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Dorothea

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2021

Ein altmodisches Buch

Fünf-Kugeln-Eis-Tage mit Oma und Opa
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„ Zum Glück gibt's Oma und Opa!
Alle Kinder freuen sich, wenn Oma und Opa zu Besuch kommen...“

Ein passendes Geschenk von den Großeltern für die Kleinen. Der Einband ist wunderschön gezeichnet, auch innerhalb ...

„ Zum Glück gibt's Oma und Opa!
Alle Kinder freuen sich, wenn Oma und Opa zu Besuch kommen...“

Ein passendes Geschenk von den Großeltern für die Kleinen. Der Einband ist wunderschön gezeichnet, auch innerhalb des Buches finde ich zu den acht Geschichten schöne Zeichnungen.

Die Geschichten selbst haben im Prinzip immer den gleichen Ablauf. Oma und Opa erleben einen Tag zusammen mit Felix und Feline. Die beiden Kinder sind sehr sehr brav und machen kaum Ärger. Die Oma hat anscheinend immer ein volles Portemonnaie und das wird ausgenutzt. Die Rollenverteilung ist sehr altmodisch. Felix, der Ältere der beiden Geschwister, hängt an seinem Opa. Er ist auch der Mann! Felix hat sich in der Schule in ein Mädchen verguckt. Das soll aber keiner erfahren. Seine Schwester steht immer kurz davor damit herauszuplatzen. Das kommt leider aber in jeder Geschichte zum tragen.

Mir fehlte es an Frische, Spontanität und Geschichten die an unser heutiges Leben angepasst sind. Teilweise gab es derbe Ausdrücke, viele Klischees und das ganze war sehr simpel, als wären wir in den 60-iger und 70-iger Jahren. Mir hat das Buch insgesamt nicht gefallen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2021

Eine Frauen-Dynastie

The Second Princess. Vulkanherz
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Der Klappentext klang super. Eine kleine Insel mit einer weiblichen Dynastie. Anscheinend werden nur Frauen gezeugt, damit diese Herrschaft weitergegeben werden kann. Es sollen auch düstere Geheimnisse ...

Der Klappentext klang super. Eine kleine Insel mit einer weiblichen Dynastie. Anscheinend werden nur Frauen gezeugt, damit diese Herrschaft weitergegeben werden kann. Es sollen auch düstere Geheimnisse gehütet werden.

In diesem Buch geht es um die jüngste Tochter Saphina. Sie ist die drittgeborende und gilt als unbedeutsam. Aber durch tragische Ereignisse rückt sie in der königlichen Thronfolge auf. Sie tritt vollkommen unvorbereitet ein schwieriges merkwürdiges Erbe an. Der Freund ihrer Schwester, Dante, der undurchschaubare Adelssohn, wird ihr hilfreich zur Seite gestellt.

Diese Story hat mich interessiert und neugierig gemacht. Aber leider fand ich beide, Saphina und Dante von ihrem Benehmen her, sehr seltsam. Saphina ist unendlich naiv und im Laufe der Geschichte wurde es auch nicht besser. Von ihrer Heimatinsel und den Bewohnern hatte sie nicht viel Ahnung. Im Prinzip waren sie ihr auch ziemlich egal. Dante ist ziemlich undurchsichtig dargestellt. Seine Handlungen passten auch nicht so recht in die Geschehnisse.

Das Buch liest sich gut, die Handlung hat etliche Macken. Der Schluss ist leider viel zu kurz, da hätte die Autorin mehr daraus machen können. Viele tolle Idee wurden hier leider nicht genutzt.

Veröffentlicht am 11.05.2021

Drogensumpf

Der Junge, der das Universum verschlang
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Schwierig, schwierig. Der Klappentext war Klasse. Ich war so neugierig auf dieses Buch.

Ich habe angefangen zu lesen, dann nach einiger Zeit das Buch zur Seite gelegt. Mehrmals. Es hat mich einfach nicht ...

Schwierig, schwierig. Der Klappentext war Klasse. Ich war so neugierig auf dieses Buch.

Ich habe angefangen zu lesen, dann nach einiger Zeit das Buch zur Seite gelegt. Mehrmals. Es hat mich einfach nicht gepackt.

Diese Geschichte spielt in Brisbane. Eli lebt mit seiner Familie in ärmlichen Verhältnissen. Drogensucht und Drogenhandel bestimmen den Alltag. Brutalität ist an der Tagesordnung. Aber Eli hat Träume, bloß der Weg dorthin ist sehr lang und schmerzlich.

Das Setting blieb mir die ganze Zeit sehr fremd. Ich fühlte mich wie ein Besucher im Zoo, der ungläubig in die Käfige starrt. Die Protagonisten sprachen mich nicht an. Der Autor soll autobiographische Elemente hier verarbeitet haben, was für eine grausame Kindheit hat er wohl gehabt?

Der Schreibstil ist ungewöhnlich, aber durchaus interessant und modern. Es ist eines dieser Bücher, entweder man liebt es oder legt es beiseite.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2021

Wie das Leben sich ändert

Suche Platz auf Wolke Sieben
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Marlene steht mit ihrem Freund vor einem Haus. Dieses Haus haben sich die Beiden gekauft und wollen gerade die Schlüssel von der Maklerin in Empfang nehmen. In diesem Augenblick beichtet Marlenes Freund: ...

Marlene steht mit ihrem Freund vor einem Haus. Dieses Haus haben sich die Beiden gekauft und wollen gerade die Schlüssel von der Maklerin in Empfang nehmen. In diesem Augenblick beichtet Marlenes Freund: ich verlasse dich! Tage später verliert Marlene ihren Job, da sie jemanden nicht kündigen möchte. Damit steht Marlene vor dem Nichts.

Das Setting ist natürlich sehr einfach gehalten, die Geschichte sehr vorhersehbar. Eindeutig wendet sich die Schriftstellerin an eine junge Zielgruppe. Taffe Frau, der übel mitgespielt wurde. Tolle Freunde, sehr erfolgreich in ihrem neuen Leben. Die Wohnung immer an den heißesten Ecken der Stadt. Und die neue Liebe ist sehr sympathisch.

Der Roman ist flott geschrieben. Es liest sich gut. So ganz konnte ich mich nicht in Marlene hinein versetzen, mit dem Erfolg ist mir fremder geworden. Und dann ständig, ich will mich nie mehr verlieben... Das hätte die Autorin besser lösen können.

Ein leichter Sommerroman, sehr vorhersehbar, für mich doch zu gewollt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2021

Endlich ein Mord

Der Donnerstagsmordclub
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Der Klappentext lud zum sofortigen Lesen ein. Skurril, humorvoll und very british. Herz was willst du mehr.

Eine luxuriöse Seniorenresidenz in der idyllischen Grafschaft Kent. Klingt auch ein bisschen ...

Der Klappentext lud zum sofortigen Lesen ein. Skurril, humorvoll und very british. Herz was willst du mehr.

Eine luxuriöse Seniorenresidenz in der idyllischen Grafschaft Kent. Klingt auch ein bisschen langweilig. Das ist wahrscheinlich auch die letzte Station für die Senioren. Joyce, fast Achtzigjährig, zieht dank Ihrer Tochter in diese Residenz ein. Dann lernt sie Elizabeth kennen und wird Mitglied eines Clubs. Eine bunte Schar sehr besonderer Leute. Elizabeth ist eine ehemalige Geheimagentin (!!!) und bespricht mit den Clubmitgliedern cold cases, das heißt, sie versuchen den Täter zu finden. Doch nun passiert ein Mord, direkt unter ihren Augen. Der Club legt los.

Diese alten Leute haben noch sehr viele Kontakte und kommen an sehr viele Informationen. Dadurch sind sie häufig der Polizei einen Schritt voraus. Es ist ein munteres Ratespiel. Ein softer Kriminalroman der von den beschriebenen Leuten lebt. Hier trifft sich Miss Marple mit Watson. Ähnlichkeiten sind bestimmt gewollt.

Ein intelligentes Ratespiel. Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere