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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2020

Eine wundervolle Geschichte, die wundervoll gestaltet wurde

Alice im Wunderland
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Ich habe als Kind Märchen gelesen, aber kann mich an viele Geschichten nicht mehr erinnern. Die tollen Ausgaben von Coppenrath, die jetzt nach und nach rauskommen und schon erschienen sind, sind also eine ...

Ich habe als Kind Märchen gelesen, aber kann mich an viele Geschichten nicht mehr erinnern. Die tollen Ausgaben von Coppenrath, die jetzt nach und nach rauskommen und schon erschienen sind, sind also eine tolle Möglichkeit das mal wieder aufzufrischen!
Alice sitzt neben ihrer lesenden Schwester, als sie plötzlich ein Kaninchen sieht. Es hat eine Uhr in der Hand und behauptet zu spät zu sein. Alice wird neugierig und folgt dem Kaninchen in seinen Bau. Sie fällt weit weit runter und landet in einem Raum mit vielen Türen. Sie findet einen Schlüssel für die kleinste Tür, für die sie jedoch zu groß ist, bis sie einen Trank findet, der sie kleiner werden lässt. Ob die Tür sich jetzt öffnen lässt? Und was erwartet Alice dahinter? •
Das Cover der Ausgabe ist einfach toll, mit vielen Details aus der Geschichte. Das ganze Buch und auch die Extras sind sehr hochwertig verarbeitet und man muss keine Angst haben, dass schnell etwas kaputt geht. Das ist vor allem schön, wenn man es mit Kindern liest. Die Geschichte ist durchzogen von Metaphern und Satire. Die Geschichte spielt viel mit vermeintlicher teils mathematischer Logik, wodurch sich unglaublich lustige Gespräche entwickelt haben zwischen Alice und den Bewohnern des Wunderlands. Zum Beispiel verläuft die Zeit dort nicht wie bei uns nach Sekunden, Minuten, Stunden, Tagen usw. Im Wunderland ist es immer 17 Uhr und nur der Tag ändert sich, was zu einer wirklich amüsanten Konsequenz führt, die ihr selbst lesen solltet! Die Geschichte ist von tollen Illustrationen von MinaLima durchzogen, die die Geschichte nochmal viel anschaulicher machen. Auch sind interaktive Seiten eingebaut, die den Leser die Geschichte regelrecht erleben lassen. So kann man bspw die Grinsekatze ganz sehen oder nur ihr Grinsen, man kann Alice groß und wieder klein werden lassen. •
Auch wenn die Geschichte an sich nicht neu ist, bringt die Ausgabe vom Coppenrath Verlag das Lesen auf eine ganz andere Ebene und ich habe jede Seite genossen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.02.2020

Eine wunderschöne Geschichte und Ausgabe

Emma
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Emma mag es, den passenden Partner für die Leute in Highbury zu finden und geht diesem Hobby auch sehr rege nach. Selbst heiraten möchte sie auf keinen Fall. Immerhin ist sie eine selbstständige, intelligente ...

Emma mag es, den passenden Partner für die Leute in Highbury zu finden und geht diesem Hobby auch sehr rege nach. Selbst heiraten möchte sie auf keinen Fall. Immerhin ist sie eine selbstständige, intelligente Frau von hohem Stand und kann auch ihren Vater nicht alleine lassen. Nachdem sie es geschafft hat ihre Kinderfrau/Haushälterin und beste Freundin zu verheiraten, möchte sie es nun bei der neu dazu gezogenen Harriet versuchen. Sie hat auch schon den idealen Partner für sie gefunden. Aber wird es gut gehen? Und wird Emma sich am Ende vielleicht doch verlieben? •
Einen Klassiker zu rezensieren ist schwer. Ich mein, viele großartige Leute haben schon ihre Meinung zu diesem Werk geäußert, es wurde studiert und analysiert. Das Cover, was der Coppenrath Verlag dieser Ausgabe gezaubert hat ist einfach wunderschön, anders kann man es einfach nicht sagen. Das ganze Buch ist durchzogen von kleinen Illustrationen, die an die aktuelle Jahreszeit der Geschichte angepasst sind und auch die sind toll. Die Schmuckausgabe hat 10 tolle Extras, die das Lesen der Geschichte noch interaktiver und nahbarer gestalten. Neben einer Karte von Highbury, gibt es z.B. Rezepte oder auch Briefe und Zeitungsausschnitte. Ich habe beim Lesen immer regelrecht auf das nächste Extra hin gefiebert. Das ganze Buch ist sehr hochwertig aufgemacht und verarbeitet. Die Geschichte an sich ist wirklich schön. In ihr steckt so viel Gefühl, Romantik und viele Facetten der Liebe. Emma macht eine unglaubliche Charakterentwicklung durch. Hat sie anfangs ihre festen Prinzipien und Ansichten, bröckeln die im Laufe des Buchs immer weiter und sie lässt sich auch von anderen Ansichten überzeugen. Das Buch liest sich nicht einfach so flüssig weg, aber das erwarte ich auch nicht von einem Klassiker, immerhin wurde es vor etlichen Jahren zu einer ganz anderen Zeit geschrieben.
Die Schmuckausgabe von Coppenrath regt wirklich toll dazu an sich doch mehr mit Klassikern zu beschäftigen. War ich vorher ein kleiner Klassikermuffel, möchte ich sie jetzt alle lesen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Eine spannende und tiefgründige Dystopie

Falling Skye (Bd. 1)
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Skye wächst in den Gläsernen Nationen auf, die früheren Vereinigten Staaten. Nach eine Katastrophe haben sich hier die Regeln geändert; Menschen werden nun in „rational“ oder „emotional“ eingeteilt und ...

Skye wächst in den Gläsernen Nationen auf, die früheren Vereinigten Staaten. Nach eine Katastrophe haben sich hier die Regeln geändert; Menschen werden nun in „rational“ oder „emotional“ eingeteilt und ihnen stehen je nach Einordnung andere Berufs- und Lebenswege bevor. Skye ist sich sehr sicher eine Rationale zu sein und als sie zu ihrer Testung aufbricht sieht sie dem recht gelassen entgegen. Sie vertraut auf das System und seinem Nutzen. Doch im Zentrum wird ihre Loyalität durch verstörende Prüfungen, verschwindende Mädchen und einige andere Verdächtige Dinge auf die Probe gestellt…
Das Cover von „Falling Skye“ finde ich grundsätzlich ganz schön, ich mag nur einfach wie immer keine Menschen auf Covern. Wenn man sich Skye auf dem Cover weg denkt, mag ich es aber sehr gerne! Der Schreibstil von Lina Frisch ist unglaublich flüssig und bildhaft. Skye, das Zentrum und alles andere konnte ich mir wirklich gut vorstellen. Auch die Ausarbeitung der ganzen dystopischen Welt mit ihren Regeln und die Folgen, die sich daraus ergeben war toll. Ich hatte das Gefühl sehr tief in die Strukturen der Gläsernen Nationen einzutauchen, was anhand des Themas und der weitreichenden Folgen wahrscheinlich gar nicht so einfach ist, aber Lina Frisch hat es gemeistert. Wir lesen die Geschichte aus der Sicht von Skye und einer anderen, die aber bis ungefähr zur Mitte des Buchs geheim bleibt. Das hat die Spannung, die meiner Meinung nach sowieso die ganze Zeit vorhanden war, nur noch mehr angefacht. Die Entwicklung von Skye und der Geschichte im Hinblick auf die Auflösung hat mir wirklich gut gefallen, es ging nichts zu schnell oder zu langsam. Man merkt beim Lesen, dass Lina Frisch durch die Geschichte eine Aussage rüberbringen möchte und das macht sie meiner Meinung nach sehr gut. Es wird einem nicht einfach stumpf gesagt und auch nicht zu sehr verschlüsselt. Auch die Charaktere, die Skye auf ihrer Reise trifft, sind alle schön ausgearbeitet und unterstützen die Geschichte. Eventuell merkt man beim Lesen der Rezension, dass ich von allem wirklich begeistert war und ich möchte, so jung das Jahr auch noch ist, mal das Wort „Highlight“ fallen lassen. Nachdem ich auf der Lesung von Lina Frisch auch noch das erste Kapitel des zweiten Teils hören durfte, bin ich nur noch gespannter auf den zweiten Teil. Da brauche ich aber leider noch etwas Geduld, der erscheint nämlich im Herbst diesen Jahres. Es könnte also auch schlimmer sein!
Ich kann die Geschichte vor allem Fans von Dystopien, aber auch jedem anderen nur wärmstens empfehlen! 5+/5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2020

Schockierend, emotional und authentisch

You are (not) safe here – Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021
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Leighton und ihre beiden jüngeren Schwestern führen ein vorsichtiges & gefährliches Leben. Bedroht von der Aggressivität ihres Vaters leben sie in Angst und richten ihr Leben danach aus, ihren Vater nicht ...

Leighton und ihre beiden jüngeren Schwestern führen ein vorsichtiges & gefährliches Leben. Bedroht von der Aggressivität ihres Vaters leben sie in Angst und richten ihr Leben danach aus, ihren Vater nicht zu provozieren. Ihre Mutter verlässt ihn nicht, glaubt an das Gute in ihm und auch die Nachbarn in der Kleinstadt Auburn gucken konsequent weg. Doch irgendwann wird sie Situation eskalieren…
Das Cover des Buchs finde ich wirklich sehr cool und aus den Federn und der Schnur, die mit im Päckchen war, habe ich mir ein ziemlich cooles Lesezeichen gebastelt! Der Schreibstil im Buch war gut zu lesen. Die Kapitel waren teils sehr kurz, was mich aber hier nicht gestört hat. Krähen spielen in dem Buch eine große Rolle und so werden Abschnitte des Buchs immer mit der aktuellen Zahl vorhandener Krähen eingeleitet. Die Krähen spielen im Buch für viele Dinge eine Rolle, die ihr aber selbst herausfinden müsst. Die ganze Geschichte ist aus der Sicht von Leighton erzählt, man erfährt, wie sie mit allem umgeht und was sie fühlt. Die Konflikte in denen sie steckt, wie z.B. das sie fürs Studium wegziehen möchte, aber ihre jüngeren Schwestern dann alleine wären, werden wirklich gut dargestellt. Für mich war Leighton generell ein sehr authentischer Charakter. Sie hatte ihre mutigen und traurigen Phasen, Glück und Unglück, Skepsis und Vertrauen. Sie und ihre Scchwestern haben mit unglaublich leidgetan und ich fand vor allem natürlich den Vater, aber auch zwischenzeitlich die Mutter wirklich furchtbar. Auch die Bewohner der Stadt hätte ich alle gerne gerüttelt. Die Geschichte hat mich wirklich in ihren Bann gezogen und beim Lesen habe ich wirklich viel mit Leighton mitgefühlt, war aufgeregt, sauer, traurig und auch fröhlich und erleichtert. Die Geschichte zu beschreiben ist wirklich schwer, da es viel zu spoilern gäbe. Ich fand aber alles in allem Charaktere und Handlung sehr authentisch und habe eine ganze Fülle an Gefühlen beim Lesen durchlebt. Ich kann euch das Buch wirklich nur empfhlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2019

Eine wirklich gefühlvolle Geschichte

Kissing Lessons
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Eigentlich ist Stella ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch immer mehr Leute in ihrem Umfeld sagen ihr, dass sie doch ein bisschen Erfahrung in Sachen Liebe braucht und ob sie nicht bald eine Familie gründen ...

Eigentlich ist Stella ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch immer mehr Leute in ihrem Umfeld sagen ihr, dass sie doch ein bisschen Erfahrung in Sachen Liebe braucht und ob sie nicht bald eine Familie gründen möchte. Als Asperger-Autistin nicht ganz leicht, denn Stella mag nichts, was ihre Routine stört und auch mit Berührungen hat sie ihre Probleme. Doch vielleicht braucht sie einfach mehr Übung und heuert daher den Escort Michael Phan an. Doch kann dieser Unterricht gut gehen?
Das Cover von „Kissing Lessons“ ist für mich eins der schönsten dieses Jahr. Ich liebe Blumen, ich liebe rosa, weiß und grau und dieses Cover vereint das alles! Der Schreibstil von Helen Hoang ist flüssig und ich habe das Buch, mit einer Unterbrechung zum Essen, in einem durchgelesen. Durch ihren Autismus versteht Stella viele sarkastische Sätze nicht und spricht auch selbst immer aus, was sie denkt. Das führt zu vielen witzigen und süßen, aber auch zu einigen unangenehmen Situationen. Diese Gespräche und viele andere Details haben mir Autismus etwas nähergebracht, denn ich kam vorher noch gar nicht wirklich mit diesem Thema in Berührung. Ich kann also nicht wirklich beurteilen, ob alles akkurat recherchiert und umgesetzt wurde, aber mir kam es so vor. Stella muss man einfach gern haben, sie ist so eine liebevolle, nerdige Person und mir und vielen anderen Charakteren im Buch sofort ans Herz gewachsen. Michael mochte ich ebenfalls, auch wenn mir einige seiner Entscheidungen erst nicht gefallen haben und meine Loyalität immer mehr bei Stella war. Die Geschichte nimmt schön passend langsam Fahrt auf und auch das Ende kommt nicht zu schnell. In diesem Buch wurde vielem Zeit und Zeilen gegeben, was ich wirklich schön fand. Auch wenn der Verlauf nicht ganz untypisch war, fand ich doch, dass es nicht die ganz typischen Abläufe und Charakteristika einer Liebesgeschichte gab…Falls das für irgendwen Sinn ergibt.
Ich kann die Geschichte auf jeden Fall nur empfehlen. 5/5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere