend nachgelassen, sodass „Die Rabenprinzessin“ nicht das von mir erhoffte Lesehighlight wurde. Ehe ihr jetzt aber denkt, dass ich enttäuscht von dem Buch bin: Nein, bin ich nicht. Es war nicht so gut wie erwartet und kann für mich mit meinen anderen Werken der Autorin nicht mithalten, aber ich hatte dennoch sehr viel Spaß beim Lesen und habe die Geschichte innerhalb kurzer Zeit beendet.

Dann komme ich als nächstes mal zu den Dingen, die mir nicht so gut gefallen haben. Mir persönlich hat es an mehreren Stellen an Informationen und Details gefehlt. Über die politische Hintergrundgeschichte und das Magiesystem erhalten wir leider nur recht wenig Klarheit, sodass es mir bis zum Schluss nicht gelungen ist, mir ein genaues Bild von der Welt zu machen, in der die Erzählung spielt. Ein wenig schade fand ich auch, dass es keine Karte vom Setting gibt, diese hätte ich mir vielleicht ein bisschen dabei geholfen, mich besser zurechtzufinden. Trotz allem mochte diese geheimnisvolle magische Welt, die Stephanie Burgis erschaffen hat, richtig gerne, vor allem die märchenhafte Atmosphäre, die durchweg herrscht, habe ich geliebt.
Auch über die Charaktere hätte ich gerne mehr erfahren wie beispielsweise über die Mutter unserer drei Hauptpersonen oder deren großen Bruder Connall. Da ich persönlich aber davon ausgehe, dass es sich hierbei um einen Reihenauftakt handelt, habe ich große Hoffnung, dass wir einige Figuren in den folgenden Bänden noch besser kennenlernen dürfen.

So, abgesehen von den eben genannten Punkten kann ich mich aber nur positiv zu „Die Rabenprinzessin“ äußern. Der Schreibstil von Stephanie Burgis sagte mir erneut auf Anhieb zu, für mich hat er sich angenehm flüssig und leicht lesen lassen, und unsere Hauptprotagonistin Cordelia, aus deren Sicht alles in der dritten Person geschildert wird, war mir direkt sympathisch. Mit ihr hat die Autorin eine starke Heldin erschaffen, in welcher nicht nur eine außergewöhnliche Magie schlummert, sondern auch eine beeindruckende Tapferkeit und Entschlossenheit. Ich habe Cordelia sehr für ihren Mut und ihre Stärke bewundert und von ihrer Fähigkeit sich in die verschiedensten Tiere verwandeln zu können, war ich ganz fasziniert.
Rosalind und Gideon, Cordelias ebenfalls magisch begabte Drillingsgeschwister, habe ich auch unheimlich liebgewonnen, vor allem Gideon mit seiner bezaubernden Art hat sich sofort in mein Herz geschlichen. Über ihn musste ich des öfteren sehr schmunzeln und auch die gelegentlichen Kabbeleien der Geschwister haben mich teils bestens unterhalten. Großartig fand ich auch, wie der Zusammenhalt und die Beziehung der Drei beschrieben wird. Die Drillinge mögen sich hin und wieder mal uneinig sein (was Geschwistern ja auch etwas völlig Normales ist), sie halten aber stets fest zusammen und sind immer füreinander da. Zu sehen was für eine innige Bindung die Drei haben und wie stark ihr Teamgeist ist, hat mir richtig das Herz erwärmt.

Geschwisterliebe, die Bedeutung von Familie, Mut, Vertrauen, das Hinauswachsen über sich selbst – von all diesen Themen handelt „Die Rabenprinzessin“ unter anderem, wunderbar verpackt in einer ereignisreichen, fantasievollen und warmherzigen Abenteuergeschichte. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen wie viele wichtige Werte und Botschaften die Story vermittelt und auch sonst hat mich die Handlung begeistern können. Sie steckt voller Überraschungen, Mysterien, magischer Fantasie und politischer Intrigen und auch die witzigen Szenen und emotionalen Momente kommen nicht zu kurz. Langeweile kommt beim Lesen garantiert nicht auf, mich zumindest haben die Geschehnisse durchweg packen können. Das Buch mag für mich ein paar Schwächen haben, aber insgesamt hat es mir echt viel Freude bereitet, Cordelia, Rosalind und Gideon auf ihrer abenteuerlichen Reise zu begleiten und mich gemeinsam mit ihnen lauter Herausforderungen und Gefahren zu stellen. Sollte es wirklich noch eine Fortsetzung geben, werde ich diese auf jeden Fall lesen.

Fazit: Stephanie Burgis hat mit „Die Rabenprinzessin“ einen tollen Fantasyroman für Leser*innen ab 10 Jahren aufs Papier gebracht, mit welchem sie uns eine zeitlos schöne Geschichte voller Geheimnisse und Magie beschert. Auch wenn mich die britische Autorin leider nicht vollends überzeugen konnte, kann ich das Buch nur empfehlen. Wer gerne in atmosphärische Fantasyabenteuer eintaucht, die spannend, unterhaltsam und herzerwärmend zugleich sind und etwas Märchenhaftes an sich haben, sollte sich „Die Rabenprinzessin“ unbedingt mal genauer ansehen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.08.2022

Eine magisch schöne Geschichte voller Spannung, Witz und Fantasie!

Magic Kleinanzeigen – Im Zauberspiegel
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Da mir der erste Band von „Magic Kleinanzeigen“ so gut gefallen hat, habe ich mich auf den zweiten Teil tierisch gefreut. Diesen musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

Auf die Sommerferien ...

Da mir der erste Band von „Magic Kleinanzeigen“ so gut gefallen hat, habe ich mich auf den zweiten Teil tierisch gefreut. Diesen musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

Auf die Sommerferien hat sich Kimia riesig gefreut. Zusammen mit ihrer Mutter wird sie nach Australien fliegen, wo sie endlich nach langer Zeit ihren Papa wiedersehen wird. Doch dann soll alles ganz anders kommen. Als sich ihre Mutter bei einem Treppensturz verletzt und vorerst im Krankenhaus bleiben muss, zieht Kimia vorübergehend in das große Anwesen der Familie von Westhagen ein. Über die Urlaubsplanänderungen ist nicht nur Kimia wenig erfreut – auch Caroline, die stets perfekt gestylte Tochter der Westhagens, ist alles andere als begeistert über den unerwarteten (und in ihren Augen ziemlich uncoolen) Feriengast. Normalerweise hält sich auch Kimia von so jemandem wie Caroline fern, aber als sie kurz nach ihrem Einzug in die Villa eine unglaubliche Entdeckung macht, ändert sich das schlagartig. Sie findet heraus, dass Caroline ihr tolles Aussehen einer magischen Bürste und einem Zauberspiegel zu verdanken hat! Kimia kann es zunächst gar nicht fassen, aber ja, es ist wirklich so, es gibt echte Magie! Ihre Neugierde ist geweckt, sie muss unbedingt mehr über dieses geheimnisvolle Onlineportal namens Magic Kleinanzeigen erfahren. Ein fantastisches Abenteuer beginnt, bei dem unter anderem auch ein Zauberspiegel mit einem heimlichen Bewohner eine große Rolle spielen wird.

Bei mir ist es nun schon wieder ein Weilchen her, dass ich den Reihenauftakt gelesen habe und obwohl meine Erinnerungen an die Handlung inzwischen nicht mehr die frischesten waren, habe ich mühelos in den zweiten Teil hineingefunden. In meinen Augen sollte es auch kein Problem sein, wenn man ohne jegliche Vorkenntnisse in die Fortsetzung eintaucht. Die Bände hängen zwar ein kleines bisschen zusammen, aber da sie eigenständige Geschichten erzählen, sind sie sehr gut unabhängig voneinander lesbar. So bekommen wir es im zweiten Band mit einer neuen Kindergruppe zu tun, womit ich gar nicht gerechnet hatte – ich war irgendwie davon ausgegangen, dass es mit Tobi und der Chaos-Crew weitergehen würde. Dass dem nun nicht so war, fand ich aber nicht schlimm. Ich mochte auch die Figuren in diesem Band unheimlich gerne, allen voran unsere Hauptprotagonistin Kimia, aus deren Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird. Mir war Kimia mit ihrer aufgeweckten und neugierigen Art auf Anhieb sympathisch und da ihre Gefühls- und Gedankenwelt jederzeit authentisch dargestellt wird, habe ich mich auch als Erwachsene ohne Schwierigkeiten in unsere Romanheldin hineinversetzen können.

Bei den Nebencharakteren kann ich nun nicht behaupten, dass ich sie alle sofort in mein Herz geschlossen habe, aber egal ob Sympathieträger*in oder nicht – alle wurden sie facettenreich ausgearbeitet und sorgen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften und Besonderheiten für lauter schöne und spaßige Lesemomente. Es gibt sogar ein Wiedersehen mit Filine aus dem Vorgänger, was mich richtig gefreut hat. Sie hatte mir damals besonders gut gefallen.

Neben den Figuren hat mich die Autorin auch mit der Story überzeugen können. Wie der erste Band, so enthält auch der zweite eine perfekte Mischung aus Spannung, Witz und Tiefe und sprüht nur so vor originellen Einfällen und magischer Fantasie. Auch die Überraschungsmomente können sich sehen lassen und da die Geschichte im Sommer spielt, ist sie zudem noch die ideale Ferienlektüre. Langeweile kommt beim Lesen garantiert nicht auf. Mich zumindest haben die Geschehnisse von den ersten Seiten an packen und bestens unterhalten können und von der Idee mit der Internetplattform, auf der man normale und magische Gegenstände kaufen und verkaufen kann, bin ich nach wie vor ganz begeistert. Mir hat es total viel Spaß gemacht, endlich wieder in die Welt der Magic Kleinanzeigen einzutauchen und sie in diesem Band noch besser kennenlernen zu dürfen.

Das Ende ist ziemlich abgeschlossen, weckt aber dennoch eine große Neugierde darauf, wie es mit den Magic Kleinanzeigen wohl weitergehen wird. Also ich hoffe sehr, dass die Reihe noch nicht vorbei ist und es auch noch einen dritten Teil geben wird.

Fazit: Esther Kuhn ist mit dem zweiten Band von „Magic Kleinanzeigen“ ein weiterer wunderbarer Kinderroman ab 10 Jahren gelungen, mit dem sie uns ein turbulentes Ferienabenteuer voller Überraschungen, fantasievoller Ideen und Magie beschert. Ich kann das Buch nur empfehlen, mir hat es herrliche Lesestunden bereiten können. Die Geschichte lädt von Anfang bis Ende zum Mitfiebern ein und wird mit viel Humor und Tempo erzählt, sie ist spannend, lustig und ernsthaft zugleich und auch für Erwachsene vollkommen lesenswert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.08.2022

Ein fantastischer Auftakt voller Spannung und Magie!

Daresh – Im Herz des Weißen Waldes
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Da ich die Bücher von der Katja Brandis immer wahnsinnig gerne lese, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich von ihrer Daresh-Trilogie hörte. Cover und Klappentext sprachen mich direkt an. Für mich stand ...

Da ich die Bücher von der Katja Brandis immer wahnsinnig gerne lese, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich von ihrer Daresh-Trilogie hörte. Cover und Klappentext sprachen mich direkt an. Für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich den ersten Band unbedingt kennenlernen muss.

In Daresh leben vier Gilden – Erde, Feuer, Wasser und Luft – doch anstatt ein friedliches Miteinander zu führen, hat zwischen den grundverschiedenen Völkern schon immer eine große Zwietracht geherrscht. Die Fehden haben in den letzten Jahren sogar noch zugenommen, überall im Land flammen Kämpfe auf, in die schließlich auch die 15-jährige Rena aus der Erdgilde hineingezogen wird. Sie ist nach einem Vorfall zur Flucht gezwungen und trifft kurz nach ihrem Aufbruch auf die junge Feuerfrau Alix. Gemeinsam mit ihr begibt sich Rena auf eine gefährliche Reise durch das Land, mit dem Ziel, die vier Völker zu vereinen. Kurz darauf schließen sich den beiden noch Rowan aus der Luftgilde und Dagua aus der Wassergilde an. Ob es ihnen zusammen wohl gelingen wird, für Frieden in Daresh zu sorgen?

Dass es sich hierbei um keine neue Reihe von Katja Brandis handelt, sondern um eine Neuauflage, ist mir tatsächlich erst nach dem Lesen bewusst geworden, als ich mir die Danksagung der Autorin hinten im Buch durchlas. Der erste Band ihrer Daresh-Trilogie ist erstmalig 2002 im Ueberreuter Verlag erschienen, allerdings unter einem anderen Titel. Da ich mich bisher noch nicht groß mit den älteren Büchern von Katja Brandis beschäftigt habe und nur ihre neueren Werke kenne, hatte ich von Daresh (ihre erste Fantasy-Serie) noch nie was gehört. Was bin ich froh, dass sich die Autorin dazu entschlossen hat, diese Reihe zu überarbeiten und neu auflegen zu lassen! Wer weiß, vielleicht wäre ich sonst nie so wirklich auf sie aufmerksam geworden – die äußere Gestaltung der alten Ausgaben finde ich irgendwie nicht allzu ansprechend, muss ich gestehen. Die Cover der Neuveröffentlichungen aber gefallen mir richtig gut, in meinen Augen sind sie echte Hingucker.

Optisch hat das Buch also schon mal bei mir punkten können. Wie aber schaut es mit dem Inhalt aus?
Um euch nicht unnötig auf die Folter zu spannen: Ich bin begeistert von dem, was mich zwischen den Buchdeckeln erwartet hat, mich hat Katja Brandis mit dem Auftakt ihrer Daresh-Trilogie komplett überzeugen können. Ich habe die gut 400 Seiten innerhalb kurzer Zeit verschlungen und nun fiebere ich dem Erscheinen der Fortsetzung ganz sehnsüchtig entgegen. Allzu lange gedulden muss ich zum Glück nicht – die neue Fassung des zweiten Teils wird voraussichtlich noch dieses Jahr im Herbst erscheinen.

Aber zurück zum ersten Band. Ich hatte einen prima Einstieg in die Geschichte. Der Schreibstil von Katja Brandis hat sich wie gewohnt angenehm flüssig für mich lesen lassen und unsere 15-jährige Hauptprotagonistin Rena, aus deren Sicht der größte Teil der Handlung in der dritten Person geschildert wird, war mir auf Anhieb sympathisch. Mit ihr hat die Autorin eine starke Heldin erschaffen, die im Verlauf des Buches eine bewundernswerte Entwicklung durchmachen wird. Mich hat es beeindruckt zu sehen, wie Rena ihre anfängliche Schüchternheit während ihrer Reise zunehmend ablegt, wie sie an Mut und Stärke gewinnen und über sich selbst hinauswachsen wird.

Auch unsere zweite Hauptfigur, die Feuerfrau Alix, aus deren Perspektive wir ebenfalls einige Kapitel zu lesen bekommen, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Ich mochte ihre toughe, kämpferische und humorvolle Art und fand es toll mitzuerleben, wie sich unsere beiden ungleichen Heldinnen kennenlernen, wie sie während ihrer gemeinsamen Mission voneinander lernen und mit der Zeit zu guten Freundinnen werden.
Die weiteren Charaktere haben mir ebenfalls überaus gut gefallen. Sie wurden allesamt liebevoll und glaubhaft ausgearbeitet und tragen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften und Besonderheiten dazu bei, dass man lauter herrliche Lesemomente zwischen den Seiten verbringt. Da wäre zum Beispiel Rowan, der Mitglied der Luftgilde ist und der sich unseren zwei Gefährtinnen noch anschließen wird (sehr zum Unmut von Alix). Rowan mochte ich ebenfalls sehr gerne. Die Kabbeleien und Reibereien zwischen ihm und Alix haben mich öfters breit schmunzeln lassen und auch die zarte Liebesgeschichte zwischen ihm und Rena habe ich sehr genossen. Mir persönlich hat die Romanze der beiden vollkommen zugesagt, sie nimmt nur recht wenig Raum ein und fügt sich leicht und stimmig ins Geschehen ein.

Auch sonst kann ich mich zur Handlung nur positiv äußern. Sie enthält einen gelungenen Mix aus spannend, witzig, fantasievoll und emotional und kann mit zahlreichen überraschenden Wendungen, Abenteuern und Gefahren aufwarten. Langeweile kommt beim Lesen garantiert nicht auf, mich zumindest haben die Geschehnisse durchgehend packen und unterhalten können.

Settingmäßig bin ich ebenfalls ganz auf meine Kosten gekommen. Mit Daresh hat sich Katja Brandis einfach eine großartige Fantasywelt ausgedacht. Allein die Idee mit den vier verschiedenen verfeindeten Gilden hat mich vom ersten Moment an begeistern können. Mir hat es jede Menge Spaß gemacht, die unterschiedlichen magischen Kräfte der Gilden kennenzulernen, mich gemeinsamen mit unseren Heldinnen lauter gefährlichen Herausforderungen zu stellen und an viele faszinierende Orte mitnehmen zu lassen. Klasse fand ich auch, dass es vorne und hinten im Buch eine detailreiche doppelseitige Karte von Daresh gibt, auf der man die Reise unserer Gefährtinnen sehr gut nachverfolgen kann.

Das Ende verschont uns erfreulicherweise vor einem Cliffhanger und obwohl es recht abgeschlossen ist, weckt es dennoch eine große Neugierde auf den nächsten Band. Ich zumindest kann es kaum mehr erwarten zu erfahren, wie es mit Rena, Alix und Co. wohl weitergehen wird.

Neben dem Buch bin ich dann auch noch in den Genuss des Hörbuchs gekommen, welches ungekürzt von Tanja Geke vorgelesen wird. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich bislang noch nichts mit ihr gehört. Daresh war also mein erstes Hörbuch mit ihr und es wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein! Mir hat die Vortragsweise von Tanja Geke unheimlich gut gefallen, ich habe ihrer ausdrucksstarken, tiefen und angenehmen Stimme nur zu gerne gelauscht.

Fazit: Ein wunderbarer Auftakt, den man nicht mehr aus der Hand legen mag!
Mit dem ersten Band ihrer überarbeiteten und neu aufgelegten Daresh-Trilogie beschert uns die deutsche Autorin Katja Brandis ein fantastisches Abenteuer voller Spannung, Freundschaft, Liebe und Magie, das große Lust auf mehr macht und von Anfang bis Ende zum Mitfiebern einlädt. Ich habe Rena und ihre Gefährt*innen nur zu gerne auf ihrer aufregenden Reise durch Daresh begleitet und freue mich schon sehr auf mein Wiedersehen mit ihnen. Ich kann sowohl das Buch als auch das Hörbuch wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.08.2022

Wunderschön!

Sherlock Holmes Bd. 4
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Da mich der Coppenrath Verlag mit den ersten drei Sherlock Holmes-Schmuckbänden komplett verzaubern konnte, habe ich mich auf den vierten Band riesig gefreut. Dieser durfte in meiner Sammlung natürlich ...

Da mich der Coppenrath Verlag mit den ersten drei Sherlock Holmes-Schmuckbänden komplett verzaubern konnte, habe ich mich auf den vierten Band riesig gefreut. Dieser durfte in meiner Sammlung natürlich auf gar keinen Fall fehlen.

Woran ist Sir Charles Baskerville gestorben? Wurde er wirklich von dem riesigen dämonischen Hund getötet, der angeblich im Moor sein Unwesen treibt und es seit Generationen auf die Familie Baskerville abgesehen hat? Viele glauben, dass dies nur eine Legende sei, allerdings deutet alles darauf hin, dass es den Höllenhund tatsächlich gibt und er die Schuld an Sir Charles‘ Tod trägt. Sollte der Fluch kein Mythos sein, schwebt Sir Henry, der letzte noch lebende Nachfahre der Baskervilles, in großer Gefahr! Da dieser um seine Sicherheit fürchtet, wendet sich Dr. James Mortimer, der Freund und Arzt der Familie, an Sherlock Holmes und bittet ihn um Hilfe. Der berühmte Meisterdetektiv schickt daraufhin seinen Partner Dr. John Watson als Begleitschutz für Sir Henry nach Dartmoor. Dort reiht sich ein Rätsel an das nächste, Watson weiß bald nicht mehr woran er glauben soll. Zum Glück steht ihm bald Sherlock Holmes wieder zur Seite. Ob es dem Ermittlerteam wohl gelingen wird, den Fall aufzuklären?

Dass ich auch von dieser Sherlock Holmes-Schmuckedition ganz hin und weg sein werde, war mir bereits vor dem Durchschmökern klar und tja, was soll ich sagen, ich habe natürlich vollkommen richtig gelegen: Für mich ist auch dieser Sherlock Holmes-Band ein absolutes Highlight! Mir hat es wahnsinnig viel Freude bereitet, endlich mal wieder in eine meiner liebsten Sherlock Holmes-Geschichten einzutauchen und diese dank der aufwendigen Innenaufmachung auf eine ganz neue Art und Weise kennenlernen und erleben zu dürfen.

Was die Gestaltung des Buches angeht, könnte ich euch nun mal wieder endlos etwas vorschwärmen. Das Cover ist ein echter Hingucker mit seinen goldenen Veredelungen und dem bildhübschen, hochwertigen Leinenband und der auf alt getrimmte Buchrücken sieht ebenfalls toll aus, vor allem gemeinsam mit den anderen Bänden. Die vier Bücher sind einfach der reinste Blickfang im Regal.
Das, was zwischen den Buchdeckeln schlummert, ist aber ebenfalls einfach nur ein Traum. Die Erzählung wird von zahlreichen stimmungsvollen Illustrationen begleitet, die die Atmosphäre der Geschichte hervorragend einfangen, die Kapitelanfänge sind bezaubernd aufgemacht und zwischen den Seiten sind insgesamt 11 zeitgenössische Extras versteckt wie Briefe, Flyer und Karten. Das Buch ist wirklich unglaublich schön und mit so viel Liebe zum Detail gestaltet und die verschiedenen Beilagen machen das Lesen zu einem ganz besonderen und unvergesslichen Erlebnis.

Neben der Aufmachung sorgt dann selbstverständlich auch die Geschichte dafür, dass man eine großartige Zeit mit dem Buch verbringt. „Der Hund der Baskervilles" ist definitiv zurecht zu so einem bekannten Klassiker geworden und ein Krimi der feinsten Sorte. Die Handlung ist von Anfang bis Ende spannend und unvorhersehbar und steckt voller verdächtiger Personen und mysteriöser Ereignisse, sie lädt durchweg zum Mitraten ein und lässt einen bis zum Schluss im Dunklen tappen. Arthur Conan Doyle hat sich zweifellos bestens darin verstanden, fesselnde Detektivgeschichten zu schreiben, in denen er uns Leserinnen ständig auf eine falsche Fährte lockt.

Auch das Setting trägt dazu bei, dass dieser Fall ein wahres Vergnügen ist. Zu Beginn halten wir uns noch in London auf, allerdings wird es uns gemeinsam mit unserem Ich-Erzähler Dr. John Watson sehr bald nach Dartmoor verschlagen, um dort den vielen Rätselhaftigkeiten auf den Grund zu gehen. Das nebelverhangene und geheimnisvolle Moor ist wahrlich der perfekte Schauplatz für einen spannungsreichen und schaurig-schönen Krimi, ich habe die unheimliche Atmosphäre, die dank der mystischen Beschreibungen geschaffen wird, richtig geliebt.

Zu den Charakteren, allen voran zu unseren beiden Hauptfiguren, kann ich mich ebenfalls mal wieder nur begeistert äußern. Mit Meisterdetektiv Sherlock Holmes hat Arthur Conan Doyle einen einzigartigen Romanhelden erschaffen, den man für seinen messerscharfen Verstand und seine beeindruckende Kombinationsgabe nur bewundern kann. Auch hier kommen wir erneut in den Genuss seines genialen Denkvermögens, allerdings fallen seine Auftritte in diesem Fall um einiges kürzer aus als sonst. Dass der berühmte Meisterdetektiv weniger auftaucht als üblich, hat mich persönlich nicht gestört. Ich finde es irgendwie ziemlich cool, dass bei dieser Sherlock-Holmes-Erzählung mal Dr. Watson mehr in den Vordergrund rückt und er sein detektivisches Können unter Beweis stellen muss.

Der Schreibstil hat mir ebenfalls wieder sofort zugesagt. Er ist anschaulich, packend und unterhaltsam, allerdings ist er auch ein bisschen anspruchsvoller und die Wortwahl eine andere als heute – Arthur Conan Doyle hat den Roman schließlich im 19. Jahrhundert geschrieben. Die etwas altmodische Sprache muss bei Werken aus dieser Zeit aber natürlich auch einfach sein, finde ich, und keine Sorge, zu ausschweifend ist sie nicht. Also mir hat der Schreibstil keinerlei Probleme bereitet, für mich hat sich das Buch sehr leicht und angenehm flüssig lesen lassen.

Fazit: Mit dem vierten Sherlock-Holmes-Band ist dem Coppenrath Verlag ein weiteres echtes Schmuckstück gelungen, das die Herzen aller Buchliebhaber
innen höher schlagen lässt und in keiner Schmuckausgaben- und Sherlock-Holmes-Sammlung fehlen darf. Ich kann diese zauberhafte Ausgabe von „Der Hund der Baskervilles" nur empfehlen! Sie ist traumhaft schön und liebevoll gestaltet und die Geschichte ist ein wahrer Krimigenuss voller herrlichem Miträtselspaß und wunderbaren Gruselmomenten. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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