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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2019

Eine ruhige Liebesgeschichte und viel Natur

Show me the Stars
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Nachdem es bei Liv beruflich sehr schlecht läuft, stößt sie auf das Angebot, einen Leuchtturm auf einer Insel in Irland für sechs Monate zu bewohnen. Sie bewirbt sich und bekommt den Job. Voller Euphorie ...

Nachdem es bei Liv beruflich sehr schlecht läuft, stößt sie auf das Angebot, einen Leuchtturm auf einer Insel in Irland für sechs Monate zu bewohnen. Sie bewirbt sich und bekommt den Job. Voller Euphorie und doch auch etwas Sorge kommt sie beim Leuchtturm an. Dorthin gebracht hat sie Kjer mit seinem Boot. Der äußert attraktive Kjer versorgt sie nun auch regelmäßig mit den notwenigen Dingen zum Leben, doch bleibt es nur dabei?
Das Cover finde ich schön und es hat einen guten Bezug zum Buch. Der Schreibstil ist sehr flüssig. Da Liv auf einer einsamen Insel ist und natürlich dadurch nur sporadisch Kontakt zu anderen Leuten hat, wird die Landschaft sehr ausführlich beschrieben, aber das mochte ich wirklich gerne. Während des Lesens habe ich viel Lust bekommen auch nach Irland zu reisen und in einem Leuchtturm zu leben. Liv ist eine ehrgeizige Einzelgängerin, die mir aber von Anfang an sympathisch war. Zu Kjer konnte ich bis zum Schluss keine Verbindung aufbauen. Er ist unnahbar und sich seiner Attraktivität sehr bewusst und schläft sich durch den Ort. Zudem hat er eine miese Vergangenheit, aber das müsst ihr selbst lesen! Die Geschichte hat mir trotz ihrer klassischen Elemente gut gefallen. Nur einen Kritikpunkt habe ich: Das Ende. Es kam mir dann doch etwas zu schnell und war nicht authentisch. So wie ich die Charaktere kennengelernt habe, hätte das Buch meiner Meinung nach nicht dieses Ende finden können.
+++SPOILER+++
Liv sagt einmal, dass sie nicht die typische Frau sein möchte, die sich einbildet, den gebrochenen Typen, der keine feste Bindung möchte zu flicken und ihn für sich zu gewinnen. Leider wird das zwar gesagt, aber nicht befolgt, denn Liv ist genau so.
+++SPOILER ENDE+++

Mir hat das Lesen aber trotzdem Spaß gemacht und daher gibt es 3,5/5 Sternen.

Veröffentlicht am 04.08.2019

Ein rundum tolles Leseerlebnis

Becoming Elektra
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Isabel ist ein Klon. Ein Ersatzteillager für Elektra Hamilton. Falls Elektra etwas passiert, ist sie dazu da, ihr Organe zu spenden. Isabel lebt mit vielen anderen Klonen in einem Institut, indem sie viel ...

Isabel ist ein Klon. Ein Ersatzteillager für Elektra Hamilton. Falls Elektra etwas passiert, ist sie dazu da, ihr Organe zu spenden. Isabel lebt mit vielen anderen Klonen in einem Institut, indem sie viel Unterricht bekommt und streng auf ihre Gesundheit geachtet wird. Die Außenwelt hat sie noch nie gesehen, bis ihr eines Morgens der Vater von Elektra ein Angebot macht: Sie soll das Leben von Elektra führen, da diese bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Sie soll die Verlobung mit Elektras Verlobten weiterführen, um die politische & wirtschaftliche Macht zu sichern. Doch Isabel spürt, dass mehr, viel mehr, hinter diesem Angebot steckt.

Cover und Titel passen gut zur Geschichte und zur Welt, in der sie spielt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Isabel erzählt. Sie ist mutig, loyal und emphatisch. Wir erleben die Welt aus ihrer Sicht, weswegen sie auch für den Leser neu ist und man immer mal wieder Häppchen über die neue Technik, das Leben und die Gesellschaft im Jahr 2083 bekommt. Das ist aber gar nicht schlimm, ich fand es schön die Welt nach und nach kennenzulernen. Die Familie der verstorbenen Elektra ist Eigentümerin der Kloninstitute und somit gehört sie zur High Society. Dementsprechend kühl und distanziert gehen auch alle in der Familie miteinander um. Es gibt überall kleine Intrigen und Fehden, die die ganze Geschichte schön abrunden. Damit man nicht durcheinanderkommt, ist im Buch der Stammbaum der Familie inklusive der wichtigen Klone abgebildet. Niemand im Buch ist, wer er zu sein scheint und auch der Plot hat mich immer wieder überrascht und ich habe mich mit Isabel gefreut, geweint und war schockiert. Das Ende hat mich dann völlig überrascht und ein wenig verzweifelt habe ich weitere Seiten gesucht. Aber auch das ist nichts Negatives, sondern nur ein Zeichen davon, wie sehr ich in dieser Geschichte versunken bin!

Eine klare Empfehlung für alle, die eine Mischung aus Krimi/Thriller in einem Zukunftssetting mögen: ⭐5/5

Veröffentlicht am 08.07.2019

Ein ruhiger vierter Teil

Hope Again
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Ich empfand die Geschichte um Everly und Nolan als ruhiger, als die der anderen Teile. Beide haben eine sehr ruhige Persönlichkeit und Art mit Problemen umzugehen. Während bei den anderen Pärchen teilweise ...

Ich empfand die Geschichte um Everly und Nolan als ruhiger, als die der anderen Teile. Beide haben eine sehr ruhige Persönlichkeit und Art mit Problemen umzugehen. Während bei den anderen Pärchen teilweise die Fetzen flogen, ziehen sich Everly und Nolan eher zurück. Die beiden passen unter anderem dadurch sehr gut zueinander. Auch sind beide kreativ und tiefsinnig, weswegen sie von Beginn an viele Gemeinsamkeiten haben. Leider haben auch beide eine schwierige Vergangenheit, die einer Beziehung im Wege steht, sie aber zu den Menschen gemacht hat, die sie heute sind.
Besonders Everlys Geschichte ging mir sehr nah. Mona Kasten hat einen sehr gefühlvollen Schreibstil, der das ganze unterstützt.
Auch alle anderen Woodshill Bewohner wieder zu treffen hat mir sehr gut gefallen. Da der zweite ja mein liebster ist, freue ich mich über jeden Auftritt von Dawn und Spencer.
Alles in allem eine tolle Geschichte und ich freue mich auf den nächsten Teil! Da mir aber „trust again“ noch besser gefallen hat, kann ich „hope again“ leider nur 4/5 Sternen geben.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Eine lockere, unterhaltsame Geschichte

Tick Tock Alice
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Alice ist oft im Altersheim und kümmert sich dort etwas um die Bewohner. Ihre Freundin Emily hat darauf überhaupt keine Lust und wartet draußen auf Alice. Als Alice kurze Zeit später wieder aus dem Altersheim ...

Alice ist oft im Altersheim und kümmert sich dort etwas um die Bewohner. Ihre Freundin Emily hat darauf überhaupt keine Lust und wartet draußen auf Alice. Als Alice kurze Zeit später wieder aus dem Altersheim rauskommt ist Emily verschwunden, Alice findet nur noch ihr Handy. Als sie am Abend aber einen Brief erhält mit dem Absender „Das weiße Kaninchen“ nimmt die Geschichte ihren ganz eigenen Lauf. Wo ist Alice da nur reingeraten? Und wie kann sie ihre Freundin zurückbringen?
Das Cover passt gut zur Geschichte, jedoch ist es aufgrund von Alice auf dem Cover nicht so meins, aber das mit den Gesichtern auf Covern ist ja bei jedem anders!
Alice beweist sich in der Geschichte als sehr mutig und loyal und offen. Sie würde alles tun, um ihre Freundin zurückzuholen. Auch mit der ihr unsympathischen Hannah arbeitet sie daher zusammen. Ihr Stiefbruder Lewis vollendet die Gruppe, die vom weißen Kaninchen damit beauftragt wurde, Emily zu finden, indem sie auf ihn hören.
Der Hutmacher, die Herzkönigin, das weiße Kaninchen, viele Charaktere finden in der Geschichte ihren Platz und werden sinnvoll in eine Thriller-Geschichte eingebunden, die jedoch keineswegs beängstigend oder gruselig ist.
Wie bei jeder Entführungsgeschichte möchte der Entführer die Polizei raushalten. Alice und ihren Freunden kommen zwar Zweifel an der Forderung, aber lassen die Polizei außen vor. Da kommen wir zu dem Punkt der Geschichte, der mich gestört hat. Die drei gehen noch zur Schule, aber halten es für das sinnvollste, die Entführung von Emily allein zu lösen. Natürlich käme die Geschichte anders nicht in Fahrt, begeistert hat es mich leider trotzdem nicht. Die Charaktere passten alle gut rein, aber aufgrund der Kürze der Geschichte blieben sie leider recht oberflächlich. Trotzdem eine lockere, unterhaltsame Geschichte.
Bewertung: 3/5

Veröffentlicht am 30.06.2019

Ein außergewöhnlicher Thriller

Liebes Kind
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Lena entkommt aus der Hütte ihres Peinigers, wird jedoch von einem Auto erfasst. Sie erwacht erst im Krankenhaus wieder. Auch dort ist ihre 13-jährige Tochter Hannah, die mit ihr in Gefangenschaft lebte ...

Lena entkommt aus der Hütte ihres Peinigers, wird jedoch von einem Auto erfasst. Sie erwacht erst im Krankenhaus wieder. Auch dort ist ihre 13-jährige Tochter Hannah, die mit ihr in Gefangenschaft lebte und geflohen ist. Doch als die Eltern von Lena zur Identifizierung kommen, erkennen sie sie nicht. Währenddessen kümmert sich eine Krankenschwester um Hannah und was sie bei dem Gespräch herausfindet, lässt sie schaudern…
Ich habe nun schon oft die Stimme gehört, dass dieser Thriller beginnt wo andere aufhören und habe mich gefragt, was denn dann wohl noch kommt. Nun ja, jetzt weiß ich es. Zwar beginnt „Liebes Kind“ mit dem vermeintlichen Happy End in anderen Thrillern, dennoch ist die Geschichte eine der grausamsten, die ich in meinem Thriller-Leser-Leben gelesen habe. Ich habe abends angefangen das Buch zu lesen und es morgens beendet. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen.
Besonders außergewöhnlich sind die Passagen, die aus der Sicht von Hannah erzählt werden. Sie bleibt unglaublich nüchtern und sachlich, egal was gerade passiert. Sie hat keine Geduld damit, wenn Leute etwas nicht verstehen oder zu lange zum Nachdenken brauchen. Sie ist unglaublich schlau und kann zu allem eine Definition, Funktionsweise oder den Hintergrund erklären, da sie sich das Wissen während der Jahre in der Hütte angeeignet hat. Wie Hannah denkt und fühlt wurde durch den Schreibstil sehr gut rübergebracht. Nicht oft liest man aus der Sicht von einem Kind, weswegen diese Abschnitte mir sehr im Gedächtnis geblieben sind.
Die Atmosphäre und die Gefühle wurden auch bei den anderen Charakteren sehr gut rübergebracht und ich habe mit ihnen Wut und Trauer verspürt. Es gibt unheimlich viele Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Näher möchte ich darauf, aufgrund von Spoilern, aber nicht eingehen.
Ein außergewöhnlicher Thriller: 5/5