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Veröffentlicht am 23.07.2021

Anders als erwartet

Unbarmherziges Land
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Das Buch Unbarmherziges Land von Chris Offert ist ein Kentucky Krimi. Mick – ehemaliger Soldat – versucht mit seiner Schwester, dem Sheriff, einen Tod aufzuklären. Ein weiblicher Sheriff hat es in Kentucky ...

Das Buch Unbarmherziges Land von Chris Offert ist ein Kentucky Krimi. Mick – ehemaliger Soldat – versucht mit seiner Schwester, dem Sheriff, einen Tod aufzuklären. Ein weiblicher Sheriff hat es in Kentucky nicht leicht und auch die Justiz wird kein Vertrauen geschenkt. Nur ein Einheimischer kann diesen Fall lösen. Mick nimmt sich diesem an und hat dabei auch einige andere private Probleme zu lösen.

Das Cover entspricht meinem Geschmack. Das Buch erscheint sehr hochwertig.
Meine Erwartungen an die Geschichte waren ganz anders, sodass es mich zwiegespalten zurücklässt. Es ist eher ein Roman über Kentucky, der Krimi rückt hier in den Hintergrund.
Das Buch kann man meiner Meinung nach dem Genre Noir zuteilen.
Im Genre Noir ist ein Land/ eine Stadt eine Hauptfigur; hier Kentucky. Das setzt der Autor auch sehr gut um.
Offert beschreibt die Flora und Fauna Kentuckys vielfältig und umfassend. Dabei liegt ein großer Fokus auf die kritische Zurschaustellung der Einwohner und ihren regionalen Eigenheiten. Unser Protagonist Mick lernt schon früh, dass man sein Intellekt niemanden zeigen und sich dümmer präsentieren sollte, als man ist.

Kentucky erscheint wirklich als ein unbarmherziges Land. Als Fremder hat man hier keine Chance und auch die Schwester als weiblicher Sherriff wird nicht wirklich akzeptiert. Kentucky scheint nach der Lektüre wohl aber ein Paradies für Birder zu sein.

Ich hatte zuvor noch nie etwas aus diesem Genre gelesen und muss sagen, dass es mich leider nicht überzeugen konnte.
Wer sowas mag, dem könnte dieses Buch, denke ich, gefallen.
In wenigen Worten schafft der Autor dies umzusetzen.
Ich hatte eher mit einem Krimi mit Fokus auf die Aufklärung der Tat und der Schaffung der Wiederherstellung der Rechtsordnung gerechnet und wurde hier wohl eher enttäuscht. Mein Geschmack scheint dann wohl doch eher in die (PsychThriller Sparte zu gehen.
Leider konnte ich mich auch nicht wirklich mit den Figuren verbunden fühlen. Hier habe ich überhaupt nicht mitgelitten, wie ich es in anderen Büchern tue.

Wen all das nicht stört, sollte beherzigt nach dem Buch greifen. Allen anderen kann ich das Buch leider nicht empfehlen.



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Veröffentlicht am 02.01.2022

Der gefürchtete Mittelband

Red Sky Burning (Bd. 2)
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Red Sky Burning ist der 2. Teil der Dark Blue Rising Reihe von Teri Terry.
Es geht nahtlos weiter. Zwar gibt es einige Wiederholungen, dennoch sollte dieser nicht ohne den ersten Band gelesen werden. ...

Red Sky Burning ist der 2. Teil der Dark Blue Rising Reihe von Teri Terry.
Es geht nahtlos weiter. Zwar gibt es einige Wiederholungen, dennoch sollte dieser nicht ohne den ersten Band gelesen werden.
Nach dem Ende von Band 1 war ich sehr gespannt und voller Vorfreude auf die Fortsetzung.
Leider wurde ich ziemlich enttäuscht, aber von vorne:

Der triviale Schreibstil hat mir schon im ersten Band nicht sonderlich gefallen, wobei damals die Sprecherin des Hörbuchs einiges wett machen konnte. Nun beim Lesen des 2. Bandes fand ich ihn jedoch nicht mitreißend. Er ist sehr kurz und einfach gehalten. Dieses Mal schreibt Teri Terry aus zwei Perspektiven: Denzi und Tabby. Das fand ich sehr schön, da ich Denzi schon im ersten Band sehr sympathisch fand und er mir als Charakter gefallen hat. Tatsächlich habe ich sogar die Sicht aus Denzi lieber gelesen.
Leider konnte Teri Terry auch nur wenig Emotionen rüberbringen. Dabei hatte sie einige Gelegenheiten, die sie leider ungenutzt ließ. Es gab viele Stellen, in denen ich Potential gesehen habe, das sie jedoch meiner Meinung nach verschenkte. Einzig mit den Verfolgungsszenen konnte sie für mich ein bisschen Spannung erzeugen.

Die Figuren an sich fand ich gut entwickelt. Sie waren sympathisch und haben mir auch schon im ersten Band gefallen. Die Liebesgeschichte war wirklich unglaubwürdig und kam mir eher wie ein Punkt, der noch abgearbeitet werden muss, für das Konzept des „perfekten Jugendbuchs“. Die Gefühle der Beiden waren für mich nicht verständlich und sie konnten mich überhaupt nicht mitnehmen. Für mich wäre diese Liebesgeschichte auch gar nicht nötig gewesen! An sich finde ich eine solche immer schön mitzulesen, aber nur dann, wenn sie mich wirklich mitreißen, ich mitfiebern und mitfühlen kann.

Die Idee der Geschichte dahinter ist genial gewesen. Mit ihrem Ende vom Band 1 hatte mich Teri Terry angefixt. Es war was Neues, total aktuelles und genau nach meinem Geschmack. Mit großen Erwartungen las ich die Fortsetzung und habe mich dann beim Beenden des Buches gefragt was ich Neues erfahren habe. Die Antwort war ernüchtert: nicht viel.
Der Mittelband ist oftmals ein Lückenfüller und das ist hier definitiv der Fall gewesen. Meiner Meinung nach hätte man ihn auch weglassen können. Mit einem halbwegs spannenden Ende sorgte Teri Terry dafür, dass noch mehr Fragen offenbleiben. Nach diesem Teil bin ich wirklich skeptisch was Band 3 angeht. Teri Terry hat sich sehr viel vorgenommen und nach dem jetzigen Stand habe ich die Befürchtung, dass die Aufklärung zu oberflächlich wird. Allerdings besteht immer noch die Hoffnung, dass sie überraschen kann und ein bisschen neugierig bin ich bezüglich der Auflösung schon noch.

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