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Veröffentlicht am 08.08.2020

Ein Haus nur mit Frauen

Das Haus ohne Männer
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Juliette zieht in die Wohnung von Carla ein, die für ein paar Monate nach Indien reist. Carla und Juliette kennen sich mehr oder weniger flüchtig und treffen sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort wieder. ...

Juliette zieht in die Wohnung von Carla ein, die für ein paar Monate nach Indien reist. Carla und Juliette kennen sich mehr oder weniger flüchtig und treffen sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort wieder. Juliette wusste, dass die Bewohnerinnen im Haus den Männern abgedankt haben, aber das völliges Männerverbot im Haus herrscht, wusste sie nicht. Sie ist nämlich grade mehr auf der Suche nach dem Mann fürs Leben.

Erzählt wird aus der allwissenden Perspektive. Nach und nach werden alle Charaktere vorgestellt und erklärt, wieso sie den Männern abgedankt haben. Stella ist die sogenannte Köngin. Ihr gehört das Haus und sie hat angefangen gezielt nach Frauen zu suchen, die den Männern abgedankt haben.

Das Buch ist sehr inspirierend und tiefgründig, vor allem durch die einzelnen Geschichten der Frauen. Alle Frauen sind älter, Juliette ist jung und kann mit der Zeit viel von Ihnen lernen. Aber auch die anderen können viel von ihr lernen. Auch wenn Juliette zu Beginn alles eher skeptisch betrachtet, fühlt sie sich dort sehr schnell wohl und ist in der Gemeinschaft integriert.

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Veröffentlicht am 04.08.2020

Eine ganz besondere Reise

Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel
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Ian fällt aus dem 27. Stock. Wir begleiten ihn dabei und bekommen so Einblick in viele Leben, manche streifen wir nur kurz, die Meisten verflechten sich zu einer Geschichte.

Es ist sehr schwer, etwas ...

Ian fällt aus dem 27. Stock. Wir begleiten ihn dabei und bekommen so Einblick in viele Leben, manche streifen wir nur kurz, die Meisten verflechten sich zu einer Geschichte.

Es ist sehr schwer, etwas über das Buch zu sagen, ohne zu sehr zu spoilern. Ich fand es anfangs etwas schwierig, so vielen Parallelgeschichten zu folgen und auch zeitweise langatmig. Aber es lohnt sich sehr durchzuhalten, denn es ist einfach ein schönes Buch mit vielen Überraschungen.

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Veröffentlicht am 04.08.2020

Eniblicke in eine italienische Familie

Maria, ihm schmeckt's nicht!
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Bei diesem Buch handelt es sich nicht um einen klassischen Roman, sondern um die Erzählung einzelner Geschichten eines deutschen Mannes, der in eine italienische Familie eingeheiratet wird.
Hauptprotagonist ...

Bei diesem Buch handelt es sich nicht um einen klassischen Roman, sondern um die Erzählung einzelner Geschichten eines deutschen Mannes, der in eine italienische Familie eingeheiratet wird.
Hauptprotagonist ist der Schwiegervater Antonio.

Ich fand das Buch sehr inspirierend, da die einzelnen Familienmitglieder oft sehr wechselhaft dargestellt werden. Zum Beispiel schimpft Antonio in Deutschland über Deutschland und dass in Italien alles besser ist. Wenn er aber in Italien ist, schimpft er umgekehrt.
Öfters ist es offensichtlich, dass die Dinge so gedreht werden, wie es einen passt. Aber niemand ist dem anderen böse oder findet es nervig, sondern das ist einfach so. Man könnte auch sagen, es wird alles nicht so genau genommen.

Allerdings fand ich das Buch zeitweise etwas langatmig, insgesamt aber unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 29.07.2020

Leg dich niemals mit einer Frau an. Schon gar nicht mit einer Braut :)

Die Braut sagt leider nein
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Wir begleiten Elisabeth und Sven dabei, wie sie beschließen zusammenzuziehen und Sven ihr einen Heiratsantrag macht. Gleichzeitig beginnen sie ein Haus zu bauen. Bis dahin ist alles sehr idyllisch, jedoch ...

Wir begleiten Elisabeth und Sven dabei, wie sie beschließen zusammenzuziehen und Sven ihr einen Heiratsantrag macht. Gleichzeitig beginnen sie ein Haus zu bauen. Bis dahin ist alles sehr idyllisch, jedoch mit der Planung für die Hochzeit und dem Hausbau muss Sven wegen eines Auftrags in eine andere Stadt und Elisabeth muss alles alleine machen. Als Elisabeth ihn überraschen will und zu ihm fährt, nimmt die Geschichte jedoch einen anderen Verlauf.

Bis zur Hälfte ist die Geschichte für mich eher eine Erzählung, wir erfahren viel über Elisabeths und Svens Leben. Als die Planung für die Hochzeit los geht, wurde ich sehr an meine eigene Hochzeit erinnert. Als der Betrug auffällt, war mir wirklich kurz zum kotzen wegen seiner Brutalität, aber der Umgang damit und letztlich das Ende fand ich super.

Was ich erst mal komisch fand, war, dass die Kapitel keine Bezeichnungen hatten, noch nicht mal eine Zahl. Gemerkt hat man es nur am Absatz. Was mir gut gefallen hat, war, dass Elisabeth Anmerkungen gibt, wann sie den Betrug hätte merken müssen, was uns ein Gefühl gibt, als würde sie neben uns auf der Couch sitzen und das Ganze erzählen.

Fazit:
An manchen Stellen hätte evtl. etwas ausführlicher erzählt werden können, grade nach dem Ende hätte mich sehr interessiert, wies weiter ging. Es war eine kurze und gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 28.07.2020

Auf in ein neues Leben

Die kleine Bäckerei am Strandweg
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Polly und ihr Freund Chris haben eine Grafiker Firma zusammen aufgebaut, die auch erst mal so gut lief, dass sie sich ein luxuriöses Leben aufbauen konnten. Dann wurde die Auftragslage immer weniger, was ...

Polly und ihr Freund Chris haben eine Grafiker Firma zusammen aufgebaut, die auch erst mal so gut lief, dass sie sich ein luxuriöses Leben aufbauen konnten. Dann wurde die Auftragslage immer weniger, was Chris aber vor Polly verheimlichte und Polly es erst raus fand, als es schon zu spät war. So mussten sie Insolvenz anmelden und ihre Beziehung litt sehr darunter. Sie beschlossen, sich erst mal zu trennen, so zog Chris wieder zu seiner Mutter und Polly suchte nach einer neuen Bleibe.
Da die Bank nur ein bestimmtes, eher geringes, Budget zuließ, fand sie die einzige bezahlbare Wohnung auf der Insel Mount Polbearne. Die Wohnung war eine ziemliche Bruchbude, hatte im Erdgeschoss eine kleine, heruntergekommene Bäckerei, und die Insel war durch die Gezeiten immer wieder für längere Zeit vom Festland abgeschnitten. Alles also eher nicht so positiv, aber Polly entschloss sich, diese Wohnung zu mieten.
Bei ihrem Einzug lernte sie die Fischer kennen, die ihr halfen, und sie lernte auch die ansässige Bäckerin kennen, die eher nicht so erfreut über neu Zugezogene war. Besonders gut lernt sie den Fischer Tarnie kennen. Aber das wird nicht der einzige Mann sein, den sie besonders gut kennen lernt.
In ihrer ersten Nacht verirrt sich in die Bäckerei ein verletzter Papageientaucher, den sie gesund pflegt und obwohl sie eine gewisse Beziehung zueinander aufbauen setzt sie ihn auch wieder aus.
Ihr großes Hobby war immer schon das Backen. So ist es für sie auch eine Art Ventil. Deswegen backt sie sehr viel, um die Insolvenz und die gescheiterte Beziehung zu verarbeiten. Sie fängt an, ihre Backwaren mit den Fischern zu teilen, und so bekommen ihre Waren immer mehr Beliebtheit, da die Ortseigene Bäckerei nicht so gut ist. Allerdings ist die Ortseigene Bäckerin auch ihre Vermieterin und völlig gegen frischen Wind im Dorf. Polly baut sich eine geheime Base auf und man könnte fast sagen, dass sie mit ihren Backwaren dealt, aber ehe sie sich versieht, muss und kann sie ganz offiziell ihre Waren anbieten.

Ich muss zugeben, als ich die ersten Kapitel gelesen hatte, dachte ich: "hoffentlich wird das Buch irgendwann etwas freundlicher". Es wird zu erst die Lage der Grafiker Firma beleuchtet und dies ist erst mal sehr düster und schwer, was sich dann aber wieder legt.
Sehr komisch ist, dass oft die Perspektive gewechselt wird, egal, ob der Person eine große Relevanz zugeschrieben wird oder nicht.
Manche Verläufe finde ich sehr wellenartig und dadurch anstrengend.

Auch hier finden sich am Ende wieder tolle Rezepte zum nachbacken.

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Im Sommer werde ich den zweiten Teil lesen und zu Weihnachten nächstes Jahr den dritten Teil.

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