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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2020

Anders und doch besonders.♥

Glatzköpfchen
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Zita ist ein junges Mädchen, das schon seit Jahren das Krankenhaus als ihr Zuhause erlebt. Sie hat eine seltene Form der Leukämie und kennt fast nichts anderes, als das Krankenhaus.
Aufgrund ihres Haarausfall ...

Zita ist ein junges Mädchen, das schon seit Jahren das Krankenhaus als ihr Zuhause erlebt. Sie hat eine seltene Form der Leukämie und kennt fast nichts anderes, als das Krankenhaus.
Aufgrund ihres Haarausfall nennt sie sich selbst liebevoll Glatzköpfchen.
Die Graphic Novel hat mir unglaublich gut gefallen. Obwohl sie gerade mal 48 Seiten umfasst, beinhaltet sie soviel, was so manchen von uns vielleicht manchmal abhanden kommt.
Witz und Humor, eine Spur Sarkasmus und unglaublich viel Gefühl.
Freundschaft, Selbstliebe, Vertrauen oder einfach nur Glücklich sein.
Obwohl Zita schwer krank ist und seit neun Jahren im Krankenhaus ist, verliert sie ihren Lebensmut nur manchmal. Und jetzt feiert sie immerhin schon ihren 13. Geburtstag. Der muss natürlich gefeiert werden und sie lädt all die Leute an, die tagtäglich an ihrer Seite sind.
Alle Patienten, die ihre Freunde geworden sind. Pfleger, die ihr ans Herz gewachsen sind. Und ihre Mutter, die ihr das Herz bricht, indem sie absagt.
Wird Zita doch noch einen Geburtstag feiern, der ihren Wünschen entspricht oder fällt alles ins Wasser? Und was ist eigentlich mit diesen msyteriösen Ohnmachtsanfällen, die sie in den unmöglichsten Situationen erleidet?
Zidrou ist eine kleine süße Novel gelungen, die ans Herz geht.
Und die ich euch nur ans Herz legen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Eine würdige Fortsetzung

Vengeful - Die Rache ist mein
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Marcella ist schön, selbstbewusst und absolut nicht zu unterschätzen. Als Frau eines Mafiabosses weiß sie sich durchzusetzen, was bei ihrem Mann allerdings nicht sonderlich gut ankommt.
Als es ihm zu ...


Marcella ist schön, selbstbewusst und absolut nicht zu unterschätzen. Als Frau eines Mafiabosses weiß sie sich durchzusetzen, was bei ihrem Mann allerdings nicht sonderlich gut ankommt.
Als es ihm zu bunt wird, beschließt er sie zu beseitigen und hat dabei eine, eine wahrsten Sinne des Wortes, feurige Idee.
Er lässt sie in ihrem gemeinsamen Haus verbrennen und ist froh, sie endlich los zu sein. Mariella jedoch ist von den Toten auferstanden und kennt nur einen Gedanken: Rache an ihrem Mann.
An dem Mann, der für ihren Tod verantwortlich ist und quasi auch dafür, dass sie eine EO ist.
Sie gerät ins Visier einer neuen Organisation namens EON, die sich damit beschäftigt, wie man EO's wie Mariella wieder neutralisieren kann.
Dort trifft sie auch auf Eli, der ein Gefangener seiner Selbst ist.
Victor beschäftigt derweilen ein ganz anderes Problem, bei dem ihm scheinbar nichts und niemand helfen kann. Oder doch?

Genau wie beim ersten Band habe ich diese Rezension nicht nur einmal angefangen und wieder verworfen.
Nicht nur, weil das Buch in irgendeiner Weise schlecht war, sondern weil mir schlicht und einfach die passenden Worte gefehlt haben.
Sofort, als ich die ersten Seiten gelesen habe, war es für mich wie - so komisch, dass jetzt auch klingt - eine Art nach Hause kommen.
Victor und Eli, Sydney und auch Mitch sind mir im ersten Teil sehr ans Herz gewachsen und ich konnte es kaum erlesen, mehr von ihnen zu lesen.
Um diesen Teil zu verstehen, würde ich empfehlen, sich auch den ersten Band zum Lesen vorzunehmen. Es wird zwar ein bisschen was wiederholt, aber es ist von Vorteil, wenn man vorher weiss, um was es bei Victor und Eli genau geht.

V.E. Schwab weiß, wie sie den Leser ans Buch fesselt. Mit ihren Schreibstil und ihrer Auffassungsgabe von einem Pagetuner hat sie es geschafft, dass ich das eBook binnen kurzer Zeit gelesen habe.
Durch Zeitsprünge erzählt V.E. Schwab auch hier wieder mehrere Handlungsstränge, die am Ende an einem Punkt zusammenführen.
Nicht nur, dass Victor sich mit seinem eigenen Tod auseinander setzen muss, so muss er diesmal auch dafür sorgen, dass Sydney das ihre nicht verliert.
Durch ein Geheimnis, dass sie weder Victor noch Mitch anvertraut, bringt sie sich unwissentlich in Gefahr.
Mit Mariella bin ich sofort warm geworden. Sie hat mir in der Leseprobe schon gefallen. Ihr Auftreten und ihre Wortwahl waren zwar manchmal etwas gewöhnungsbedürftig, aber es hat eben einfach zu ihr gepasst.
Der große Showdown am Ende durfte natürlich auch hier nicht fehlen und auch hier hat die Autorin es geschafft, dass ich förmlich an den Seiten geklebt habe. Oder eher am Handy.

Mit June bringt V.E. Schwab zudem eine neue Protagonistin ins Spiel, die ich nur schwer einschätzen konnte. Nicht, dass sie mir irgendwie unsympatisch war, sie war einfach nur schwer zu durchschauen.
Und das ist in diesem Fall absolut nichts schlechtes.

Alles in allem konnte mich das Buch genauso sehr begeistern, wie sein Vorgänger. Mit Spannung und Dramatik, aber auch mit Humor und Witz war Vengeful für mich ein würdiger Nachfolger.
Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch perfekt miteinander harmoniert haben.
Jeder von ihnen hatte seine eigene Last zu tragen und doch sind sie über sich selbst hinausgewachsen.
Wie auch im ersten Band.
Eine klare Leseempfehlung von mir für ein Buch, dass wirklich alles hatte, was sich mein Leserherz nur hätte wünschen können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.06.2020

Ein Thriller nach meinem Geschmack

Der Tattoosammler
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Die Tattookünstlerin Marni Mullins findet in Brighton eine blutig zugerichtete Leiche. Gehäutet von einem Serienkiller, um an die Tattoos des Opfers zu gelangen. Marni will diesen Anblick am liebsten ...


Die Tattookünstlerin Marni Mullins findet in Brighton eine blutig zugerichtete Leiche. Gehäutet von einem Serienkiller, um an die Tattoos des Opfers zu gelangen. Marni will diesen Anblick am liebsten so schnell wie möglich vergessen und meldet den Fund daher auch anonym der Polizei.
Der ermittelnde Beamte Francis Sullivan kommt ihr jedoch schnell auf die Spur und bittet sie um ihre Mithilfe.
Marnis Kenntnis über die Szene ist Francis' einzige Chance, an Insiderwissen zu gelangen.
Aufgrund eines Zwischenfalls in ihrer Vergangenheit will Marni mit der Polizei nichts mehr zu tun haben und verweigert jegliche Zusammenarbeit.
Bis sie feststellt, dass sie mehr mit den Vorkommnissen zu tun hat, als ihr lieb ist. Sie hat keine Wahl: Sie muss den Serienkiller finden, bevor ein weiteres unschuldiges Opfer sein Leben lassen muss.

Der Schreibstil hatte mich sofort. Direkt in das Geschehen geworfen erhält der Leser einen Einblick in den ersten Mord, ist quasi hautnah dabei.
Die Autorin schreibt packend und flüssig und meine Vorstellungskraft hat sich nicht nur einmal gewünscht, dass sie so ausgeprägt ist, wie sie es normalerweise ist.

Die Handlung selbst wird meistens aus der personellen Perspektive erzählt. Allerdings gibt es auch ein paar Kapitel, die in der Ich- Version erzählt werden.
Diese Perspektive hat mir wirklich gefallen, denn sie beschreibt die Handlungen aus der Sicht des Mörders.
Ich muss tatsächlich gestehen, dass ich bis kurz vor dem Ende keine Ahnung hatte, wer sich hinter dem Tattoosammler verbirgt.
Immer, wenn ich dachte, ich habe eine Ahnung, wer der Täter sein könnte, hat mich die Autorin eines besseren belehrt.
Bis zum Ende hin hat sie den Spannungsbogen aufrecht gehalten und hat es zusätzlich noch geschafft, eine zarte Beziehung auf Liebesebene einzubauen.
Sie stand nicht im Vordergrund und dennoch hat man gemerkt, dass sich etwas zwischen zwei Charakteren entwickelt.

Das klingt jetzt vielleicht ein wenig komisch, aber durch die Ich - Perspektive habe ich mich dem Täter viel näher gefühlt, als Marni oder dem ermittelnden Beamten. Er war damit für mich einfach greifbarer.
Der Thriller war für mich einer von der Sorte, bei dem ich nur durch die Seiten geflogen bin. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit dem Tattoosammler auf sich hat und ich wurde nicht enttäuscht.
An manchen Stellen hätte ich mir zwar etwas mehr Nervenkitzel gewünscht, aber im Großen und Ganzen konnte mich dieses Buch wirklich begeistern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2020

Eine echte Leseempfehlung

Raukland Trilogie
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Ronan ist der Sohn des mächtigsten Herrschers im Nordmeer. Er fürchtet nichts und niemanden, weder Tod noch Schmerz und schiesst auch gerne mal über das Ziel hinaus. Eine Prüfung, die ihm ausgerechnet ...

Ronan ist der Sohn des mächtigsten Herrschers im Nordmeer. Er fürchtet nichts und niemanden, weder Tod noch Schmerz und schiesst auch gerne mal über das Ziel hinaus. Eine Prüfung, die ihm ausgerechnet von seinem Vater auferlegt wird, bringt ihn allerdings an seine Grenzen.

Dabei hilft nicht mal sein bestes Schwert. Auf der Insel Lannoch soll nicht nur einen Freund finden, sondern sich auch den Respekt und die Anerkennung der Prinzessin von Lannoch verdienen.

Nur dann kann er König seines eigenen Landes werden.

Doch wie stellt man das an, wenn das einzige, in dem man gut ist, der Umgang mit dem Schwert ist?


Der Schreibstil der Autorin hatte mich tatsächlich sofort. Ich habe in der letzten Zeit wirklich wenige Bücher gelesen, die das Genre Fantasy beeinhalten, aber in diesem war ich sofort vom Schreibstil angefangen.

Schon auf den ersten Seiten schafft Jordis Lank es, ihren Figuren Leben einzuhauchen. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Mit Ronan hat sie einen Charakter geschaffen, den ich nie richtig einschätzen konnte und doch unglaublich mochte.

Sein Auftreten wirkte oft arrogant und unnahbar und doch hat man oft gespürt, dass er das Herz am rechten Fleck hatte.

Und vor allem, dass er aus dem Schatten seines Vaters treten wollte, anders sein wollte als er.


Durch die Aufgaben, die er bewältigen muss, lernt er Liam kennen. Anfangs will er ihn einfach nur wieder los werden, aber Liam beweist ihm, dass mehr in ihm steckt.

Und er zeigt ihn, was es heisst, einen Freund zu haben. Einen, wie Ronan ihn noch nie in seinem Leben hatte.


Die kleine Liebesgeschichte, die im Hintergrund ihre Fäden spinnt und doch nicht richtiger Bestandteil des Buches ist, hat mir gut gefallen.

Es entwickelt sich langsam etwas, von dem man Ronan wünscht, dass er es tatsächlich erleben darf.

Dieses Buch ist eine echte Überraschung für mich, ein Highlight.

Spannung bis zur letzten Seite.

Werte, wie Freundschaft, Vertrauen und Respekt, werden hier ganz groß geschrieben werden.

Und Charaktere, die nicht nur über sich hinauswachsen, sondern einfach liebenswert sind.

Jeder auf seine eigene Art und Weise.

Der Plot so wunderbar umgesetzt, als hätte man das Gefühl, man ist als Leser direkt an Ronans Seite.

Von meiner Seite aus eine echte Empfehlung.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2020

Anders und doch besonders. ♥

Abzweigungen
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Cornell Rhode ist ein gescheiterter Ex - Polizist aus München. Sein dortiges Leben hat ihn förmlich in die Knie gezwungen und so versucht er sich in Salzburg ein neues Leben aufzubauen.
Er findet eine ...

Cornell Rhode ist ein gescheiterter Ex - Polizist aus München. Sein dortiges Leben hat ihn förmlich in die Knie gezwungen und so versucht er sich in Salzburg ein neues Leben aufzubauen.
Er findet eine neue Liebe und einen neuen Job und erscheint eigentlich endlich wieder glücklich.
Bis er Zeuge eines mysteriösen Banküberfalls wird und inmitten eines Falls steckt, der seine Vorstellungskraft übersteigt.
Wem kann er vertrauen und was hat es mit den Träumen auf sich, die ihm das Gefühl geben, wahnsinnig zu werden?
Auf einer Verfolgsungsjagd, die ihn quer durch Europa führt, kommt Cornell an seine Grenzen und muss sich einmal mehr fragen, welche seiner Entscheidungen tatsächlich richtig sind.

Der Schreibstil des Autors hat mir überraschend gut gefallen. Ich war von Anfang an direkt in der Geschichte und habe die Gründe erfahren, warum Cornell einen Neuanfang braucht.
Der Spannungsbogen wird dadurch schon am Anfang des Buches aufrecht gehalten und hat sich bis zum Ende des Buches durchgezogen.
Obwohl ich selbst nicht zu den Personen gehöre, die übermässig an Übersinnliches glauben, hat Roland Hebesberger diesen Punkt so in sein Buch eingebunden, dass auch ich ihn verstanden habe.
Anfangs - so muss ich zugeben - hat mich all das ein wenig verwirrt, aber umso mehr ich weiter gelesen habe, umso mehr habe ich verstanden und es hat einfach zum Thema des Buches gepasst.

Auf der Hetzjagd quer durch Europa wusste auch ich oft nicht, wer überhaupt noch Freund oder Feind ist und so manches Mal hat mich der Autor damit wirklich auf eine völlig falsche Spur geführt.
Und gerade das mag ich an solchen Büchern ja besonders gerne.

Es muss nicht immer Blut fließen, damit ein Thriller interessant und spannend bleibt. Roland Hebesberger hat es mit seinem Thriller geschafft, dass ich an den Seiten geklebt habe und tatsächlich positiv überrascht bin.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere