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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2020

Gutes Buch aus dem New Adult Bereich

Feeling Close to You
5

Teagan lebt fürs Streamen, wenn sie am PC sitzt und spielt. Nur dann hat sie das Gefühl, wirklich das zu tun, was sie machen will. Aus diesem Grund will sie nach der Schule unbedingt Game Design studieren. ...

Teagan lebt fürs Streamen, wenn sie am PC sitzt und spielt. Nur dann hat sie das Gefühl, wirklich das zu tun, was sie machen will. Aus diesem Grund will sie nach der Schule unbedingt Game Design studieren. Doch ihr Vater hat andere Pläne mit ihr… Parker ist ein bekannter Gamer, der eine riesige Gemeinschaft an Followern hat, die ihm beim Spielen am PC zusehen. Eines Tages begegnen sich die beiden bei einem gemeinsamen Spiel und nach und nach entwickelt sich aus dem gemeinsamen Spielen noch so viel mehr…

Bianca Iosivoni hat mit „Feeling close to you” einen New Adult Roman geschrieben, der aus der Masse der Bücher in diesem Bereich positiv herausragt. Das Buch ist zum Großteil kurzweilig und humorvoll geschrieben. Das gelingt ihr zum einen durch die Kommunikation von Teagan und Parker über Chats und SMS/Whatsapp. Hier wird mit Emojis und Frotzeleien der beiden Schreiber gearbeitet. Die Chatkommunikation wirkt genauso, wie wir sie auch führen könnten. Zum anderen entwirft sie viele tolle Figuren, die mir als Leserin schnell ans Herz wachsen. Neben einer starken Hauptdarstellerin in Form von Teagan und einem sehr liebenswerten Gegenpart namens Parker, hat sie eine WG geschaffen, in der jede einzelne Person so ist, dass die Leserin sich unbedingt eine eigenen Geschichte zu jeder dieser Personen wünscht. Das Lesen macht über weite Teile des Buches einfach sehr viel Spaß.

Erst im letzten Drittel des Buches verliert sich diese Freude und Leichtigkeit ein wenig. Die Autorin baut einen für dieses Genre üblichen Konflikt ein. Diesen hätte es für meinen Lesegenuss nicht gebraucht. Im Gegenteil, er hat dem Buch viel von seiner Leichtigkeit und Schönheit genommen.

Nichts desto Trotz sticht dieses Buch positiv aus den vielen Büchern, die jedes Jahr im Genre der Liebesromane erscheinen, heraus und ist sehr lesenswert.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 01.09.2019

Das Buch ist ein Highlight, obwohl es grausam ist

Die Quellen von Malun - Blutgöttin
3

Daniela Winterfeld hat in Blutgöttin – Die Quellen von Malun eine umfangreiche, vielschichtige und detailreiche Welt erschaffen. Diese Welt ist sehr grausam und gewalttätig. In ihr zu Leben ist für fast ...

Daniela Winterfeld hat in Blutgöttin – Die Quellen von Malun eine umfangreiche, vielschichtige und detailreiche Welt erschaffen. Diese Welt ist sehr grausam und gewalttätig. In ihr zu Leben ist für fast alle Beteiligten ein gefährliches Unterfangen.

Im Mittelpunkt der Erzählung stehen im ersten Band von Die Quellen von Malun vier Personen. Da ist die Sklavin Alia, die in einer Sklavenkolonie arbeitet. Dem Offizier Dorgen und seinem Freund, dem Soldaten Tailin, begegnen wir zum ersten Mal in einem Heerlager für sapionische Krieger. Schließlich ist da noch Feyla, die Tochter eines der höchsten Politiker des Landes.

Die Autorin nutzt die ersten Kapitel, um diese Figuren ausführlich einzuführen. Dadurch sind diese Kapitel sehr lang. Als Leserin bekomme ich so ein Gefühl für die einzelnen Personen. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen, denn ich konnte mich mit jedem Charakter vertraut machen und mich auf ihn einstellen. Genau das fehlt mir durch häufige Perspektivwechsel in anderen Büchern oft.

Daniela Winterfeld erzählt in Blutgöttin eine sehr spannende Geschichte, die sich nach und nach immer mehr aufbaut und nicht vorhersehbar ist. Sie spielt gekonnt mit unseren Erwartungen, erfüllt diese jedoch so gut wie nie. Das Buch besteht aus sehr vielen guten Einfällen und spannenden Wendungen, die die Geschichte immer wieder in Richtungen vorantreiben, die ich nicht vorhergesehen habe. Das führte dazu, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen konnte, weil ich wissen wollte, was als nächstes passiert.

Meine Lieblingsfiguren in dem Buch sind riesige Katzen, genannt Pamusch. Diese kämpfen mit ihren Kriegern gegen die Armee der Sapioner. Immer wieder habe ich die Seiten herbeigesehnt, auf denen ich noch mehr über diese außergewöhnlichen Tiere und ihre Pamelikrieger erfahre.

Zu Beginn haderte ich mit der grausamen Welt, die Daniela Winterfeld zeichnet, da diese unter ethischen und moralischen Gesichtspunkten nicht astrein ist. Doch ich fand es gut, dass die Autorin mich aus meiner Komfortzone herausgeholt hat und mich mit der ganzen Brandbreite von Problemen konfrontiert hat, mit denen ihre Figuren zu kämpfen haben. Die Blutgöttin ist zwar ein Fantasyroman, doch die Probleme dieser brutalen und grausamen Welt, die hier angesprochen werden, sind Probleme, unter denen noch viele Menschen auf unserer Erde zu leiden haben. Da wären Vergewaltigung, Verfolgung aufgrund von Homosexualität, Kinderehe, Leben im Harem, Versklavung uvm. Mich hat die Darstellung sehr zum Nachdenken angeregt.

Fazit:
Das Buch Blutgöttin ist trotz der Grausamkeiten und Gewalt unglaublich spannend, da die Autorin über eine sprudelnde Fantasie verfügt und der Verlauf der Geschichte nicht vorhersehbar ist. Ich kann es kaum erwarten, dass endlich Ende Februar ist und der zweite Band erscheint.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Fantasie
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 28.04.2020

Wieder ein spannender Fall für Pia Korritki

Ostseegruft
2

Eine Schulfreundin von Pia Korittki ist überraschend gestorben. Auf der Beisetzung stellt sich plötzlich ein unbekannter Mann ans Grab und behauptet, dass der Tod von Kirsten Welling kein Unfall war, wie ...

Eine Schulfreundin von Pia Korittki ist überraschend gestorben. Auf der Beisetzung stellt sich plötzlich ein unbekannter Mann ans Grab und behauptet, dass der Tod von Kirsten Welling kein Unfall war, wie bisher angenommen. Sofort ist Pias Neugierde geweckt und sie überredet ihren Chef, dass sie dem Verdacht nachgehen darf…

Eva Almstädt startet den Krimi „Ostseegruft“ eher gemächlich. Pia Korittki hat zwei Tage Zeit von ihrem Chef bekommen, um zu beweisen, dass der Tod ihrer alten Schulfreundin Kirsten Welling kein Unfalltod, sondern ein Mord war. Dafür taucht Pia tief ins Lebensumfeld von Kirsten ein und befragt die Familie und Personen aus dem Dorf, in dem die Tote zuletzt gelebt hat, ausführlich. Dabei werden die einzelnen Personen des Buches detailliert eingeführt und in Stellung zueinander gebracht. Dem Leser werden die Lebensumstände von Kirsten nahegebracht, sodass ich mich als Leserin in das Setting des Buches einfühlen kann. Schnell konnte ich die ersten Verdächtigen ausmachen.

Und natürlich kommt auch das Privatleben von Pia nicht zu kurz. Viele Pia-Fans interessiert wahrscheinlich brennend, wann ein neuer Mann in ihr Leben tritt und wer das sein wird. Genau hiermit spielt die Autorin gekonnt. Ihr Sohn sorgt zudem immer wieder für stressige aber auch für schöne Momente im Leben der alleinerziehenden Mutter.

Eine Stärke der Autorin ist in meinen Augen, wie sie die Handlung vorantreibt. Nachdem die Personen eingeführt sind, fängt das Ermittlerteam mit Befragungen an. Dabei kommen immer neue Erkenntnisse ans Licht und der Kreis der Verdächtigen steigt stetig. Die Leserin wird immer tiefer in die Geschichte hineingesogen. Das habe ich als sehr kurzweilig und spannend empfunden. Außerdem taucht man als Leser/in immer tiefer in die Handlung ein, ohne es wirklich wahrzunehmen.

Dazu kommt, dass das Geschehen immer wieder durch humorvolle Sätze und Episoden aufgelockert wird. Das führt manches Mal zum Schmunzeln oder auch mal zum lauten Auflachen.

Der Tod von Kirsten wird zudem spannend mit einem älteren Fall verknüpft. Das macht die Geschichte vielschichtiger und auch interessanter. Irgendwann im Laufe des Romans bin ich an den Punkt gelangt, an dem ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, weil ich einfach wissen wollte, was genau passiert ist und wie alles miteinander zusammenhängt.

Schön ist auch, dass die Ermittlungen nicht nach Schema F verlaufen, sondern immer wieder andere Methoden zur Anwendung kommen. Dadurch bleibt das Buch bis zum Ende spannend.

Fazit: Nach der sehr ausführlichen Einführung der Figuren und des Settings am Anfang, nimmt das Buch immer mehr an Fahrt auf und bleibt bis zum Schluss spannend. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall und auch auf die weiteren Geschehnisse in Pias Privatleben.

  • Cover
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Geschichte
  • Figuren
Veröffentlicht am 13.10.2019

Was für eine Enttäuschung

Cinder & Ella
2

Cinder aka Brian und Ella sind seit einer Woche Hollywoods Traumpaar, wenn wir ihnen in diesem Buch wiederbegegnen. Ella muss sich erst einmal daran gewöhnen, was es heißt ein „Promi“ zu sein. Und Brian ...

Cinder aka Brian und Ella sind seit einer Woche Hollywoods Traumpaar, wenn wir ihnen in diesem Buch wiederbegegnen. Ella muss sich erst einmal daran gewöhnen, was es heißt ein „Promi“ zu sein. Und Brian muss ich daran gewöhnen, was es heißt mit Ella zusammen zu sein. Denn Ella ist auf der einen Seite eine eigensinnige junge Frau und auf der anderen Seite so scheu wie ein Reh.

Ich habe mich so sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Wann habe ich als Leserin schon einmal die Gelegenheit zu erfahren, wie es nach dem Happy End weitergeht. Und dann auch noch bei solch einem Traumpaar wie Cinder und Ella! Und hier liegt vielleicht auch schon ein Teil des Problems, das ich beim Lesen hatte. Der erste Band über die beiden war sehr gut und hat deshalb extrem hohe Erwartungen in mir geweckt. Ich hatte schon ganz genaue Vorstellungen davon, was mich in Band 2 erwartet. An diesen Vorstellungen und meinen Erwartungen konnte Kelly Oram vielleicht nur scheitern.

Der zweite Teil von Cinder & Ella liest sich wie eine Seifenoper. Wiederholt hatte ich den Eindruck Mitten in „Reich und schön“ gestrandet zu sein. Über weite Teile sind wir ganz nah am Geschehen dran und die Zeit vergeht kaum. Dabei geschieht auf der einen Seite nicht viel, doch jedes Ereignis wächst sich zu einem wahren Drama aus, wie bei jeder beliebigen Soap Opera.

Dazu kommt dann noch, dass das Buch über seine gesamte Länge um drei Themen kreist: Schönheit, Sex und was es heißt, prominent zu sein. Das hat mich schnell gelangweilt und genervt. Zum einen war mir die ewige Diskussion um diese drei Themen viel zu oberflächlich und zum anderen hatte ich auch den Eindruck, mich hier mit weltfremden Pseudodiskussionen auseinandersetzen zu müssen. Denn die drei Bereiche hat Kelly Oram nach meinem Empfinden völlig lebensfern aufgezogen. Sie halten nicht einen Moment der Realität stand, wie ich diese erlebe. Und ich konnte mir das Buch auch nicht als Märchen schön reden.

Meiner Ansicht nach hat die Autorin eine große Chance vertan, uns daran teilhaben zu lassen, was nach dem Happy End passiert! Diese Fortsetzung lohnt sich nach meinem Dafürhalten nicht und ist verschwendete Lesezeit.

  • Cover
  • Geschichte
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Gefühl
Veröffentlicht am 09.05.2020

Hatte das Potential, mein neues Lieblingsbuch zu werden

Crazy in Love
1

Sasha geht für ein Jahr von Kalifornien nach Boston, um bei der Familie ihres Vaters zu leben. Hier will sie an einer Eliteschule ihren Abschluss machen, um danach, so hofft sie, in Yale Medizin studieren ...

Sasha geht für ein Jahr von Kalifornien nach Boston, um bei der Familie ihres Vaters zu leben. Hier will sie an einer Eliteschule ihren Abschluss machen, um danach, so hofft sie, in Yale Medizin studieren zu können…

Von Anfang an war ich völlig hin und weg von Sasha und habe mich ihr sofort verbunden gefühlt. Die Umstellung von einer lockeren Hippieumgebung auf eine konservative, verstockte und elitäre Umgebung, hat die Autorin Emma Winter mir als Leserin sehr gut vermittelt. Dazu kommt, dass Sasha unglaublich sympathisch wirkt. Sie ist süß, stark, verunsichert, zielstrebig und lässt sich nicht unterkriegen.
In der ersten Auflage habe ich die vielen Rechtschreib- aber auch den einen oder anderen Sinnfehler als sehr störend empfunden. Das nimmt mir den Lesefluss und es ist mir nur deshalb gelungen, in der Geschichte zu bleiben und nicht ins Korrekturlesen zu verfallen, weil ich das Buch „Crazy in Love“ so geliebt habe.

Ein wenig bedenklich an dem Roman finde ich den Umgang mit Alkohol. Die männlichen Teenager trinken zu allen Tageszeiten und vielen Gelegenheiten, besonders gerne in Krisensituationen, harte Drinks. Das erinnerte mich ein wenig an die Serie „Dallas“ aus den 80er Jahren. Ich hoffe doch, dass dieses Verhalten heute nicht mehr üblich und zeitgemäß ist. Denn in meiner Vorstellung ist dies der beste Einstieg, um in 20 oder 30 Jahren als Alkoholiker zu enden.

Die Verliebtheit von Sasha und Ben hat Emma Winter sehr gut eingefangen. Gerade Sashas Höhen und Tiefen in der Liebe habe ich mit ihr durchlebt. Dabei litt ich mit ihr und spürte das Glück mit ihr. Gerade, um die Probleme nachvollziehen zu können, war es sehr gut, dass die Geschichte sowohl aus Sashas als auch aus Bens Sicht geschildert wurde. Dadurch ist auch Bens Verhalten für mich verständlich bzw. nachvollziehbar geworden. Ohne Kenntnisse seines Lebens und seiner Gefühlswelt, hätte ich seine Reaktionen bestimmt oft verteufelt und ihn verdammt. Die meiste Zeit erleben wir das Geschehen aus Sashas Sicht. Oft habe ich mir gewünscht, dass Ben häufiger zu Wort kommt und ich endlich erfahre, was er zu der Situation denkt, wie er alles erlebt, was er fühlt.

Das Ende hat mich leider etwas enttäuscht. Nach Dreiviertel des Buches habe ich mich schon gefragt, wie die Geschichte so zu Ende erzählt werden kann, dass ich mit dem Ende zufrieden und glücklich bin. Es gab noch so viele lose Fäden, dass ich mir das nicht habe vorstellen können. Auf den Gedanken, dass die Story um Sasha und Ben in einem zweiten Buch weitergeht, bin ich gar nicht gekommen. Vielmehr hatte ich mir schon Gedanken darüber gemacht, von wem das zweite und dann das dritte Buch handelt. Generell finde ich es sogar schön, dass es weiterhin um Sasha und Ben gehen wird.

Ich frage mich jedoch, wie viel Drama verträgt diese Beziehung noch, damit ich sie weiterhin als schön und romantisch empfinde und sie nicht völlig desillusionierend auf mich wirkt. Auf der einen Seite freue ich mich schon sehr auf Teil 2, auf der anderen habe ich ein wenig Sorge, dass mir die Liebesbeziehung der beiden zu anstrengend wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere