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Veröffentlicht am 02.07.2022

Immerzu Lebensgefahr

Biaoren - Die Klingen der Wächter - Band 6
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Die in atmosphärischem Schwarzweiß gehaltene epische Reihe des Chinesen Xu Xianzhe, des Künstlers der neunten Kunst, des Comics, geht nahtlos mit Band Sechs weiter.

607 nach Christus, drittes Jahr der ...

Die in atmosphärischem Schwarzweiß gehaltene epische Reihe des Chinesen Xu Xianzhe, des Künstlers der neunten Kunst, des Comics, geht nahtlos mit Band Sechs weiter.

607 nach Christus, drittes Jahr der Daye-Ära.

Daoma, der Hasardeur und Personenschützer sowie seine Kameraden hatten sich von Ayuya verabschieden (müssen). Nun sind sie auf ihrer langen und gefahrvollen Reise unterwegs zum Gebirgspass von Yumenguan. Dabei treffen sie allerdings auf die Häscher des Kaisers Yang Guang, der das Volk knechtet.

Chang'an, weit weg, indes scheint wieder Aktivitäten der Rebellengruppe der bunten Blüten Huayantuan zu erleben ...

Spannend und wendungsreich geht die aufregende Saga weiter. Es ist unabdingbar die vorherigen Bände zu kennen, um dem vielgestaltigen Plot problemlos folgen zu können.

Xu Xianzhe hat jedenfalls ein bemerkenswertes Werk hier geschaffen, mit Tiefe, Aussagekraft und Dramatik. Voller Dynamik und Emotionen. Es lohnt sich sehr, diese Reihe zu lesen, nein, zu verschlingen. Mehr als nur lohnenswert. Danke!

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Veröffentlicht am 16.06.2022

It's getting hot in here ...

Ganz schön heiß hier
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Es trifft früher oder später jede in den Vierziger oder Fünfziger Jahren ihres Lebens – tadaramm, Schreck laß nach! Die Wechseljahre! (Mich nicht! Oh nein! Die Witzboldin aus der vorletzten Reihe! Stöhn!)

Das ...

Es trifft früher oder später jede in den Vierziger oder Fünfziger Jahren ihres Lebens – tadaramm, Schreck laß nach! Die Wechseljahre! (Mich nicht! Oh nein! Die Witzboldin aus der vorletzten Reihe! Stöhn!)

Das Thema bedarf dringend der Enttabuisierung sowie -stigmatisierung und dazu ist dieser Ratgeber hervorragend geeignet. Multimodal wird der Komplex mit all seinen Facetten sehr ergiebig behandelt.

Aber nicht trocken, oder bierernst, sondern durchaus mit angemessenem Humor und sehr gut verständlich.

Psyche, Stoffwechsel, Hormone, Ernährung, Sport, eventuell auftretende Probleme werden allesamt thematisiert. Ebenso das Antlitz der Wechseljahre an sich und wie das Klimakterium einer jeden in den Allerwertesten beißen könnte.

Ärztliche Hinweise, von PD Dr. Daniela Paepke, deutlich gekennzeichnet, sind eine großartige Hervorhebung. Die Tipps und Tricks sind alltags- wie praxistauglich. Das Leben hört mit den Wechseljahren keinesfalls auf. Erfahrungsberichte von betroffenen Frauen sind eine ebenso klasse Ergänzung.

Es gibt auch noch einen tollen Anhang mit weiterführender Literatur. Und liebe Männer, wenn ihr die seltsamen Frauen begreifen wollt, dann lege ich euch ans Herz dieses Buch hier zu lesen. Dann könnt ihr eure Schwester, Mutter, beste Freundin, Lebensgefährtin, Ehefrau usw. wesentlich besser verstehen und Verständnis generieren, das echt von Herzen kommt. (Denkt daran, Männer, ihr werdet auch nicht jeden Tag jünger, :)

Sehr lesenswert und äußerst empfehlenswert, um ebenso mit Mythen und Vorurteilen wie Panik bei beiden Geschlechtern aufzuräumen. Exzellent! Danke! Anna Cavelius und Dr. Daniela Paepke!!!

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Veröffentlicht am 16.06.2022

No more blue in der symbolischen blauen Umarmung des Meeres

Blaue Ufer
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Ungewöhnlich. Zuerst war der Film da; auf jenem beruht der Roman der Filmemacherin, Werbetexterin und auch Autorin Marina Jenkner, 1980 geboren, worüber sich Detmold sehr glücklich schätzen durfte, zwecks ...

Ungewöhnlich. Zuerst war der Film da; auf jenem beruht der Roman der Filmemacherin, Werbetexterin und auch Autorin Marina Jenkner, 1980 geboren, worüber sich Detmold sehr glücklich schätzen durfte, zwecks ihrer Niederkunft dort. Und jetzt ist Wuppertal die Glückliche. (Darüber dürfte das nahe Solingen nun neidisch sein, aber hauptsache Bergisches Land. Ha!)

Und nun hat uns die marine Schriftstellerin mit einem wahrhaft beeindruckenden Buch beschenkt.

Undine ist in Therapie wegen eines Traumas ihrer Vergangenheit. Sie ist im Aquarium eines Zoos tätig und gerade "wassersüchtig", was das nasse Element und blau betrifft.

In einem Waschsalon liest sie ein Buch und erregt die Aufmerksamkeit des Studenten Adrian. Zunächst flüchtet sie, aber er gibt nicht so schnell auf, geschweige denn die Flinte ins Korn.

So entwickelt sich eine potentielle Liebesgeschichte? Auf jeden Fall eine behutsame Annäherung ...

Die Autorin hat die Protagonisten differenziert und tiefgründig ausgestaltet. Die Genese beider überzeugt durchaus. Ich kann mich in beide sehr gut einfühlen, besonders in Undine, jene, mit dem mythologischen Namen.

Das Buch ist ergreifend und berührt auf einer profunden Ebene meiner Seele. Sehr gut kann ich Undines Inneres nachvollziehen.

Es gibt eine alterierende Perspektive zwischen den beiden. Das Ende ist ebenfalls nahezu perfekt. Es sind Textauszüge der kleinen Meerjungfrau von Hans Christian Andersen eingebunden sowie expressiv starke Illustrationen von Marlies Blauth.

Die Vergangenheit ist ebenso plausibel mit der Gegenwart verwoben. Bravo! Mersi! Merci! Mulțumesc, Marina Jenkner!!!

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Veröffentlicht am 01.06.2022

Geheimnisse, die zur Garotte werden können ...

Kind 44
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Zwischen der stalinistischen Propaganda und der Realität im Russland des Jahres 1953 klafft eine Lücke wie der Krater von Tunguska.

Der Prolog legt schon eine Lunte, die am Ende des Buches eindrucksvoll ...

Zwischen der stalinistischen Propaganda und der Realität im Russland des Jahres 1953 klafft eine Lücke wie der Krater von Tunguska.

Der Prolog legt schon eine Lunte, die am Ende des Buches eindrucksvoll zündet.

Selbstredend gibt es im Paradies des Arbeiters keine Verbrechen, und erst recht keine Serienmörder. Das ist dekadenter Westen. Was sonst?

Man bräuchte aber auch wirklich keinen individuellen Feind, wenn der Staat selbst dein ärgster Feind ist und du immerzu in Angst leben musst.
Archipel Gulag, KGB und die Geheimpolizei, deren wohl eifrigster Vertreter Leo Demidow ist. Ein Offizier des MGBs.
Er ist ein Kriegsheld, liebt seine Frau Raisa, lebt materiell nicht schlecht.

Nicht wenige hat er verhaftet und hart verhört. Dann kommt es knüppeldick. Zu seinem Entsetzen kombiniert er, dass ein Serienmörder sein Unwesen treiben muss, der Kinder ermordet.
Mächtige Feinde sägen ihn jedoch ab und er soll samt Frau deportiert werden.

Er muss um jeden Preis die Wahrheit aufdecken und den Täter schnappen, wenn er überleben will.


Ein sehr fesselndes, exzellent recheriertes Buch, das einem den Schweiß aus den Poren treibt. Was für ein klasse Werk des Briten mit schwedischer Mutter.

Dezidiert und raffiniert, komplex, mit unerwarteten Wendungen hält das Buch einen schlaflos. Cold War Fiction at its best!

Leo ist eine ambivalente Figur mit dennoch sympathischen Seiten und ich mag ihn. Sehr authentisch!

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Veröffentlicht am 01.06.2022

Versinken oder nicht versinken ...

Quicksand House
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Der Titel meiner Rezension ist durchaus doppeldeutig gemeint.

Tick und Polly sind Minderjährige und kennen ihre Eltern überhaupt nicht.

Angeblich leben diese im selben ruinösen Gebäude, aber noch nie ...

Der Titel meiner Rezension ist durchaus doppeldeutig gemeint.

Tick und Polly sind Minderjährige und kennen ihre Eltern überhaupt nicht.

Angeblich leben diese im selben ruinösen Gebäude, aber noch nie zu Angesicht bekommen.
Die sie erhaltende Maschinerie versagt und sie müssen ihr Zimmer – Premiere für sie – verlassen.

Aber das Haus ist unheimlich und seltsam, wie das Labyrinth des Minotaurus und in den Schatten hausen merkwürdige Wesen.

Auf ihrer Odyssee erfahren sie mehr und mehr Mysterien, die sich ihnen eröffnen ...

Psychologischer Horror vom Feinsten. Ist das Buch eine Metapher für die Reise in das Grauen der eigenen Psyche?.Gut möglich. Wer weiß, welche horriblen Kreaturen im eigenen, labyrinthenen Inneren hausen.

Nuanciert kann sich der Autor in die Ängste und Nöte von Kindern hineinversetzen. Kein blutrünstiges Buch. Der Grusel beziehungsweise der Horror spielen sich im Kopf ab.

Trotzdem ist das Buch abseits der ausgetretenen Pfade des Mainstreams. Die Erzählweise wird nicht jedem zusagen. Wer sich aber darauf einläßt, hat ein exquisites Leseerlebnis.

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