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Veröffentlicht am 16.02.2020

Mir fehlt die Tiefe

Duty & Desire – Vorsätzlich verliebt
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Meinung:

Charlie und Ever haben eine Freundschaft mit gewissen Vorzügen. Obwohl eigentlich kann man es nur gewisse Vorzüge nennen, denn Freunde können sie sich nicht nennen. Keine Zukunft, keine Vergangenheit, ...

Meinung:

Charlie und Ever haben eine Freundschaft mit gewissen Vorzügen. Obwohl eigentlich kann man es nur gewisse Vorzüge nennen, denn Freunde können sie sich nicht nennen. Keine Zukunft, keine Vergangenheit, das sagen sich die Beiden als sie sich das erste Mal treffen. 32 Tage lang schlafen sie miteinander. Bis Ever durch einen Rat ihrer Mutter beschließt die große Liebe zu finden und zu daten. Denn sie soll auf keinen Fall so enden wie ihre Mum. Allein und immer nur die Geliebte, das zweitwichtigste im Leben eines Mannes. Charlie ist damit gar nicht zufrieden. Eine Beziehung kann er such nicht vorstellen will er doch wie alle Männer der Familie, Karriere als Polizist machen. Dafür arbeitet er rund um die Uhr an der Polizeiakademie, um seinen Abschluss zu bekommen. Für eine Freundin hat er keine Zeit. Und warum denn mit der Freundschaft + aufhören, wenn die beiden im Bett so gut zueinander passen? Ever will damit abschließen, aber Charlie versucht alles Mögliche zu tun, um Ever zurück in sein Bett zu locken. Angefangen bei einer Freundschaftsanfrage. Aber Ever merkt bald, dass es keine besonders gute Idee ist, denn sie fühlt sich immer mehr zu Charlie hingezogen. Körperlich und gefühlsmäßig. Und Charlie merkt, dass vielleicht hinter seinen Beweggründen mehr steckt, als er zugeben will.

Der Schreibstil von Tessa Bailey hat mir sehr gut gefallen. Er ist einfach zu lesen, man kommt gut mit und kann in der Geschichte versinken. Es ist abwechselnd in der Sicht von Ever und Charlie geschrieben. Das mag ich immer besonders gerne, da man so beide Seiten, Meinungen und Gefühle mitbekommt und man sich so in die Charaktere versetzen konnte. Das ist mir mit dem Schreibstil richtig gut gelungen.

Das Cover gefällt mir auch gut. Das hellblau/ türkis sieht toll aus und fällt sofort ins Auge. Die Skyline im Hintergrund gefällt mir gut. Auch aus dem Grund, dass alle drei Bücher daraus ein ganzes Bild ergeben. Außerdem glitzert und schimmert es richtig schön. Das gefällt mir immer besonders gut, so auch hier.

Zu Ever hat bei mir ganz viel Sympathie gewonnen. Sie hatte etwas richtig Tolles an sich, dass ich gar nicht so in Worte fassen kann. Ich konnte mich mit ihr identifizieren und habe mit ihr gefühlt. Die Gefühle die sie im Laufe des Buches hat, waren eine Achterbahn und ich habe immer wieder mit ihr mitgefiebert. Ihre Mutter stolz zu machen, war ihr wichtig und ich glaube es war ihr auch selber wichtig etwas anderes als eine Geliebte zu sein. Für einen Menschen, der Jahre lang nach Regeln für Gefühle und Sex gelebt hat, muss es eine große Umstellung gewesen sein, aber sie hat sich angestrengt und es versucht und das fand ich gut. Bei ihr ist auf jeden Fall eine Wandlung zu sehen und das hat mich während des Lesens glücklich gemacht.

Auf der anderen Seite gibt es da dann auch noch Charlie, der mit seiner Arbeit verheiratet ist und Ever am liebsten als Freundschaft+ Gefährtin behalten wollte. Ihn mochte ich gar nicht gerne. Ich fand ihn unsympathisch, bestimerisch und viel zu eigennützig. Ich hatte das Gefühl, es wäre ihm egal wie es Ever geht und was sie will, Hauptsache er bekommt seinen Sex. Hallo? Er bietet ihr eine Freundschaft an, um ihr immer wieder alles zunichte zu machen und sie dazu zu überreden das Daten zu lassen? Ich fand ihn einfach nur störend. Ich hab manchmal gar nicht so richtig verstanden wie er handelt und warum er das tut. Natürlich gab es Anwandlungen in denen er süß war oder in denen er mit leidtat, aber im Großen und Ganzen hab ich seine Handlungen nicht verstanden. Und auch seine Gefühle kamen mir etwas plötzlich vor, so als wäre sie vom einen auf den anderen Satz einfach da. Gegen Ende wurde es etwas besser, aber so richtige Sympathie werde ich nicht schließen.

Es gab aber auch tolle Nebencharaktere. Jack und Danika, die Mitbewohner und Freunde von Charlie hatten beide etwas an sich, das ich super erfrischend fand. Jacks Vergangenheit und sein Charakter lassen auf einen coolen zweiten Band vermuten und man konnte auch schon in den letzten Seiten etwas über Danikas Geschichte erahnen. Es bleibt spannend. Evers Mutter hat eine Wandlung hingelegt, die mir sehr gut gefallen hat. Sie ist viel offener und freundlicher geworden (so lässt es sich schließlich vermuten). Und auch Charlies Familie ändert sich langsam. Ich bin sehr gespannt auf Greer, der vermutlich weicher und verletzlicher ist, als es zu scheinen mag.

Ich finde dir Grundidee der Story echt richtig gut. Ich finde es echt mal ganz erfrischend ein NA Buch zu lesen, das nicht auf dem College spielt, sondern in New York. Die Polizeiakademie bekommt von mir einen großen Pluspunkt. Die Atmosphäre, die sich aufgebaut hat war richtig toll. Es gab einige Szenen, die mir richtig gut gefallen haben, aber leider auch ein paar Kritikpunkte.

Dass ich Charlie nicht gerne mochte, habe ich oben schon deutlich geschrieben. Seine Handlungen haben bei mir für Verwirrung gesorgt, denn ich habe wirklich nicht gewusst warum er so handelt, was er genau macht, was er dabei fühlt. Für mich war Charlie gleich Verwirrung. Vor allem am Ende kam ich nicht mehr so genau mit. Ich habe zu keinem genauen Zeitpunkt feststellen können, was er jetzt fühlt. Ich war nur so häh? Was macht er gerade? Hab ich was übersprungen? Du hast doch im Satz davor noch was ganz anderes gesagt?

Die Idee fand ich wirklich toll, aber leider hat mir im ganzen Buch ein bisschen Tiefe gefehlt. Man redet nie über Gefühle. Oder Probleme. Alles wurde hingenommen wie es war. So im Nachhinein frage ich mich, was überhaupt passiert ist. Es war auf keinen Fall schlecht. Es gab Stellen, die haben mir richtig gut gefallen, manchmal kamen auch Gefühle rüber und ein bisschen Romantik auf. Aber es hat mir ein kleiner Stoß gefehlt, der die Story und auch die Beziehung der Beiden gefühlvoll hat werden lassen.

Fazit:

Ich fand das Buch okay. Das ist kein schönes Wort, aber ich muss es so ausrücken. Es gab Szenen die haben mir gefallen, Ever fand ich toll, der Schreibstil super und die Nebencharaktere haben das lesenswert gemacht. Aber Charlie, seine Handlungen und auch der fehlende Tiefgang haben die Story etwas absacken lassen. Ich sehe aber sehr viel Potential in der Idee und da ich die anderen Charaktere mochte, werde ich mich zurück an die Polizeiakademie New York City begeben und Jack, und später auch Danika besser kennenlernen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2020

Jahreshighlight hat mir wundervolle Stunden beschert

Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal
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Klappentext:

Schwarz oder weiß?
Welche Seite wählst du in diesem Spiel um Liebe und Tod?
Seit Jahrhunderten liegt über den Adelshäusern Chesterfield und St. Burington ein unbezwingbarer Fluch – und ...


Klappentext:

Schwarz oder weiß?
Welche Seite wählst du in diesem Spiel um Liebe und Tod?
Seit Jahrhunderten liegt über den Adelshäusern Chesterfield und St. Burington ein unbezwingbarer Fluch – und da bis heute, obwohl aus den Anwesen längst Internate geworden sind. Von alledem ahnt Alice nichts, als sie für die Summer - School nach Chesterfield kommt. Die Zeichen auf den Handgelenken ihrer Mitschüler fallen ihr nicht auf, dafür fesselt der charmante, wenn auch undurchschaubare Vincent umso mehr ihre Aufmerksamkeit. Sein Lächeln lässt sie alles um sich herum vergessen – bis Alice eines Morgens eine ihrer Mitschülerinnen versteinert im Wald entdeckt.

Meinung:

Seit einer Party vor 6 Monaten hat sich Alice gesamtes Leben komplett verändert. War sie davor nur ein normaler Teenager bei den Cheerleadern und hatte Probleme mit Jungs, ist sie jetzt ein Cheerleader, dem Spinnen folgen, die nur sie sehen kann. Langsam aber sicher hat sie das Gefühl den Verstand zu verlieren. Und dann muss sie wegen ihrer „Verrücktheit“ und den daraus folgenden schlechten Noten auch noch in die Summer – School, um nicht durchzufallen. Auf Chesterfield angekommen, lernt sie im nächsten Augenblick schon Vincent Chesterfield kennen, der nicht nur unverhohlen Interesse an ihr zeigt, sondern auch ihre gesamten Gedanken einnimmt (im wahrsten Sinne des Wortes). Aber irgendwas ist komisch an der Schule, das spürt sie genau. Und ohne es zu merken, stolpert sie in ein altes Spiel, das ihr am Ende das Leben kosten könnte. Denn durch einen alten Fluch sind 32 Schüler beider Internate gezwungen ein Schachspiel zu spielen, dass den Figuren den Tod bringt und in dem Alice die sagenumwobene 33. Figur des Slave einnehmen soll. Nur sie kann den Fluch vielleicht brechen und schon bald entfacht ein bitterer Kampf ums Überleben und um die Loyalität und Hilfe von Alice.

Night of Crowns war mein erstes Buch von Stella Tack und ich bin einfach in love mit ihrem Schreibstil. Er war so fesselnd, flüssig und ich hab mich super in die Charaktere hineinversetzen können und die Handlungsplätze vor mir gesehen. Die Spannung im ganzen Buch wurde durch den grandiosen Schreibstil gehalten und aufgebaut, sodass ich am Ende das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Ich spüre einfach nur Coverliebe. Das kann ich auf jeden Fall dazu sagen. Die schwarze Farbe hat glitzernde Stellen und das liebe ich immer besonders. Und das Schachspiel im Hintergrund. Wow. Mehr will ich gar nicht sagen. Obwohl! Was für ein Hammer Kleid trägt Alice da? (Augen fallen aus dem Kopf)

Und auch im Inneren ist es unglaublich gestaltet. Hinten sind alle Schachfiguren mit den jeweiligen Charakteren abgebildet, was mir sehr geholfen hat, sie nicht durcheinander zu bringen oder zu verwechseln. Und auch zwischen den Kapiteln sind Erklärungen zu den Fähigkeiten und die Spielregeln abgedruckt.

Alice mochte ich richtig gerne. Ich muss sagen, ich bewundere sie für ihren Mut vor diesen Spinnen, die sie 6 Monate ertragen hat. Ich wäre in Moment 1 davon gelaufen (lach). Aber auch so war sie das gesamte Buch über mutig und taff. Sie hat vom ersten Moment gemerkt, dass irgendwas komisch auf Chesterfield ist und als sie dann auf das verfluchte Schachspiel gekommen ist, hat sie sich genau so verhalten, wie eine echte Heldin.
Ihre Beziehung zu Vincent hab ich gar nicht gerne gesehen. Ich hatte von Anfang an ein wirklich komisches Gefühl bei ihm. Als würde er etwas verheimlichen. Und irgendwann fand ich ihn dann fast etwas unheimlich und creepy. Ich hab mich immer richtig unwohl gefühlt wenn er aufgetaucht ist, als würde er etwas Dunkles mit in den Raum bringen und wollte Alice am liebsten schütteln.
Ganz anders bei Jackson St.Burington, der zwar schon am Anfang des Buches ganz kurz auftaucht, aber erst später eine wichtige Rolle einnimmt. Als Gegner von Chesterfield und damit auch von Vincent, mag Alice ihn vom ersten Augenblick nicht, denn sie hält Chesterfield für die Guten. Aber er ist ganz anders als man denkt. Süß, einfühlsam, einfach niedlich. Es gibt eine Szene (meine persönliche Lieblingsszene, ich will euch aber nicht spoilern), da hab ich einfach nur gequietscht, weil er so goldig war. Alice will davon nichts wissen, aber er versucht alles ihr glaubhaft zu machen, dass Chesterfield und vor allem Vincent nicht derjenige ist, der er zu sein scheint.

Natürlich gibt es noch viele andere Charaktere, da es ein Schachspiel ist und es 32 Figuren gibt. Ich fand es wirklich richtig interessant zu sehen, dass die beiden Seiten das genaue Gegenteil voneinander sind. Während Team schwarz (St. Burington) das Gefühl einer Familie begleitet, die alles für das gegenseitige Wohl machen würde, ist Team weiß (Chesterfied) eher kalt. Isolde (schwarze Königin) mochte ich besonders gerne. Sie hat sich um Alice gekümmert, ihr vertraut und war einfach eine herzliche und liebevolle Person. Auch Hawk (schwarzer Springer) hab ich in mein Herz geschlossen.

Aber mein wohl liebster Charakter ist für mich einfach Curse, der sprechende Kater. Er rettet Alice das ein oder andere Mal das Leben und hilft ihr einfach sich zurecht zu finden. Im Nachhinein denke ich mir nur: Warum sprechen meine Katzen nicht? Ich will auch so eine, dann müsste ich mich nicht immer mit mir selbst unterhalten (traurig schau, lach)

Ich habe lang nicht mehr so eine originelle Geschichte gelesen. Die Idee aus einem langweiligen Spiel wie Schach eine verfluchte Partie um den Tod zu machen, war erfrischend, unterhaltend und einfach nur toll. Dass jede Schachfigur eine „magische“ Fähigkeit hat und sie somit auch noch besonders wird, mega.
Im Laufe des Buches merkt man immer wieder, dass es nicht nur schwarz oder weiß und gut oder böse gibt. Es ist einfach vielschichtig und jeder hat einen besonderen Grund warum er so handelt. Das merkt auch Alice irgendwann.

Dass der Grund für diesen Fluch in Alice Träumen behandelt wird fand ich auch ganz gut. So weiß sie als Slave den Ursprung und schließlich auch die Lösung des Fluches. Ich mochte die Stellen immer sehr gerne, da ich gerne mehr über die Entstehung des Fluches wissen wollte.

Es gab die ein oder andere Szene bei der ich lachen musste. Eigentlich immer wenn Jackson und Alice gestritten haben, denn das fand ich amüsant. Aber ich hatte auch Tränen vor Rührung und Trauer in den Augen und es hat mich mitgenommen. Ich hab mit den Charakteren gefühlt und vor allem die letzten Kapitel haben mich vor Spannung kaum still sitzen lassen. Ich war hibbelig wie sonst was und als ich das letzte Wort gelesen habe, war ich nur so: Was? Das war´s jetzt? Das kann nicht sein. Band 2 kommt doch erst im Dezember! Wie soll ich bis dahin überleben? Aber es gab auch diese eine richtig tolle Stelle, die mich zum Schmunzeln brachte und ich hoffe, dass das auch in Band 2 so weiter geht.

Fazit:

Ein tolles Buch mit Fantasyelementen. Und ein Jahreshighlight für mich. Es hat mir so schöne Stunden bereitet und hatte die perfekte Mischung aus Spannung, Romantik und Fantasy. Es hatte eine originelle Handlung und vielschichtige Charaktere zum lieben und hassen. Ein top für das Buch und eine riesige Leseempfehlung von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2020

Toller Anfang und klischeehafter Mittelteil

Heartbreaker
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Klappentext:
Sein Unternehmen ist seine Welt - bis ein Kuss alles verändert ...

Sawyer Carlyle regiert sein Unternehmen mit eiserner Hand. Ein Privatleben kennt er nicht, und für die Liebe hat er keine ...

Klappentext:
Sein Unternehmen ist seine Welt - bis ein Kuss alles verändert ...

Sawyer Carlyle regiert sein Unternehmen mit eiserner Hand. Ein Privatleben kennt er nicht, und für die Liebe hat er keine Zeit - für ihn zählt nur der nächste Deal. Umso mehr nervt es ihn, dass seine Familie alles daransetzt, ihn zu verkuppeln und ihm eine potenzielle Freundin nach der anderen präsentiert. Um dem einen Riegel vorzuschieben, engagiert der CEO Clover Lee. Die junge Frau soll seine Verlobte spielen und ihm die heiratswilligen Damen - und seine Familie - vom Hals halten. Doch dann stellt ein heißer Kuss zwischen Clover und Sawyer seine Welt auf den Kopf, und aus dem Spiel wird schnell etwas ganz anderes ...

Meinung:

Clover hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, denn sie bleibt nie lange an einem Ort. Lieber will sie um die Welt reisen, lebensbedrohte Tiere retten und Kindernhelfen. Eine Familie zu gründen und sesshaft werden, so wie ihre Mutter zu sein, ist das letzte was sie will. Sawyer ist seit dem plötzlichen Tod seines Vaters CEO einer Baufirma und das letzte was er will ist eine Frau, die ihn von seiner Arbeit abhält. Aber genau das ist der Plan seiner Mutter, die ihn unbedingt mit jemandem aus der feinen Gesellschaft verloben möchte. Um das zu verhindern stellt Sawyer Clover Lee ein. Seinen zukünftigen persönlichen Puffer, den sein Bruder engagiert hat. Was mit dem perfekten Plan beginnt, eine richtige Verlobung zu verhindern und gleichzeitig einen Millionendeal abzuschließen, entwickelt sich nach und nach zu mehr. Aber wollen die beiden das wirklich?

Das Cover finde ich sehr stimmig. Die Skyline von Harbor City und die Tatsache, dass Sawyer selbst Hochhäuser baut, passt perfekt zum Hintergrund der Handlung. Sawyer sieht man nur von hinten während er bedächtig sein Werk ansieht. Ich finde es allem in allem sehr unspektakulär aber trotzdem schön gestaltet.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Anfangs hat mich die 3-Person ein bisschen gestört, aber ich kam dann doch sehr schnell in die Story rein und hab mich gut in Sawyer und Clover hineinversetzen können. Das einzige was mich etwas gestört hat war, dass ich vor allem am Anfang nicht genau wusste wer von den beiden gerade erzählt, denn das wurde nie gekennzeichnet.


Sawyer kam mir auf den ersten Blick wie der typische CEO vor. Er will keine Frau sondern viel mehr mit seinem Job verheiratet sein. Das gelingt ihm auch erst, aber die Schlinge (hier die immer hartnäckiger werdenden Versuche seiner Mutter) zieht sich immer weiter zu und schlussendlich hilft da nur noch eine Fake-Verlobung. Er möchte eigentlich nicht, dass sich dadurch etwas ändert, aber das tut es doch und schon bald merkt man eine Veränderung an ihm. Er wird lockerer und ist echt ganz süß. Man bemerkt schnell, dass Clover ihm wichtiger wird und er das eigentlich nicht möchte. Zwischenzeitlich hab ich mir bei seinen Handlungen die Hände vor den Kopf geschlagen, weil er sich so doof und dämlich angestellt hat, aber alles in allem fand ich ihn eigentlich ganz niedlich. Ich meine hallo? Er steht auf Liebeskomödien und kann sie zitieren. Das fand ich richtig zum knuddeln.

Clover war mal etwas anders als die typische 0815 Protagonistin. Ich fand es mal ganz erfrischend, denn sie wollte nicht die große Liebe finden, Kinder bekommen und gleich heiraten. Sie will frei sein und auf keinen Fall wie ihre Mutter enden. Ihr Lebenslauf und ihre Einstellung haben sie mir schnell sympathisch werden lassen. Dass sie den Job angenommen hat liegt eigentlich nur daran, dass sie Kängurus retten möchte und Geld braucht. Die fake Verlobung nutzt sie dann für einen Vorschlag wegen dem sie schlussendlich zusammen im Bett landen. Die Anziehung der beiden hat man vom ersten Augenblick gespürt, aber irgendwann hat mich das Ganze ein bisschen genervt. Die Entwicklung der beiden fand ich gut, sie haben sich beide verändert, aber an beiden hat mich unheimlich gestört, dass sie das nie so offensichtlich gezeigt haben. Die Gefühle waren da, aber niemand hat sie gezeigt, das hat mich auf Dauer einfach nur genervt und gestört. Sawyers Mutter fand ich im ersten Augenblick lustig, dann ziemlich nervig und dann wieder lustig. Sie war so verbissen darauf ihrem Sohn eine Frau zu verschaffen, mochte Clover aber dann nicht. Im ersten Moment war sie wie diese typische reiche arrogante Mutter, die dann schlussendlich doch nur das beste für ihren Sohn wollte. Auf Hudsons Geschichte (Sawyers Bruder) bin ich ziemlich gespannt, denn er kam mir ganz sympathisch vor.


Ich habe mich wirklich darauf gefreut, das Buch zu lesen. Ich fand die Idee witzig und neu für mich. Aus dem Ganzen hätte man viel herausholen können und anfangs gefiel es mir auch sehr gut. Die Charaktere hatten einen Witz und es gab lustige Streitgespräche und Konter von beiden Seiten, die mich haben schmunzeln lassen. Und dann ging es irgendwann einfach bergab. Erst gab es nur noch Sex. Ich habe wirklich nichts dagegen. Für mich gehört es mittlerweile einfach in das Genre. Aber irgendwann hat es mich dann doch gestört. Sie haben es immer miteinander getrieben. Gefühle kamen für mich dabei aber gar nicht rüber. Und meine Betonung liegt auf immer. Es hat mich irgendwann so aufgeregt, denn Sawyer hat sich an manch einer Stelle wie der Letzte aufgeführt und anstatt ihn einfach mal zu ignorieren wie er es verdient hätte, konnte sie ihm im gleichen Moment verzeihen, weil sie geil auf ihn war. Ein bisschen mehr Selbstachtung vielleicht? Ihm die kalte Schulter zu zeigen hätte sein Ego vielleicht mal ein bisschen erkalten lassen.

Neben dem Sex war der Mittelteil für mich ein einziges Klischee und echt langweilig. Das macht mich ein bisschen traurig, denn ich habe so viel Potential in der Story gesehen und der ganze Charme und Besonderheit, die das Buch am Anfang aufgebaut und ausgemacht hat, wurde zunichte gemacht.

Ich hätte beiden in den Hintern treten können, denn niemand hat den ersten Schritt gemacht oder auch nur irgendeine Handlung in diese Richtung vorgenommen. Das hat mich wirklich ein bisschen aufgeregt.

Das Ende war ziemlich vorhersehbar hat mir dann aber wieder ganz gut gefallen. Den Mittelteil kann es aber auf keinen Fall ausbügeln. So wirklich fesseln konnte mich das Buch nicht und ich musste statt meinem angefangenen schmunzeln eher die Augen rollen über so viel Klischee und aufgesetztes Drama.

Fazit

Das Buch hat mich leider nicht zu 100% überzeugen können. oder packen können. Der Anfang war super. Es war neu und hatte Witz, es gab super Charakter, die zwar manchmal etwas genervt haben, aber eine Entwicklung durchgemacht haben, die sichtbar war. Und der Schreibstil hat mir echt richtig gut gefallen. Aber leider war die Handlung irgendwann ein wandelndes Klischee auf 2 Beinen, das mich nicht mehr hinreißen konnte. Schade, denn die Story hätte eine besondere und einzigartige werden können. Das Missfallen wird sich aber hoffentlich in den weiteren Bänden nicht wiederholen, denn vielleicht werde ich in diese einmal reinlesen.

  • Gefühl
  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 20.01.2020

Ganz nett für Zwischendurch

Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders
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Klappentext:

Wenn deine erste große Liebe auf einmal wieder vor dir steht…
Einen Neuanfang – das ist es, was Abigail Jansen sich wünscht, als sie in ihre Heimatstadt Glenwood Falls zurückkehrt. Nach ...


Klappentext:

Wenn deine erste große Liebe auf einmal wieder vor dir steht…
Einen Neuanfang – das ist es, was Abigail Jansen sich wünscht, als sie in ihre Heimatstadt Glenwood Falls zurückkehrt. Nach einer schmerzhaften Trennung hat sie die Nase gestrichen voll von Männern. Doch sie hat nicht mit Jackson Westmore gerechnet, dem Mann, mit dem sie schon früher immer aneinander geraten ist und der ihr Herz jetzt gefährlich schneller schlagen lässt…

Meinung:

Abigail hat sich nach 9 Jahren vom ihrem Mann Dean, einem Eishockey-Star getrennt. Mit ihrer Tochter Dani zieht sie in ihre alte Heimatstadt zurück um ihrem Leben einen Neuanfang zu ermöglichen. Schon bald fängt sie an als Vertretungslehrerin zu arbeiten, leitet den Spendenrat der Schule und fühlt sich unendlich angezogen von Jackson. Jackson, dem neuen Eishockeytrainer ihrer Tochter, die durch den Sport und ihre neue beste Freundin Taylor langsam anfängt sich einzugewöhnen. Jackson, bei dem sie in ihrer Jugend auf unerklärliche Ablehnung gestoßen ist und der auch noch der beste Freund ihres Exmannes ist. Verletzt sie mit ihren Gefühlen eine geheime Grenze? Auch Jackson fühlt sich schnell zu ihr hingezogen, möchte dies aber ganz und gar nicht, war Abigail nicht schon in seiner Jugend seine große Liebe, die er seinem Freund überlassen hat. Dass seine Gefühle seit ihrer Ankunft stärker als jemals zuvor zurückgekommen sind, gefällt ihm gar nicht. Aber schon bald merkt er, dass es keinen Sinn hat und dass er endlich um seine große Liebe und für seine Gefühle kämpfen will…

Jennifer Snows Schreibstil ist super angenehm zu lesen. Er ist leicht verständlich und ich konnte super in die Straßen von Glenwood Falls eintauchen. Man liest abwechselnd aus der Perspektive von Abigail (Abby) und Jackson, was ich unterhaltsam fand und ich so beide Gedanken und Gefühle mitbekommen habe.

Das Cover ist eigentlich ganz schön, aber etwas schlicht gehalten. Es ist kein unglaublicher Blickfang. Mit den anderen Bänden der Reihe harmoniert es eigentlich wirklich perfekt. Die Farbgebung mit dem kräftigen rosa gefällt mir aber sehr gut.

Abigail ist von Anfang an zuversichtlich und mutig und lässt sich nicht unterkriegen. Die Trennung von ihrem Mann, nachdem er sie betrogen hat und ihn dabei auch noch erwischt hatte, hat sie kalt erwischt und darunter und auch unter dem Umzug leidet ihre Beziehung zu Dani. Zum Glück behebt sich das spätestens als diese anfängt Eishockey zu spielen, denn man merkt, dass für Abby ihre Tochter das wichtigste ist. Sie war sehr sympathisch und hat mich das ein oder andere Mal zum schmunzeln gebracht. Sie hat sich wieder hochgekämpft und versucht ihr Leben wieder zu Leben. Jackson fände ich anfangs aus Abbys Sicht wirklich grässlich, aber dadurch das man auch seine Sicht der Dinge kennt, war er für mich einfach nur toll. Er weiß anfangs nicht wie er mit ihr umgehen soll, da er merkt, dass er immer noch Gefühle für sie hat. Gefühle, die er ihr nie gestanden hat. Ich war wirklich froh, dass er es dann gepackt hat und mutig war. Durch ihn habe ich ein bisschen was über ihre Vergangenheit erfahren und das fand ich echt gut, da mich das schon von Beginn an interessiert hat. Sein Leben ist nicht wirklich leicht finde ich. Es muss belastend sein, als einziger in der Familie kein Eishockeyprofi zu sein, aber trotzdem geht er als Trainer super gut aus und ich fand seinen Umgang mit Dani und den anderen zum knuddeln. Die Beziehung zwischen den beiden war für mich nachvollziehbar und nicht aus dem Nichts. Von Jacksons Seite gab es dieses Knistern ja schon immer und auch Abigail hat es bald gemerkt. Manchmal hätte ich sie liebend gerne geschüttelt, so dumm hat sie sich angestellt. Dani fand ich ganz niedlich. Sie ist für Abby das wichtigste und das habe ich gemerkt. Dean (ihr Ex) ist einfach ein riesiges A… Mehr kann ich zu ihm nicht sagen, ich musste einfach immer die Augen verdrehen wenn er erwähnt wurde und ich habe mich manchmal gefragt, was Abby an ihm gefunden hat. Die Familie von Jackson macht einen super netten Eindruck auf mich und auch Abbys Familie. Seine Brüder sind vielleicht ein bisschen überheblich, aber seine Schwester Becky macht das alles irgendwie wett. Sie war so herzensgut und liebenswert. Einfach eine tolle Freundin und Schwester, die die beiden schon vom ersten Moment an verkuppeln wollte.

Irgendwie haben mich schon die ersten paar Kapitel ein bisschen an „Redwood Love“ (Kelly Moran) erinnert. Der Handlungshintergrund ist eigentlich ziemlich ähnlich und ich war deswegen anfangs etwas verwirrt. Es gibt nicht wirklich viel Spannung dafür aber viel Romantik und Gefühl, die ich echt schön beschrienen fand. Das erfundene Städtchen Glenwood Falls fand ich echt schön als Handlungsort und ich hatte das perfekte Kleinstadt Feeling. Mit Eishockey kam mal ein Sport vor, den ich bisher noch nicht gelesen habe. Er nimmt auch relativ viel Platz im Buch ein, da ja sowohl Dani, als auch Jackson selbst (und ihr Ex Dean) Eishockey spielen und viel damit am Hut haben. Ich hab mich über den Sport ausreichend informiert gespürt. Ich war aber wirklich erleichtert, dass ich nicht auf brutale Art und Weise mit dem Sport malträtiert wurde und jetzt ein Buch darüber schreiben könnte (lach). Mittendrin hat mir ein bisschen die Spannung gefehlt. Es gab ein bisschen klischeehaftes Drama durch gegenseitige Annahmen, was das Beste für den anderen ist. Aber schließlich konnten sie sich aufraffen und das Buch gelungen abschließen.

Fazit:

Das Buch war echt ganz nett für Zwischendurch. Es hatte jetzt keine wahnsinnig berührende Story, die mich zum Nachdenken gebracht hat. Aber sie war unterhaltsam und beinhaltete eine ganz niedlich Romanze.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2020

Wundervolles Debut

Falling Skye (Bd. 1)
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Klappentext:

Bist du rational oder emotional? Die Frage, die über dein Leben entscheidet..
Nach einer großen Katastrophe sind die USA zu den Gläsernen Nationen geworden. Endlich ist Schluss mit Diskriminierung, ...


Klappentext:

Bist du rational oder emotional? Die Frage, die über dein Leben entscheidet..
Nach einer großen Katastrophe sind die USA zu den Gläsernen Nationen geworden. Endlich ist Schluss mit Diskriminierung, Populismus und impulsiven Entscheidungen! Die Menschen werden in Ratio und Senso eingeteilt – und zu ihrem eigenen Schutz unterliegen die Emotionalen strengen Auflagen. Als die 16-jährige Skye zu ihrer Testung einberufen wird, ist sie überzeugt, als mustergültige Rationale erkannt zu werden, der eine glänzende Zukunft bevorsteht. Doch die Prüfungen sind verstörend, und Skye fragt sich immer häufiger welchem Zweck sie in Wahrheit dienen. Wer ist der mysteriöse Testleiter, der ihr auf Schritt und Tritt folgt? Und wohin verschwinden die Mädchen, die im täglichen Ranking abfallen? Zu ihrem Entsetzen muss Skye erkennen, wer in der Gläsernen Nationen den Preis für die neue Ordnung zahlen soll: sie selbst…

Meinung:

Seit 4 Jahren sind die Vereinigten Staaten von Amerika Geschichte. Jetzt gibt es die Gläserne Nation, die ihre Bürger kristallisiert und somit in Rational und Emotional einteilt. Skye ist sich von Anfang an sicher, dass sie eine Rationale ist. Ihr größter Traum mit ihrem besten Freund Elias, für den sie mehr empfindet als Freundschaft, an der Cremonte-Universität zu studieren. Und dafür braucht ist das R auf ihrem Handgelenk. Als sie und ihre Jahrgangsstufe für ihre Testung 2 Jahre früher einberufen wird, ist ihr großes Ziel mit eben diesem R wieder nach New York zu kommen. Aber die Prüfungen, die ihnen im Zentrum gestellt werden sind härter und schrecklicher als Skye es erwartet hat. Schon bald merkt sie, dass hinter dem System mehr steckt, als sie bisher angenommen hatte. Ist es wirklich so ideal wie alle behaupten und wie sie glaubte? Und dann gibt es ja auch noch den geheimnisvollen Testleiter Alexander, der wirklich alles tut, damit sie ein R auf ihrem Handgelenk bekommt. Wer ist er? Was hat die Gläserne Nation zu verbergen und was wollen sie wirklich? Skye muss sich diese Fragen stellen und eine Antwort finden bevor es zu spät ist. Denn sie selbst ist diejenige, die für alles bezahlen muss.

Der Schreibstil ist einfach nur wow. Ich war vom ersten Moment an in der Geschichte und war von dieser gefesselt. Lina Frisch hat einen super angenehmen Schreibstil mit dem man sich in Charaktere hineinversetzen kann. Ich hatte das Zentrum vor meinen Augen. Einfach nur Klasse. Von der ersten Seite habe ich mit Skye mitgefiebert und gesehen wie sie sich langsam verändert hat.

Das Cover ist ein Traum. Durch die dunklen Farben des Covers rücken der Kristall in der Mitte auf dem Skye steht und die Splitter außen rum, richtig gut in den Vordergrund. Bei dem Cover habe ich schon im ersten Moment an eine spannende Dystopie gedacht.

Mit Skye, um die es ja hauptsächlich geht, kam ich die ersten Kapitel nicht so gut klar. Das lag aber keinesfalls daran, dass sie unsympathisch ist, das ist sie nämlich gar nicht, aber sie war mir zu Regime treu. Im Nachhinein finde ich das aber gut, denn so kommt die Wandlung, die sie im Buch hinlegt nochmal viel besser zu Geltung. Anfangs ist sie sich sicher, dass sie rational ist, aber mit der Zeit merkt sie, dass sie auch etwas Emotionales an sich hat. Im Zentrum lernt sie Luce kenne, die ihre beste Freundin wird. Die beiden mochte ich ziemlich gerne zusammen, denn sie sind verschieden und ergänzen sich trotzdem perfekt. Skye hat Angst vor der Dunkelheit, die durch irgendetwas ausgelöst wurde. Das gesamte Buch über wollte ich mehr darüber wissen und auch warum ihre Mutter so plötzlich verschwunden ist. Während der Zeit im Zentrum verändert sich Skye und sie fängt an am System zu zweifeln. So wird aus einer treuen Anhängerin eine Misstrauische, die den wahren Handlungsgrund des Kristalls erfahren möchte. Dabei entdeckt sie etwas, was ihr Vertrauen erschüttert.
Auf der anderen Seite gibt es noch den geheimnisvollen Jungen, von dem man schon vor der Testung hört. Er verfolgt Skye wegen eines Auftrages, der ihr am Ende ein R verschaffen soll. Letzten Endes gibt es sich als Textleiter Alexander auf. Seine wahre Identität müsst ihr selber herausfinden, aber es lohnt sich auf alle Fälle. Alexander hat diesen einen Auftrag will aber aus unerklärlichen Gründen wissen, ob Skye wirklich eine vollkommene Regimetreue ist Er hilft ihr im Zentrum, manipuliert ihr Check und ihre Ergebnisse. Ich fand ihn richtig toll. Er hatte etwas Geheimnisvolles an sich und war trotzdem immer liebevoll und besorgt.

Aber was wäre ein Buch ohne Nebencharaktere. Luce, Skyes beste Freundin hab ich vom ersten Moment ins Herz geschlossen. Sie ist anders und steht zu ihrer Emotionalität, die ihr später aber wenig Vorteile bringt. Die Oberzicke Jasmine ist die perfekte Rivalin und ist für ein genervtes Augenrollen gut. Und Elias. Ich fand ihn einfach nur richtig unsympathisch und grässlich.
Im Laufe des Buches ändert er sich auf eine schreckliche Weise, die ich anfangs schon vermutet habe aber die tat mir für Skye schon ziemlich leid.

Es ist ein richtig grandiose Welt entstanden. Die Menschheit in rational und emotional zu teilen fand ich originell und ziemlich gut. In dem Buch tun die Menschen das alles um Gleichheit herzustellen, aber es wird schon bald klar, dass das alles nicht stimmt. Die beiden Teile sollen sich zwar ergänzen, aber Emotionale haben trotzdem weniger Chancen. Sie dürfen nur in sozialen Berufen arbeite, bekommen weniger Geld und allgemein haben sie weniger Ansehen. Das System fand ich richtig, richtig toll. Es hat mich ein bisschen an eine Diktatur erinnert. Vor allem in der Hinsicht, dass Kinder von Unkristallisierten (also Menschen die sich keiner Testung in emotional und rational unterzogen haben) nicht studieren dürfen. Auch im Zentrum kommt das sehr gut zum Vorschein. Die Mädchen werden abgehört, was sie sagen um Untreue zu erkennen. Die werden in einem Ranking aufgelistet, von dem aber keiner genau weiß wofür es ist. Es ist eine so fantastische, so gut durchdachte Welt mit einem System entstanden, dass ich sprachlos bin.

Fazit

Lest dieses Buch. Es ist ein so tolles gut geschriebenes Buch. Mit Falling Skye ist Lina Frisch ein super Debut gelungen, das ihr unbedingt lesen müsst, wenn ihr Dystopien mögt. Und selbst wenn nicht, dann lest es trotzdem. Nachdem ich es beendet habe, bleibt für mich nach dem Ende nur eine Frage: Wann kommt Band 2?

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere