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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2020

Toller Abschlussband

Ein Augenblick für immer. Das dritte Buch der Lügenwahrheit, Band 3
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Mit ihrer gemeinsamen Nacht haben Blake und June den Familienfluch ausgelöst. Der Fluch besagt, dass Blake durch die Hand seines Bruders Preston sterben wird. June und ihre Freunde versuchen nun alles, ...

Mit ihrer gemeinsamen Nacht haben Blake und June den Familienfluch ausgelöst. Der Fluch besagt, dass Blake durch die Hand seines Bruders Preston sterben wird. June und ihre Freunde versuchen nun alles, um den Fluch zu stoppen…

Ganz schnell war ich als Leserin wieder Mitten in der Geschichte von June, Blake und Preston. Die beiden Autorinnen, die unter dem Pseudonym Rose Snow schreiben, haben mich sofort wieder für June eingenommen. Und auch Preston konnte mein Herz schnell immer weiter erobern. Lediglich Blake verlor im Laufe des Buches immer mehr von seinem Glanz und irgendwann war ich mir ziemlich sicher, dass er Junes Herz gar nicht verdient hat.

In „Ein Augenblick für immer – Das dritte Buch der Lügenwahrheit“ erwarten die Leser/innen wieder einige überraschende Wendungen, liebevolle Figuren und eine gute Prise Humor, die für Leichtigkeit in der Geschichte sorgt. Das eine oder andere Geheimnis taucht auch auf und wird im Laufe der Story gelüftet. Es gibt viele spannende Szenen, die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Den beiden Autorinnen ist es zudem gelungen, mich mit der Richtung, die das Buch genommen hat, aufs Glatteis zu führen. Der Clou ist gelungen und hat das Ende aufgewertet. Das Finale war jedoch für meinen Geschmack etwas übertrieben. Auch ohne den Hokus Pokus, der mich an Hollywood-Filme erinnert hat, hätte mir die Auflösung gut gefallen.

Alles in allem war „Ein Augenblick für immer“ eine tolle Romantic-Fantasy-Trilogie und der dritte Teil wird bestimmt nicht das letzte Buch gewesen sein, das ich von den beiden Autorinnen lesen werde.

  • Cover
Veröffentlicht am 29.05.2020

Nicht das beste Buch von Piper Rayne

Lessons from a One-Night-Stand
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Austin verbringt einen fantastischen One-Night-Stand mit einer Frau. Kurze Zeit später muss er feststellen, dass Holly, die Frau von Samstagnacht, seine neue Chefin ist. Was anfangs für beide wie eine ...

Austin verbringt einen fantastischen One-Night-Stand mit einer Frau. Kurze Zeit später muss er feststellen, dass Holly, die Frau von Samstagnacht, seine neue Chefin ist. Was anfangs für beide wie eine Katastrophe aussieht, entwickelt sich schnell zu etwas ganz Anderem…

Bisher war ich von den Büchern von Piper Rayne stets begeistert. Bei „Lessons from a One-Night-Stand“ ging es mir anders. Sowohl Austin als auch Holly waren mir nicht sonderlich sympathisch. Bei beiden lag es an den Kommentaren, die sie in Gedanken abgaben. Austin wirkte dadurch wie ein selbstverliebter Gockel und Holly wie eine hormongesteuerte Dummbirne.

Mit der Zeit lernte ich als Leserin Austins Leben und seine Geschichte immer besser kennen. Dadurch konnte ich ihn nach und nach besser leiden. Holly bekommt im Buch auch ihre eigene Geschichte und wird als toughe Schulleiterin dargestellt. Trotzdem war sie nicht mein Fall. Vor allem trinkt sie zu viel Alkohol. Das ist ihr Merkmal, das sich am stärksten bei mir eingeprägt hat.

Schnell dachte ich, ich weiß, worauf die Geschichte hinausläuft, nämlich ein Mann und eine Frau, die sich nur sexuell miteinander vergnügen wollen und sich schließlich doch ineinander verlieben, sich dies jedoch bis zum Ende des Buches nicht eingestehen. In der Hinsicht hat mich das Buch überrascht. Es gibt mehrere Wendungen der Geschichte, mit denen ich nicht gerechnet habe.

Doch leider bleibt die ganze Geschichte sehr oberflächlich. Sowohl fehlt es den Figuren an Tiefgang als auch der Handlung an Substanz. Das ist sehr schade. Die Großfamilie, zu der Austin gehört, bietet sich geradezu an für eine Serie über jede einzelne Person und wie er oder sie den perfekten Partner fürs Leben findet. Das Städtchen Lake Starlight in Alaska wird sehr liebenswert gezeichnet. Ich konnte es mir sehr gut vorstellen. Doch zu einer Serie, die mein Herz erobert, gehört mehr Tiefe und Emotionen. So werde ich das Gelesene leider schnell wieder vergessen haben, da es mich nicht berühren konnte.

Veröffentlicht am 25.05.2020

Es war schön, wieder nach Raverra und Vaskandar zu reisen

Sturmschwingen
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Die Freundschaft zwischen der Falknerin Amalia und der Falkin Zaira wächst. Und das ist dringend notwendig, denn sie müssen verhindern, dass Ruven und die mit ihm verbündeten Herrscher aus Vaskandar das ...

Die Freundschaft zwischen der Falknerin Amalia und der Falkin Zaira wächst. Und das ist dringend notwendig, denn sie müssen verhindern, dass Ruven und die mit ihm verbündeten Herrscher aus Vaskandar das Imperium angreifen.

Sofort war ich wieder angekommen in der Welt von Amalia und Zaira. Hat mich Teil 1 „Flammenflug“ zu Beginn atmosphärisch stark an ein vergangenes Venedig erinnert, so ist davon in Teil 2 „Sturmschwingen“ nichts mehr zu spüren. Melissa Caruso schafft es immer mehr, eine ganz eigene Welt vor meinen Augen erstehen zu lassen. Die Welt ist schön und grausam zugleich. Voller Ränkespiele und Intrigen, doch auch voller Liebe und Freundschaft. Die beiden Hauptfiguren Zaira und Amalia sind mir mit ihrer Stärke und Freundschaft immer mehr ans Herz gewachsen. Auch, wie sich die eine wider ihren eigenen Willen verliebt und die andere ihr Herz hinter das Wohl des Landes stellt und dabei vielleicht doch die Liebe findet, ist sehr schön herausgearbeitet.

Doch obwohl ich mich auf dieses Abenteuer gefreut habe, die dargestellte Welt spannend finde und mir die Figuren sehr ans Herz gewachsen sind, war es zeitweise nicht ganz einfach, voranzukommen. Zu sehr arbeitet die Autorin militärische Strategien aus, zu ausufernd schildert sie zum Teil die oder höfische Etikette. Das hat dem Buch unnötige Längen beschert und den Lesefluss gebremst. Schade, denn „Sturmschwingen“ ist auf der anderen Seite durch die Aneinanderreihung von sich überschlagenden Ereignissen abwechslungsreich und durch unvorhergesehene Wendungen auch immer wieder sehr fesselnd.

Am Ende des Buches hat mir dennoch besonders gut gefallen, dass es sehr gut möglich erscheint, dass wir als Leser/innen weitere Abenteuer mit der Falkin Zaira und der Falknerin Amalia im Kampf gegen Vaskander zu lesen bekommen. Mich würde es sehr freuen. Und vielleicht lernt die Autorin mit der Zeit, langatmige Schilderungen zu straffen und dadurch die Spannung zu steigern.

Veröffentlicht am 18.05.2020

Durchschnittlicher amerikanischer Thriller

Belladonna
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In Heartsdale, Grant County wird eine junge Frau brutal vergewaltigt und ermordet. Gefunden wird sie von der Gerichtsmedizinerin Dr. Sara Linton. Als Saras Exmann Jeffrey Tolliver die Ermittlungen übernimmt, ...

In Heartsdale, Grant County wird eine junge Frau brutal vergewaltigt und ermordet. Gefunden wird sie von der Gerichtsmedizinerin Dr. Sara Linton. Als Saras Exmann Jeffrey Tolliver die Ermittlungen übernimmt, muss er nicht nur einen Vergewaltiger und Mörder suchen. Er hat auch mit dem immer noch starken Rassismus in dem kleinen Ort zu kämpfen, indem sofort ein Farbiger als Hauptverdächtiger schikaniert wird…

Der 2001 in Amerika erschiene erste Teil um die Gerichtsmedizinerin Dr. Sara Linton und ihren Exmann Jeffrey Tolliver ist 2003 zum ersten Mal auf Deutsch erschienen und der Debütroman von Karin Slaughter.

Die Atmosphäre des Buches lebt sehr von dem Lokalkolorit des kleinen Ortes Heartsdale, Grant County. Karin Slaughter führt sowohl die beiden Hauptcharaktere als auch einige weitere Figuren sowie den Ort und die Südstaatenatmosphäre ausführlich ein. Diese Einführung habe ich als langatmig empfunden, denn es dauert sehr lange bis die Ermittlungen endlich starten.

Relativ zu Beginn schildert die Autorin den Tod und die Tat an dem ersten Opfer, Sybil Adams, sehr ausführlich. Dabei hat sie sich ein paar sehr geschmacklose Details einfallen lassen bei der Tat, die an Sybil Adams verübt worden ist. Nach meiner Ansicht sollte es ethische Grenzen geben, welche Schilderungen von Gräueltaten in Romanen nicht mehr annehmbar sind. Ähnlich übel fand ich die ausführliche Schilderung einer Vergewaltigung im weiteren Verlauf des Buches. Die Verherrlichung fand ich ebenfalls äußerst geschmacklos.

Den Täter hatte ich sehr schnell ermittelt und fand ihn passend. Seine Motive entsprechen gängigen amerikanischen Thrillern. Der Showdown gegen Ende des Buches war wieder ausführlich und meiner Ansicht nach langatmig angelegt.

Die Sprecherin des Hörbuchs, Nina Petri, fand ich sehr gut besetzt. Sie reiht sich harmonisch in die Reihe der Sprecherinnen der Hörbücher von Kathy Reichs und Patricia Cornwell ein.

Alles in allem ist „Belladonna“ ein durchschnittlicher amerikanischer Thriller mit sympathischen Hauptpersonen. Allerdings ist mir nicht ganz klar, warum dieses Buch 2003 so einen Hype um die Autorin ausgelöst hat. Meiner Ansicht nach gibt es bessere Thrillerserien mit einer Gerichtsmedizinerin im Mittelpunkt der Handlung.

Veröffentlicht am 17.05.2020

Ein Schreibstil, der Harmonie verströmt

Über dem Meer tanzt das Licht
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Maria lebt mit ihrer Patchwork-Familie auf Norderney. Alles scheint in bester Ordnung zu sein. Doch eines Tages bricht ihr Lebensgefährte Simon eines Tages mit der gemeinsamen Tochter Hannah zu einem Trip ...

Maria lebt mit ihrer Patchwork-Familie auf Norderney. Alles scheint in bester Ordnung zu sein. Doch eines Tages bricht ihr Lebensgefährte Simon eines Tages mit der gemeinsamen Tochter Hannah zu einem Trip durch mehrere Länder auf...

Es ist nicht immer alles harmonisch in Marias Leben. Ihre elfjährige Tochter beginnt zu pubertieren, sie selber muss sich mit Finanzsorgen herumplagen und das Haus ihrer Mutter entrümpeln, die vor etwa einem Jahr gestorben ist. Sie stößt dabei auf Tagebücher ihrer Mutter und kann ihrer eigenen Geschichte nachspüren. Was auch manchmal für Kummer und Sorgen sorgt. Das hebt das Buch von anderen Wohlfühlbüchern ab, die oft eher schlicht und oberflächlich wirken, was hier nicht der Fall ist. Klar werden die Probleme gelöst und es kommt alles wieder ins Lot. Aber das wünsche ich mir von einem schönen Sommerroman ja auch.

Doch trotz der kleinen Stolpersteine im Leben, weiß Maria das Leben zu genießen und zu feiern. Diese Stimmung vermittelte mir die Autorin wiederholt sehr eindrücklich. Dadurch stellte sich dann trotz aller Probleme immer wieder ein Gefühl von Harmonie beim Lesen bei mir ein.

Zum Teil war mir das Drama jedoch zu viel. Besonders, wenn es um Simon und Maria ging. Die Situation der beiden hat mich mehrfach zum Aus-der-Haut-Fahren gebracht, da mich beide Seiten unendlich genervt haben. Dieses Beziehungschaos hat dem Buch sehr viel von seinem tollen Flair geraubt, sodass ich auch das Ende nicht wirklich genießen konnte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich alles so schön fügen kann, wenn man so schlecht miteinander und der Beziehung umgeht.

Meike Werkmeister hat mich schnell von ihrem Buch „Über dem Meer tanzt das Licht“ überzeugt. Das liegt an dem tollen Schreibstil der Autorin, der mir ein Rundum-Wohlgefühl vermittelt hat. Daher ist dieses Buch ein schöner Roman, um ihn jetzt bei sonnigem Wetter im Garten, im Urlaub oder bei einer anderen ruhigen Gelegenheit zu lesen und zu genießen. Schnell träume ich als Leserin auch davon, auf einer Insel zu leben, den Strand, das Meer und schöne Cafés vor der Haustür zu haben.

Alles in allem ein Wohlfühlroman, der trotzdem auch die Probleme des Lebens angeht. Der jedoch leider nicht perfekt geraten ist, sondern gut.