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Veröffentlicht am 20.01.2020

Story toll, Recherchemittel so lala

Blinde Vögel
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Teil 2 dieser Reihe hat mir spannungsmäßig auf jeden Fall wieder sehr gut gefallen, wenn nicht sogar besser, als Teil 1! Irgendwie wirkten die Protagonisten auf mich viel sympathischer und ich konnte die ...

Teil 2 dieser Reihe hat mir spannungsmäßig auf jeden Fall wieder sehr gut gefallen, wenn nicht sogar besser, als Teil 1! Irgendwie wirkten die Protagonisten auf mich viel sympathischer und ich konnte die Handlungen, was beispielsweise das Privatleben angeht, viel besser nachempfinden. Auch gefällt mir, dass die Charaktere einem immer mehr ans Herz wachsen.

Der Ermittlungspart gefiel mir gut und es gab konstant das Gefühl der Spannung, welches an keiner Stelle wirklich abebbte und theoretisch fand ich auch die Idee, eine Facebookgruppe als zentrale Informationsquelle zu verwenden, irgendwie modern und mal was völlig anders. Leider gefiel mir hier die Umsetzung aber nicht. Es soll sich um eine Gruppe von rund 1000 Mitgliedern handeln, das Verhältnis der einzelnen Personen war hier aber meiner Meinung nach viel zu familiär, um zu einer solchen großen Gruppe zu gehören. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass es auch zu engen Bekanntschaften kommen kann und dass man von einzelnen Personen auch weiß, was sie wann so gepostet haben, aber dass selbst von neuen Mitgliedern sofort gewusst wird, wie sie heißen und was sie komisches posten, halte ich für absolut unglaubwürdig. Außerdem scheint es ja so zu sein, dass die anderen Mitglieder, die nicht zu der engen Gruppe gehören, quasi nicht existent sind. Das war irgendwie alles etwas unpassend und nicht ganz durchdacht.

Das Thema Lyrik gefiel mir in dem Zusammenhang nur bedingt. Ich bin einfach kein Fan von Gedichten, es sei denn, sie sind einfach und durchschaubar, aber das ist Geschmackssache.

Die Auflösung fand ich teilweise allerdings wirklich überraschend! Ein kleiner Plotttwist war auf jeden Fall eine sehr gute Idee und ich musste auch etwas über den Umstand schmunzeln, dass ich selbst genau dachte, wie die Polizei.

Ich bin auf jeden Fall gespannt auf weitere Teile dieser Reihe!



  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.01.2020

Besondere Geschichte mit ein paar kitschigen Szenen und ausbaufähigen Charakteren

Cassardim 1: Jenseits der goldenen Brücke
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"Cassardim" von Julia Dippel gefiel mir zum Teil sehr gut und zum Teil leider auch nicht. Ich habe es teilweise gelesen und teilweise als Hörbuch gehört und kann sagen, dass der Schreibstil auf jeden Fall ...

"Cassardim" von Julia Dippel gefiel mir zum Teil sehr gut und zum Teil leider auch nicht. Ich habe es teilweise gelesen und teilweise als Hörbuch gehört und kann sagen, dass der Schreibstil auf jeden Fall angenehm zu lesen ist und Spaß macht, gleichzeitig hat mich dieser, in Verbindung mit der Geschichte, aber nicht soooo sehr an sich gezogen, sodass ich genau deshalb zum Hörbuch gewechselt habe.

Den Beginn der Geschichte konnte ich zwar zuerst nicht richtig einordnen, das hat sich aber später aufgeklärt. Nach und nach erfährt man mehr von den Begebenheiten im Buch und kann sich somit auch mehr auf die Geschichte einlassen, welche wirklich besonders ist. Das Reich der Toten kennenzulernen finde ich eine unglaublich gute Idee und die Umsetzung ist auch auf jeden Fall gelungen. Die verschiedene "Landesteile" wurden vorstellbar erklärt und auch die "Reaktion" der Geschwister war anschaulich und besonders.

Gelungen fand ich auf jeden Fall auch die kleinen Plotttwists und die eingebauten Spannungsmomente. Wer hier vollkommen Friede, Freude, Eierkuchen erwartet, ist hier falsch und das fand ich gut!


Amaia war mir als Protagonistin auf jeden Fall sympathisch und ich bin froh, dass wir die Geschichte aus ihrer Sicht erlebt haben. Im Gegensatz dazu war Noár nämlich beispielsweise absolut nicht mein Fall. Zwischendurch war er mir absolut egal und später ging er mir teilweise sogar auf den Keks, was dazu führte, dass ich Amaias Gedankengänge ihm gegenüber quasi überhaupt nicht nachempfinden konnte. Das fand ich schade, besonders da so viele ihn anhimmeln, aber Geschmäcker sind eben verschieden. Manche der anderen Charaktere fand ich recht blass, wie die meisten Geschwister von Amaia, nur Moe fand ich absolut herzerwärmend und ich hätte gern mehr von ihm gelesen. In einer anderen Rezension habe ich gelesen, dass die Freundin Zoey überflüssig schien und dem kann ich leider auch zustimmen. Sie hat zwar ein paar wenige Sachen beigetragen, aber irgendwie empfand ich sie als störend.

Allgemein fand ich, dass viele der Charakter, so auch Zoey, ihre Situation zu schnell vollkommen akzeptieren und fand es komisch, dass sie kaum noch an das alte Leben zurückdenken.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Geschichte auf jeden Fall besonders ist, mir aber einige Charaktere leider nicht sympathisch oder zu blass waren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2020

Mal was anderes

Fünf
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Mir gefiel "Fünf" von Ursula Poznanski ziemlich gut. Ich fand die Idee, Geocaching für die Schnitzeljagd zu verwenden, sehr gut und da ich mich mit dem Thema tatsächlich bisher wenig auseinander gesetzt ...

Mir gefiel "Fünf" von Ursula Poznanski ziemlich gut. Ich fand die Idee, Geocaching für die Schnitzeljagd zu verwenden, sehr gut und da ich mich mit dem Thema tatsächlich bisher wenig auseinander gesetzt habe, war es für mich auch interessant, ein paar Details zu diesem Hobby zu erfahren. Es wirkte so alles nicht ganz so konstruiert, wie es meiner Meinung nach bei Thrillern / Krimis manchmal ist.

Das Hörbuch blieb konstant auf einer Spannungsebene und war auf jeden Fall nicht langweilig! Nur die Hauptperson Beatrice ging mir teilweise ein bisschen auf den Keks. Der Umgang mit Ihrem Exmann und den gemeinsamen Kindern war für mich nicht ganz nachvollziehbar und sie wirkte teilweise weinerlich auf mich, das kann aber auch durch die Sprecherin so rübergekommen sein.

Das Ende war für mich leicht übertrieben. Ich kann eine solche Handlung eines Täters nicht so wirklich verstehen. Sie passte für mich nicht zu dem Rest und wirkte ein bisschen gewollt. Der Rest war aber recht authentisch und hat Spaß gemacht.

Bin auf jeden Fall gespannt, auf die weiteren Bände der Reihe!

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2020

Gefühlvoll

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...
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Nachdem mich schon "Deine letzte Nachricht. Für immer." sehr berührt hat, war es für mich klar, dass ich auch "Ich wollte nur, dass du noch weißt" lesen muss. Und auch dieses Buch hat mich wieder sehr ...

Nachdem mich schon "Deine letzte Nachricht. Für immer." sehr berührt hat, war es für mich klar, dass ich auch "Ich wollte nur, dass du noch weißt" lesen muss. Und auch dieses Buch hat mich wieder sehr berührt und mich zum nachdenken angeregt.

Die vielen verschiedenen Briefe sind vor allem eins: Gefühlvoll. Manche lassen einen Schlucken, manche geben einem Mut. Ich muss schon sagen, dass das Hauptgefühl hier wohl eher traurig ist, aber das gehört nun mal auch zum Leben dazu und zeigt, was Menschen eben fühlen.

Ich finde die Idee von Emily Trunko immer noch großartig! Und dass sie mit ihrer Seite offenbar sogar Menschen zusammengebracht hat, ist das i-Tüpfelchen.

Ich würde auf jeden Fall mehr Bücher dieser Art lesen und kann es jedem empfehlen, der gerne Briefe liest und hier keinen Roman erwartet.

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Veröffentlicht am 06.01.2020

Perfekt unperfekt!

Was perfekt war
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„Was perfekt war“ ist ein Buch, was mich wirklich wahnsinnig berührt hat!

Der Schreibstil von Colleen Hoover ist wie immer super angenehm und so leicht zu lesen, dass man alles miterlebt, als stünde man ...

„Was perfekt war“ ist ein Buch, was mich wirklich wahnsinnig berührt hat!

Der Schreibstil von Colleen Hoover ist wie immer super angenehm und so leicht zu lesen, dass man alles miterlebt, als stünde man daneben. Auch die Charaktere sind so authentisch, dass sie mir persönlich sehr ans Herz gewachsen sind und ich mich beim Lesen ein wenig gefühlt habe, als würde ich die Geschichte meiner Freunde lesen. Dass man abwechselnd aus der Vergangenheit (Kennenlernphase) und der Gegenwart (Problemphase) liest, hat mich zwar manchmal irritiert, da in der Kennenlernphase fast alles schön ist und in der Gegenwart eben nicht, aber es hat auch geholfen, die beiden noch besser kennenzulernen. Außerdem war man nicht zu lange am Stück mit „dem Problem“ beschäftigt und konnte sich somit besser von den Gefühlen lösen.

Manche Sachen sind nicht so gelaufen, wie ich persönlich es in meinem Leben handhaben würde und teilweise konnte ich genau das auch nicht so ganz nachvollziehen, aber wenn ich mir jetzt das gesamte Buch anschaue und wie die Charaktere gewachsen sind, ist es genau so, wie es war, absolut perfekt gelöst! Perfekt unperfekt eben.

--> Meiner Meinung nach hätte dieses Buch eine Triggerwarnung nötig, denn ich könnte mir schon gut vorstellen, dass es den einen oder anderen sehr trifft. Vielleicht wäre da eine Warnung, die man lesen kann, aber eben nicht muss, ganz praktisch, dann könnte jeder selbst entscheiden, ob er es lesen möchte. Für mich persönlich muss eine solche Warnung zwar nicht sein, aber das behandelte Thema könnte meiner Meinung nach tatsächlich zu Emotionen führen, die der eine oder andere vielleicht nicht möchte.

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