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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2019

Große Klasse!

Der Schriftsteller
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Ein wunderbarer Kurzkrimi für Zwischendurch.

Es geht um den 32-jährigen Schriftsteller Eric aus Hamburg, der sich zu seiner Großmutter in die Berge zurückgezogen hat, um dort besser schreiben zu können. ...

Ein wunderbarer Kurzkrimi für Zwischendurch.

Es geht um den 32-jährigen Schriftsteller Eric aus Hamburg, der sich zu seiner Großmutter in die Berge zurückgezogen hat, um dort besser schreiben zu können. Die gute Oma hat zwar weder Internet noch Telefon, doch sie ist nicht so einfach gestrickt, wie ihr Dialekt vermuten lässt.
Eine gelungene Geschichte mit einer überraschenden Wendung. Kaum zu glauben, dass die Autorin erst 16 ist, sie hat einen gut ausgearbeiteten Schreibstil!

Veröffentlicht am 03.11.2019

Folge 2, in der es mehr um Krimi geht als in Folge 1

Tee? Kaffee? Mord! - Folge 02
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Die 2. Folge der Reihe um Nathalie Ames beginnt mit einer Szene, auf die gegen Auflösung des Falles wieder angespielt wird. Dieser künstlerische Effekt hat mir gut gefallen. In dieser Folge gibt es ein ...

Die 2. Folge der Reihe um Nathalie Ames beginnt mit einer Szene, auf die gegen Auflösung des Falles wieder angespielt wird. Dieser künstlerische Effekt hat mir gut gefallen. In dieser Folge gibt es ein paar Überraschungsmomente, die den Fall interessanter machen. Aber ich möchte nicht spoilern.

Nathalies Lieblingsautor Ian O'Shelley wird ermordet. Während sie und Lousie ermitteln, finden sie so einiges über ihn heraus, das Nathalies Meinung über ihn eventuell verändert. Der Täter ist jemand, den man nicht auf dem Schirm hatte.

In dieser Folge spitzen sich Nathalies Beziehungsprobleme zu. Auf der Suche nach Krimi-Hörbüchern war ich auf ein günstiges Set mit 5 Folgen dieser Serie gestoßen. Ich wusste da noch nicht, dass sich diese Serie eher an Frauen richtet, sondern bin von einem ganz normalen Krimi ausgegangen (ja, ok, das Cover hätte ein Hinweis sein können ).
Wie andere Hörer_innen hier auch, höre ich die Folgen eher nebenbei und zum Einschlafen.
Die Beziehungsprobleme stören mich ein bisschen, mir gefallen die Ermittlungen deutlich besser. Die Autorin schreibt allerdings meiner Auffassung nach authentisch und Vera Teltz ist eine wunderbare Vorleserin dieser Geschichte, sodass ich mir gut vorstellen kann, dass manch einer auch mit den Beziehungsteilen von dieser Folge und Serie gut unterhalten ist.

Vier Sterne, weil ich es im Großen und ganzen gut umgesetzt finde, es aber eben nicht mein Genre ist und ich es lieber weniger seicht habe.

Veröffentlicht am 03.11.2019

Ich konnte den Reader kaum aus der Hand legen

Größenwahn
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Die Leseprobe dieses Buches hat mich sofort gepackt!Sofort musste ich wissen, wie es weitergeht, und habe mir das Ebook gekauft.

Jack Reacher ist zur falschen Zeit am falschen Ort und wird verdächtigt, ...

Die Leseprobe dieses Buches hat mich sofort gepackt!Sofort musste ich wissen, wie es weitergeht, und habe mir das Ebook gekauft.

Jack Reacher ist zur falschen Zeit am falschen Ort und wird verdächtigt, einen Mord begangen zu haben. Wenn man bisher weder ein Reacher-Buch gelesen, noch einen Reacher-Film gesehen hat, bleibt lange unklar, ob Reacher wirklich zu den Guten gehört, wie er sagt.
Das Buch erzählt aus der Ich-Perspektive aus Reachers Sicht. Er ist in der Army aufgewachsen und wurde mit einer großzügigen Abfindung gesegnet entlassen, weil die Army Stellen kürzt und ihn nicht mehr als Militärpolizist halten möchte. Da er kein Leben außerhalb der Army kennt, zieht er erstmal ruhelos durch die USA - bis er unschuldig festgenommen wird.

Als er in seiner Zelle sitzt, gesellt sich ein spießiger Bänker zu ihm, der behauptet, den Mord begangen zu haben. Jedoch weiß er keine Details, die der Mörder kennen müsste und er ist ganz öffensichtlich einer dieser Typen, die keinesfalls dazu in der Lage wären, jemanden zu töten.

Reacher ist ein analytischer Kopf, das behauptet Lee Child nicht nur, sondern er belegt es auch durch seine analytische, fasziniernde Erzählweise. Ganz unaufgeregt, aber doch spannend erzählt er, wie Reacher aus der Nummer wieder herauskommt und wie er dazu beiträgt, den Fall aufzuklären.
Die kleine Stadt, in der er gestrandet war, ist nämlich nicht annährend so brav und bieder, wie sie scheint, denn sie steckt tief in kriminellen Machenschaften!

Reacher hält sich anfangs für jemanden, der alles weitestgehend nüchtern betrachtet und der aufgrund seines Lebens beim Militär auch gar nicht mehr emotional und aufgeregt sein kann. Doch in diesem Buch macht er eine Entwicklung durch, welche sich auch in der Erzählweise wiederspiegelt, die an Fahrt und Emotion aufnimmt.

Großartiger Roman, wunderbare Erzählweise und spannender Fall!

Ganz sicher werde ich diese Reihe weiterlesen!

Veröffentlicht am 03.11.2019

Gemütlich und unterhaltsam, hervorragend gelesen

Tee? Kaffee? Mord! - Folge 01
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Nathalie erbt überraschend den Pub und das Hotel ihrer Tante auf dem Land. Sie ist Krimifan und selbst ein analytischer Kopf. Aufgrund der Geschichte des Anwesens bzw. der Vorgängerin ihrer Tante und der ...

Nathalie erbt überraschend den Pub und das Hotel ihrer Tante auf dem Land. Sie ist Krimifan und selbst ein analytischer Kopf. Aufgrund der Geschichte des Anwesens bzw. der Vorgängerin ihrer Tante und der aufgeweckten älterin Köchin Louise stolpert sie so bereits bei Antritt ihres Erbes in einen Fall, der schon seit Jahren im Gange ist, aber niemanden mehr zu interessieren scheint.

Die Sprecherin Vera Teltz ist hervorragend, es macht sehr viel Spaß, ihr zuzuhören. Jede erwähnte emotionale Regung bringt sie anschaulich (oder anhörlich? ) mit ihrer Stimme rüber. Ihre Stimme passt auch sehr gut zur Protagonistin Nathalie Ames. Englische Namen und Ausdrücke spricht sie souverän richtig aus. Großartig!

Die erste Folge dieser Reihe ist sehr günstig zu haben und das Geld sicherlich auch wert.

Allerdings war es nicht ganz das, was ich erwartet hatte. In dieser ersten Folge geht es sehr lange um die Erbschaft, wie sich Nathalie einfindet und sich Gedanken darüber macht, das Erbe anzunehmen oder nicht, und um die Beziehung zu ihrem Freund. Die Überlegungen und Sorgen sind realistisch dargestellt, doch kommt der Kriminalfall dadurch zu kurz, wenn man sich auf einen Krimi gefreut hat.

In der zweiten Folge, in der einige Dinge in Nathalies Leben dann schon klarer sind, geht es zwar immer noch um Beziehungsprobleme, aber der Fall bekommt deutlich mehr Raum.

Die Story trifft leider nicht ganz meinen Geschmack, allerdings liegt ihr ein gutes Skript zugrunde und sie wird wunderbar gelesen. Ich gebe nur deshalb nur 3,5 Sterne, weil mir die 2. Folge besser gefallen hat, aber es eben nicht ganz so mein Fall ist.

Veröffentlicht am 26.10.2019

Gut, gegen Ende sehr gut

Erebos
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In der Schule werden kleine, quadratische, flache Päckchen verschenkt und Leute, die involviert sind, werden immer komischer. So auch Nicks Freund Collin. Daher möchte Nick unbedingt herausfinden, was ...

In der Schule werden kleine, quadratische, flache Päckchen verschenkt und Leute, die involviert sind, werden immer komischer. So auch Nicks Freund Collin. Daher möchte Nick unbedingt herausfinden, was es damit auf sich hat. Was er letztendlich herausfindet, hätte er sich nicht ausdenken können.

Der Teil, in dem Nick noch keine Ahnung hat, zieht sich meiner Meinung nach ein wenig zu lang. Man erreicht den Punkt, an dem man sich denkt, "jaa, Frau Poznaski, ich habe verstanden, dass Nick es herausfinden will".
Trotzalledem ist der Schreibstil aber angenehm und die Ungelduld, bis es endlich so richtig los geht, ist noch so in Zaum zu halten, dass es nicht nervt.

Endlich bekommt Nick auch so eine DVD und taucht in das Spiel Erebos ein. Am Anfang ist er Feuer und Flamme, doch dann stellt das Spiel Forderungen, denen er nicht nachkommen möchte - im Gegensatz zu Schulkollegen mit weniger Skrupel.

Es ist viel beschrieben, was Nick im Spiel so erlebt. Auch diese Teile waren mir fast ein bisschen zu lang. Trotzdem empfand ich das Buch als gut und unterhaltsam.

Im letzten Drittel wird es dann richtig spannend. Alles spitzt sich zu und Nick und sein "Ermittlungsteam" erfahren, was es mit dem Spiel wirklich auf sich hat.
Ich muss sagen, mir hat die Auflösung sehr gut gefallen, ich hatte etwas schwächeres erwartet, insofern bin ich angetan.

Was sehr interessant ist: An verschiedenen Stellen im Buch tauchen ohne deutlichen Zusammenhang düstere Texte aus Ich-Perspektive auf, obwohl das Buch sonst aus der Perspektive der 3. Person erzählt. Diese Einschübe sind sehr literarisch und kunstvoll und regen zum Nachdenken an.

Negativ: Ich habe die TB-Ausgabe der 14. Auflage 2019 und da fehlt etwas.
Auf der einen Seite endet ein Satz ganz normal, keine direkte Rede.
Doch die nächste Seite beginnt mitten in einer direkten Rede, ohne Anführungszeichen vorne, nur hinten, und die Seite beginnt mitten in einem Satz.
So habe ich das Gefühl, etwas verpasst zu haben, was ich sehr schade finde.

Erebos ist aus dem Jahr 2010, Poznanski erklärte damals auf Nachfragen, ob es zu einer Fortsetzung käme, dass für sie die Geschichte abgeschlossen sei, da das Rätsel um Erebos gelöst sei.
In den letzten 9 Jahren hat sich die Technik allerdings so sehr weiterentwickelt, dass es genug Stoff für Poznaski gab, doch noch einen zweiten Teil zu verfassen, der diesen Sommer (2019) veröffentlicht wurde.
Erebos 2 habe ich noch nicht gelesen, werde das aber definitiv tun. Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen, und es hat definitiv mehr Anspruch und vermittelt mehr Werte als so manch anderes Jugendbuch. Es greift auch den Konflikt auf, in dem viele Jugendliche stecken: Was ist wichtiger, die Welt online oder offline?