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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2020

Vielleicht etwas für Menschen, die ausgiebige Naturbeschreibungen lieben

Quendel
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Ich war sehr neugierig auf „Quendel“ und habe sogar schon den zweiten Teil Zuhause liegen. Die Cover sind wunderschön und die Inhaltsbeschreibung klingt interessant.

Nun habe ich jedoch nach etwa 50 ...

Ich war sehr neugierig auf „Quendel“ und habe sogar schon den zweiten Teil Zuhause liegen. Die Cover sind wunderschön und die Inhaltsbeschreibung klingt interessant.

Nun habe ich jedoch nach etwa 50 Seiten aufgegeben. Ausgiebige Beschreibungen der Umgebung sind überhaupt nichts für mich, da schweifen meine Gedanken ab, ohne dass ich dies verhindern könnte.

Immer wieder habe ich mir gesagt: „Warte einfach, bis die eigentliche Handlung beginnt.“ Doch nach und nach hatte ich den Eindruck, dies ist schon die eigentliche Handlung. Kaum Geschehen, aber jeder Grashalm wird ausgiebig beschrieben. Das ist vielleicht für Menschen, die gerne Naturbeschreibungen lesen interessant. Für mich jedoch, die eine Fantasygeschichte lesen wollte, nur stinklangweilig.

Da ich jedes Jahr nur etwa 1 oder 2 Bücher abbreche, kann ich nun hoffen, dass ich die Hälfte der abgebrochenen Bücher für 2020 schon hinter mir habe…

  • Cover
Veröffentlicht am 21.02.2020

Süße Geschichte für zwischendurch

10 Blind Dates für die große Liebe
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Nachdem ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist, hat die Großmutter der 17-jährigen Sophie eine Idee. Sie organisiert mit Hilfe der großen Verwandtschaft zehn Blind Dates in 12 Tagen für ihre Enkeltochter. ...

Nachdem ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist, hat die Großmutter der 17-jährigen Sophie eine Idee. Sie organisiert mit Hilfe der großen Verwandtschaft zehn Blind Dates in 12 Tagen für ihre Enkeltochter. Das wird zu einem großen Spektakel, an dem sich die ganze Familie beteiligt…

Die Idee klingt gut, finde ich - um die Person mit dem gebrochenen Herzen von ihrem Kummer abzulenken, Blind Dates für die kommenden Tage zu organisieren. Bei Sophie ist wirklich alles dabei: coole Jungs, Nerds, peinliche Jungs, süße Jungs. Genauso unterschiedlich sind auch die Dates. Es gibt lustige, ausgelassene Dates und schreckliche Dates. Als Leserin hatte ich sehr schnell einen Verdacht, für wen Sophies Herz schneller schlägt. Und auch ihr Ex Griffin möchte sie unbedingt wiederhaben, sodass es spannend bleibt, für wen Sophie sich entscheiden wird.

Ich habe mich mit dem Buch prima unterhalten. Es ist etwas fürs Herz, aber auch lustig. Sophie hat mit ihren vielen Onkels und Tanten und deren Kindern eine sehr große Familie, was ebenfalls für hinreichend Unterhaltung sorgt. Auch, wenn ich mir die vielen Namen bis zum Ende des Buches nicht merken konnte.

Ein Buch für das Herz und die Seele, das sich sehr gut zwischendurch oder im Urlaub lesen lässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2020

Fantasy mal leise erzählt, aber dennoch gut

Im Schatten des Kronturms
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Hadrian Blackwater und Royce Melborn treffen sich, sie lernen sich kennen und sie hassen sich. Doch der Zauberer Arcadius verlangt von ihnen, einen Auftrag für ihn gemeinsam auszuführen. Danach kann jeder ...

Hadrian Blackwater und Royce Melborn treffen sich, sie lernen sich kennen und sie hassen sich. Doch der Zauberer Arcadius verlangt von ihnen, einen Auftrag für ihn gemeinsam auszuführen. Danach kann jeder seines Weges gehen…

Die Erzählweise von Michael J. Sullivan habe ich als angenehm leise und harmonisch empfunden. Der naive und gute Hadrian Blackwater war mir sofort sympathisch. Royce Melborn hingegen habe ich eher gemischte Gefühle entgegengebracht. Wahrscheinlich hätte ich ihn nicht gemocht, wenn ich nicht wüsste, dass er in der zuerst erschienen Riyria Serie der Geschäftspartner von Hadrian ist. Also muss an ihm mehr dran sein, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Zu der Erzählung, wie Royce und Hadrian sich kennenlernen, kommt noch die Geschichte von Gwen, einer Hure, die mit ihren Kolleginnen ein eigenes Freudenhaus errichtet. Die Ereignisse um Gwen haben mir am besten gefallen und ich habe mich immer gefreut, wenn es mit ihr weiterging. Die Erzählung um Gwen handelt von starken Frauen, die entgegen jeder Aussicht auf Erfolg, ihr eigenes Auskommen und Glück suchen, ohne von habgierigen und brutalen Männern abhängig zu sein.

Nachdem der Schreibstil von „Im Schatten des Kronturms“ so angenehm war, da nicht alles mit Actionszenen und Geschehnissen überfrachtet war und auf der anderen Seite der Schreibstil ebenfalls nicht langatmig ist, werde ich mich nun mit Freude auf die Ursprungsserie stürzen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2020

Mal etwas ganz Anderes

Das neunte Haus
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Alex kann Tote sehen. Mit dieser Gabe ist sie eine Bereicherung für Yale. Denn hier gibt es acht mächtige Häuser, die Magie wirken können. Kontrolliert werden sie von einem 9. Haus. Und dieses Haus bietet ...

Alex kann Tote sehen. Mit dieser Gabe ist sie eine Bereicherung für Yale. Denn hier gibt es acht mächtige Häuser, die Magie wirken können. Kontrolliert werden sie von einem 9. Haus. Und dieses Haus bietet Alex einen Ausweg aus ihrem bisherigen Leben…

Dies ist der zweite Roman, den ich von Leigh Bardugo gelesen habe. Nachdem ich mit ihrem Schreibstil in dem Buch „Das Lied der Krähen“ nicht warm geworden bin, wollte ich ihr mit ihrem neuen Buch „Das neunte Haus“ eine zweite Chance geben.

Und schon der Prolog ist anders. Denn hier erzählt sie von einer ausweglosen, verlorenen Situation. Das macht natürlich neugierig darauf, ob das Buch wirklich in einem Desaster endet. Doch dann führt die Autorin erst einmal lang und umständlich in die Geschichte ein. Das Geschehen kommt nur langsam voran, da Leigh Bardugo ständig abschweift. Das macht den Anfang des Buches langatmig und ich war schon sehr ermüdet.

Da es jedoch gute Ideen in dem Buch gibt, wie z. B. Motten, die von Tattootinte betrunken werden, bin ich dran geblieben. Und es hat sich gelohnt. Als die Story schließlich Fahrt aufnahm, konnte ich gar nicht mehr aufhören. Das Buch ist eine Mischung aus Fantasygeschichte, Krimi, Mysterygeschichte und College Drogendrama.

Insgesamt fand ich die Handlung nicht vorhersehbar. Dadurch war das Buch sehr spannend für mich. Es passierte immer wieder etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Zum Teil fand ich die Entwicklungen schon fast zu abgedreht, sie passten jedoch in die Gesamtentwicklung der Geschichte. Gefallen hat mir zudem, dass die meisten Figuren nicht einfach entweder gut oder böse waren, sondern alle Anteile in ihnen enthalten waren. Wie im wirklichen Leben gab es nicht nur schwarz und weiß.

Vielleicht gibt es so etwas ja schon, aber für mich war dieses Buch etwas völlig Neues. Bis zum Schluss habe ich mich gefragt, wie Leigh Bardugo diese Geschichte auflösen will. Und die Auflösung ist ihr super gelungen. Dieses Buch ist auf jeden Fall ein Highlight!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Ich habe mir mehr erhofft

Scheintod
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Saras Leben geht nach den nervenaufreibenden Erlebnissen des ersten Teils weiter. Sie wechselt die Arbeit und die Wohnung, findet einen neuen Freund. Doch weiterhin zweifelt sie an ihrem Verstand, weiterhin ...

Saras Leben geht nach den nervenaufreibenden Erlebnissen des ersten Teils weiter. Sie wechselt die Arbeit und die Wohnung, findet einen neuen Freund. Doch weiterhin zweifelt sie an ihrem Verstand, weiterhin geschehen immer wieder mysteriöse Dinge in ihrem Umfeld.

Louise Boije af Gennäs beginnt ihren zweiten Teil der Widerstandstrilogie „Scheintod“ wieder mit einer ausführlichen Einführung von Sara in ihrem neuen Umfeld. Wir erfahren sehr viele Details über ihre neue Arbeit, ihre neue Wohnung, eine exzentrische Nachbarin. Ich hätte mir hier mehr Tempo gewünscht. Es war wie eine Wiederholung des ersten Teils „Blutblume“. Auch, dass Sara nach ihren Erfahrungen und ihrem Wissen über eine Verschwörung wieder an ihrem Verstand zweifelt, fand ich nicht glaubwürdig.

Etwa ab der Hälfte des Buches zieht das Tempo dann ungemein an. Es gibt nun Schlag auf Schlag immer mehr bedrohliche Ereignisse. Rund um Sara herum, sterben Menschen und Tiere wie die Fliegen. Gestört hat mich nun die Person Sara. Sie lässt alles mit sich machen, führt sich auf, wie ein Lamm, das zur Opferbank geführt wird. Immer wieder habe ich mich gefragt, wann sie endlich zu kämpfen anfängt, wann sie zurückschlägt.

Gut gefallen haben mir nach wie vor die vielen Artikel und Auszüge, in denen die Skandale der schwedischen Politik dargestellt werden. Leider kenne ich mich mit der schwedischen Geschichte nicht gut aus, sodass mir manche Skandale etwas unverständlich bleiben.

Bislang hat sich mir noch kein Gesamtzusammenhang erschlossen, sodass ich gespannt bin, wie sich die Geschichte in Band 3 auflöst. Ich hoffe, dass meine mittlerweile hohen Erwartungen erfüllt werden.