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Veröffentlicht am 20.10.2020

Ein einziges Rätsel

Piranesi
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Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/10/rezension-piranesi.html

Dieses Buch ist ein einziges großes Rätsel. Das merkt man denke ich schnell an der Beschreibung. Denn diese verrät ...

Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/10/rezension-piranesi.html

Dieses Buch ist ein einziges großes Rätsel. Das merkt man denke ich schnell an der Beschreibung. Denn diese verrät nicht viel-es wird nicht einmal wirklich deutlich um welches Genre es sich handelt. Doch genau das ist meiner Meinung nach wichtig, um nicht zu viel zu verraten, denn im Verlauf des Buches folgt man Piranesi, wie er Stück für Stück 'der Wahrheit' auf die Schliche kommt.

Zugegeben - anfangs war ich sehr verwirrt, wie der weitere Verlauf der Geschichte aussehen sollte. Aber Clarke reicht ihrem Leser Stück für Stück kleine Puzzleteile, um langsam der Auflösung näher zu kommen. Daher fühlt man sich als Leser mehr als würde man ein Rätsel lösen, statt einfach nur ein Buch zu lesen. Das ist es was dieses Buch so einzigartig macht.

Das ganze Buch besteht aus Tagebucheinträgen Piranesis. Nun könnte man denken, dass würde es vielleicht langweilig machen, aber so kann man die Geschichte Stück für Stück mit Piranesi erleben und erhält einen tiefen Einblick in seine Gefühlswelt.

Die Stimmung in "Piranesi" ist perfekt für Oktober und hat mich ein wenig an "Das sternenlose Meer" erinnert, was nicht zuletzt an den phantastischen Beschreibungen des Gebäudes liegt, in dem Piranesi lebt.

Clarkes neues Buch hat es auf jeden Fall direkt unter meine Favoriten dieses Jahres geschafft und ich werde es jedem weiterempfehlen, weil es in seiner Art einfach vollkommen unvergleichlich ist.

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Veröffentlicht am 09.10.2020

Beeindruckende Charakterausarbeitung

Die verschwindende Hälfte
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Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/10/rezension-die-verschwindende-halfte.html

Zuerst muss ich zugeben, dass Britt Bennett es auf beeindruckende Weise schafft, die Schicksale ...

Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/10/rezension-die-verschwindende-halfte.html

Zuerst muss ich zugeben, dass Britt Bennett es auf beeindruckende Weise schafft, die Schicksale ihrer Charaktere zu verknüpfen. Diese Charaktere fühlen sich dabei sowohl einzigartig und ausgearbeitet an als auch eng miteinander verbunden. Aus diesen Beziehungen kann der Leser zwischen den Zeilen viel über das Innenleben der Charaktere herauslesen.

Der Schreibstil ist angenehm, aber nicht wirklich außergewöhnlich. Das ist auch mein genereller Kritikpunkt an diesem Buch: Es ist eine bewegende Geschichte mit interessanten Charakteren, aber auch nicht wirklich herausragend.

Die Story jedoch hat mich zunächst nicht mitgerissen wurde etwa ein Drittel des Buches aber deutlich interessanter, da hier auch mehr Charaktere im Fokus stehen. Zu betonen ist allerdings, dass die Spannung allein durch die Entwicklungen, die die Hauptpersonen durchmachen, entstehen und es daher meiner Meinung nach keinen Höhepunkt gibt auf den die Story zusteuert.

Zusammenfassend würde ich dieses Buch allen Lesern empfehlen, die besonderen Wert auf Charakterentwicklung und Charaktere, die sich real anfühlen, legen und bereit sind dafür auf einen herausragenden Schreibstil und eine spannende Story zu verzichten.

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Veröffentlicht am 08.09.2020

Unglaublich überzeugende moderne Story

Normale Menschen
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Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/08/rezension-normale-menschen.html

"Normale Menschen" wurde mittlerweile ja schon so oft als Millennial-Buch bezeichnetund bisher habe ich ...

Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/08/rezension-normale-menschen.html

"Normale Menschen" wurde mittlerweile ja schon so oft als Millennial-Buch bezeichnetund bisher habe ich immer gedacht, dass das übertrieben wäre und man dem Buch nur eine Plakette aufdrücken wolle, um es besser zu vermarkten. Aber ich muss zugeben, dass ich -als Millennial- mich von Rooneys Buch auf eine einzigartige Weise verstanden gefühlt habe.

Die Beziehung zwischen Connor und Marianne ist modern und Rooney zwingt dieser auch keine künstliche Spannung auf, wie man es mittlerweile in vielen Romanen sieht. Die Schwierigkeiten entstehen nicht durch unrealistisch wirkende Fehlkommunikation oder Missverständnisse, sondern fühlen sich real und nachvollziehbar an. Auch als Personen wirken Connor und Marianne extrem überzeugend und man kann sich fast vorstellen ihnen in der Uni über den Weg zu laufen. Außerdem sind sie weniger klischeehaft als man von anderen Romanen gewöhnt ist. Connor ist zwar der beliebte sportliche Typ, aber er liest auch gerne, ist gut in der Schule und hat viele komplexe Charakterzüge und ist dadurch nicht so ein einseitiger Charakter, wie man sie sonst so oft in Büchern sieht.
Die Gespräche zwischen Marianne und Connor sind umso interessanter, da sie beide zwei sehr intelligente Menschen sind und ihre Lage dadurch konstruktiv beurteilen können.

Die Geschichte allgemein ist auf ihre ganz eigene Weise poetisch und modern und ich kann sehr gut nachvollziehen, warum sie gerade so ein junges Publikum anzieht. Denn Rooney schreibt über viele Probleme, die jungen Erwachsenen begegnen.
Alles in allem ist "Normale Menschen" für mich ein wahnsinnig mitreißendes und überzeugendes Buch und ich habe mir schon vorgenommen, es bald noch einmal zu lesen.

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Veröffentlicht am 04.09.2020

Anspruchsvoll und etwas trocken

Utopia
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Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/08/rezension-utopia.html

"Utopia" ist auf jeden Fall ein etwas anspruchsvollerer Klassiker. Denn Thomas Morus Beschreibung von Utopia ist ...

Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/08/rezension-utopia.html

"Utopia" ist auf jeden Fall ein etwas anspruchsvollerer Klassiker. Denn Thomas Morus Beschreibung von Utopia ist nicht gerade spannend und ereignisreich. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass ich einiges daraus mitnehmen konnte und mich diese Lektüre angeregt hat, über viele politische und menschliche Eigenarten nachzudenken.

Anfangs war ich etwas von dem trockenen und ereignislosen Schreibstil enttäuscht, weil ich eher einen Reisebericht ähnlich zu Gullivers Reisen erwartet hatte. Mit dieser Erwartung war der detailreiche Bericht, den ich stattdessen bekam, natürlich ernüchternd. Als ich mich jedoch damit abgefunden hatte, habe ich gemerkt, dass Morus Roman viele interessante Gedankenspiele enthält und manchmal sogar modern wirken konnte, etwa wenn er von Gleichberechtigung spricht. Daher würde ich dieses Werk als interessante und bildende Lektüre bezeichnen, aber nicht als besonders leicht zu lesen und würde es vor allem allen empfehlen, die sich für Politik und Staatssysteme interessieren.

Die Ausgabe des Manesse Verlags ist natürlich wieder schön gestaltet und so handlich, dass ich das Buch, während ich es gelesen habe, überallhin mitnehmen konnte. Das Nachwort habe ich diesmal als etwas kryptisch empfunden und war meiner Meinung nach nicht so hilfreich zum weiteren Verständnis des Romans, wie ich mir erhofft hatte.

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Veröffentlicht am 04.09.2020

Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch

Das sternenlose Meer
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Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/07/rezension-das-sternenlose-meer.html

Ich glaube ich habe als ich "Das sternenlose Meer" gelesen habe, den Fehler gemacht meine Erwartungen ...

Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/07/rezension-das-sternenlose-meer.html

Ich glaube ich habe als ich "Das sternenlose Meer" gelesen habe, den Fehler gemacht meine Erwartungen ein bisschen zu hoch zu halten, aufgrund dessen, wie gut mir "Der Nachtzirkus" von Erin Morgenstern gefallen hat. Deshalb hab ich es zwar als tolle Lektüre empfunden, meine Erwartungen konnte es allerdings nicht ganz erfüllen.

Erin Morgenstern konnte mich jedoch damit begeistern, dass ihr Buch sowohl eine Hauptstory als auch kleinere Kurzgeschichten, ganz in ihrem märchenhaften Schreibstil enthält. Wobei die kleineren Kurzgeschichten natürlich wie in "Der Nachtzirkus" mit der Hauptstory verknüpft sind.

Auch der Einstieg in dieses Buch war spannend und noch etwas realitätsnaher als in "Der Nachtzirkus". Im Laufe des Buches wird man so immer mehr von der Story mitgerissen mit kleinen wunderbaren Unterbrechungen durch die Kurzgeschichten. Irgendwann entdeckt man dann, dass diese Kurzgeschichten viel mehr mit der Hauptgeschichte zu tun haben, als zuvor vielleicht angenommen und dadurch habe ich mir viel zu große Hoffnungen auf eine große Auflösung gemacht. Als ich dann gemerkt habe, dass die Auflösung doch nicht so flüssig ist, wie ich es mir erhofft hatte habe ich langsam das Interesse verloren. Das Ende ging dann meiner Meinung nach auch viel zu schnell.

Hätte ich nicht so hohe Erwartungen gehabt, wäre meine Bewertung sicher besser, aber dadurch, dass ich von Erin Morgenstern etwas mehr erwartet hätte, wurde ich leider etwas enttäuscht.

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