Profilbild von DoraLupin

DoraLupin

Lesejury Star
offline

DoraLupin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit DoraLupin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2021

Auf grosse Fahrt!

Ilvie Little und die unerschrockenen Seefahrerinnen
0

Im ersten Band von Ilvie Little, geht es um besagte Protagonistin, die genug vom Elfenland hat. Sie beschließt daher in die Welt der Menschen zu gehen und lernt dort Leonie kennen. Leonies Urgroßmutter ...

Im ersten Band von Ilvie Little, geht es um besagte Protagonistin, die genug vom Elfenland hat. Sie beschließt daher in die Welt der Menschen zu gehen und lernt dort Leonie kennen. Leonies Urgroßmutter war eine Kapitänin, die einen Schatz versteckt hat. Aber die Karte ist verschollen. Ilvie und Leonie finden diese nach einer Zeit und beschließen gemeinsam mit einer Freundin, einem verfressenen Äffchen, einem Koch und seinem Hund auf grosse Abenteuerfahrt zu gehen!

Die Aufmachung des Buches ist wirklich klasse, man merkt dem Buch an wie viel Mühe sich gegeben wurde, mit einer grossen Liebe zum Detail! Das grosse, gebundene Buch in DIN A4-Format eignet sich daher bestens als Geschenkidee!

Die Geschichte ist sehr schön geschrieben, voll Abenteuer, etwas Magie und sehr sympathischen Personen! Es macht Spaß die Freunde auf ihrem Abenteuer zu begleiten. Die Themen Mut und Diversität spielen im Buch eine grosse und wichtige Rolle, sind aber immer gut verständlich aufgegriffen. Das Buch endet nicht mit einem Cliffhanger, aber man merkt der Geschichte schon an, dass sie noch nicht abgeschlossen ist und weitere Abenteuer auf die Kinder und ihre Tiere warten. Die Vorbereitungen wurden einen Tick zu ausführlich beschrieben und die Schatzsuche blieb in diesem Auftaktband noch etwas im Hintergrund. Trotzdem ist das Buch sehr besonders und liebevoll gemacht, ich spreche gern eine Leseempfehlung aus!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

Abwechslungsreiche (Liebes-) Geschichte

Die Liebe ist ein dicker Hund
0

Franzi wird von einigen Menschen in ihrem Umfeld vom einen auf den anderen Tag stehen gelassen, erst reist ihre Mutter allein auf eine Ferieninsel und lässt Franzis Vater allein zu Hause zurück, dann beschließt ...

Franzi wird von einigen Menschen in ihrem Umfeld vom einen auf den anderen Tag stehen gelassen, erst reist ihre Mutter allein auf eine Ferieninsel und lässt Franzis Vater allein zu Hause zurück, dann beschließt Franzis Mann sich in einem Kloster in Nepal selbst zu finden-und das erzählt er Franzi am Abend der Abreise! Er ist die nächsten 6 Monate nur schwer zu erreichen, hinterlässt Franzi Schulden beim gemeinsamen Haus sowie den großen Hund Andi, bevor es sich zum Flughafen aufmacht....
Kurzerhand hat Franzis Vater die Idee bei ihr einzuziehen, um nicht so allein zu sein und sich gegenseitig zu helfen-dies endet aber nicht selten im Chaos. Ausserdem haben beide wenig Ahnung von Hunden. Wie gut, dass ein neuer Nachbar samt Hund in ihre Nähe zieht!

Insgesamt hat mir dieser Roman großen Spass gemacht, der sich für mich zwischen Liebesroman und Wohlfühlgeschichte ansiedelt. Franzi trifft es anfangs knüppeldick und selbst als Leser glaubt man es kaum, mit was für einem Mann Franzi jahrelang verheiratet war und wie es sich verhält! Sicher ist das ganze nicht unbedingt realistisch, aber sehr humorvoll zu lesen, man weiss kaum ob man lachen oder einfach stinkewütend sein soll!

Franzi ist eine sehr liebe und sympatische, wenn auch teils naive Protagonistin, ihr Vater dagegen ist einfach nur zum gernhaben! Er macht so viel Chaos und ist tollpatschig, dabei aber einfach nur zum knuddeln! Oft hatte ich ein schmunzeln oder grinsen im Gesicht wenn es um ihn ging. Auch die Geschichte zwischen Franzis Eltern ist süss zu lesen. Franzis Mann hatte es sich bei mir gleich am Anfang nach einer bestimmten Aussage verscherzt, trotzdem gab es am Ende der Geschichte noch eine Überraschung, ihn betreffend!

Die Hunde, vorallem die dicke Leonberger-Hündin Andi spielen in der Geschichte eine grosse Rolle und haben immer wieder für Spass und Abwechslung in der Handlung gesorgt. Ausserdem finde ich es gut und wichtig dass Tieren in Wohlfühlgeschichten nichts passiert und auch dies war hier gegeben.

Wäre dies eine reine Liebesgeschichte gewesen, wäre sie mir wahrscheinlich zu schnell zu vorhersehbar gewesen, und manches mal gab es mir auch einfach zu viel "Zufall" in der Story, aber dadurch dass es auch um andere Themen wie Hunde und die Eltern von Franzi geht, habe ich mich während des lesens stets gut unterhalten gefühlt! Manches war etwas überspitzt geschrieben aber dadurch war es auch immer wieder humorvoll zu lesen!

Der Schreibstil ist im gesamten Buch locker, leicht verstädnlich und teils sehr humorvoll. Ein Buch zum Abschalten und entspannen!

Fazit: Eine sehr schöne, humorvolle und leichte Geschichte für zwischendurch mit vielen sympatischen Charakteren, die manchmal etwas zu viele Zufälle in sich vereint und etwas vorhersehbar war. Leser, die gern mal was leichtes zum abschalten lesen und sich gut unterhalten wollen, sollten hier zugreifen. Ich empfehle die Geschichte gern weiter.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Humor
Veröffentlicht am 06.04.2021

Etwas zäher Start, dann aber herzerwärmend!

Fritz und Emma
0

Die Handlung dieses Buches ist auf zwei Zeitebenen aufgeteilt. In der Gegenwart begleiten wir die Pfarrerfrau Marie, die mit ihrem Mann neu ins Dorf Oberkirchbach zieht! Dort steht die 750 Jahrfeier ...

Die Handlung dieses Buches ist auf zwei Zeitebenen aufgeteilt. In der Gegenwart begleiten wir die Pfarrerfrau Marie, die mit ihrem Mann neu ins Dorf Oberkirchbach zieht! Dort steht die 750 Jahrfeier des Ortes an, aber es ist ziemlich tote Hose im Dorf. Marie möchte zum Jubiläum richtig was auf die Beine stellen! So lernt sie auch die beiden alten Leute Fritz und Emma kennen, die einmal verlobt waren und nun über Jahre kein Wort miteinander gesprochen haben. Marie versucht herauszufinden was damals vorgefallen ist und beide wieder miteinander zu versöhnen!
Die zweite Zeitebene beginnt 1947, Fritz kehrt aus dem zweiten Weltkrieg zurück und ist überglücklich Emma wiederzusehen. Doch dann passiert ein schreckliches Erlebnis, dass beide auseinander bringt. Es finden auf dieser Vergangenheitsebene immer wieder Zeitsprünge statt und man erlebt wie Emma und Fritz über die Jahre nebeneinander her leben...

Ich muss ehrlich sagen, dass mir der Einstieg ins Buch etwas schwer gefallen ist. Marie und ihr Mann kommen ins Dorf, alles ist trostlos, Marie fühlt sich nicht wohl und würde am liebsten so schnell wie möglich wieder weg ziehen. Irgendwie bin ich dabei selbst ganz lethargisch geworden und hatte Mühe das Buch über längere Zeit in die Hand zu nehmen. Ich wusste ausserdem nicht genau wohin das Buch führen soll, denn der zweite Weltkrieg wird zwar angesprochen aber hauptsächlich geht es um die Zeit danach, wie Emma und Fritz dann leben.

Aber nach 100 Seiten kommt Maries Schwester zu Besuch und reist Marie aus ihrem phlegmatischen Alltag raus und hat auch mich mitgerissen! Von diesem Augenblick an konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen! Es hat so viel Spaß gemacht das Dorf wieder aufblühen zu sehen und die Geschichte von Fritz und Emma über die Jahre mitzuerleben! Die Handlung hatte stellenweise etwas von einem "Wohlfühlroman", der aber seine Tiefen und Schicksalsschläge hatte!
Marie wurde mir dann nach 100 Seiten mit ihrem Tatendrang sehr sympathisch, auch Emma und Fritz waren sehr gut ausgearbeitet, wie auch viele der Nebenpersonen. Ein paar ältere Dorfbewohner blieben mir etwas zu blass und ich hatte ein paar Schwierigkeiten alle einzuordnen, aber es waren auch wirklich viele Personen in der Geschichte vertreten. Trotzdem verwirrte mich das nicht sehr, da die Handlung dabei einfach bleibt.

Fazit: Ganz andere Geschichte als ich vermutet hatte, aber nach kleinen Startschwierigkeiten ganz toll, warmherzig und lesenswert! Ich kann es letztlich nur weiterempfehlen und gebe sehr gute 4 Sterne!


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2021

Eine magische Schule und ihre Geschichte

Tale of Magic: Die Legende der Magie 1 – Eine geheime Akademie
0

In diesem Auftaktband der neuen Fantasyreihe geht es um die junge Brystal Evergreen. Diese lebt im Südlichen Königreich, in dem Bücher und ein Studium für Frauen verboten sind! Die kluge Brystal liebt ...

In diesem Auftaktband der neuen Fantasyreihe geht es um die junge Brystal Evergreen. Diese lebt im Südlichen Königreich, in dem Bücher und ein Studium für Frauen verboten sind! Die kluge Brystal liebt Bücher aber über alles und lässt es sich nicht nehmen heimlich zu lesen und über Umwege gelangt sie sogar in die Bibliothek, in der sonst nur Männer Zugang haben. Dort gerät sie eines Tages an ein geheimes, verbotenes Buch. Dieses zeigt ihr, dass Brystal Magie in sich trägt. und so beginnt ihre Geschichte und damit auch die um die magische Akademie und Madame Weatherberry, die Leitung dieser Schule.

Obwohl ich schon viel über den Autor und seine berühmte "Land of Stories-Reihe" gehört habe, ist dies mein erstes Buch von ihm aber sicher werde ich mir noch weitere Bücher des Autors genauer ansehen! Ich habe sehr gut in die Geschichte gefunden, Brystal fand ich von Anfang an sehr klug, sympatisch und emanzipiert für diese Welt, in der Frauen als Hausfrauen am Herd stehen und die Wohnung in Ordnung halten sollen. Mir hat das rebellische und kämpferische des Charakters sehr gut gefallen. Auch die anderen Personen der Geschichte sind gut ausgearbeitet und ich finde schön, dass im Buch nicht alles immer 100 Prozent schwarz-weiss ist. Von Anfang an konnte ich mit der Protagonistin mitfiebern, die heimlich lesen muss und ihre Bücher wie Schätze versteckt hält, denn ich bin und wäre in dieser Welt genauso! Mir hat es sehr gefallen das die Bücher anfangs einen sehr grossen Stellenwert der Geschichte einnehmen.

Nach und nach wird die Geschichte immer mehr von Magie durchsetzt und Brystal trifft an der Akademie ein. Auch hier gibt es viele neue und interessante Personen und Wesen kennen zu lernen. Trotzdem gab es für mich im Mittelteil die ein oder andere kleine Länge, die aber nicht lange angehalten hat. Einen Stern Abzug erhält das Buch von mir, da die Handlung stellenweise etwas zu glatt verlaufen ist und ich mit einer Wendung in der Geschichte nicht so ganz glücklich war. Ausserdem verhält sich Brystal teilweise von ihrer Art und auch vom reden älter als ein Teenager, für mein Empfinden. Das Ende hat mir wieder sehr gut gefallen, da das Buch in sich abgeschlossen ist und man es auch für sich allein lesen könnte. Oft endet ein Auftakt mit einem bösen Cliffhanger, dies ist hier nicht der Fall und dafür bin ich persönlich dankbar!

Der Schreibstil des Autors ist leicht verständlich, sehr locker und bildhaft. Die Welt entstand schön vor meinen Augen, die Seiten sind beim lesen nur so dahin geflogen.

Fazit: Ein sehr gelungener Start dieser Fantasyreihe, mit ein paar Kleinigkeiten die nicht ganz meins waren. Trotzdem freue ich mich schon sehr auf den zweiten Teil der Reihe und kann sie Fantasyfans weiterempfehlen. Von mir erhält das Buch gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2021

Alleinerziehend in den 60er Jahren

Das Fräulein mit dem karierten Koffer
0

Die 19jährige Sabine verliebt sich in den 60er Jahren in den Sohn einer reichen Familie. Unerwartet wird sie schwanger. Sie behält das Kind-der Vater des Kindes und seine Familie entziehen sich der Verantwortung. ...

Die 19jährige Sabine verliebt sich in den 60er Jahren in den Sohn einer reichen Familie. Unerwartet wird sie schwanger. Sie behält das Kind-der Vater des Kindes und seine Familie entziehen sich der Verantwortung. Sabine muss nun selbst zusehen, wie sie als alleinerziehende Mutter zurecht kommt-zum Glück gibt es auch einige empathische Menschen in ihrem Umfeld!

Der Schreibstil des Buches ist einfach und leicht verständlich so kann man sich als Leser ganz auf den Inhalt des Buches konzentrieren. Die Geschichte beginnt auf den ersten 100 Seiten mit der Liebesgeschichte zwischen Sabine und wie sie schwanger wird. Meiner Meinung nach hätte man diesen Teil etwas kürzen können, aber das ist natürlich Geschmackssache, es hat sich für mich hier die ein oder andere kleine Länge ergeben. Dies ändert sich aber schlagartig als es mit der Geschichte der Alleinerziehenden losgeht. Was Sabine alles ertragen und aushalten musste, ist ehrlich und authentisch beschrieben und einfach nur krass! Immer wieder merkt man die extremen Unterschiede und den Fortschritt zwischen früher und heute. Als Alleinerziehende war man damals verpönt und dies hat man von allen nur erdenklichen Seiten zu spüren bekommen-ich habe hier sehr mit Sabine mitleiden können!

Immer wieder hat man auch die Altlasten der Nazizeit spüren können und es hat sich darum eine kleine, sehr interessante Geschichte ergeben. Über diese hätte ich gern noch mehr gelesen da sie spannend, emotional und berührend war! Super fand ich auch mehr über die unterschiedlichen Erziehungsmethoden zu lesen. Wie ist Sabine selbst erzogen worden, wie hat sich das auf sie und ihr Leben ausgewirkt? Wie hat sie ihrer Tochter dann Erziehung näher gebracht-sehr spannend dies zu verfolgen!

Mit Sabine als Protagonistin musste ich erst warm werden und fand sie über das ganze Buch nicht 100Prozent sympstisch. Sie hat aber ihrem Wesen nach authentisch und nachvollziehbar gehandelt, nur für mich persönlich wären ihre Entscheidungen nicht immer etwas gewesen. Es gab aber durchaus Personen im Buch, die ich sehr sympatisch fand und auch mit Sabine konnte ich immer mitfiebern obwohl ich sie nicht ganz mochte.

Ich hätte manchmal gern noch etwas mehr über die Nebenpersonen und ihre weitere Geschichte erfahren, aber es ist natürlich schwierig bei einer gewissen Seitenzahl manches ausführlicher zu erzählen.

Fazit: Insgesamt eine sehr interessante und bewegende Geschichte über eine alleinerziehende Frau in den 60er Jahren. Der Werdegang vom naiven Mädchen zur selbstbewussten Frau ist schön zu lesen. Manches hätte ich mir noch ausführlicher gewünscht, anderes hätte man etwas kürzen dürfen, aber dies ist natürlich auch immer Geschmackssache. Gern spreche ich für diese tolle Geschichte eine Leseempfehlung aus!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere