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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2024

anders als erwartet

How to Seduce a Sorcerer
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Dieses Buch war wirklich überhaupt nicht das, was ich erwartet hatte. Ich finde den Klappentext hier ein wenig irreführend, denn es ist keine typische Romantasy.

Liora ist eine sehr sympathische Protagonistin, ...

Dieses Buch war wirklich überhaupt nicht das, was ich erwartet hatte. Ich finde den Klappentext hier ein wenig irreführend, denn es ist keine typische Romantasy.

Liora ist eine sehr sympathische Protagonistin, die ich auf Anhieb mochte. Die Charaktere sind insgesamt gut ausgearbeitet, wobei ich mir bei dem ein oder anderen etwas mehr Tiefganz und Informationen gewünscht hätte. Gerade über die Nebencharaktere erfährt man leider so gut wie nichts. Jaro wiederum war mir alles in allem etwas zu wiedersprüchlich. Auch die Art, wie sich die Beziehung zwischen Liora und Jaro entwickelt hat für mich nicht wirklich gepasst. Vieles ging mir einfach zu schnell.

Die Atmosphäre ist - gerade zu Anfang - sehr düster. Liora hat ein extrem hartes Leben. Ihr Alltag geht einem echt an die Nieren. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Die Spannung bleibt das gesamte Buch über sehr konstant und es gibt viele, unerwartete Wendungen. Ein paar davon haben für mich wenig Sinn gemacht, aber alles in allem ist die Geschichte recht gut durchdacht. Das Ende hat mich sehr überrascht. Es war wirklich bittersüß und hat dem Buch einen sehr guten Abschluss gegeben.

Ich kann das Buch durchaus empfehlen, sofern man mit düsteren Themen gut klarkommt und keine typische Romantasy erwartet.

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Veröffentlicht am 07.06.2024

stellenweise ganz unterhaltsam, aber doch recht überzogen

Fucking Famous
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Ich weiß nicht, was ich mir von diesem Buch erhofft habe. Eigentlich gar nicht so viel. Aber ich wurde trotzdem ein bisschen enttäuscht. Es konnte mich einfach nicht wirklich fesseln.

Lotte ist eine merkwürdige ...

Ich weiß nicht, was ich mir von diesem Buch erhofft habe. Eigentlich gar nicht so viel. Aber ich wurde trotzdem ein bisschen enttäuscht. Es konnte mich einfach nicht wirklich fesseln.

Lotte ist eine merkwürdige Protagonistin. Sie lässt eigentlich alles mit sich machen und tut wirklich alles, um berühmt zu werden. Ihr ist nichts peinlich und sie ist sich für nichts zu schade. Obwohl das mit der Berühmtheit noch nicht mal ihre eigene Idee war. Allein das macht für mich keinen Sinn.

Ob das Buch nun einen echten, ungeschönten Blick auf die Welt der Influencer wirft, oder doch alles sehr überzogen darstellt, kann ich nicht beurteilen. Ich würde mal schätzen, es ist eine Mischung aus beiden. Über Lotte konnte ich meistens nur den Kopf schütteln und nicht anders, als sie ein bisschen zu bemitleiden. Ganz ehrlich, wie kann man für ein bisschen Ruhm so tief sinken?

Teilweise werden im Buch reale Personen erwähnt, größtenteils sind es aber angeblich fiktive Charaktere, bei denen man doch überdeutlich erkennt, wer die Vorlage dafür war. Die beißende Satire habe ich größtenteils echt vermisst. Es gab zwar ein paar ganz unterhaltsame Stellen, vor allem im Mittelteil, aber im Großen und Ganzen hat es sich ziemlich gezogen. Ich fand es einfach nicht wirklich unterhaltsam, dass Lotte sich bei jeder Gelegenheit vollauffen lässt und von einer Party zur nächsten jettet. Irgendwo war es immer wieder das Gleiche.

Zum Ende hin wird die Geschichte dann immer absurder und unglaubwürdiger. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin hier unbedingt noch einen großen Knall reinbringen wollte. Hat für mich einfach nicht funktioniert.

Ich kann das Buch leider nicht wirklich empfehlen und hatte echt Mühe, mit durchzukämpfen.

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Veröffentlicht am 04.06.2024

Durchaus spannend, aber mit Schwächen

Das Baumhaus
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Also so ganz überzeugen konnte mich dieses Buch nicht. Der Einstieg verlief für mich etwas zäh und es dauerte unerwartet lange, bis "endlich" das Kind verschwindet. Die Charaktere konnten bei mir auch ...

Also so ganz überzeugen konnte mich dieses Buch nicht. Der Einstieg verlief für mich etwas zäh und es dauerte unerwartet lange, bis "endlich" das Kind verschwindet. Die Charaktere konnten bei mir auch nicht so richtig punkten. Wirklich sympathisch war mir eigentlich nur Henrik. Aber immerhin waren einige sehr skurril. Das ist ja auch schon was. Die beklemmende Atmosphäre kommt dafür sehr gut rüber und das Setting ist gut gewählt.

Sehr gut finde ich die verschiedenen Erzählstränge und wie sie langsam zusammenlaufen. Auch die Spannung wird gut aufgebaut und relativ konstant gehalten und es gibt ein paar durchaus überraschende Wendungen. Stellenweise zieht sich die Geschichte aber für meinen Geschmack zu sehr und es passieren unnötige oder gar unglaubwürdige Sachen. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass hier zu viel gewollt wurde und die Autorin unbedingt noch ein paar mögliche Verdächtige präsentieren wollte. Schade. Die Auflösung ist gut und in Teilen wirklich überraschend. Allerdings gibt es auch hier für mich doch ein paar Logikfehler.

Alles in allem ist "das Baumhaus" ein solider Krimi/Thriller, wenn auch mit ein paar Schwächen. Für Fans des Genres aber sicher lesenswert.

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Sehr interessant, aber stellenweise recht trocken

Die Magie des Zehnkampfs. Der deutsche Weltmeister über die Königsdisziplin der Leichtathletik
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Wirklich spannend fand ich, dass man in diesem Buch viel über den Alltag von Zehnkämpfer Niklas Kaul erfährt. Wie und was er trainiert und dass er nebenbei noch studiert. Auch der Zusammenhalt unter den ...

Wirklich spannend fand ich, dass man in diesem Buch viel über den Alltag von Zehnkämpfer Niklas Kaul erfährt. Wie und was er trainiert und dass er nebenbei noch studiert. Auch der Zusammenhalt unter den Athleten hat mich wirklich begeistert. Jeder Zehnkämpfer hat so seine Stärken und Schwächen, was die einzelnen Disziplinen angeht und jeder gönnt dem Anderen den Erfolg.

Was mich ein bisschen gestört hat ist die Tatsache, dass es stellenweise doch sehr trocken und theoretisch zugeht. Da werden die Zeiten und Differenzen und Punkte der einzelnen Athleten aufgeführt und verglichen, was mich - ehrlich gesagt - kein bisschen interessiert. Ich muss gestehen, dass ich hier ein paar Seiten übersprungen habe, weil es mich einfach gelanweilt hat. Vermutlich muss man so richtig begeistert von der Materie sein, um diese ganzen Fakten aufzunehmen.

Abgesehen davon fand ich es wirklich interessant, mehr über die Hintergründe des Zehnkampfes und die einzelnen Disziplinen zu erfahren.

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Veröffentlicht am 03.06.2024

wundervolle, queere Coming-of-Age Geschichte

Imogen, Obviously
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Mit den Büchern von Becky Albertalli kann man einfach nichts falsch machen. Also für mich ist das eine Tatsache. Ich habe bisher noch jedes ihrer Bücher geliebt und Imogen, Obviously bildet hier keine ...

Mit den Büchern von Becky Albertalli kann man einfach nichts falsch machen. Also für mich ist das eine Tatsache. Ich habe bisher noch jedes ihrer Bücher geliebt und Imogen, Obviously bildet hier keine Ausnahme.

Imogen war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist eine wirklich großartige Protagonistin. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und ihre Gedanken nachvollziehen. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt und ich hatte wirklich großen Spaß dabei, sie bei ihrer Selbstfindung zu begleiten. Aber auch die anderen Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Sie wirken realistisch und nicht überzogen. Man kann sich total gut vorstellen, dass sie wirklich genau so existieren.

Im Buch geht es in erster Linie um Imogens Selbstfindung und ihre Beziehung zu anderen. Aber es werden auch schwierige Themen wie Coming-out und Queerfeindlichkeit behandelt. Imogen macht sich unglaublich viele Gedanken. Zu viele, meiner Meinung nach. Aber auch das hat wahnsinnig gut gepasst. Mir haben auch die verschiedenen Diskussionen gefallen und wie Imogen versucht, die Dinge vom Standpunkt anderer zu sehen.

Die Story mag in Teilen ein wenig vorhersehbar sein, aber es gibt dennoch ein paar kleine Überraschungen und vor allem auch viel zu Lachen. Gerade die Chats zwischen den Figuren fand ich klasse.

Ich habe kürzlich gelesen, dass die Autorin selbst quasi zu einem Coming-out gedrängt wurde. Dementsprechend hatte ich das Gefühl, dass sie sehr viel von ihrer eigenen Erfahrung in diese Geschichte hat einfließen lassen. Für mich ihr bisher wahrscheinlich persönlichstes Buch.

Mein Fazit: Fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung. Wer Bücher wie "Ein Happy End ist erst der Anfang" mochte, wird auch Imogen lieben.

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