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Veröffentlicht am 28.10.2020

Ein würdiger Abschluss der Ostsee-Trilogie

Der Horizont in deinen Augen
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Mit diesem finalen dritten Teil geht die Ostsee-Reihe nun zuende. Ein letztes Mal wird der Leser nach Ahrenshoop an die Ostsee entführt und trifft dort auf die altbekannten Charaktere um Carly, Myra und ...

Mit diesem finalen dritten Teil geht die Ostsee-Reihe nun zuende. Ein letztes Mal wird der Leser nach Ahrenshoop an die Ostsee entführt und trifft dort auf die altbekannten Charaktere um Carly, Myra und Tyana. In diesem Band kommt nun auch Ylvi dazu, die noch immer nach der Melodie sucht, die sie seit jeder schicksalhaften Nacht des Mauerfalls nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Wird auch sie in Ahrenshoop ihren Platz finden?

In "Der Horizont in deinen Augen" kommen nun alle losen Fäden zusammen, alle drei Bernsteinschiffe segeln nach Hause. Der Titel ist, so wie auch in den vorherigen beiden Bänden, eine wunderbare Anspielung auf eine der beiden Personen, um die sich die Geschichte dieses Mal dreht - Myra Webelhuth. Das Buch schafft ein ganz besonderes Gefühl des Nach-Hause-Kommens, man verliert sich in den endlosen Weiten des Meeres und der friedlichen Atmosphäre in Ahrenshoop.

Einzig zu bemängeln habe ich die stellenweise doch sehr ausschweifenden Erzählungen, wenn die Geschichte über mehrere 100 Seiten nicht vorankommt. Der rote Faden und die Spannung gingen dadurch verloren. Über die Zufälle, wie alle Charaktere schlussendlich zusammenhängen, kann ich nur schmunzeln - es war ein schmaler Grat zwischen "Was, das gibt's ja nicht!" und "Na ob das so sein kann...", aber wir wollen mal nicht so sein ^^ Ich werde die Welt der Ostsee-Trilogie auf jeden Fall vermissen, ich habe mich dort absolut wohlgefühlt - mal kein Drama, keine negativen Vibes sondern nur pure Liebe und Entspannung.

Der letzte Teil der Reihe bekommt von mir 4 Sterne :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.10.2020

Hat viel Potenzial nach oben

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Es fällt mir sehr schwer, die Beurteilung dieses Buches in Worte zu fassen. Zuerst einmal sollte gesagt werden, dass die Autorin in dieser scheinbar autobiografischen Erzählung ihre Beziehung zu ihrem ...

Es fällt mir sehr schwer, die Beurteilung dieses Buches in Worte zu fassen. Zuerst einmal sollte gesagt werden, dass die Autorin in dieser scheinbar autobiografischen Erzählung ihre Beziehung zu ihrem Ehemann Luc reflektiert. Sie liest ihre Tagebücher aus all den Jahren der Ehe und stellt fest, dass sie sich zu eingenommen von ihrem Partner fühlt; teilweise fühlt sie sich nicht einmal als sie selbst. Die Erzählung erstreckt sich von ihrer Flucht aus dem gemeinsamen Heim an über die folgenden 40 Tage, in denen der Leser zum Großteil Einblick in die Gedanken der Protagonistin erhält.

Zu der Erzählerin habe ich leider bis zum Schluss keine Verbindung aufbauen können. Sie war mir teils zu passiv, wo sie hätte kämpfen müssen, zu unnahbar, wo doch Gefühle wichtig gewesen wären. Ich hätte gedacht, dass mir das Buch etwas mit auf den Weg gibt, eine Botschaft, wie man es in einer Beziehung gar nicht so weit kommen lässt. Oder dass die Protagonistin, die doch auf jeder Seite reflektiert, am Ende zu einem Ergebnis kommt, einer Art Selbstoffenbarung oder Wiederentdeckung des eigenen Ichs. Dem war jedoch nicht so, weshalb ich mich als Leser schwer tue, einen Sinn hinter der gesamten Geschichte zu finden.

Was mir immerhin positiv aufgefallen ist, waren das Cover und der Schreibstil. Die Beschreibungen aus der Ich-Perspektive haben mir wirklich gut gefallen, sie sind unglaublich ehrlich und eindrücklich erzählt. Teilweise sind mir diese Passagen jedoch zu langatmig, poetisch oder abstrakt geworden, so dass ich den Bezug zu der Geschichte verloren habe. Im Großen und Ganzen hat das Buch jedoch eine gewisse Sogwirkung an sich, die es einem schwer macht, es aus der Hand zu legen. Das ist nicht auf einen besonders gut aufgebauten Spannungsbogen zurückzuführen, sondern eher auf die unverfälschte, gnadenlos ehrliche Art, mit der das Geschehen geschildert wird.

Inhaltlich und charakterlich gibt es von mir Abzüge, der Schreibstil und das Cover haben mir jedoch sehr gut gefallen. Ich vergebe 2,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2020

Wichtiges Thema, mangelhafte Umsetzung

Floaters
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Ich habe Katja Brandis Buch "Ruf der Tiefe" sehr geliebt, und als ich auf einem Flohmarkt dann "Floaters" entdeckte, war klar: Das Buch kommt mit! Leider habe ich jedoch ganze 4 Monate benötigt, das Buch ...

Ich habe Katja Brandis Buch "Ruf der Tiefe" sehr geliebt, und als ich auf einem Flohmarkt dann "Floaters" entdeckte, war klar: Das Buch kommt mit! Leider habe ich jedoch ganze 4 Monate benötigt, das Buch zu lesen, es war eine regelrechte On-Off-Beziehung.

Im Zentrum der Geschichte stehen die Zwillinge Malika und Danilo, die mit einem Forschungsteam gegen den pazifischen Müllstrudel vorgehen. Dabei treffen sie jedoch auch auf Piraten, unter ihnen Arif, die ihr eigenes Interesse am Müll haben. Kann dieses Aufeinandertreffen gutgehen?

Die erste Hälfte des Buches ging sehr schleppend voran. Es kommen zu viele Nebencharaktere vor, bei denen ich mich fragte, worin genau ihr Beitrag zur Geschichte besteht. Die vielen Namen, von denen sich auch einige ähnlich waren, konnte ich mir ewig nicht merken. Ehrlich gesagt habe ich die Namen irgendwann nur noch gelesen und die Figur dahinter einfach ausgeblendet, weil ich sie eh nicht zuordnen konnte. Dies war sehr schade, da dadurch der Bezug zu den Charakteren gefehlt hat. Generell konnte ich zu keinem eine besondere Verbindung aufbauen. Arif war mir von Anfang an unsympathisch, Malika wurde es mit der Zeit und Danilo war auch sehr eigen. Die Liebesgeschichte zwischen Arif und Malika war meiner Meinung nach komplett unnötig und fehl am Platz. Beide haben sich scheinbar auf den ersten Blick ineinander verliebt und waren seitdem nicht mehr voneinander loszubekommen. Besondere Chemie kam bei mir als Leser nicht an, mir war eher so, als hätte die Autorin zwanghaft eine Romanze mit einbringen müssen. Nein, hättest du nicht! Die Themen "pazifischer Müllstrudel", "Plastik" und "Auswirkungen auf die Umwelt" sind wichtig genug und könnten auch alleine die Geschichte einnehmen. Erschreckend waren sie allemal, wie sehr Plastik schon den Lebensraum von Mensch und Tier eingenommen hat! Es war sehr faszinierend zu lesen, mit welchen Methoden es rein hypothetisch möglich wäre, den Kampf gegen den Müll aufzunehmen. Das Projekt "Ocean CleanUp" ist tatsächlich schon in der Realität im Gange und erzielt erste Erfolge.

"Floaters" behandelt wichtige Themen bezüglich der absurd hohen Plastikabfälle der Menschen, den Einfluss auf die Umwelt und regt definitiv zum Nachdenken an. Die vielen Nebencharaktere, die mangelnde Spannung in der ersten Hälfte und die unnötige Liebesgeschichte haben der Geschichte jedoch die Eindringlichkeit genommen, die durch die Themen eigentlich erreicht werden sollte. Guter Gedanke, leider mangelhafte Umsetzung. Ich vergebe 3/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Eine Achterbahn der Gefühle - herzergreifend!

Trust Again
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Nachdem ich den 1. Band dieser Reihe schon verschlungen habe, erging es mir mit diesem nicht anders. Mona Kastens Schreibstil ist super flüssig und holt den Leser vom allerersten Satz direkt ab. Wieder ...

Nachdem ich den 1. Band dieser Reihe schon verschlungen habe, erging es mir mit diesem nicht anders. Mona Kastens Schreibstil ist super flüssig und holt den Leser vom allerersten Satz direkt ab. Wieder in Woodshill anzukommen fühlte sich nach Heimat an.

Zuerst war ich etwas skeptisch, was ich davon halten soll, dass jeder Band der Reihe von einem anderen Paar handelt, habe ich nach dem 1. mir doch nicht vorstellen könne, von Allie und Kaden wegzukommen. Aber lasst es euch gesagt sein: Diese Geschichte zusammen mit Dawn und Spencer (den besten Freunden von Allie und Kaden) zu verbringen, ist das Beste, was einem passieren kann! Dawn hat mit der Liebe abgeschlossen, nachdem ihr ziemlich schmerzhaft das Herz gebrochen wurde. Doch dann ist da Spencer - immer fröhlich, immer einen Spruch auf den Lippen, immer bereit, alles für Dawn zu tun. Kann er sie dazu bringen, ihm ihr Herz anzuvertrauen?

"Trust Again" ist wieder voller Gefühl und romantischer Szenen. Die Charaktere sind sehr tiefgründig ausgearbeitet und absolut liebenswert! Spencer mit seiner humorvollen Art trotz schwieriger Familiengeschichte und Dawn, die ihr Herz nun lieber ihren Geschichten schenkt, statt wieder jemanden so nah an sich heranzulassen. Dass trotzdem der Bezug zum 1. Teil gehalten wurde, hat mir sehr gefallen, denn das ist es ja, was eine Reihe ausmacht. Dawns Schmerz und Zweifel waren teilweise so greifbar, dass ich die eine oder andere Träne wegblinzeln musste. Natürlich war abzusehen, wie das Buch ausgeht, aber der Weg dahin war voller Höhen und Tiefen, plötzlichen Wendungen und nervenaufreibenden Szenen. Doch ich hätte es gar nicht anders haben wollen. Diese Reihe gibt in jedem einzelnen Buch den perfekten Book-Boyfriend zum Besten!

"Trust Again" hat mir so viel Liebe gezeigt, dass es ganz viel Liebe zurück bekommt - und 5 Sterne <3

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2020

Raffungen und Details hätten der Story gut getan.

Einmal mit der Katze um die halbe Welt
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Ich habe mich wirklich schwer getan, dieses Buch fertig zu lesen - 5 Monate habe ich für die nicht einmal 300 Seiten gebraucht, obwohl ich dafür sonst nicht einmal einen Tag benötige. Das allein spricht ...

Ich habe mich wirklich schwer getan, dieses Buch fertig zu lesen - 5 Monate habe ich für die nicht einmal 300 Seiten gebraucht, obwohl ich dafür sonst nicht einmal einen Tag benötige. Das allein spricht (für mich zumindest) schon Bände. Natürlich habe ich keinen Roman und somit auch keinen besonders literarischen Schreibstil erwartet - Reiseberichte habe ich auch vorher schon gelesen und sehr gemocht.

Dieser hier konnte mich leider nicht ganz so sehr überzeugen. Das Buch ist sehr oberflächlich gehalten und geht kaum ins Detail. In jedem 2. Satz lernt der Leser neue Leute kennen, die danach nie wieder auftauchen. Namen über Namen, so dass mir der Kopf schwirrte. Auch Zeitraffungen hätten dem Buch gut getan. Lieber hätte ich ausführlicher über einzelne, ereignisreichere Tage gelesen, als über jeden Tag, der mit einem Satz abgehandelt ist. Mir ist natürlich bewusst, dass es unglaublich schwer ist, ein halbes Jahr Weltreiseerfahrungen in einem Buch unterzubringen, das dann auch noch mit Fotos gespickt ist. Auch möchte man natürlich alle Menschen erwähnen, die einem auf der Reise begegnet sind und die für ihren Teil den Autor auf seiner Tour unterstützt haben. Vielleicht könnte man diese Namen eher in einer Dankesliste am Ende des Buches erwähnen. Ich zumindest hatte dadurch das Gefühl, weder die Leute noch die Reise an sich kennengelernt zu haben. Das ist natürlich schade, vor allem, da es sich ja um einen Reisebericht handelt.

Der Anfang und des Ende des Buches haben mir am besten gefallen, da dort eher kleinere Zeiträume mit Detailtief beschrieben wurden. Der Schreibstil des Autors weckt also Interesse, kommt durch die Schnelligkeit der Geschichte aber kaum zur Geltung.

Das Duo aus Martin und Mogli (und der Königin natürlich) ist mir sehr sympathisch erschienen und die Fotos waren wirklich traumhaft! So ist man wenigstens den Hauptfiguren der Geschichte nähergekommen und das ist ja die Hauptsache!

Ich vergebe 2,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere