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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2020

(Autobiografische) Einführung in die Reinigung der Wohnung und des Selbst

Glanz und Gloria
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In “Glanz und Gloria” präsentiert Vreni Frost ihre persönlichen Putztipps für die unterschiedlichen Räume der Wohnung. Das Besondere an diesem Buch ist, dass jedem Raum eine Metaebene zugeordnet wird und ...

In “Glanz und Gloria” präsentiert Vreni Frost ihre persönlichen Putztipps für die unterschiedlichen Räume der Wohnung. Das Besondere an diesem Buch ist, dass jedem Raum eine Metaebene zugeordnet wird und sich das Putzen nicht nur auf die Reinigung der Räume, sondern insbesonders auf die innere Reinigung unseres Selbst fokussiert. So wird beispielsweise der Küche ein gesunder Körper zugeordnet, das Bad steht für Schönheit und Selbstliebe und das Schlafzimmer für Ruhe und Erholung. Abgerundet wird das Buch durch Rezepte für günstige und natürliche Putzmittel.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, locker und leicht zu lesen. Inhaltlich verarbeitet die Autorin sehr stark ihr eigenes Leben und arbeitet dieses fast schon autobiografisch ein. Sie schreibt von ihren nicht immer positiven Erlebnissen und wie sie im Rahmen der letzten Jahre zu einem besseren Selbst gefunden hat und wie sie es schafft, sich selbst zu genügen. Sie leitet den Leser mit unterschiedlichen Fragestellungen an, um zu motivieren, aber auch, um zu sich selbst zu finden und mehr Achtsamkeit zu lernen.

Die Betrachtung der Reinigung des inneren Selbst nimmt in diesem Buch einen sehr viel größeren Stellenwert ein, als die äußere Reinigung der Wohnung – so dass man an dieses Buch schnell mit falschen Erwartungen heran gehen könnte. Die Tipps zur Reinigung der einzelnen Räumen sind vergleichsweise kurz und für mich nicht immer ganz vollständig. Am Ende des Buches folgt dann recht nüchtern eine Auflistung unterschiedlicher Rezepte für Putzmittel. Generell finde ich die Idee der Metaebenen für die einzelnen Räume wirklich klasse, die Verbindung der beiden Ebenen erschließt sich allerdings im Rahmen dieses Buches nicht vollständig.

Ich denke, dass das Schreiben dieses Buches der Autorin geholfen hat, noch besser zu sich zu finden. Meinen Respekt dafür und vielen Dank auch für die doch sehr unterschiedlichen Tipps und Hinweise! Für einen Ratgeber für die innere und äußere Reinigung fehlen mir allerdings Hinweise, wo ich mich darüber hinaus informieren kann fernab der doch sehr persönlichen Erfahurngen der Autorin (für die innere Reinigung) und eine umfängliche Darstellung der Reinigung (für die äußere Reinigung). Als Putzbuch würde ich das Buch in der Form nur bedingt empfehlen, aber es ist trotzdem gut und kurzweilig zu lesen und kann gerade auch der jüngeren Generatlion helfen, zu sich selbst zu finden.

  • Cover
  • Thema
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 16.02.2020

Will Melanie ein Kind?

Will ich ein Kind?
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Das Buch "Will ich ein Kind? Ja? Nein? Vielleicht?" will Frauen ermutigen, sich aktiv mit der Kinderfrage auseinanderzusetzen und eine bewusste Entscheidung zu treffen. Die Autorin selbst befand sich zum ...

Das Buch "Will ich ein Kind? Ja? Nein? Vielleicht?" will Frauen ermutigen, sich aktiv mit der Kinderfrage auseinanderzusetzen und eine bewusste Entscheidung zu treffen. Die Autorin selbst befand sich zum Zeitpunkt des Schreibens in genau der Situation und fasst in diesem Buch auf selbstironische Art und mit viel Humor ihre Erfahrungen, Eindrücke und auch Kritik an der Gesellschaft zusammen.

Das Buch wird als Entscheidungshilfe beworben, sollte meiner Meinung nach aber eher als Unterhaltungsliteratur gelten – denn unterhaltend ist dieses Buch wirklich; und dabei auch verdammt gut geschrieben. Hinter den Erwartungen, die es als eine Entscheidungshilfe mit sich bringen würde, bleibt es allerdings weit zurück.

Für die Frage "Will ich ein Kind?" ist dieses Buch nur minder zu empfehlen. Die Betrachtungen werden dafür leider zu einseitig geführt. Für alle, die sich gern unterhalten lassen wollen und vielleicht auch ein paar der heutigen "Probleme" des Kinderkriegens kennen lernen wollen, denen kann ich diese Buch durchaus empfehlen. Es ist gut und flüssig geschrieben und macht wirklich Spaß zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 16.02.2020

Tolle Ayurveda-Rezepte für den europäischen Raum aber mangelhafter Grundlagen-Teil

Ritucarya
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Die Autorinnen des Buches "Ritucarya – Mit Ayurveda durch das Jahr" haben es sich zum Ziel gesetzt, die Lehren des Ayurveda und entsprechende Rezepte für die sechs Jahreszeiten für den europäischen Raum ...

Die Autorinnen des Buches "Ritucarya – Mit Ayurveda durch das Jahr" haben es sich zum Ziel gesetzt, die Lehren des Ayurveda und entsprechende Rezepte für die sechs Jahreszeiten für den europäischen Raum aufzuarbeiten. Das Buch reicht von den Grundlagen und Begriffen des Ayurveda, über einen Selbsttest zur Bestimmung des Dosha-Typs, Bewegungs- und, Detox-Tips bis hin zu Rezepten und Tipps für die unterschiedlichen Jahreszeiten.

Gerade der zweite Teil des Buches mit den Rezepten und Empfehlungen für die sechs unterschiedlichen Jahreszeiten ist den beiden Autorinnen sehr gut gelungen. Die Rezepte sind realistisch und lecker; und sogar im Alltag nachkochbar. Die meisten Zutaten und Gewürze sind gut erhältlich und die zusätzlichen Tipps scheinen mir sehr sinnvoll.

Der erste Teil des Buches, der sich mit den Grundlagen und Begriffen des Ayurveda beschäftigt, ist für mich als Einsteigerin in das Thema leider nur sehr schwer verständlich. Man lernt zwar sehr viele Begriffe kennen, der Zusammenhang bleibt aber zum Teil unklar.

Das Buch selbst ist hochwertig verarbeitet und hat ein Lesebändchen, so dass man es auch sehr gut in der Küche beim Zubereiten der Rezepte benutzen kann. Was mich hier aber persönlich sehr stört, ist die Verwendung von Stock-Fotos. Diese scheinen manchmal unpassend und nicht authentisch. Leider ist auch keines der Rezepte mit einem "echten" Foto des Rezeptes versehen.

Die Rezepte finde ich echt toll und wenn man kein Einsteiger ist, ist vermutlich auch der erste Teil des Buches sinnvoll. Wenn man also auf der Suche nach Rezepten ist, um mit Ayurveda durch das Jahr zu kommen, kann ich das Buch durchaus empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 14.04.2021

Für mich als Wissenschaftlerin zu esoterisch

Du hast dein Leben in der Hand
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In “Du hast dein Leben in der Hand” stellt die Autorin Rebella Bex die von ihr erfundene SNAP! (Sofort – Neutral – Aktiv – Präsent) Technik vor. Mit der SNAP! Technik will sie sofortigen Zugang zur inneren ...

In “Du hast dein Leben in der Hand” stellt die Autorin Rebella Bex die von ihr erfundene SNAP! (Sofort – Neutral – Aktiv – Präsent) Technik vor. Mit der SNAP! Technik will sie sofortigen Zugang zur inneren Weisheit schaffen und auf die Art unbewusste Handlungen in bewusste Handlungen umwandlen, aber auch Negativität in Positivität, Verwirrung in Klarheit oder Angst in Liebe.
Auch wenn der Klappentext dafür wirbt, dass das Konzept nicht nur für Frauen, sondern auch Männer gedacht ist, beginnt die Autorin bereits im Vorwort mit der Anrede "Liebe Schwester”. Auch das rosa-goldene Cover spricht nicht unbedingt für eine männliche Zielgruppe – ich konnte meinen Freund zumindest nicht davon überzeugen, sich das Buch etwas genauer anzuschauen ;)
Die direkte Anrede der Autorin hat mir auf den ersten Blick sehr gut gefallen, auch ihre Art zu schreiben wirkt zumindest im ersten Teil des Buches sehr positiv auf mich. Im späteren Verlauf werden mir die Inhalte leider aber etwas zu esoterisch. Auch der häufige Bezug zu Gott (auch wenn sie sagt, dass man sich als Lesender gern auch etwas anderes als Gott vorstellen darf, an das man glaubt) hat mich leicht verschreckt. Das wäre für mich aber noch ok gewesen. Sehr viel schwerer fiel es mir inhaltlich zu folgen. Ein logischer Fluss ist für mich kapitelübergreifend nicht wirklich erkennbar. Auch die SNAP! Methode selbst wird eigentlich nur sehr kurz erwähnt und erklärt, alles andere drumherum erzählt z.B. von den Schwingungen, aus denen wir bestehen (ja, Quantenheilung lässt fast schon grüßen), unserer Seele, unserem Bewusstsein oder von unserem Ego. Gut finde ich hier, dass sie gute Impulse gibt und viele Beispiele bringt, in denen man sich gern mal von seinem Ego leiten lässt und so zum Reflektieren anregt.
Die Yoga-Übungen am Ende des Buches finde ich gut. Allerdings fehlt mir auch hier wieder die Klammer, wie genau das jetzt mit der SNAP! Methode einhergeht – außer, dass es sich dabei um sogenannte SNAP!-Yogahaltungen handelt.
Was mich unabhängig vom Inhalt des Buches leider etwas stört, ist der Schriftsatz. Das komplette Buch ist in einem serifenlosen Schriftsatz und einer sehr dünnen Schriftlinie gedruckt. Insbesondere auch die leicht glänzenden Seiten machen es daher enorm schwer, das Buch überhaupt zu lesen. Für mich war es jedenfalls sehr anstrengend und ich musste das Buch häufig aus der Hand legen, weil ich einfach nicht mehr lesen konnte (und nein, so alt bin ich auch noch nicht). Auch Verweise im Buch sind entweder einfach vergessen und mit “…” markiert, oder verweisen den Lesenden auf eine falsche Stelle im Buch. Ärgerlich.
Für mich als Wissenschaftlerin muss ich jetzt leider sagen, dass mich das Buch nicht wirklich überzeugt. Mir fehlen hier einfach auch ein paar Fakten. Aber die Autorin hat ja bereits im Buch vorgesorgt und erwähnt, dass es Menschen gibt, die für diese Methode nicht empfänglich sind – vermutlich gehöre ich da einfach dazu. Das sollte vermutlich jeder für sich selbst entscheiden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 10.10.2020

Konstruiert und vorhersehbar

Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
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“Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.” von Arno Strobel ist am 23.09.2020 beim FISCHER Taschenbuch Verlag erschienen und umfasst 368 Seiten. Der Psycho-Thriller konfrontiert uns mit den ...

“Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.” von Arno Strobel ist am 23.09.2020 beim FISCHER Taschenbuch Verlag erschienen und umfasst 368 Seiten. Der Psycho-Thriller konfrontiert uns mit den Gefahren digitaler Technologie und insbesondere Smart Home Installationen. Im Haus der Protagonisten Hendrik und Linda ist eins dieser Systeme installiert. Doch eines Nachts verschwindet Linda, ohne dass das Smart Home System Alarm schlug. Die Polizei findet keine Spuren und Hendrik fühlt sich zunehmend beobachtet, denn nicht nur die App des Smart Home Systems weiß, wo er wohnt.
Thematisch hat mich das Buch sofort angesprochen. Insbesondere da ich als Informatikerin um die Tücken solcher Smart Home Systeme weiß. Die technische Darstellung ist allerdings streckenweise wirklich sehr unrealistisch. Dazu müsste man als Nutzer eines solchen Systems schon sehr, sehr blauäugig sein. Außerdem geht es eher nebensächlich um das Smart Home System und die zugehörige App.
Obwohl ich den Schreibstil als flüssig empfand, ist die Darstellung der Charaktere eher flach. Sprunghafte Änderungen des Verhaltens konnte ich mir auch durch die Story selbst nicht erklären. Aber auch die Zufälle, die die unterschiedlichen Protagonisten hier überhaupt zusammengeführt haben, wirken für mich sehr konstruiert. Dies betrifft auch die Ermittlungen der Polizei, die in Summe sehr unbeholfen wirken. Ich hoffe wirklich, dass das im wahren Leben anders vonstatten ginge ;)
Außerdem war die eigentliche Story für mich zu vorhersehbar. Das zugrundeliegende Thema hat man bereits sehr früh im Buch erahnt und die Auflösung kam daher leider nicht mit einer überraschenden Wendung daher.
Obwohl ich die Ansichten des Autors teile, dass die im Buch angesprochenen Themen wirklich wichtig sind und mehr Aufmerksamkeit erfahren sollten, ist dies hier leider nicht optimal gelöst. Das finde ich persönlich wirklich schade.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere