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Veröffentlicht am 05.04.2017

Die perfide Vistenkarte des Mörders - Welche Blume markiert das Ziel?

New York Bastards – In deinem Schatten
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Meinung:

Seit zehn Monaten treibt ein Mörder in New York sein Unwesen, dass einzig bisher erkennbare Muster, welches Lissiana und ihr Kollege Nathan bisher herausgefunden haben, ist das Offensichtliche: ...

Meinung:

Seit zehn Monaten treibt ein Mörder in New York sein Unwesen, dass einzig bisher erkennbare Muster, welches Lissiana und ihr Kollege Nathan bisher herausgefunden haben, ist das Offensichtliche: Das Opfer ist eine Frau, welche die perfide Visitenkarte des Mörders - in Form von Aufmachung und Drapierung ihrer sterblichen Überreste - trägt.

>>Du hast was?!<< Die Stimme von Nathan übertönte alles im Großraumbüro. [...] >>Wiederhol das! Damit ich sicher bin, dass du auch wirklich den Verstand verloren hast.<<

Ebenso wie Lissianas Stärke, merkt man der jungen Frau auch ihre Erschöpfung an. Nicht nur, dass sie sich mitverantwortlich dafür macht, das weiterhin Frauen sterben, da sie und Nathan keinerlei brauchbare Spuren oder Hinweise finden, die zum Mörder führen könnten, auch ein Fehler ihrer Vergangenheit erschwert ihr Arbeitsleben sehr. Der Grund warum Lissiana all dies tut, hat mich unglaublich berührt, denn sie kämpft dafür die Straßen New Yorks sicherer zu machen, um ihre jüngere Schwester Vicky vor Gefahren zu beschützen. Eine Motivation, die es ihr ermöglicht hat, auch über die fiesen Anfeindungen derjenigen hinwegzublicken, die eigentlich ein Team miteinander bilden sollten.

Nathan seufzte leise. >>Eure Welt ist kompliziert.<< >>Nein, du machst dir deine einfach nur zu simpel.<<

Der Mörder zieht seine Energie und seinen Antrieb aus der Angst, Panik und der Unsicherheit der Einwohner New Yorks, dies ist für ihn jedoch nur eine positive Begleiterscheinung, denn mit seinem Plan verfolgt er ganz andere Absichten. Mit seinem Countdown markiert er sein Ziel, allerdings so geschickt verpackt, dass dieser nicht mit den Vorfällen in Verbindung gebracht wird.

>>Das ist Erpressung.<< >>Das ist nur ein sehr hässliches Wort für die Optimierung deiner Handlung durch Anreize meinerseits.<<

John Cohen ist ein entscheidender Teil aus Lissianas Vergangenheit. Ein Mann, der erst ihr Ziel, dann ihr Liebhaber war und nun Mittel zum Zweck wird, um den Mörder zu fassen, denn Hell's Kitchen - der Ort an dem bisher sämtliche Opfer aufgefunden wurden - kennt er wie seine Westentasche. Hier folgen gleich zwei Probleme, die unüberwindbar scheinen:

1. Wie bekommt man einen verurteilten Straftäter aus dem Gefängnis, dessen Name auch nach zwei Jahren noch Schauer der Angst bei den Cops hervorruft?
2. Wie kann Lissiana John dazu bringen, für sie zu arbeiten, obwohl sie für seine Verhaftung vor zwei Jahren verantwortlich war und ihm eine Liebe vorgespielte, die er hingegen aufrichtig erwidert hat?

>>Weißt du, Bulle, wenn du nicht so verblendet wärst, dann wärst du in unseren Reihen mehr als gut aufgehoben. Ich glaube, du könntest auch ein paar Freunde brauchen.<<

Wie sich herausstellt, ist Johns Einfluss nicht zu unterschätzen, denn neben seinem Bruder Butch, hat er eine kleine Armee hinter sich versammelt, die neben ihrer Intelligenz und Raffiniertheit vor allem eins sind: Gefährlich und unberechenbar. Lissianas Eingreifen hat diese zehn Menschen damals ihren Anführer gekostet. Dieser Trupp ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen, von denen jeder seine ganz eigenen Fertigkeiten und andere Reichweiten hat. Jeder von ihnen hatte mit der Bitterkeit begrabener Träume zu kämpfen, bis sie von John und Butch aufgenommen worden, deren Vergangenheit die Liebe und Geborgenheit ihrer Eltern haben vermissen lassen.

Sie war die Art Gegner, die deine Schwäche nutzte und dich dafür zur Hölle fahren ließ. Und seine Schwäche war nun mal sie. Ihr konnte er nicht entkommen.

Hell's Kitchen wird von verschiedenen Clans beherrscht, von denen jedoch nur einer die Spitze hält. Ein Gebiet, das seine eigenen Regeln schreibt und facettenreich vor Augen führt, dass Loyalität einen nicht zu blinden Gehorsam zwingt. Ein Kampf mit der Zeit beginnt, in einem Raum von New York, der das Gesetz außer Acht lässt und dennoch von Regeln beherrscht wird.



Charaktere:

Lissiana hat einen Fehler begangen, der sie am Höhepunkt ihrer Karriere angekommen, zu Fall gebracht hat. Ihr Ruf hat gelitten, doch ihre Kreativität und Gerissenheit hat sie nicht eingebüßt. Ihr unterlaufen keine Ausrutscher, dennoch ist die Ablenkung von John nicht ohne. Vor zwei Jahren war er ihr Anker, nun ist er ihr Wirbelsturm, der ihre Sicherung aus dem festen Boden reißt.

Zwei Jahre lang hatte John Zeit, Lissianas Verrat zu verarbeiten. Vor seiner Gefängniszelle hingegen wallen alle überwunden geglaubten Gefühle wieder auf, allem voran Zorn und Sehnsucht.


Schreibstil:

K.C. Atkin hat in diesem Roman eine Spannungswelle der anderen folgen lassen. Gefangen in einem Strudel aus Neugier, Angst, Hoffnung und einer Jagd mit der Zeit im Nacken, habe ich diese Geschichte in mich aufgesogen.

Wir werden hier mit einigen Handlungssträngen konfrontiert, die jedoch allesamt ineinander übergreifen und das Geschehen überschaubar machen. Nicht nur, dass wir auf der Seite von Lissiana und John vielfältige Eindrücke erhalten, auch der Mörder erhält an den passenden Stellen immer wieder ein eigenes Kapitel. Seine Gedanken, haben mir eine Gänsehaut verursacht, denn anders als unsere Protagonisten, können wir seine Pläne erahnen und wissen, dass er den beiden immer einen Schritt voraus ist. Er ist geduldig und achtsam, doch diese Eigenschaften scheinen zu verschwimmen, je weiter er seinem eigentlichen Ziel kommt. Doch auch hier findet auf beiden Seiten ein Ausgleich dieser verloren gegangenen Kontrolle statt, denn während dessen befinden sich Lissiana und John in einem Kampf ihrer Gefühle, ebenso wie sich der Druck der auf Lissiana lastet verstärkt, weil sie sich den Tod weiterer Frauen zuschreibt.

Die Autorin hat hier geschickt Details eingefügt, die eine spannende Geschichte zu einem puren Adrenalinrausch anwachsen lassen. Das Rätselraten um den Mörder hat mich auf Trab gehalten. Einerseits haben wir einige Indizien, doch diese lassen zu viele Interpretationen zu, um ein Profil zu erstellen. Letzten Endes kann ich sagen, ohne ein kleines Detail zum Ende der Geschichte, wäre ich niemals auf die Lösung gekommen und dieses erhalten wir ein gutes Stück eher, als unsere Protagonisten, weshalb sich mit diesem Wissen als "Außenstehender" der Spannungspegel gleich nochmal rasant erhöht hat.

Hell's Kitchen ist ein Ort, der wie bereits geschrieben, seine ganz eigenen Regeln aufstellt. Die Gruppierungen die sich hier zusammenschließen haben in mir den Wunsch geweckt, nicht mal in die Nähe einer solchen Gegend kommen zu wollen. Die Innenperspektiven hingegen haben in mir ein weiteres Gefühl geweckt. Die Gefährlichkeit bleibt nach wie vor bestehen, doch ähneln diese Verbindungen auch der, einer Familie. Zumindest in der Gruppe für sich, steht jeder für den anderen ein. Auch wenn das Gesetzt hier keinerlei Fuß zu fassen schient, so gilt ein gewisser Kodex, der einen Rahmen feststeckt. Überschreitet jedoch jemand über die Maßen den eisern gesetzten Rahmen, so kommt es fast zu einer Art Zusammenarbeit zwischen den konkurrierenden Parteien. Hier hingegen gilt, kein Gefallen ist umsonst, sondern erfordert eine Gegenleistung deren Art erst zu gegebener Zeit offenbart wird.

Lediglich eine Kleinigkeit konnte ich hier nicht ganz so gut nachvollziehen. John Cohens Name versetzt die Beamten in Angst und Schrecken. Sein Bruder Butch ist bekannt für seine "Kampfkünste", ebenso wie die schlauen Köpfe hinter den beiden sie zu einem unschlagbaren Team machen. Dennoch konnte ich hier nicht wirklich ableiten, worauf die Angst der Polizisten basiert. Wir haben hier keine Rückblicke auf vergangene Fälle erhalten, die diese Furch für mich greifbar gemacht hat. Es scheint fast so, als sei John gefürchteter, als der Serienmörder, der zurzeit sein Unwesen treibt und dafür habe ich zumindest hier, keinerlei Begründung gefunden.

Ein grandioser erster Teil, dessen Fortsetzung weiteren Nervenkitzel verspricht. Denn ebenso wie Lissiana für Vicky empfindet, so verhält sich auch Johns Beziehung zu Butch, die hier einen Dämpfer verliehen bekommt.

Veröffentlicht am 27.03.2017

Die Liebe lässt Menschen auf eine Art hassen, wie sie es zuvor nie getan hatten

Beautiful Burn
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Meinung:

Ellie Edson führt ein sorgloses Leben, was die materiellen Besitztümer betrifft, doch das was ein Kind wirklich braucht, ist die Liebe ihrer Eltern. Schon früh hat Ellie versucht, die Aufmerksamkeit ...


Meinung:

Ellie Edson führt ein sorgloses Leben, was die materiellen Besitztümer betrifft, doch das was ein Kind wirklich braucht, ist die Liebe ihrer Eltern. Schon früh hat Ellie versucht, die Aufmerksamkeit ihrer Eltern auf sich zu lenken und herausgefunden, dass sie diese - wenn auch nur kurzfristig - erhält, wenn sie über die Stränge schlägt. Am Verhalten des Vaters erkennt man, dass er nur das Beste für seine Kinder möchte, doch dabei wählt er den falschen Weg. Er ist viel zu nachgiebig, was in Ellie ein anderes Gefühl aufkommen lässt: Gleichgültigkeit. Ihre Eltern schaffen es nicht, Grenzen zu setzen und diese einzuhalten, Sally hingegen lässt sich emotional nicht einspannen und liefert den Anstoß, dass Ellie arbeiten muss um sich ein eigenständiges Leben aufbauen zu können.

Alles zu haben und nichts zu fühlen, war die schlimmste Form von Selbstsüchtigkeit.

Ellie begegnen wir als exzessive Partymaus, die im Alkohol Schwerelosigkeit sucht und findet. Schnell erkennt man, dass sie keinerlei Selbstwertgefühl hat, denn hierbei handelt es sich um etwas, dass man durch die Akzeptanz und Anerkennung von Familie und Freunden erhält und sich nicht mit Geld kaufen kann. Ihre Schwester Finley ist ihre einzige Bezugsperson, alle anderen lässt sie nur kurzweilig an ihrem Leben teilnehmen, erachtet sich selbst jedoch als schlechten Einfluss, weshalb sie alle auf Distanz hält. Oftmals habe ich nicht verstanden, warum sie glaubt, ein Alkoholproblem zu haben. Teenager, Partys und Alkohol sind keine Seltenheit. Viel mehr erschien es mir, als hätte sie selbst eine so geringe Meinung von sich, dass sie sich einen derartigen Mangel so lange eingeredet hat, bis es wirklich zu einem erkennbaren Problem wurde. In jeder heiklen oder angespannten Situation bestimmt Alkohol ihr Denken. Doch erst einmal in den Teufelskreis geraten, ist es schwer einen Ausweg zu finden, wenn man niemanden hat, der bereit ist, um einen zu kämpfen. Sie selbst eingeschlossen.

Sterling wartete eine oder zwei Sekunden, bevor er sich zu mir beugte. >>Du musst ihn wirklich mögen. Ich habe dich noch nie so brutal erlebt.<<

Ellie eilt ein Ruf voraus, der nicht gerade positiv anmutet. Sie ist verunsichert und fürchtet ihren Neustart. Doch anders als sie erwartet hat, bekommt sie trotzdem eine Chance und darf sich beweisen. Eine wichtige Erfahrung deren Verantwortung sich Ellie mit Bewusstsein stellt, dies jedoch aufgrund des falschen Beweggrunds. Sie hat einen Fehler begangen, der ihr das Letzte im Leben nehmen könnte, was sie davor bewahrt in die bodenlose Schlucht zu stürzen, an deren Rand sie bereits steht. Ihr schlechtes Gewissen versagt ihr jede Art von eigenem Glück und ihre Schuldgefühle machen den Drang nach Alkohol unwiderstehlich. Vom oberflächlichen Teenager hat sich Ellie schnell in mein Herz gekämpft, weshalb es traurig war zu sehen, dass jeder Erfolg auch gleichzeitig mit einem Dämpfer verbunden ist.

>>Ich bin nicht dein Boss und du bist keine Lügnerin. Es geht nicht allein um das Geld, Ellie, und es ist traurig, weil ich beobachtet habe, wie hart du arbeitest, aber du scheinst immer noch darauf zu warten, doch zu versagen.<<

Dank Finleys Geschenk entdeckt Ellie ihr Interesse und ihre Begeisterung für Fotografie. Sie sieht die Welt durch die Linse mit neuen Augen und erfährt aufgrund ihrer tollen Schnappschüsse Lob und Zuspruch. Sie verbringt die Saison mit den Hotshots, die durch Wälder marschieren um Brände einzudämmen und deren Ausbreitung zu verhindern. Durch ihre Hand entstehen einzigartige Bilder, die ihr körperlich einiges abverlangen. Stundenlange Märsche durch unebenen Wald, sowie Einsätze, die sie über Tage hin mitverfolgt. Die mühsam errichtete Distanz zu Tyler, der nun ihr Aufpasser ist, verringert sich immer weiter, bis er den Entschluss fast für sie zu kämpfen, auch wenn Ellie es ihm in vielerlei Hinsicht alles andere als leicht gestaltet. Doch ebenso wie Ellie Edson, haben auch die Maddox-Brüder einen nicht zu übertrumpfenden Dickkopf.

Finster schaute er mich von unten an. >>Hast du nicht gehört? Ich habe dich belogen.<< >>Nein, du hast deinen Bruder beschützt.<< Nun blickte er mich direkt an. >>Und jetzt beschütze ich dich.<<

Der Nachname Edson ist jedem ein Begriff, weshalb auch einige der Hotshots eine vorgefertigte Meinung von Ellie haben. Nicht nur die muskelbepackten Männer, auch mich hat die junge Frau mit ihrem Willen und ihrer Stärke beeindruckt. Sie nimmt jede Hürde, ohne sich zu beschweren, weshalb sie sich die Anerkennung und Zuspruch von ihren neu gewonnen Freunden verdient. Sie ist für die Jungs zu einer Art Schwester geworden, die geschlossen hinter ihr stehen und sie letztendlich einen wichtigen Entschluss fassen lässt.


Charaktere:

Aus Angst etwas oder jemanden zu ruinieren oder zu verletzen, den sie liebt, verbietet sich Ellison ihr eigenes Glück und sabotiert deshalb von vorne herein alles Gute, aus Angst, es zu verlieren.


Schreibstil:

Mit Tyler führt uns Jamie McGuire einmal mehr vor Augen, dass ein Maddox, wenn er einmal liebt, niemals damit aufhören wird. In "Beautiful Burn" werden einige Kämpfe ausgefochten, sei es die Liebe eines jungen Paares oder gegen Selbsthass und -zweifel anzukämpfen, die sich hier auf vielerlei Ebenen ansiedeln und eindrucksvoll vor Augen führen, dass die Liebe Menschen auf eine Art hassen lässt, wie sie es zuvor nie getan hatten.

Obwohl ich Ellies Schwester Finley nach ihrem Rachefeldzug gerne einmal die Leviten gelesen hätte, so ist die Beziehung der Schwestern doch innig und bemerkenswert. Ellie schöpft ihren Willen, ihre Hoffnung und ihren Mut durch dieses starke Band, welches auf ihrem Weg noch von weiteren Menschen an Stabilität gewinnt. Dies schützt sie zwar leider nicht vor einem Absturz, aber es zeigt, dass sie gerade deshalb die Kraft aufbringt einen schweren, aber entscheidenden Schritt zu gehen.

Die Autorin hat hier kleine versteckte Botschaften eingebaut, die eine Liebe erst zu etwas besonderem machen, genau wie es uns Tyler hier immer wieder vor Augen führt. Egal wie schwer oder heikle die Situation auch ist, er stärkt Ellie den Rücken und lässt sich von ihrer abweisenden Fassade nicht verschrecken und genau darauf hat es die junge Frau angelegt und nimmt bei Weitem kein Blatt vor den Mund.

Ellie versteckt sich hinter ihrer Kamera und ebenso wie sie, erleben wir ihren Blickwinkel durch die Linse. Sie sieht die Einzigartigkeit des Moments und hält ihn fest. Sie fängt Atmosphären ein, die Angst, Hoffnung, Entschlossenheit und Zuversicht gleichermaßen ausstrahlen.

Wieder einmal eine rundum gelungene Geschichte mit vielseitigen emotionalen Spannungswellen.

Veröffentlicht am 26.03.2017

Ein Kampf der seit Jahrhunderten währt gewinnt an neuer Intensität.

Hüter der fünf Leben
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Meinung:

Vorfreude ist das erste Gefühl, dass uns hier erwartet und sofort auf mich über gegangen ist. Vivien stehen zwei Wochen im Jasper Nationalpark mit ihrem Vater Brian bevor. Eine Zeit, die ihr ...

Meinung:

Vorfreude ist das erste Gefühl, dass uns hier erwartet und sofort auf mich über gegangen ist. Vivien stehen zwei Wochen im Jasper Nationalpark mit ihrem Vater Brian bevor. Eine Zeit, die ihr Freiraum vom hiesigen Anwesen ihres Großvaters ermöglicht, der dem wohlbehüteten Teenager nur am Wochenende Gesellschaft leistet und darüber hinaus kein fröhlicher Zeitgenosse ist. Schon der Aufbruch ins Abenteuer wird für Vivien ein Kraftakt mit diesem, da er nicht gut auf Brian zu sprechen ist. Warum lebt der Teenager bei ihrem Großvater und woher rührt seine Abneigung gegen ihren Vater? Fragen die sich hier schnell auftun, jedoch in den Hintergrund geraten, da Vivien durch Liam in eine Fehde gerät, die unbewusst schon immer ein Teil ihres Lebens war.

Dad seufzte. >>Wenn ich es dir verbiete, jammerst du mir die restlichen Tage die Ohren voll, oder?<< >>So ist es.<< Ich zeigte ihm mein strahlendstes Lächeln. >>Und ich werde nicht müde werden, dir noch dazu ein schlechtes Gewissen einzureden.<< Er hob beschwichtigend die Hände. >>Also gut, ich kapituliere.<<

Brian und Dave sind gute Freunde, weshalb sich auch ihre Kinder, Vivien und Liam, schon seit Kindheitstagen kennen. Liam hat sich immer mehr zum Eigenbrötler entwickelt und das erste Aufeinandertreffen der Teenager nach Jahren fällt seinerseits sehr kühl und distanziert aus. Liams Verhalten ist mysteriös und einige Dinge, die Vivien während ihrer Forschungsreise durch die Natur bei ihm beobachtet, scheinen unerklärbar. Was dem Ganzen die Krone aufsetzt, seine Eltern Dave und Katie scheinen von seiner Entwicklung überhaupt nicht überrascht. Was verbirgt die Familie? Was hat es mit den Glühwürmchen auf sich, die Liam ihr Licht spenden und warum werden Viviens Träume kurze Zeit später ein Teil der Realität?

Dave und Katie habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie haben eine Verantwortung übernommen, die sie eindrucksvoll erfüllen. Sie lieben und akzeptieren ihren Sohn, wie er ist und unterstützen ihn in jederlei Hinsicht. Ebenso wie Liam selber, wissen Sie nicht, was noch alles auf sie zukommen wird und dennoch stehen sie geschlossen hinter ihm und geben ihm seinen nötigen Freiraum. Das Vertrauen was sie in ihn legen, hat mich oft berührt.

Liam ist ein toller junger Mann, der eine Reife ausstrahlt, die für einen Teenager seines Alters eher untypisch ist. Nicht nur seine Fähigkeiten, auch seine Wesenszüge, machen ihm zu etwas besonderem. Andersartigkeit ist nichts schlechtes, doch was ist, wenn man sich diese selber nicht erklären kann und keinerlei Rat oder Antworten in Büchern findet? Er distanziert sich von seinen Mitschülern und Freunde werden zu Fremden. Er fühlt sich unvollständig, weil so viele Fragen in seinem Kopf schwirren, auf die er einfach keine Antwort findet. Schon fast hat er sich damit abgefunden, nie Gewissheit zu bekommen, bis seine Selbstlosigkeit einen über Jahre währenden und gut funktionierenden Plan zunichtemacht. Vorher unsichtbar ist er jetzt ein leuchtender Punkt auf dem Radar.

Ich fühlte mich plötzlich stark und doch verletzlich - allwissend, aber auch ahnungslos. Misstrauen - Vertrauen. Hoffnung - Verzweiflung. Angst - Mut. Ich begann zu zittern, als mir bewusst wurde, dass er seine Gefühle mit mir teilte. Ich spürte seine innere Zerrissenheit, als würde sie mich selbst beherrschen.

Ebenso Vivien hat mich fasziniert. Trotz der herrischen Art ihres Großvaters, die augenscheinlich vom Erfolg seiner bekannten und erfolgreichen Kanzlei rührt, haben diese negativen Charaktereigenschaften nicht auf Vivien abgefärbt. Sie ist eine aufgeweckte junge Frau, die ihren Großvater mit Stolz erfüllen möchte, sich aber dennoch nicht seinen Willen aufzwingen lässt. Sie ist die einzige, zu der der kaltherzige Großvater eine Verbindung aufgebaut hat, doch reicht diese wirklich aus, wenn heißt: Auge um Auge?

Viele Fragen, kaum Antworten. Eine neue Komponente bringt nicht nur einen Stein ins Rollen, nein, sie löst eine ganze Lawine aus, die alles bekannte fortreißt und Tatsachen offen legt, die ein vertrautes Leben als Lüge kennzeichnen. Ein Kampf der seit Jahrhunderten währt gewinnt an neuer Intensität. Im Mittelpunkt stehen Liam und Vivien, doch haben sie eine Chance gegen eine Macht, die ihre Kräfte über einen solch langen Zeitraum messen und perfektionieren konnten?


Charaktere:

Viviens Ausflug in den Jasper Nationalpark hält nicht nur eine atemberaubende Natur bereit, sie setzt auch einen Meilenstein, der ihr bisheriges Leben als Lüge enttarnt. Sie hat einem Menschen Vertrauen geschenkt, dessen Egozentrik eine gefährliche und unberechenbare Komponente darstellt. Nach diesem Vertrauensbruch, fällt es ihr schwer zuerkennen, wer Freund und wer Feind ist. Sie nimmt die Dinge selbst in die Hand, bis sie demjenigen gegenüber steht, indem alles seinen Ursprung findet.

Liam trägt eine Bürde, von dessen Ausmaß er nur Stück für Stück eine Ahnung erhält. Seit seinem 18. Geburtstag häufen sich die Ereignisse und gewinnen an Intensität. Das Muster auf seiner Brust, welches ihn seit seiner Geburt kennzeichnet entpuppt sich als eine Art kostbare Währung, die er selbstlos verschenkt hat.


Schreibstil:

Nica Stevens entführt uns hier in eine besondere Welt, in die ich, einmal abgetaucht, gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Wir erleben hier authentische Charaktere, die mit Tiefe versehen sind, das eindrucksvolle Setting der Natur, die das Gefühl endloser Weiten aufkommen lässt und gleichzeitig mit seiner Einzigartigkeit beeindruckt. Wir dringen immer weiter in eine spannende Welt vor, die mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet und dabei gleichzeitig meine vollste Aufmerksamkeit auf sich gezogen und den Inhalt hat verschlingen lassen.

Neben unseren Protagonisten, sind es auch die Nebencharaktere, die hier einem fantastischen Rahmen den letzten Schliff geben. Leslie wird unfreiwillig in die ganze Situation hineingezogen und findet immer etwas, dass sie kritisieren kann. Dabei ist sie aber keine Nervensäge, viel mehr lockert sie die ganze Situation auf. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge und verteidigt ihre Freundin wo sie nur kann. Nachdem ersichtlich wurde, in welcher Verbindung Ray zu Liam steht, war ich erstmal befangen und stand diesem eher ablehnend gegenüber, seine Geschichte und Beweggründe jedoch offen gelegt, hat er sich direkt in mein Herz gekämpft und mich mit seinem Willen sehr beeindruckt. Dave und Katie haben hier zwar recht wenig Handlungsspielraum, doch diese sind gefüllt mit Wärme, Liebe und Geborgenheit.

Die Geschichte lässt uns Gefühle und Emotionen nicht nur miterleben, sie lässt sie uns hautnah fühlen. Ein tolles Buch, was hoffentlich nicht schon seinen Abschluss gefunden hat, denn wir haben gerade erst einen kleinen Einblick auf das Leben der Hüter und ihre Fähigkeiten erhalten, die weitaus mehr Faszination und Abenteuer versprechen lassen. Eine Welt, in die ich nur zu gerne weiter eintauchen und den Zusammenhalt von Vivien und Liam erfahren möchte.

Veröffentlicht am 13.03.2017

Tolle Diskussionen, viel Spannung und Charaktere zum Staunen

Immortal Guardians - Verfluchte Seelen
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Cover:

Wie sagt man so schön? "Ein schöner Rücken kann auch entzücken" und genau das liefert einem der muskulöse Rücken des Mannes auf dem Cover.
Er wirkt konzentriert und bereit anzugreifen. Die Dunkelheit ...

Cover:

Wie sagt man so schön? "Ein schöner Rücken kann auch entzücken" und genau das liefert einem der muskulöse Rücken des Mannes auf dem Cover.
Er wirkt konzentriert und bereit anzugreifen. Die Dunkelheit passt gut zu diesem Cover, da die Unsterblichen und Vampire Nachts am stärksten sind, dennoch sieht es so aus, als würde zwischen dem Gebäude und dem Mann langsam die Sonne aufgehen. Ein tolles Cover und eine schöne Deko für jedes Bücherregal.

Meinung:

Gleich zu Beginn der Geschichte merkt man, dass Bastien nicht nur gerne Probleme macht, er zieht sie auch magisch an. Er hat in seiner Vergangenheit schon den ein oder anderen Fehler gemacht, so dass die Leute im Netzwerk ihm negativ gegenüber treten. Als Leser jedoch merkt man, dass Bastien ein guter Unsterblicher ist, er trifft zwar Entscheidungen die des öfteren in Frage gestellt werden, er handelt aber immer nur nach bestem Wissen und Gewissen.

Bastien der immer schon mit dem schlimmsten rechnet, wenn er wieder einer seiner Entscheidungen durchgesetzt hat wurde mit noch sympatischer als er versucht seine Liebe zu Dr. Lipton zu unterdrücken versucht, da er befürchtet das sie nicht mehr die Freiheiten genießen könnte, wenn man sie mit ihn in Verbindung bringen würde. Ich finde es Schade, dass Bastien sich selber so schlecht sieht. Jeder, auch ein Unsterblicher begeht Fehler und gewisse Fehler bringen auch weitreichende Konsequenzen mit sich, dennoch hat er immer wieder bewiesen das seine Ideen gut durchdacht waren.
Ami hat durch ihre Gefangenschaft und der damit verbundenen Folter immer noch Schwierigkeiten damit sich unbeschwert im Netzwerk zu bewegen. Viele stehen hinter Ami wie beispielsweise Seth und Marcus die alles mögliche tun würden um Ami nie wieder einer solchen Gefahr auszusetzen, die bewirken könnte, dass sie Emryn wieder in die Hände gelangt. Die ist auch der Grund warum Seth mehr als wütend auf Bastien ist, als er sie ins Netzwerk bittet als dieses angegriffen wird um ihre Gabe dazu zu nutzen Emryn unschädlich zu machen.

Bastien hat mit dieser Idee viel Mut bewiesen, denn was die anderen immer wieder durch ihre Ablehnung Bastien gegenüber verdrängt haben ist, dass Ami für ihn wie eine Schwester ist und er niemals zulassen würde, dass ihr etwas geschieht. Niemals würde er zulassen, dass jemand zu Schaden kommt den er liebt dafür würde er sich lieber selber Opfern.

Melanie war mir von Anfang an sympathisch und auch die Charaktere in der Geschichte wussten sie alle sehr zu schätzen. Als Ärztin und als Mensch stellt sie immer das Wohl der anderen vor ihr eigenes uns selbst wenn sie Angst hat, stellt sie sich dieser. Toll fand ich es von ihr, dass sie sich selber eine Meinung über jemanden bildet und das sie Bastien gegenüber so viel Zuneigung gezeigt hat. Ihre Zuneigung zu ihm hat sie offen gezeigt, denn ihr war es egal was die anderen darüber denken mögen was ich sehr mutig von ihr finde. Sie verstellt sich nicht und sagt offen was sie denkt.
Bastien musterte Richart finster. >>Wenn du mich jetzt auch noch darum bittest, deinen Atem zu prüfen, dann bekommst du meine Faust gleich noch einmal zu spüren.<< Richart zeigte ihm den Stinkefinger und löste sich in Luft auf. Melanie sah Bastien an. >>Ich weiß, als Ärztin und Wissenschaftlerin sollte ich mich eigentlich sachlicher verhalten, aber das ist ja so cool.<<
Bastiens Befürchtungen konnte ich gut nachvollziehen. Er liebt Melanie und dennoch hat er Angst, dass sie irgendwann eine Seite an ihm findet, die sie abstoßen könnte. Doch dies ist nicht der Fall was seine Liebe zu ihr noch größer werden ließ.
Gemeinsam stellen sich die beiden mit dem Netzwerk immer größeren Gefahren und kämpfen zum Ende auch noch mit ihrem Feind Emryn.

Die vielen Unterhaltungen die die Charaktere in der Geschichte geführt haben, fand ich großartig. Aufgrund der Aussagen und Verhaltensweisen konnte man schnell die Unterschiede der einzelnen ausmachen und das Buch blieb immer unterhaltsam und spannend. Auch die übernatürlichen Fähigkeiten, von denen jeder eine andere besaß, führten zu vielen tollen Augenblicken in dem Buch. Die geteilte Fähigkeiten von den Unsterblichen auch die kleinsten Geräusche in noch so großer Entfernung zu hören, brachten oftmals auch viele Momente mit sich, in denen ich mir das schmunzeln nicht verkneifen konnte.

Charaktere:

Melanie (Dr.Lipton) ist eine Sterbliche und damit ihrer Arbeit immer wieder Gefahren ausgesetzt, doch anstatt sich zu fürchten und darüber nachzudenken, was passieren könnte, stellt sie das Wohl der anderen vor ihr eigenes. Sie ist ein toller Charakter, der sich selber eine Meinung zu jemanden macht und sich nicht von der anderen mitreißen lässt.

Bastien hat in seiner Vergangenheit immer wieder Fehler begangen und auch jetzt ist es immer wieder ein Reiz für ihn, die Leute in seiner Umgebung zu provozieren, nichts desto trotz ist er sehr loyal und ehrlich und bereit jeden mit seinem Leben zu schützen den er liebt.

Schreibstil:

Dianne Duvall hat viele tolle Charaktere in ihre Geschichte eingebunden. Die Charaktere Bastien und Melanie nehmen in "Immortal Guardians - Verfluchte Seelen" eine wichtige Rolle ein, aber ich finde es toll das auch die anderen Charaktere immer wieder im Mittelpunkt stehen und der Fokus nicht größtenteils auf der Beziehung des Unsterblichen und der Ärztin liegt.

Durch die Einbindung der unterschiedlichsten Charaktere erfolgt immer wieder ein Spannungsaufbau, der durch die bildhafte Beschreibung der Autorin noch deutlicher hervortritt.

Die Geschichte ist in einzelne Kapitel unterteilt in denen wir immer wieder anderen Charakteren begegnen und dadurch ihre Einstellung und Verhalten sehr gut begründet ist.

Veröffentlicht am 13.03.2017

Spannung, Abenteuer, Action und jede Menge Gefühle

Black Knights Inc. - Gestohlene Wahrheit
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Cover:

Ein Mann mit Bauchmuskeln und wunderschönen Beckenknochen lässt das Leserherz einer Frau schon höher schlagen ^^ Der Mann auf dem Cover passt gut zur Beschreibung des Charakters Nate, das einzige ...

Cover:

Ein Mann mit Bauchmuskeln und wunderschönen Beckenknochen lässt das Leserherz einer Frau schon höher schlagen ^^ Der Mann auf dem Cover passt gut zur Beschreibung des Charakters Nate, das einzige was dann nur Fehlen würde wären seine Narben.
Die Stadt im Hintergrund finde ich gut dargestellt, denn die Black Knights arbeiten oft mit Hightech Werkzeug und die Stadt sieht so aus, als würde man sie mit einer Nachtsichtbrille betrachten.
Ein tolles Cover =3

Meinung:

Der Anfang der Geschichte startet traurig, den Ali erfährt, dass ihr Bruder Grigg tot ist und der tot ihres Bruder bringt so einige Steine ins rollen.

Ali tat mir sehr leid. Sie hat ihren Bruder sehr geliebt und bei allem was man erfährt hat auch er sie unendlich doll geliebt. Die Erinnerungen von Nate und Ali über Grigg zu lesen war sehr berührend, denn es waren tolle Erinnerungen an einen einzigartigen Bruder und einen besonderen Freund. Grigg war in Alis Leben eine wichtige stütze, denn ihre Eltern kümmerten sich wohl nicht sehr gut um die beiden. Jedoch wird das Thema über die Eltern nicht genauer beleuchtet.

Jede Menge Spannung fand man schon zu Beginn des Buches, die sich noch mehr steigerte als Ali zu den Black Knights ging. Die Spannung entstand nicht nur durch das Mysterium des Todes ihres Bruders sondern auch durch die Wortgefechte zwischen Ali und Nate.
>>Ali.<< Dies war eine Warnung. >>Ja, Nate?<< Sie lächelte und klimperte mit den Wimpern. >>Du wirst mir verraten, wo ich diesen USB-Stick finde, und wenn ich dir dafür den Hintern versohlen muss, bis er Blasen schlägt.<< Dieses erotische Bild brachte ihr erschöpftes Gehirn kurzfristig durcheinander, und in ihrem Magen flatterte etwas. Was? Was sollte das denn? Wollte sie etwa, dass er ihr den Hintern versohlte? Sie hätte nie geglaubt, dass sie auf sowas stehen würde, aber wenn Nate es tat? Ja, vielleicht ...

Wie weitreichend die Bedrohung ist von denen die beiden umgeben sind, ist mir erst bewusst geworden, als man in Alis Unterwäsche Peilsender gefunden hat. Wobei ich mich schon frag wie man diese Dinger nicht spüren kann.

Nate hat sich schon in Ali verliebt als er sie das erste Mal gesehen hat, doch Grigg hat ihm sofort verklickert, dass seine kleine Schwester für ihn Tabu ist. Was soll man sagen, natürlich sagen so etwas große Brüder und ich glaube wenn Nate nicht das mit Grigg durchgemacht hätte, hätte er sich auch von diesen Worten nicht davon abhalten lassen mit Ali zusammen zu sein. Doch durch das was geschehen ist hat Nate große Schuldgefühle und befürchtet das Ali ihn deswegen hassen könnte, weshalb er sie von vorneherein auf Abstand hält, was ihn jede Menge Kraft kostet und er auch mal schwach wird und seinen Gefühlen nachgibt.
Ich kann Nates Gewissensbisse gut nachvollziehen obwohl diese völlig unberechtigt sind. Grigg war ein toller Mensch und für Nate ein wichtiger Freund, doch letztendlich war es der größte Freundschaftsbeweise dem er Grigg geben konnte und das hat ihm jede Menge Mut und Kraft abverlangt.

Auch Alis Dickkopf den sie genau durchzusetzen weiß bringt jede Menge Unterhaltung mit in die Geschichte. Ihre kleine Macke immer wie ein Wasserfall zu reden, wenn sie Angst hat oder nervös ist, macht sie umso sympathischer. Auch ihre Gedankengänge, die immer sehr genau dargestellt werden passen gut zu den einzelnen Situationen was einem ebenfalls ermöglicht schnell Zugang zu ihrem Charakter zu entwickeln.
Die Männer der Black Knights sind schon alle eine Marke für sich. Die Wortgefechte zwischen ihnen brachten mich immer wieder zum schmunzeln und auch dass die Männer in der nähe der Frauen versuchen das Fluchen zu vermeiden, wobei die Betonung auf versuchen liegt ^^
Die Black Knights unterscheiden sich sehr voneinander, aber wenn es um die zusammenarbeit geht, wischt eine Hand die andere, man kann sie schon fast als Familie bezeichnen.

Das Buch war unglaublich spannend und fesselnd und leider viel zu schnell zu ende. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band und bin gespannt ob Becky und Frank endlich mit ihren gegenseitigen Gefühlen rausrücken.

Charaktere:

Ali ist stur und dickköpfig aber das nicht im negativen Sinne. Sie weiß was sie will und setzt das mit ihrem Mundwerk immer wieder um. Sie liebt Ihren Bruder und ist bereit alles über seinen Tod in Erfahrung zu bringen auch wenn sie sich dafür selber Gefahren aussetzen muss. Ach ja und das ist auch noch Nate der sie sehr fasziniert, sie mit seinem einsilbigen Antworten aber auch immer wieder zum rasen bringt. Sie entdeckt ganz andere Seiten an sich, denn als Kindergärtnerin liegt es ihr eigentlich gar nicht zu Fluchen und gewalttätig zu werden und all diese unbekannten Regungen in ihr weckt Nate.

Nate (Ghost) bewahrt in den gefährlichsten Situationen immer wieder einen kühlen Kopf, wobei es ihm gelingt alles um sich herum zu vergessen und nur seinen Gegner zu fokussieren - wäre da nicht Ali die er mit seinem Leben zu schützen versucht. Doch seine Gefühle für sie versucht er zu unterdrücken, denn er befürchtet, dass die Last die er mit sich herum trägt Ali von sich stoßen könnte.

Frank (Boss) ist der Chef der Black Knights Inc. Er ist ein liebenswerter Charakter der einen mit seinen kleinen Ticks immer wieder zum lächeln bringt. Jedes seiner Teammitglieder ist ihm wichtig, doch für Becky hegt er ganz besondere Gefühle. Er liebt sie weshalb er auch mit allen Mitteln verhindern möchte, dass sie ein Mitglied der Black Knights wird, denn dann wäre sie Gefahren ausgesetzt und das ist das letzte was er möchte.

Rebecca (Rebell) ist ganz schön neugierig und versucht sich mit Hilfe der Black Knights alle wichtigen Kenntnisse anzueignen um eines Tages ein richtiges Mitglied der Black Knights zu, denn das ist ihr großer Traum. Sie ist sehr sympathisch, vor allem als man von ihrer kleinen Macke erfährt - sie hat ihre sucht zu Rauchen gegen die Sucht nach Lollies ersetzt.

Schreibstil:

Julie Ann Walker hat mich mit ihrem Schreibstil fasziniert. Ihr ist es gelungen jedem Charakter eine ganz eigene Persönlichkeit zu geben und sie so gekonnt in die Geschichte eingebaut, dass keiner weg zu denken war. Sei es Ozzi mit seinen kleinen Film Ticks oder Frank mit seinem "Rebecca! Verdammt!"
Durch diese kleinen Elemente fühlte ich mich so sehr in die Geschichte hineinversetzt, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Der Aufbau des Buches und die Gliederung der einzelnen Kapitel, in denen die immer wieder zwischen den Sichten der Charaktere gewechselt wird hat mir sehr gefallen. So wusste man ungefähr, was der Feind geplant hat und was die Black Knights erwartete.