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Curin

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2021

Actionreicher und spannender Thriller

Die Stimme der Rache
1

Francis Ackermann und Nadia Shirazi sind dem Black Rose Killer auf der Spur, der es auf junge und hübsche Frauen abgesehen hat. Doch um ihn zu fassen, muss Nadia sich ihrer Vergangenheit stellen, denn ...

Francis Ackermann und Nadia Shirazi sind dem Black Rose Killer auf der Spur, der es auf junge und hübsche Frauen abgesehen hat. Doch um ihn zu fassen, muss Nadia sich ihrer Vergangenheit stellen, denn auch sie wurde Opfer des Mannes... .
Dies ist der zweite Teil des Ermittlerduos Ackermann und Shirazi. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, hatte ich keine Probleme, die Handlung nachzuvollziehen und auch nicht das Gefühl, mir würde Vorwissen fehlen.
Das Buch beginnt schon sehr actionreich und man ist gleich so richtig in der Geschichte drin. Ohne Umschweife erlebt man, wie brutal und wie rücksichtslos der Killer vorgeht und eines seiner Opfer erneut entführt.
Francis Ackermann ist wie immer in Topform und schafft es wie sonst auch, seine Gegner zu überrumpeln und auszuschalten. Diese Szenen wirken zwar meist etwas unrealistisch, aber lassen definitiv keine Langeweile aufkommen.
Nadia dagegen wirkte auf mich anfangs etwas unsicher, aber man merkt im Verlauf der Handlung, was für eine taffe Frau sie ist. Sie läuft schneller als gedacht zur Höchstform auf und schafft es trotz ihrer persönlichen Verbindung zum Fall besonnen zu bleiben.
Geschrieben ist das Buch sehr spannend und fesselnd, aber einige besonders grausame Szenen wurden mir persönlich zu detailreich beschrieben. So haben mich einige Dinge doch sehr schockiert und erschüttert. Klar ist man bei Ethan Cross viel Brutalität gewohnt, aber einiges war mir zu viel.
Insgesamt hat mir ,,Die Stimme der Rache" sehr gut gefallen und mich gut unterhalten. Wer actionreiche Thriller mag und starke Nerven hat, sollte das Buch unbedingt lesen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 23.02.2021

Viel Geschichte, aber kein richtiger Thriller

Die Experten
0

Anfang der 60er Jahre reist die junge Rita Hellberg zu ihrer Familie nach Ägypten, wo ihr Vater als Experte in der Flugzeugbauerbranche tätig ist. Dort bekommt sie eine ganz neue Sicht auf die Geschehnisse ...

Anfang der 60er Jahre reist die junge Rita Hellberg zu ihrer Familie nach Ägypten, wo ihr Vater als Experte in der Flugzeugbauerbranche tätig ist. Dort bekommt sie eine ganz neue Sicht auf die Geschehnisse in der Welt und um sie herum, den alles ist im Aufbruch... .
Mit ,,Die Experten" hat Merle Kröger einen sehr faktenreichen Roman geschrieben, der allerdings aus meiner Sicht nicht die Bezeichnung Thriller verdient hat. Dafür fehlt es zu sehr an Spannung und an unvorhersehbaren Momenten.
Man merkt beim lesen sofort, dass die Autorin sehr gründlich recherchiert hat und dass es ihr wichtig war, möglichst authentisch und glaubwürdig die vielen Ereignisse von damals darzustellen. Deswegen gibt es auch immer wieder viele Erklärungen im Text, die den Lesefluss hemmen und die Handlung ständig unterbrechen.
So liest sich das Buch etwas schwerfällig und keinesfalls so leicht wie ein Thriller.
Die Protagonistin Rita fand ich anfangs ziemlich naiv und sie wurde erst interessanter, als sie selbst begann, sich ihre eigenen Gedanken zu machen. Sie blieb aber für mich trotzdem farblos und war mir auch nicht sympathisch.
Insgesamt ist ,,Die Experten" ein interessanter Buch, indem die 60er richtig authentisch dargestellt werden. Für Geschichtsfans empfehle ich es gerne hier weiter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2021

Eine tolle Maus mit Charakter

Mopsa – Eine Maus kommt ganz groß raus
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Mopsa lebt mit ihrem Bruder, vielen anderen Mäusen im Rathaus. Dort müssen sie für den gierigen Mäusekönig immer wieder Futter sammeln. Doch eines Tages beschließt Mopsa wegzugehen und ihren großen Traum, ...

Mopsa lebt mit ihrem Bruder, vielen anderen Mäusen im Rathaus. Dort müssen sie für den gierigen Mäusekönig immer wieder Futter sammeln. Doch eines Tages beschließt Mopsa wegzugehen und ihren großen Traum, einmal auf der Bühne zu stehen, zu verwirklichen... .
In diesem Kinderbuch von Charlotte Habersack geht es um eine ganz besondere Maus mit einem tollen Charakter. Mopsa ist nicht nur ein ganz süßes Tierchen mit einer Eichelhandtasche, sondern sie hat ganz schön Biss, viele lustige Ideen und auch eine Menge Mut.
Die Handlung ist für Kinder aus meiner Sicht sehr gut nachvollziehbar und auch spannend. So ist der Schreibstil recht einfach gehalten und es wird alles so beschrieben, dass man sich die verschiedenen Orte, Tiere usw. sehr gut vorstellen kann. Allerdings habe ich mich über die vielen österreichischen Begriffe gewundert, die ich vor dem Buch noch nicht kannte.
Besonders hat mir gefallen, dass die Geschichte so viele wichtige Dinge vermittelt. Es wird ganz nebenbei kindgerecht der Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur erklärt und es wird auch gezeigt, dass Träume trotz größter Schwierigkeiten wahr werden können.
Besonders schön sind auch die vielen Illustrationen. So sieht man neben vielen kleinen Mäusen auch andere Tiere, den Jahrmarkt und andere Orte aus dem Buch.
Insgesamt bis auf ein paar Kleinigkeiten hat mir ,,Mopsa" gut gefallen und ich empfehle das Buch hier gerne weiter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.12.2020

Spannender Thriller mit zu viel Gewalt

Der Spiegelmann
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Als das seit Jahren verschwundene Mädchen Jenny Lind mitten in Stockholm tot auf einem Spielplatz aufgefunden wird, beginnt Kommissar Joona Linna zu ermitteln. Doch der einzige Zeuge ist der stark traumatisierte ...

Als das seit Jahren verschwundene Mädchen Jenny Lind mitten in Stockholm tot auf einem Spielplatz aufgefunden wird, beginnt Kommissar Joona Linna zu ermitteln. Doch der einzige Zeuge ist der stark traumatisierte Martin, der sich nur schwer zu den Geschehnissen äußern kann... .
Für mich war dies das erste Buch aus der Reihe rund um Joona Linna, aber dennoch konnte ich mich recht gut in den Thriller einfinden und hatte nur an wenigen Stellen das Gefühl, mir würde Vorwissen fehlen.
Die Geschichte beginnt schon ziemlich heftig mit der Entführung von Jenny und man fiebert mit ihr gleich richtig mit. Wer so wie ich Bücher liebt, die gleich ziemlich stark starten, ist hier genau richtig.
Mir hat auch gefallen, dass alle Protagonisten und ihre persönlichen Geschichten sehr gut beschrieben werden. So lernt man auch den Zeugen Martin und seine Lebensgefährtin Pamela gut kennen, aber bekommt auch gute Einblicke in das Wesen von Joona Linna.
Der Thriller liest sich flüssig und ist eigentlich durchgängig sehr spannend. Besonders am Ende wird das Tempo richtig angezogen und die Ereignisse überschlugen sich förmlich, so dass ich teilweise gar nicht mehr richtig mitkam. Auch die Auflösung zum Schluss hat mich nicht richtig überzeugen können.
Für meinen Geschmack hat der Autor auch viel zu viele Gewaltszenen eingebaut, die dann auch sehr detailreich beschrieben wurden. Das Buch ist zwar lesbar geblieben, aber viele Dinge haben mich sehr schockiert.
Insgesamt ist ,,Der Spiegelmann" ein sehr spannender und unterhaltsamer Thriller, der mich bis auf wenige Dinge überzeugt hat. Gerne empfehle ich ihn hier weiter.

  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 19.11.2020

Schönes Buch, aber nicht authentisch

Marigolds Töchter
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Gemeinsam mit ihrer Familie lebt Marigold in einem kleinen, idyllischem Dorf in England. Liebevoll kümmert sie sich um ihre beiden bereits erwachsenen Töchter, ihre Mutter und ihren kleinen Dorfladen. ...

Gemeinsam mit ihrer Familie lebt Marigold in einem kleinen, idyllischem Dorf in England. Liebevoll kümmert sie sich um ihre beiden bereits erwachsenen Töchter, ihre Mutter und ihren kleinen Dorfladen. Doch eines Tages bemerkt sie Veränderungen an sich, die sie lange geheim zu halten versucht... .
Julia Woolf hat hier einen schönen Roman geschrieben, der sich mit einem wichtigen Thema beschäftigt, aber mich nicht hundertprozentig überzeugen könnte.
Marigold ist die Hauptfigur und eine sehr sympathische Frau, die sich immer um andere Menschen sorgt und dabei sich selbst oft vergisst. Leider erkrankt sie nach und nach an Demenz und damit wird im Buch eine Krankheit in den Mittelpunkt gestellt, über die man sonst nicht so viel in Romanen liest.
Ich finde es gut, dass das Thema hier behandelt wird, doch aus meiner Sicht wird ihr Krankheitsverlauf und der Umgang der anderen Leute damit viel zu positiv dargestellt. Im wirklichen Leben sieht das oft ganz anders aus.
Ansonsten ist das Buch wirklich schön geschrieben und man kann sich durch die vielen Details das kleine Dorf und seine Bewohner sehr gut vorstellen.
Insgesamt hat mir ,,Marigolds Töchter" gut gefallen, aber die Krankheit wird aus meiner Sicht nicht authentisch dargestellt. Dennoch kann ich das Buch weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere