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Veröffentlicht am 22.07.2021

Eine fantastische, starke Protagonistin und eine Geschichte, die ich nur so verschlungen habe

Witchghost
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INHALT:

Cass ist die letzte verbleibende Hexe der mächtigen Castairs-Familie, doch sie weigert sich ihre Fähigkeiten zu verwenden. Doch dann zieht sie unfreiwillig zu Hexer Wittmore, der alles daran setzt ...

INHALT:

Cass ist die letzte verbleibende Hexe der mächtigen Castairs-Familie, doch sie weigert sich ihre Fähigkeiten zu verwenden. Doch dann zieht sie unfreiwillig zu Hexer Wittmore, der alles daran setzt sie zu überzeugen es doch zu tun. Sie bleibt bei ihrer Meinung, bis ihr plötzlich der Geist einer rachsüchtigen, verzweifelten Frau erscheint. In welchem Zusammenhang steht sie zu den mysteriösen Todesfällen, die aktuell das Dorf erschüttern. Und so begibt sich Cass auf eine Spurensuche, die sie in dunkle Teile der Geschichte führt...Dabei unterstützt wird sie von Luke, dem undurchschaubaren Helfer des Hexers. Doch wem kann sie wirklich vertrauen?

MEINE MEINUNG:

Das Cover ist zweifelsohne ein echter Eyecatcher und so musste ich unbedingt wissen, welches Buch dahinter steht und was die Geschichte des Mädchens ist. Schon die Leseprobe hat mich mit einem flotten Schreibstil und eher kurzen Kapiteln neugierig gemacht, sodass ich mich wahnsinnig neugierig auf mein bisher erstes Buch von Lynn Raven gestürtzt habe.

Schon nach wenigen Seiten hatte mich Cassandras Geschichte nur so aufgesogen. Die Kombination aus unser alltäglichen, modernen Welt und die Traditionen der Hexen, alles umrahmt von einer düsteren, mysteriösen Atmosphäre. Der Schreibstil ist wie schon gesagt sehr einfach und schnell zu lesen, sodass ich mich ganz auf die Handlung einlassen konnte. Denn die hat wirklich einiges an Schwung. Von der ersten Seite an passiert unglaublich viel, immer wieder tauchen neue Plotstränge auf und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Im Nachhinein fällt mir auf, dass manche davon vielleicht gar nicht nötig gewesen wäre und andere dafür viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätten, aber während des Lesens ist mir das nicht aufgefallen.

Erzählt wird hauptsächlich aus Cassandras Perspektive, ab und zu gibt es Einblicke in Sarah Warrens` (der Geist)Leben bzw. das ihres Manns William und ganz selten kommt auch Ann zu Wort. Ich mochte die Mischung, da ich so die Chance hatte Sarah besser kennen zu lernen um zu verstehen, was sie zu dem Geist werden hat lassen, der sie jetzt ist. Gleichzeitig kann man so sehr gut "mitermitteln" und erfährt als Leser sogar relativ schnell, wer nun am Tod der Männer und an Sarah Warrens Leiden Schuld ist. Mich hat das nicht gestört, aber ich habe mitbekommen, dass es anderen Leser nicht gefallen hat.

Cassandra ist eine sehr starke, mutige Protagonistin, die mich vorallem mit ihrer trockenen Art und ihrem Humor überzeugt hat. Sie ist nicht auf dem Mund gefallen, hat einiges im Kopf und weiß ziemlich genau, was sie will. Also praktisch das Gegenteil der grauen Maus, die man sonst gerne mal in Jugendbüchern antrifft. Sie weiß viel über das Hexen und genießt es auch diese Macht einzusetzen. Für mich war ihre ganze Art einfach nur unglaublich erfrischend und ich habe mir einige Zitate angestrichen, die mich zum Lachen gebracht haben. Luke dagegen bleibt lange Zeit undurchschaubar, wir erfahren nicht viel über ihn, genauso wie auch über Ann. Luke ist ein aufmerksamer, lieber Junge, der gemeinsam mit Cass ein tolles Team bildet. Ihre Liebesgeschichte wurde eher langsam erzählt und der Fokus der Handlung lag nicht darauf, aber trotzdem war sie ein wirklich nettes Extra und mir hat gefallen, wie sehr sich die beiden necken.

Die ganze Hexenthematik ist etwas, was mir nach dem Lesen immer ziemlich nachgegangen ist. In der Vergangenheit sind so vielen Frauen (und auch Männern) wirklich schreckliche Dinge angetan worden, unschuldigen, klugen Menschen, die helfen wollten. Ich finde das Thema hätte man in dem Buch eventuell noch etwas tiefer aufarbeiten können. Allgemein sind am Ende viele Fragen für mich nicht beantwortet worden, es gab einige Lücken in der Aufklärung und ich hätte mir mehr gewünscht. Einiges ging zu leicht, einiges ging zu schnell und wieder anderes wurde gar nicht angesprochen. In manchen Punkten wurde da meiner Meinung nach nicht ganz ausgeschöpft. Einen zweiten Band wird es aber wohl nicht geben, denn mit dem Epilog schafft die Autorin ein rundes, fast schon sehr idyllisches Ende.

FAZIT:

"Witchghost" ist ein unglaublich fesselnder, msyteriöser Roman mit einer starken, klugen Protagonistin, den ich innerhalb weniger Tage verschlungen habe. Die Handlung ist voller Wendungen und das Thema mit den Hexen hat das Buch zu etwas besonderem gemacht.

4,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 11.06.2021

Ganz viel Gefühlwirrwarr und wunderbare Protagonisten

Mit dir leuchtet der Ozean
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INHALT:
Penny ist anfangs wenig begeistert, als sie ohne ihre beste Freundin Nathalie in einem Urlaubsresort auf Fuerteventura landet um dort als Animatorin zu arbeiten. Doch schon nach wenigen ...

INHALT:
Penny ist anfangs wenig begeistert, als sie ohne ihre beste Freundin Nathalie in einem Urlaubsresort auf Fuerteventura landet um dort als Animatorin zu arbeiten. Doch schon nach wenigen Stunden trifft sie auf Milo – Milo, den sie von ihrer ehemaligen Schule kennt, Milo, der gedealt und Autos gestohlen haben soll und Milo, mit dem sie den ersten um besten Kuss ihres Lebens hatte. Und obwohl sie das alte Prickeln zwischen ihnen fühlt, ist da – neben dem leichten Fragezeichen wegen seiner Vergangenheit – auch noch Helena, ihre sympathische und offene Zimmernachbarin…und Milos Freundin.

MEINE MEINUNG:
Wer mich kennt weiß, dass ich Liebesgeschichten praktisch inhaliere, aber einen Roman, der in einem All-inclusive-Club spielt, habe ich tatsächlich noch nicht gelesen. Und weil Lea Coplin mich außerdem in der Vergangenheit bereits überzeugt hat, war „Mit dir leuchtet der Ozean“ ein absolutes Must-Read für mich.

Wie gewohnt habe ich durch den angenehmen, leichten Schreibstil, der meiner Meinung nach aber trotzdem immer wieder kleine „Wow-Sätze“ und Tiefe einbaut, mühelos in die Geschichte gefunden. Erzählt wird aus den Perspektiven von Milo und Penny, sodass wir Einblick in beide Gedanken und Gefühle bekommen.
Und die sind so echt, dass ich manchmal nur dasaß und mir dachte: Ich habe das Gefühl ich lese in einem extrem persönlichen, sehr ehrlichen Tagebuch.

Penny ist eine eher, ruhige, in sich gekehrte Protagonistin, die nach außen vielleicht schnell mal ruppig wirken kann. Sie hat eine klare Meinung, steht nicht gerne im Mittelpunkt, ist sarkastisch und drückt sich auch durch ihren besonderen Kleidungs- bzw. Make-Up-Stil aus. Ihre direkte Art hat mir sehr gut gefallen. Und auch Milo habe ich sehr in mein Herz geschlossen. Man spürt, wie sehr er manchmal mit seiner Vergangenheit kämpft, so sehr damit abschließen will und gleichzeitig einsehen muss, dass er nicht ändern kann, wer er eben ist – aber das ja vielleicht auch gar nicht nötig ist. Er ist sehr aufmerksam, liebevoll und ebenfalls eher in sich gekehrt, was er jedoch teils erfolgreich hinter seiner „Solana-Sunshine-Fassade“ verbirgt.

Die Anziehung zwischen den Beiden war vom ersten Moment an deutlich spürbar, aber gleichzeitig auch all das Wirrwarr an Gefühlen und dem verzweifelten Versuch sich gegen diese zu wehren um Helena nicht zu verletzen. Und das war genau der Punkt bei dem ich anfangs skeptisch war: Möchte ich eine Liebesgeschichte lesen, in der der Protagonist eigentlich eine Freundin hat und in der diese sehr wahrscheinlich verletzt bzw. fallen gelassen wird? Ich war mir nicht sicher. Jetzt kann ich aber sagen: Falls ihr die gleiche Sorge habt, zumindest für mich war sie unberechtigt. Man kann deutlich fühlen, wie sehr die beiden versuchen gegen ihre Empfindungen zu kämpfen, obwohl sich zwischen ihnen doch alles so vertraut und natürlich anfühlt. Dieser Konflikt wurde einfach wunderschön und sehr authentisch dargestellt.

Auch, wenn der Fokus auf den inneren Konflikten und Entwicklungen der Charaktere liegt, hat mir natürlich auch der „Solana Sunshine“ -Club als Location sehr gut gefallen. Gerade in Zeiten von Corona tut es richtig gut, zumindest im Kopf ein bisschen Urlaub zu machen! Die Nebencharaktere waren ebenfalls toll gestaltet, besonders Helena mochte ich irgendwie 😊 Und ganz leise wird auch noch die Botschaft vermittelt: Nicht alles ist so, wie es scheint. Urteilt nicht so schnell.

FAZIT:
„Mit dir leuchtet der Ozean“ ist ein wunderschöner Roman, der die Geschichte von Penny und Milo mit vielen inneren Konflikten, ganz viel Vertrauen und vor allem verdammt viel Ehrlichkeit erzählt. Außerdem bekommt man ein richtiges Urlaubsfeeling durch die tolle Location!

4,5 von 5 Sternen


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Veröffentlicht am 21.03.2021

Willkommen zurück bei den Huntern! Voller Action, besonderen Charkteren und einer einzigartigen Atmosphäre

Midnight Chronicles - Blutmagie
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Zuerst einmal ein großes Dankeschön an die Jury und den Lyx-Verlag, dass ich Mitlesen durfte!

Inhalt:
Einst waren sie unzertrennlich: Die toughe, zielstrebige Cain, die unbedingt Leiterin des Hunterquartiers ...

Zuerst einmal ein großes Dankeschön an die Jury und den Lyx-Verlag, dass ich Mitlesen durfte!

Inhalt:
Einst waren sie unzertrennlich: Die toughe, zielstrebige Cain, die unbedingt Leiterin des Hunterquartiers in Edinburgh werden möchte und Warden, ihr Kampfpartner, der mit ihr sämtliche Blutsauger vernichtet. Jetzt - einige Jahre später - reden die Beiden kein Wort mehr miteinander. Doch dann kommt Warden zurück nach Edinburgh und bevor sie sich versehen, sind sie gezwungen gemeinsam nach Isaac, dem Anführer der Vampire, zu suchen. Dabei wird schnell klar, dass da noch einiges zwischen ihnen unter der Oberfläche brodelt...Aber können sie das Geschehene wirklich hinter sich lassen? Und welche Geheimnisse hat der Vampirkönig?

Meine Meinung:
Den ersten Band der Midnight Cronicles mochte ich ausgesprochen gerne: Roxy und Shaw waren tolle Charaktere und auch, wenn ich mir an manchen Stellen noch mehr Spannung gewünscht hätte, habe ich die Atmosphäre und die Welt einfach nur geliebt. Deshalb habe ich dem zweiten Band nur so entgegengefiebert.
Und eins muss man den Autorinnen wirklich lassen: Innerhalb von wenigen Seiten hatten sie es geschafft mit dem lockeren, humorvollen und gleichzeitig detaillierten Schreibstil die typische Atmosphäre der Hunterwelt aufzubauen und mich in die Geschichte "hin einzusaugen".

Cain ist eine Protagonistin, die ich sehr erfrischend fand. Sie ist intelligent, mutig und weiß, was sie will - diese Dinge strebt sie dann zielstrebig und mit all ihrem Herzblut an. So kämpft sie zum Beispiel dafür, dass Frauen in der Hunterwelt öfter in führenden Positionen eingesetzt werden. Ich mochte die Mischung aus diesem nach außen hin fast schon perfektem Bild und ihrer weichen, empathisches und verletzlichen Seite sehr gerne.
Mit Warden bin ich das ganze Buch über nicht zu hundert Prozent klar genkommen. Meiner Meinung nach sind seine Gefühle gut nachvollziehbar, aber trotzdem hat er auf mich einen Großteil des Buches eher angespannt, bitter und vielleicht auch etwas arrogant gewirkt.
In Kombination waren die beiden aber wirklich schön zu lesen, egal, ob es die Wortgefechte oder dann auch in einer der beeindruckenden Kampfszenen war.

Auf den ersten ca. hundertfünfzig Seiten haben wir genügend Zeit Cain und Warden kennenzulernen, denn der Roman beginnt eher ruhig. Durch Rückblenden bekommt man Einblick in die Vergangenheit der Protagonisten und sieht gleichzeitig, wie viel sich im Vergleich zur Gegenwart geändert hat. An sich finde ich es schön, dass sich die Hunter so schon bald sehr vertraut angefühlt haben, andererseits hat mir schon etwas die Spannung gefehlt. So habe ich mich öfters mal gefragt, wann denn nun etwas passiert, was die Geschichte wirklich weiterbringt. Irgendwo liegt das vielleicht auch an der Länge der Reihe – die Spannung muss natürlich die ganze Zeit gehalten werden, viele Geheimnisse müssen noch gewahrt bleiben.
Trotzdem hätte für mich einfach etwas mehr passieren müssen.
Im letzten Drittel des Buches geschieht dann auf einmal wahnsinnig viel. Eine unerwartete Wendung jagt die nächste, ich konnte „The Midnightcronicles“ praktisch nicht mehr aus der Hand legen. Gut gefallen haben mir auch die Kampfszenen, welche zwar genau, aber absolut nicht langweilig beschrieben wurden. Insgesamt liebe ich außerdem die Atmosphäre des Buches, die mich dann auch über die etwas ungünstig verteilte Handlung getragen hat.

Einige alte Bekannte aus dem ersten Band treffen wir ebenfalls wieder – so spielen auch Romy und Shaw eine kleine Rolle und Kevin, der Todesbote und gleichzeitig Humor bringende Charakter, darf sogar noch mehr Raum als im ersten Band einnehmen 😊

Die Nebenpersonen aus Edinburgh dagegen haben mich etwas enttäuscht. Gerade Cains beste Freundin Ella war für mich leider sehr blass.
Jetzt habe ich doch einige Kritikpunkte geäußert, dabei habe ich den Roman wirklich verschlungen und tauche immer wieder gerne in die Welt der Hunter ein. Ich freue mich im nächsten Band mitzuerleben, wie es mit allen weitergeht – spannend wird es bestimmt, den der Roman endet mit einem gemeinen Cliffhanger.

FAZIT:
Es war wirklich schön wieder in die Welt der Hunter einzutauchen und ich habe es sehr genossen Cain und Warden auf ihrem Weg zu begleiten. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Spannung etwas ausgeglichener auf den den Roman verteilt gewesen wäre.
4, 5 von 5 Sternen

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 27.04.2020

Interessante, aber humorvoll verpackte Fakten mit sehr leckeren Rezepten!

Wellness Rebel. Diätbullshit erkennen und Essen wieder lieben lernen
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Zuerst einmal ein großes Dankeschön für das Leseexemplar und die tolle Leserunde!

Inhalt:

Ständig werden wir im Alltag mit den neusten Diättrends konfrontiert, die uns endlich zur Traumfigur führen sollen ...

Zuerst einmal ein großes Dankeschön für das Leseexemplar und die tolle Leserunde!

Inhalt:

Ständig werden wir im Alltag mit den neusten Diättrends konfrontiert, die uns endlich zur Traumfigur führen sollen oder die perfekte, gesunde Ernährung darstellen. In ihrem Buch „Wellnessrebel“ klärt uns die studierte Ernährungswissenschaftlerin Pixie Turner über „Bullshit-Diäten“ auf, denn diese sind einfach nur das: Bullshit. In unterschiedliche Kapitel mit Themen wie Gluten, Superfood, Rohkost… aufgeteilt, gibt es anschließend immer zum Thema passende, leckere Gerichte.

Meine Meinung:

Ich habe mich für dieses Buch beworben, weil ich selbst jahrelang unter einer Essstörung gelitten habe, weshalb ich immer auf der Suche nach guten Büchern bin, die ein normales und gesundes Verhältnis zum Essen – das liebe ich nämlich :D – vermitteln.

Zuerst einmal ist das Buch wirklich wunderschön gestaltet: Es ist hochwertig verarbeitet, hat angenehm dicke Seiten, ordentlich und sinnvoll sortierte Texte, die sich mit farbenfrohen Bildern abwechseln und Fußnoten am Rand des Geschriebenen um das Wichtigste nochmal hervorzuheben.

Als Einstieg ins Buch erzählt Pixie Turner ihre eigene Geschichte, sodass man sich als Leser besser vorstellen kann, wer sie ist und auch versteht, wie sie selbst lebt und isst. Mir hat in diesem Abschnitt besonders gut gefallen, dass Pixie hervorhebt es gebe kein „böses“ Essen und dafür wirbt Essen wieder lieben zu lernen. Ihr Schreibstil ist informativ, aber gleichzeitig auch humorvoll und manchmal etwas sarkastisch, wodurch man beim Lesen nicht das typische „Sachbuch-Feeling“ hat, sondern eher den Eindruck eines Gesprächs mit einer Freundin.

Damit wir überhaupt verstehen von was Pixie redet, stattet sie und im nächsten Abschnitt mit den wichtigsten Infos über Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Ballaststoffe, Vitamine und Mikronährstoffe aus. Meiner Meinung nach waren die Fakten gut und verständlich in sinnvoll gegliederte Texte gepackt.
Und dann starten wir endlich in die verschiedenen Diäten. Nacheinander erklärt die Autorin jeweils die Grundideen der Anhänger & warum diese Bullshit sind und rundet das Kapitel dann mit zum Thema passenden Rezepten ab. Diese zeigen wie man lecker (und auch gesund) Fette, Zucker und Co essen kann. Zu jedem Gericht gibt es ein farbenfrohes, wirklich ansprechendes Foto, sodass ich praktisch bei allen dachte „ohh, das will ich nachmachen und ohh, das auch.“ Über der Zubereitung sagt Pixie in liebevollen Kommentaren noch einmal zusätzlich etwas zu den positiven Aspekten der Bestandteile oder nimmt die eben besprochene Diät etwas auf den Arm.

Die Abschnitte Fette, Gluten, Basen-Diät und Rohkost haben mir am besten gefallen, danach habe ich mich wirklich angenehm informiert und in meiner bunten „Ich esse alles in Maßen“-Ernährungstheorie bestätigt gefühlt. Es geht aber nicht nur um das Essen an sich: Die Autorin spricht auch Themen wie das Kaufen von teureren Produkten als Statussymbol oder das Werben für „Wunderheilmittel“ an. Bei den Abschnitten Detox und Superfoods war ich dagegen überrascht (und teilweise auch geschockt), denn die meisten Lebensmittel bzw. Detox-Methoden kannte ich gar nicht (z.B. Kaffeeinläufe?!). Gerade bei den Superfoods hätte ich mir dementsprechend gewünscht, dass auch weniger exotische oder eben unsere heimischen „Wunderlebensmittel“ thematisiert werden. Etwas enttäuscht war ich tatsächlich von dem Abschnitt zum Thema Zucker. Zwar wird ganz viel über die Verarbeitung der verschiedenen Arten und auch über künstliche Süßstoffe gesprochen, aber für mich kam nicht ganz rüber, was „ihr Punkt ist“. Auch wurde mir teilweise aus zu vielen, weniger aussagekräftigen Studien zitiert. Allgemein gibt es einige Punkte im Buch (z.B. Bio), an denen ich Pixies Meinung nicht teile, jedoch war das meiste für mich logisch und - soweit ich es nachvollziehen kann – wissenschaftlich korrekt ausgeführt.

Zum Abschluss gibt einem die Autorin noch einen kleinen Leitfaden mit, wie man sich gesund – sowohl für den Körper, wie auch den Kopf – ernähren kann und wie man sich nicht so leicht von neuen Diäten aus der Ruhe bringen lässt. So endet das Buch sehr positiv und sagt deutlich: Genießt euer Essen, seid glücklich und vergesst nie: Diäten sind Bullshit!

FAZIT:

Das Sachbuch „Wellnessrebel“ von Pixie Turner ist nicht nur wunderschön gestaltet, sondern auch sehr informativ, aber gleichzeitig überhaut nicht trocken zu Lesen. Die Erklärungen sind gut nachzuvollziehen und alle Rezepte machen Lust auf gesunde, aber leckere Ernährung!

4,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 11.06.2018

Gute Fortsetzung mit wenigen Längen

Save You
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Nachdem Band 1 ja einen ziemlichen Hype ausgelöst hatte, sind jetzt natürlich alle gespannt auf Band 2:
Lässt sich der fiese Cliffhanger wieder gut lösen? Wie geht die Geschichte um Maxon Hall weiter? ...

Nachdem Band 1 ja einen ziemlichen Hype ausgelöst hatte, sind jetzt natürlich alle gespannt auf Band 2:
Lässt sich der fiese Cliffhanger wieder gut lösen? Wie geht die Geschichte um Maxon Hall weiter? Und ist Band 2 wirklich lesenswert? All das beantworte ich jetzt...

Bevor es aber los geht möchte ich ein riesiges Dankeschön an die lesejury loswerden: Die Leserunde war wieder ein tolles Erlebnis, Danke, dass ich dabei sei durfte! Danke, natürlich auch an Mona Kasten für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Das Cover finde ich wieder sehr gelungen, es zeigt den Luxus der Maxon Hall und stimmt gut ein.

Praktisch von der ersten Seite an war ich wieder mitten in der Geschichte. Der Schreibstil war gewohnt angenehm zu lesen, sodass die Seiten nur so verflogen.
Eine entscheidende Erneuerung gab es: 2 neue Perspektiven, die Schwestern von Ruby und James: Lydia und Ember. Erst war ich etwas skeptisch, ob das die Geschichte nicht mehr aufhält oder alles zu wirr wird, aber inzwischen muss ich ehrlich zugeben, dass ich die Beiden teilweise am liebsten mochte. Der frische Wind hat in jedem Fall gut getan, auch wenn die Beiden dann doch leider nicht sehr oft zu Wort kamen.

Bei Ruby und James dagegen hatte ich dieses Mal einige Probleme...Mona Kasten hat sich wirklich Mühe gegeben ihre Annäherung realistisch, also eher schwierig zu gestalten. An sich eine gute Sache - soll ja auch nicht immer gleich alles klappen - , aber dadurch entstanden an einigen Stellen doch ziemliche Längen.
Allgemein ist gefühlt weniger passiert.

Ich mochte, dass wir ziemliche viele der alten "Nebenpersonen" jetzt auch etwas ins Rampenlicht rücken dürfen, so habe wir z.B. viel mehr von James Jungs oder Rubys Familie mitbekommen.
Trotzdem denke ich, dass das Ganze in etwas kürzer noch mitreißender gewesen wäre.
Ohne zu viel sagen zu wollen: Das Ende kommt wieder ziemlich überraschend und meiner Meinung nach auch etwas zu hart. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie Mona Kasten all die offenen Fragen und Probleme in einem Buch klären möchte.

Also, zur großen Frage: Ist Band 2 besser als Band 1?
Ich kann eigentlich nur sagen: Anders, einfach völlig anders.
Währrend wir im ersten Teil den Fokus deutlich auf Ruby und James und deren verschiedenen Welten haben, dürfen jetzt plötzlich gefühlt alle anderen auch noch mitmischen. Ich persönlich mochte das, Leser die aber liebe nur eine Liebesgeschichte haben, sind mit diesem Buch vielleicht nicht hundertprozentig glücklich.

FAZIT:
Der zweite Band konnte meiner Meinung nach ebenfalls überzeugen, auch wenn einige längen den Handlungsverlauf etwas stocken lassen.
Viele Geschichten mischen sich, wer das nicht mag, wird vielleicht Schwierigkeiten haben.
4,5 von 5 Sternen

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