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Veröffentlicht am 03.03.2018

Sehr spannend und unvorhersehbar

Zu nah
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Bei " Zu Nah" handelt es sich um das Thrillerdebüt der irischen Schriftstellerin Olivia Kiernan.

Frankie Sheehan, Polizistin bei der Dubliner Gardai, wurde bei ihrem letzen Fall psychisch und physisch ...

Bei " Zu Nah" handelt es sich um das Thrillerdebüt der irischen Schriftstellerin Olivia Kiernan.

Frankie Sheehan, Polizistin bei der Dubliner Gardai, wurde bei ihrem letzen Fall psychisch und physisch verletzt. Gerade wieder im Dienst, bekommt sie den Selbstmord von Eleanor Costello, einer angesehen Wissenschaftlerin auf den Tisch. Sheehan glaubt nicht an Selbstmord. Jemand war bei Eleanor, als sie starb. Bei ihren Ermittlungen bekommt das gute Ansehen der Wissenschaftlerin immer mehr Risse. So erfahren sie, dass sie sich im Darknet aufgehalten hat und sie stößt auf Sadomasochisten die sich über ihre Todesphantasien austauschen. Bis klar wurde, dass es sich um Mord handelte . Wer ist der Mörder?
Eine weitere Leiche wird gefunden. Zu Tode gefoltert. Für Sheehan und ihre Kollegen beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Das Cover ist sehr übersichtlich gestaltet. Der Titel sticht sofort in´s Auge. Bei näherer Betrachtung erkennt man, dass es sich, bei dem Hintergrundbild, um einen dunklen Raum mit leicht geöffneter Tür handelt. Dies soll wahrscheinlich symbolisch für das Darknet stehen.

Der Thriller wird in Ich Form aus Sheehans´s Sicht erzählt. Diese Schreibform hat mir sehr gefallen, da man sich so näher an dem Geschehen und mit Sheehan verbunden fühlt.

Der Schreibstil ist sehr gut. Flüssig geschrieben, klare Sätze. Man kommt gut in die Geschichte hinein und der Spannungsbogen baut sich langsam auf. Bis zum Schluß gibt es viele Wendungen, Verdächtige und Ungereimtheiten. Das Ende ist überraschend und realistisch.

Die Charaktere werden kurz beschrieben. Man kann sich jeden Einzelnen gut vorstellen und sich in die Personen hineinversetzen. Die Mischung aus vielen verschiedenen Charakteren ( Sadomasochisten, Eltern, langjähriger Angestellter, Professor, Angestellte usw.) macht die Geschichte realistisch und interessant.

Wie im Klappentext beschrieben wird Sheehan bei ihrem ersten Fall verletzt.
Da es sich aber hier um das Thrillerdebüt handelt, konnte man von dem Fall nichts wissen. Daher hat mir sehr gefallen, dass dieser Fall mit in die aktuelle Geschichte mit aufgenommen wurde und für eine Überraschung sorgt.

Wie bei den meisten Thrillern, ist das Ende sehr sehr spannend. Da konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Eine Geschichte zum Miträtseln. Da es mehrer Leichen gibt und die genauen Todeszeitpunkte am Anfang nicht klar sind, kann man gut miträtseln. Wer wurde wann und von wem umgebracht.

Ich empfehle dieses Buch weiter. Eine plausible , abwechslungsreiche, spannende Geschichte.

Veröffentlicht am 25.02.2018

Kaltes Alaska

Ich töte dich
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Bei "Ich töte Dich" von Brenda Novak handelt es sich um einen eiskalten Thriller, der düstere Träume bescheren kann.


Eveyln Talbot, Psychologin in einer Anstalt in Alaska, wurde als 16 jähriges Mädchen ...

Bei "Ich töte Dich" von Brenda Novak handelt es sich um einen eiskalten Thriller, der düstere Träume bescheren kann.


Eveyln Talbot, Psychologin in einer Anstalt in Alaska, wurde als 16 jähriges Mädchen von ihrem damaligen Freund Jasper entführt und gequält. Sie überlebte nur, weil sie sich tot stellte.
Jahre später eröffnet sie im fernen Alaska eine Anstalt für Schwerkriminelle. Als eine Einheimische ermordet wird , steht für die Bewohner der Stadt schnell fest, dass es jemand aus der Anstalt gewesen sein muss.
Evelyn glaubt aber, dass die Hinweise an sie , etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun haben. Ist Jasper ihr nach Alaska gefolgt?


Das Cover passt gut zur Geschichte. Die weißen Schneeflocken am Rand des Buches ( sie sind etwas erhaben) verdeutlichen die kälte Alaskas und der Titel passt gut zur Geschichte.
Die Schriftgröße ist leider etwas klein. Ich hatte etwas Probleme beim Lesen und bin öfters in der Zeile verutscht.
Die Kapitel sind recht kurz gehalten, Sehr gefallen hat mir , dass über jedem Kapitel eine Aussage, mit Angaben des Namens, eines Verbrechers steht. Diese Aussagen zeigen, wie krank manche Menschen sind und erzeugen einen leichten Gruselfaktor.


Der Schreibstil ist sehr gut , die Geschichte lässt sich flüssig lesen.
Die Charaktere werden sehr gut beschrieben. Evelyn´s Verzweiflung, dass nicht abschließen können mit ihrer Vergangenheit zeigt, wie ein Mensch, das Leben eines anderen zerstören kann.
Die Insassen der Anstalt, werden sehr plausibel beschrieben. Ihren Hass, ihre Gedanken, ihre Aggressivität, ihre Sprache- alles kommt sehr realistisch rüber.

Die Beziehung zwischen Evelyn und Amarok wurde mir teilweise zu ausführlich beschrieben. Evelyn hatte seit sie 16 Jahre alt war, keinen Sex mehr, vertraute keinem Mann mehr. Dies alles muss Amarok langsam aufbauen. Ihr hin und her , wann der richtige Zeitpunkt ist- fand ich fehl am Platz und unterbrach die spannende Geschichte.


Die Spannung baut sich sehr langsam auf. Zum Ende hin wird es sehr spannend, mit vielen Wendungen und man bekommt nochmals einen Einblick in die Psyche der Menschen.


Ein Thriller, für jeden , der die Einsamkeit Alaskas liebt, der etwas von den Gedanken der Psychopathen / Mörder erfahren möchte, der gerne etwas Erotik in einem Thriller haben möchte und der es liebt, dass sich die Spannung sehr langsam aufbaut.

Veröffentlicht am 24.02.2018

Absolut empfehlenswert

Totenweg
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Mit dem Buch "Totenweg" beginnt die Autorin Romy Flöck die Krimireihe rundum die Polizistin Frida Paulsen und Kriminalhauptkommissar Bjarne Haverkorn.

Frida und Bjarne verbindet der nie aufgeklärte Mord ...

Mit dem Buch "Totenweg" beginnt die Autorin Romy Flöck die Krimireihe rundum die Polizistin Frida Paulsen und Kriminalhauptkommissar Bjarne Haverkorn.

Frida und Bjarne verbindet der nie aufgeklärte Mord an einem jungen Mädchen. Bjarne steht kurz vor seiner Pensionierung und ist besessen darauf "seinen" Cold Case noch zu lösen.
Frida fand damals die Leiche und verbirgt seither ein furchtbares Geheimnis. Achtzehn Jahre hat sie geschwiegen - bis ein weiteres Verbrechen geschieht und die Vergangenheit sie einholt.

Totenweg ist der erste Teil der Krimireihe.
Sehr gefallen hat mir, dass in diesem Buch alle offenen Fragen geklärt und alle Verbrechen aufgeklärt wurden.

Das Cover wurde sehr gut gewählt Es ist sehr übersichtlich gestaltet. Buchtitel und Name der Autorin lassen sich sehr gut lesen und der abgebildete Totenweg mit der einsamen Hütte passen zur Geschichte.
Die Schriftgröße ist genau richtig.

Der Schreibstil ist sehr gut,. Ich bin sehr gut in die Geschichte hinein gekommen, die Anzahl der Personen ist überschaubar, die Namen kann man sich leicht merken
Die Spannung baut sich langsam auf bis zu einem überaus spannenden Finale.
Die Autorin hat geschickt falsche Fährten gelegt, die Charaktere so gewählt, dass ich bis kurz vor Beendigung des Buches, Jeden in Verdacht hatte etwas mit dem Mord oder sonstigen Verbrechen zu tun zu haben.
Die Personen werden sehr gut beschrieben. Man kann durch die Beschreibungen des Aussehens und durch ihre Charaktereigenschaften sehr gut mit ihnen fühlen, ihre Vorgehensweisen sind plausibel und die Erfahrungen, die die einzelnen Personen in ihrem Leben gemacht haben werden gut beschrieben. Jeder hat so seine Probleme, mit denen er lernen muss umzugehen.

Die Landschaft wird ebenfalls gut beschrieben.Während dem Lesen fühlt man sich mitten im Geschehen. Die karge Landschaft, der Überlebenskampf der Apfelbauer, die polnischen Erntehelfer ohne die ein Bauer heutzutage leider nicht mehr auskommt, das Gerede in einem kleinen Dorf- alles sehr nah an der Realität.


In dieser Geschichte werden zwei Fälle gelöst. Einmal der aktuelle Fall und dann der Cold Case. Diese zwei Fälle sind geschickt miteinander verbunden und auch die Erinnerungen, die bei Frida immer wieder hochkommen, kommen an der richtigen Stelle und sind in kursiver Schrift geschrieben.
Diese abwechselnde Erzählstränge machen die Geschichte noch spannender.


Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte ist plausibel, sehr interessant, zum Miträtseln und Mitfiebern.

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 18.02.2018

Sehr zu empfehlen !!!

Aus nächster Nähe
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Aus nächster Nähe von LS Hawker ist ein sehr spannender Thriller. Erschienen im Februar 2018 im Harper Collins Verlag.


Nessa Donati, trockene Alkoholikerin, hat schon vieles in ihrem Leben erlebt. Inzwischen ...

Aus nächster Nähe von LS Hawker ist ein sehr spannender Thriller. Erschienen im Februar 2018 im Harper Collins Verlag.


Nessa Donati, trockene Alkoholikerin, hat schon vieles in ihrem Leben erlebt. Inzwischen hat sie ihre eigene kleine Familie und ist glücklich und kann ihre Vergangenheit Stück für Stück verarbeiten. Bis ihr Mann John plötzlich verschwindet und sie von der Polizei verdächtigt wird etwas mit dem Verschwinden zu tun zu haben.
Kurz darauf beginnen die Attacken auf sie. Sie fühlt sich verfolgt, es geschehen Dinge, die sie sich nicht erklären kann und der oder die Täter wissen Sachen, die nur sie weiß.
Wer steckt hinter den seltsamen Vorgängen?


Die Gesichte fängt am 31. Mai an und endet am 1. August.
Jedes Kapitel ist mit einer Datumsangabe betitelt. So kann man sich sehr gut vorstellen, wie die Ereignisse zeitlich abgelaufen sind und wieviele Tage zwischen jedem Ereignis liegen.


Die Kapitel sind kurz gehalten, die Schrift hat die optimale Größe.


Durch den knackigen Schreibstil, kommt keinen Langeweile auf. Es passiert immer etwas. Es kommen keine unnötigen Seitenfüller vor.

Nessa schreibt ihren eigenen Blog im Internet. In diesen Einträgen erfährt man viel über Nessa´s Vergangenheit. Diese Einträge werden in kursiver Schrift dargestellt.


Die Spannung baut sich langsam auf, bis zu einem Finale, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe. Immer wenn ich dachte, jetzt weiß ich wer hinter den Attacken steckt, hatte die Person einen vernünftigen Grund, dass er oder sie es nicht ist.


Die Autorin hat es mit ihrem tollen Schreibstil geschafft, falsche Fährten zu legen, man kann gut mit Nessa mitzufiebern, ihre Verzweiflung spüren, sie verstehen. Stellenweise hatte ich Mitleid mit ihr, dass sie so ein verkorkstes Leben hat.


Man weiß bis kurz vor Schluss nicht, ob John noch lebt oder nicht,
wer hinter diesen Attacken steckt und wird immer wieder überrascht.


Man kann Nessa´s Angst richtig spüren und ich habe sie bewundert, dass sie nicht aufgibt. Von Attacke zu Attacke auf sie wird sie stärker und mutiger.


Der Titel: Aus nächster Nähe passt sehr gut zur Geschichte. Während dem Lesen hatte ich sehr viele Verdächtige, die in nächster Nähe zu Nessa leben.


Ich empfehle dieses Buch weiter und vergebe 5 Sterne. Die Geschichte ist packend , plausibel und gut konstruiert. Das Ende ist so überraschend, da wäre ich im Traum nicht darauf gekommen.

Veröffentlicht am 17.02.2018

Roadtrip durch Amerika

Die Rache der Polly McClusky
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Der Roman "Die Rache der Polly McClusky" von Jordan Harper ( u.a. Lead Writer bei den Fernsehserien „The Mentalist“ und „Gotham“) umfasst 284 Seiten und ist 2018 im Ullstein Verlag erschienen.
Das Cover ...

Der Roman "Die Rache der Polly McClusky" von Jordan Harper ( u.a. Lead Writer bei den Fernsehserien „The Mentalist“ und „Gotham“) umfasst 284 Seiten und ist 2018 im Ullstein Verlag erschienen.
Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Ein Auto quer durch die Landschaft fahrend- ein richtiger Roadtrip.Der Titel, der Name des Autors und um welches Genre sich das Buch handelt, sind sehr gut zu lesen und mit einem Blick erkennbar.
Nate hat im Gefängnis ein Mitglied der Aryan Gang umgebracht. Der Anführer der Gang spricht das Todesurteil über Nate und dessen Familie aus. Das Kopfgeld auf seine Tochter ist für Nate zu viel. Er hat nur eine Chance sie zu retten, indem er aus dem dem Gefängnis ausbricht und begibt sich zusammen mit ihr auf die Flucht. Dabei fahren sie quer durch Kalifornien und unter Nates Unterweisungen wird Polly zu einer selbstbewussten Kämpferin. Doch die Verfolger lassen sich nicht abschütteln.
Die Geschichte ist sehr spannend. Man kann ihr sehr gut folgen und es passiert immer etwas, sodass nie Langeweile aufkommt.Die Kapitel sind kurz gehalten. Jedes Kapitel ist mit dem jeweiligen Namen und Ortsangabe betitelt. So bemerkt man sofort mit welchem Erzählstrang es weiter geht.Immer wenn es spannend wird, wechselt der Erzählstrang. Dies hat mir sehr gefallen, da man so das Buch kaum aus der Hand legen kann und mit jeder Seite mitfiebert, wann wird der vorherige Strang wieder aufgenommen.
Die Charaktere werden sehr gut beschrieben.Nate, ein harter Kerl mit weichem Kern. Er hat viel Unrechtes im Leben getan, ist ein harter und herzloser Mann. Aber als er seine Tochter kennen lernt, gibt es für ihn nur noch ein Ziel im Leben. Polly zu retten.
Polly wird von heute auf morgen aus ihrer kindlichen Welt gerissen. Sie lernt auf dem Trip, zu kämpfen, lernt gefährlichen Situationen aus dem Weg zu gehen oder sie zu meistern und muss ihren Vater beschützen.
Sehr interessant fand ich die Mischung aus gefährlichem und rassanten Road Trip und wie sich die Beziehung zwischen Vater und Tochter langsam aufbaut. Diese zwei völlig verschiedenen Komponente unter einen Hut zu bringen- fabelhaft.
Die Szenen werden sehr gut und ausführlich beschrieben. Man ist direkt mitten im Geschehen . Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich live dabei bin. Manche Szenen sind etwas blutig und brutal.
Jordan Harper arbeitet zur Zeit am Drehbuch zu diesem Buch. Bin schon sehr auf den Film gespannt.
Eine gut durchdachte , rasante, abwechslungsreiche Geschichte.