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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2020

Typisch Karen Rose!

Todesnächte
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Bereits in seiner Jugend hat jemand versucht, dem Strafverteidiger Thomas Thorne einen Mord anzuhängen. Als Gwyn Weaver nun, Jahrzehnte später, Thomas Throne bewusstlos im Bett neben der Leiche einer Frau ...

Bereits in seiner Jugend hat jemand versucht, dem Strafverteidiger Thomas Thorne einen Mord anzuhängen. Als Gwyn Weaver nun, Jahrzehnte später, Thomas Throne bewusstlos im Bett neben der Leiche einer Frau findet, gerät er wieder in den Mittelpunkt einer Mordermittlung.

In diesem Buch „Todesnächte“ bekomme ich wieder genau das, was ich mir von einem Thriller aus der Feder der Autorin Karen Rose erhoffe. Es gibt einen narzisstischen Psychopathen, der sich für Gott und schlauer als den Rest der Menschheit hält. Und es gibt zwei Personen, die füreinander geschaffen zu sein scheinen, und deren Liebesgeschichte wir begleiten dürfen. Dazu kommen jede Menge Figuren, die den Karen Rose Fan bereits seit vielen Jahren begleiten. Daher ist jedes Buch auch immer ein klein wenig, als ob man nach langer Zeit wieder nach Hause kommt.

Sehr gut gefallen hat mir, dass es in diesem Band nur eine Sexszene gibt, die mir zu ausführlich war. Alle anderen waren kurz und schnell vorbei. Nach meinem Geschmack, ist die Zeit der ausufernden Sexszenen in der Literatur vorbei und ich bin froh, wenn ich dies beim Lesen bestätigt bekomme. Dass es ein Paar gibt, das sich findet und liebt, gehört für mich jedoch einfach zu den Thrillern dieser Autorin. Ich bin jedes Mal gespannt, wer sich findet und ob ich die beiden Figuren als zueinander passend empfinde.

Eine spannende Thrillerhandlung hat das Buch auch wieder. Es gibt die Ermittlungen der uns bekannten Figuren, wie z. B. von Stevie Mazzetti, Clay Maynard, Thomas Thorne, Gwyn Weaver. Dann gibt es den Bösen, der seine Schachzüge ausführt und den Guten immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Beide Seiten machen nach und nach ihre Züge. Dadurch entwickelt sich die fesselnde Handlung für den Leser. Das geschieht wie immer gekonnt und spannend.

Klar, auf beiden Seiten scheinen wir es mit Übermenschen zu tun zu haben. Aber auch das gehört einfach dazu. Und ich habe wieder jede Seite des Buches genossen. Daher, wer Karen Rose mag, liegt hier wieder goldrichtig!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2020

Wieder sehr gut!

Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch
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Landon und Shay können sich nicht ausstehen – und das schon seit frühester Kindheit. Doch dann gehen sie eine Wette ein: wer sich zuerst bis zum Ende des Schuljahres in den anderen verliebt, hat verloren. ...

Landon und Shay können sich nicht ausstehen – und das schon seit frühester Kindheit. Doch dann gehen sie eine Wette ein: wer sich zuerst bis zum Ende des Schuljahres in den anderen verliebt, hat verloren. Wer wird zuerst sein Herz verlieren? Der Bad-Boy Landon Harris oder der ewige Sonnenschein Shay Gable?

Nachdem Landon und Shay bereits im Buch „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ als Nebenfiguren aufgetreten sind, war ich sehr gespannt auf ihre Geschichte. Allerdings war diese bisher oft anders als ich es erwartet habe.

Die Geschichte ist jedoch sehr gut und für mich für eine Liebesgeschichte durchaus glaubhaft. Die Autorin Brittainy C. Cherry hat in „Wie die Stille vor dem Fall – Erstes Buch“ wieder ein Traumpaar erschaffen. Dabei ist sowohl das Leben von Landon als auch das von Shay alles andere als perfekt. Landon ist an und für sich schon ein schwieriger Charakter, der seine Probleme hinter der Fassade des coolen Bad-Boys versteckt. Da seine Eltern mit ihrem Leben beschäftigt sind und durch Abwesenheit glänzen, genießt er alle Freiheiten, die ein Teenager sich nur wünschen kann. Doch diese Freiheit birgt auch Gefahren. Shay dagegen wird von allen als eine sympathische Überfliegerin wahrgenommen, die auf der Sonnenseite des Lebens steht. Aber auch ihr Leben ist alles andere als perfekt und ihre Welt zerbricht nach und nach immer mehr. Doch beide Figuren sind trotz aller Probleme, die sie mit sich herumschleppen, sehr liebenswert. Beiden wünscht und gönnt man als Leser/in das große Glück und fiebert immer wieder mit ihnen.

Das Ende des Buches ist sehr rund, sodass ich mir als Leser/in gut vorstellen könnte, dass die Geschichte hier endet. Doch zu meinem Glück und meiner Freude, endet die Geschichte von Shay und Landon nicht mit diesem Buch, sondern wird in „Wie die Stille vor dem Fall – Zweites Buch“ weitergeführt. Auch hier habe ich im ersten Changes-Teil „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ schon einen kleinen Einblick in die Ereignisse nehmen dürfen. Nun bin ich sehr gespannt darauf, wie diese schöne Liebesgeschichte weitergeht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.12.2020

Jede Seite ist unglaublich intensiv

Zwei Nächte und drei Leben lang
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Als Jess und Cem sich zum ersten Mal begegnen, ist sofort klar, dass das zwischen ihnen etwas Besonderes ist. Sie werden ein Paar. Aber das Schicksal treibt sie auseinander. Sie setzten jedoch alles daran, ...

Als Jess und Cem sich zum ersten Mal begegnen, ist sofort klar, dass das zwischen ihnen etwas Besonderes ist. Sie werden ein Paar. Aber das Schicksal treibt sie auseinander. Sie setzten jedoch alles daran, beste Freunde zu bleiben. Doch dann schlägt das Schicksal erneut zu und Cem wird überfallen. Als er im Krankenhaus aus dem Koma erwacht, hat er die Erinnerung an die letzten 1,5 Jahre verloren. Er weiß nicht mehr, dass Jess und er kein Paar mehr sind und kann sich auch nicht vorstellen, was zum Ende ihrer Beziehung hätte führen können. Für Jess ist die Zeit jedoch nicht rückwärts gelaufen. Sie kann sich an alles erinnern. Wie werden die beiden damit umgehen?

Die große Liebe, die zwischen Jess und Cem herrscht, ist von Anfang an deutlich zu spüren. Und doch ist das Buch „Zwei Nächte und drei Leben lang“ kein Buch, das einfach eine nette Liebesgeschichte erzählt. Die Geschichte führt uns in ein Wechselbad der Gefühle und manchmal ist das Gelesene nur schwer zu ertragen. Denn die Autorin Elja Janus hat einen ganz eigenen Erzählstil. Das Buch wird aus der Sicht von Jess und aus der Sicht von Cem erzählt. Das ist noch nicht ungewöhnlich. Aber die Erzählung entwickelt sich über die Gefühle und Gedanken der beiden Hauptfiguren. Wir sind immer ganz nah und ganz tief im Innersten der beiden Protagonisten.

Dadurch hatte ich als Leserin sehr schnell den Eindruck, dass ich die beiden schon ewig kenne und gut mit ihnen befreundet bin. Und so hat mich alles emotional sehr direkt berührt: Ihre Fortschritte, ihre Rückschritte, ihr Zögern und ihre Ausflüchte. Besonders Jess hätte ich manchmal gerne geschüttelt, weil sie so anders ist als ich. Sie hat sehr Vieles in sich verschlossen und es sich selbst und Cem dadurch unnötig schwer gemacht. Da wir jedoch auch die Gefühlswelt der beiden erleben, wird ihr Handeln zumeist verständlich. Sie leiden, trauern, sind wütend, verzweifelt, ängstlich, aber auch fröhlich, glücklich, mutig, stark.

Selbst für mich, die Gefühle mag und wichtig findet, war das Lesen des Buches oft nicht einfach. Wer sich nicht gerne mit Gefühlen und den daraus resultierenden Möglichkeiten auseinandersetzt, wird von dem Buch jedoch entweder überfordert werden oder nichts damit anfangen können.

Wer jedoch Geschichten mag, die über die Gefühls- und Gedankenwelt transportiert werden, sollte den Versuch wagen. Klar muss jedoch sein, dass dies keine heile Welt-Story ist. Hier geht es um ernste Probleme und die Auseinandersetzung damit. Und genau diese Tiefe, mit der die Autorin erzählt, ist es, was mich so begeistert hat. Daher werde ich mir ihre bisherigen Bücher auf jeden Fall auch noch zulegen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2020

Nicht das beste Buch der Autorin

Aller guten Dinge sind zwei
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Nach 18 Jahren in vermeintlich glücklicher Beziehung wird die Mittdreißigerin Laurie überraschend von ihrer großen Liebe Dan verlassen. Als ob das nicht schon genug wäre, ist die Neue von Dan auch noch ...

Nach 18 Jahren in vermeintlich glücklicher Beziehung wird die Mittdreißigerin Laurie überraschend von ihrer großen Liebe Dan verlassen. Als ob das nicht schon genug wäre, ist die Neue von Dan auch noch schwanger, obwohl er Laurie erzählt hat, dass er noch nicht soweit ist. Als Laurie mit ihrem Kollegen, dem Schürzenjäger Jamie im Fahrzeug stecken bleibt, schmieden sie einen Plan. Bis nach der Weihnachtsfeier wollen die beiden allen weismachen, dass sie frisch verliebt und ein Paar sind. Laurie hofft so, Dan eifersüchtig machen zu können und Jamie spekuliert auf eine Beförderung, wenn er eine feste Partnerin hat. Ob der Plan aufgeht?

Nachdem mir die anderen Bücher der Autorin Mhairi McFarlane gut gefallen haben, war ich mir sicher, dass dies auch bei ihrem neuen Buch „Aller guten Dinge sind zwei“ der Fall sein wird. Doch schon das erste Drittel hat mich ernüchtert. Denn es ging die gesamte Zeit um die Trennung von Dan und wie sehr Laurie ihn wiederhaben wollte. Die Gedanken und Gefühle von Laurie konnte ich gut nachempfinden, da ich selbst schon das Ende einer Beziehung erlebt habe. Doch durch diese ausgiebige Schilderung der Trennung und der daraus resultierenden Konsequenzen, kam die Geschichte nicht vom Fleck. Da wäre weniger mehr gewesen.

Als Laurie und Jamie dann im Aufzug stecken bleiben, kommt endlich Bewegung in das Buch. Mhairi McFarlane hat auch die eine oder andere schöne Szene geschrieben. Doch leider bleiben die Figuren insgesamt eher blass und ich fühle mich nicht mit ihnen verbunden. Meine Lieblingsfigur in dem Buch ist eindeutig Jamie. Er ist zudem fast der einzige Mann, der nicht unsympathisch dargestellt wird. Die anderen Männer sind sexistisch, bevormundend, manipulativ, verlogen und hinterhältig.

Als Film hätte das Buch gut funktioniert. Doch als Buch wünsche ich mir mehr Tiefe bzw. Persönlichkeit der Figuren und eine Handlung, bei der Verbundenheit bzw. Nähe entsteht. Es werden einige Themen, oft wichtige Themen, angesprochen, doch sie werden nur angerissen. Leider scheint es zurzeit einen Trend dahin zu geben, möglichst viele für die Gesellschaft wichtige Themen, wie z.B. abwesender Vater, Kindesmissbrauch, Mobbing, in einem Buch anzusprechen. Besser fände ich es jedoch, sich auf ein oder zwei Probleme zu beschränken und diese dafür nicht nur oberflächlich zu streifen. Das Ende war mir dann zu dick aufgetragen. Auch dort wäre weniger wieder mehr gewesen.

Auch wenn mir dieses Buch nicht so gut gefallen hat, wie die bisherigen, glaube ich doch, dass Mhairii McFarlanes Stil mir grundsätzlich gut gefällt. Und so hoffe ich darauf, dass mich das nächste Buch wieder besser unterhält.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2020

Die Zeit hätte ich sinnvoller nutzen können

Der Spiegelmann
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Jenny Lind wird aufgehängt auf einem Spielplatz gefunden. Fünf Jahre zuvor war die Schülerin auf dem Heimweg spurlos verschwunden. Als seine Kollegen den einfachen Weg und den offensichtlichen Täter wählen ...

Jenny Lind wird aufgehängt auf einem Spielplatz gefunden. Fünf Jahre zuvor war die Schülerin auf dem Heimweg spurlos verschwunden. Als seine Kollegen den einfachen Weg und den offensichtlichen Täter wählen wollen, findet Joona Linna eine Spur, die auf einen Serientäter hinweist…

Die Geschichte startete nervenaufreibend mit der Entführung von Jenny Lind und geht mit einem Unfall in einem See ebenso spannend weiter. Danach wird die Geschichte ein wenig ruhiger, behält jedoch ein hohes Tempo bei.

Das Buch strotzt nur so vor Gewalt. Dabei gibt es Szenen, die sich durchaus in die Handlung eingliedern und damit erklärt werden können. Die Gewaltpassagen sind oftmals kaum zu ertragen, aber als Stilmittel, um darzustellen, was die Opfer erleben, für mich halbwegs akzeptabel. Nicht akzeptieren will und kann ich Gewalt um der Gewalt willen, losgelöst vom sonstigen Handlungsgeschehen. Da beschleicht mich der Eindruck, dass dies nur ein billiger Trick ist, um Quote zu bringen, wie Boulevardmedien. Schade, dass die Autoren meinen, dass sie dies nötig haben, wo sie doch schon Bestseller schreiben. Auch eine unappetitliche Sexszene enthält das Buch mal wieder, die ebenso losgelöst von der Handlung des Buches ist. Fand ich diese im Buch „Hasenjagd“ noch witzig, ist sie hier nur noch überflüssig.

Die Autoren verstehen es, eine Handlung so aufzubauen, dass sie spannend ist und man einfach nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann. Das haben sie teilweise auch in diesem Buch wieder bewiesen. Doch die Auflösung war für mich dann genauso hanebüchen, wie der Mittelteil. Der Täter wird mit einem billigen Trick präsentiert, der in Psychothrillern regelmäßig angewendet wird. In vielen Thrillern zudem besser als hier. Als Leserin habe ich mich zum Schluss gefragt, wie schlüssig dieser Täter sein kann und ich bin zu dem Urteil gekommen, dass die Auflösung große Löcher enthält, wie ein Schweizer Käse.

Ganz zum Ende des Buches wird dann noch präsentiert, worum es im nächsten Fall von Joona Linna gehen wird. Ganz abgesehen davon, dass mir die Aussicht nur ein müdes Gähnen entlockt, habe ich für mich entschieden, die Reihe mit diesem Buch abzuschließen, denn ich kann sie einfach nicht mehr ernst nehmen.

  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil