Profilbild von Ellen_Lang

Ellen_Lang

Lesejury Profi
offline

Ellen_Lang ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ellen_Lang über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2021

Ein Wohlfühl-Liebesroman mit Herz (-schmerz) und Humor

Sommer im kleinen Glückscafé
1

Miriam kommt nach ihrem Studium und einiger Welterfahrung mehr, wieder in ihr Heimatort Lerchenbach ins idyllische Bayern zurück. Sie sprüht voller Elan und Tatendrang und eröffnet ein kleines Café in ...

Miriam kommt nach ihrem Studium und einiger Welterfahrung mehr, wieder in ihr Heimatort Lerchenbach ins idyllische Bayern zurück. Sie sprüht voller Elan und Tatendrang und eröffnet ein kleines Café in der Ortsmitte. Doch zu ihrem vollkommenen Glück fehlt ihr nicht nur die notwendige Kundschaft sondern auch ein Mann an ihrer Seite. Ein Hundewelpe wird vor ihrem Café ausgesetzt und sie lernt den sympathischen Tierarzt Marius kennen. Doch als sie erfährt, dass ihr Ex-Freund Leon auch wieder nach Lerchenbach zurückzieht, bereitet ihr das Herzschmerzen. Schließlich ist er daran Schuld, dass sie sich bisher keinen Mann mehr öffnen konnte….
Miriam ist eine mutige Frau, die sich in den Ort ihrer Kindheit neu verliebt und sich daran erfreut Menschen etwas Gutes zu tun. Sie ist sehr sympathisch und authentisch. Die Autorin hat ein großes Talent, den Leser nach Lerchenbach zu entführen und die Gegend malerisch zu erzählen. Die Geschichte liest sich flüssig und man fühlt sich einfach wohl. Das Ende der Geschichte ist vorhersehbar und ohne große Überraschungen. Ein bisschen hat mir der Reiz der Geschichte gefehlt. Aber es ist einfach ein Wohlfühlbuch mit Herz und Humor.
Das Cover fängt die Stimmung des Romans sehr gut ein. Idyllisch, verträumt, tolle Kulisse und ein süßer Hundewelpe ist auch mit dabei.
Fazit:
Für gemütliche Stunden genau das richtige. Keine großen Überraschungen, dafür aber viel Liebe und Fröhlichkeit und Humor findest du in diesem Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 09.06.2021

Der zweite Teil einer großen Liebesgeschichte

House of Scarlett
0

Scarlett Priest ist eine reiche aber nicht verzogene Frau, die hart dafür arbeitet ihren Traum (einen eigenen Store) zu verwirklichen. Gabriel Legend arbeitet auch hart an seinem Traum. Eine große prunkvolle ...

Scarlett Priest ist eine reiche aber nicht verzogene Frau, die hart dafür arbeitet ihren Traum (einen eigenen Store) zu verwirklichen. Gabriel Legend arbeitet auch hart an seinem Traum. Eine große prunkvolle Veranstaltungslocation. Leider schreibt er nur rote Zahlen. Auch wenn beide ihre Träume verwirklichen, kommen sie doch aus zwei ganz unterschiedlichen Welten. Scarlett ist in einem guten Elternhaus aufgewachsen und hatte eine gute Kindheit. Legend hat sich schon immer durchkämpfen müssen und auch sehr viel einstecken müssen.
Der erste Band endet mit einem Cliffhanger und dieses Buch schließt direkt daran an. Gabriel Legend ist der Meinung er verdient Scarlett nicht und stößt sie von sich. In dieser Geschichte geht es um große Gefühle, wie Schuld, Verletzlichkeit, Enttäuschung und natürlich sexuelle Anziehungskraft und Liebe.
Die Geschichte ist authentisch geschrieben. Der Sprachstil der Autorin begeistert mich, und obwohl ich mehr Action von den vorherigen Romanen der Autorin gewohnt bin, wurde es doch nie langweilig. Das Buch endet wieder mit einem Cliffhanger und ich werde sofort auch noch den dritten Teil der Reihe lesen „müssen“.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2021

605 Seiten Spannung - ein Krimi im Krimi

Die Morde von Pye Hall
0

Eine verschachtelte Krimigeschichte. Der achte Band von Alan Conway über den berühmten Detektiv Atticus Pünd, ist unvollständig. Die Geschichte handelt von den Morden von Pye Hall. Die Haushälterin stirbt. ...

Eine verschachtelte Krimigeschichte. Der achte Band von Alan Conway über den berühmten Detektiv Atticus Pünd, ist unvollständig. Die Geschichte handelt von den Morden von Pye Hall. Die Haushälterin stirbt. War es wirklich ein Unfall oder gar Mord? Kurz darauf stirbt der Eigentümer Magnus Pye. Ihm wird der Kopf abgehakt. Als Atticus Pünd der Lösung sehr nahe ist, hört der Kriminalroman auf. Die Lektorin, Susan Ryhland macht sich auf die Suche nach den letzten Seiten. Doch Alan Conway hatte einen tödlichen Unfall.
Der Autor Anthony Horowitz entführt uns hier in einen Krimi im Krimi. Das schon allein, ist eine geniale Idee. Und beide Krimis, sowohl der fiktive von Alan Conway, wie der echte Tod von ihm, müssen zwangsläufig zusammenhängen. Es gibt zu viele Hinweise darauf. Anthony Horowitz schickt hier die Lektorin und etwas unbeholfene Susan auf Verbrecherjagd. Dies macht sie vor allem mit viel Ehrgeiz und sie verbeißt sich richtig in die Sache.
Der Schreibstil ist manchmal etwas ausschweifend und man weiß als Leser nie, ob der Autor einen an der Nase herumführen möchte oder es sich um Kalkül handelt. Auf jeden Fall steckt viel Planung und ein gutes Gespür für knifflige und spannende Unterhaltung dahinter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2021

Aufstieg und Fall einer Berühmtheit

Die Tänzerin vom Moulin Rouge
3

Louise Weber ist ein 19-jähriges Mädchen mit viel Fantasie und Energie. Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts in Paris. Louise und ihre Mutter sind alleine und versuchen als Wäscherinnen über ...

Louise Weber ist ein 19-jähriges Mädchen mit viel Fantasie und Energie. Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts in Paris. Louise und ihre Mutter sind alleine und versuchen als Wäscherinnen über die Runden zu kommen. Doch Louise will mehr. Sie will das Leben und die Liebe spüren. Sie liebt das Tanzen, ist aufmüpfig und sehnt sich nach Anerkennung. Sie bricht aus ihrem Leben aus, lässt ihre Mutter zurück und beginnt aufreizend vor Publikum zu tanzen und Aktfotographien zu verkaufen. Sie hat Erfolg und lässt sich unter anderem im Moulin Rouge feiern. Freiheit und Selbstbestimmung ist ihr Motto. Wird sie auch die Liebe ihres Lebens finden?

An dieser Romanbiographie hat mich besonders der Schreibstil der Autorin fasziniert. Dieser ist lebendig und voller Fantasie. Genauso wie Louise. Man kann sich von dem Buch verzaubern lassen und die Leichtigkeit auf dem Montmartre spüren. Louise Weber ist eine reale Person die von 1866 bis 1929 in Paris gelebt hat. Die Kulisse und Eindrücke in Paris sind sehr lebendig beschrieben und das macht den Reiz dieses Buches aus. Louise ist ehrgeizig und freiheitsliebend. Ihr Künstlername „La Goulue“ (der Vielfraß) passt perfekt zu ihr, da sie unersättlich auf das Leben ist. Doch irgendwann versteckt sich die wahre Louise nur noch hinter der Fassade. Die Geschichte und das Leben von Louise sind sehr traurig. Einsamkeit, Abhängigkeit, Egoismus und Selbstvorwürfe zerfressen Louise. Darf man als Leser darauf hoffen, dass sie aus dieser Spirale ausbrechen kann?

Fazit:
Die Autorin versteht es den Leser in die Welt von Louise Weber („La Goulue“) zu entführen. Die Geschichte ist fantasievoll und doch mit hartem Kern über eine berühmte Tänzerin um die Jahre 1885 in Paris. Das Leben zur damaligen Zeit war nicht einfach und man kommt mit den Themen Armut, Einsamkeit, Abhängigkeit, sowie den großen Gefühlen von Freiheit, Ruhm und Geltungssucht in Berührung. Das Buch hat mich gefesselt, aber auch sehr traurig gestimmt. Auf jeden Fall wird es noch lange in mir nachhallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 27.01.2021

kurzweilig und geradlinig

Kalte Schuld
0

In einer alten Lagerhalle werden Tonnen mit Körperteilen in Formalin gefunden. Die Augen der toten Frau starren Mara Billinsky an. Ein Anblick den sie so schnell nicht mehr loswird. Mara setzt alles daran, ...

In einer alten Lagerhalle werden Tonnen mit Körperteilen in Formalin gefunden. Die Augen der toten Frau starren Mara Billinsky an. Ein Anblick den sie so schnell nicht mehr loswird. Mara setzt alles daran, den Mörder der Frau zu finden. Doch alle Ermittlungen laufen ins Leere. Als sie schon gar nicht mehr daran glaubt, erhält sie einen wertvollen Tipp.

Dieser Kurz-Thriller mit der Kriminalkommissarin Mara Billinsky ist sehr kurzweilig und spannend. Wenn man allerdings die „langen“ Thriller von Leo Born kennt, ist man kurzfristig etwas enttäuscht. Viele Dialoge und Überlegungen kommen einfach zu kurz. Auch fehlt der Geschichte ein bisschen die überraschenden Wendungen. Der Fall verläuft geradlinig in eine Richtung, ohne große Überraschungen. Aber durchaus mit Spannung geschrieben. Für kurzweilige Stunden genau das Richtige.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere