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Veröffentlicht am 08.03.2022

Leider bin ich ein wenig enttäuscht :-(

Boston Belles - Hunter
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MEINE MEINUNG
Als großer Fan von L.J. Shens Büchern konnte ich natürlich auch ihre Neuerscheinung kaum abwarten. Das Cover ist mal wieder wunderschön, wobei ich schon ahne, dass es nur so unschuldig wirkt...

Nach ...

MEINE MEINUNG
Als großer Fan von L.J. Shens Büchern konnte ich natürlich auch ihre Neuerscheinung kaum abwarten. Das Cover ist mal wieder wunderschön, wobei ich schon ahne, dass es nur so unschuldig wirkt...

Nach Hunters letzten Skandal platzt seinem Vater der Kragen und er ordert Abstinenz, nicht nur von Alkohol und Drogen, sondern auch von Frauen und Sex. Ein Alptraum für den verwöhnten Junggesellen, er nichts anderes im Kopf hat. Damit Hunter den Deal auch einhält, engagiert sein Vater Sailor Brennan als "Nanny" für ihn und von nun an wird er sechs Monate lang mit ihr zusammenleben. Hunter setzt sich gleich in den Kopf, seine Nanny zu verführen, doch sie geht ihm ganz anders unter die Haut, als zunächst angenommen.

Sailor Brennan ist die Tochter eines gefürchteten Mafia-Bosses, der den Untergrund der Gegend in seinen Händen hält. Doch obwohl sie ihre Familie über alles liebt, will sie mit den bösen Machenschaften nichts zutun haben und distanziert sich von ihnen. Sie will es auf ehrlichem Weg schaffen, an ihre Ziele zu kommen, das größte ihrer Ziele: die olympischen Spiele. Als Bogenschützin möchte sie das Land vertreten und sie tut alles dafür, um dieses Ziel zu erreichen. Sie lässt sich nicht unterkriegen und von nichts ablenken, trainiert hart und hat keinerlei andere Leidenschaften oder Interessen. Seit Jahren ist sie ganz verbissen, was ihre Eltern mit ein wenig Sorge betrachten.
Insgesamt war sie mir ganz sympathisch, auch wenn ich nicht wirklich viel mit ihr anfangen konnte. Sie unterscheidet sich zu arg von mir und leider fehlte mir noch das letzte bisschen, um sie wirklich in mein Herz schließen zu können.

Hunter ist der typische verwöhnte Sohn wohlhabender Eltern, der sein Leben mit Partys, Drogen und Sex genießt und sich nicht für die Konsequenzen interessiert. Auch seine Freunde können ihn nicht zur Vernunft bringen und das 6-monatige Sex-Verbot ist die wohl schlimmste Strafe für ihn. Er hat nichts anderes als Sex im Kopf, was auf Dauer ein wenig anstrengend wurde. Er ist wie ein Kind, das man nicht unter Kontrolle bekommt und sein ganzes Verhalten hat mich einfach nicht angesprochen. Ich liebe die Charaktere von L.J. Shen eigentlich total, auch wenn sie nur an Sex denken und absolut gebrochen sind, aber hier hat es mich leider nicht begeistern können. Hunters Verhalten war nur anstrengend und er entwickelt sich auch kaum weiter, was ich total schade fand.

Der Schreibstil ist wie gewohnt locker und flüssig zu lesen und die Ausdrucksweise der Autorin ist ebenso gewohnt vulgär. Es überrascht mich immer wieder aufs Neue, wie die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt und schon auf den ersten Seiten absolut vulgäre Situationen beschreibt, obwohl ich es mittlerweile vermutlich schon erwarten sollte. Trotzdem kam es mir in dieser Geschichte ein wenig extremer vor, als sonst.

Die Handlung ist eigentlich genau das, was der Klappentext auch verspricht. Sie ist die "Nanny", er ist verwöhnt und vorlaut und will sie ins Bett kriegen. Natürlich wird die Handlung noch ein wenig weiter ausgeführt, aber im Grunde ist es einfach genau das. Und ehrlich gesagt war ich ein wenig enttäuscht.

Versteht mich nicht falsch, ich habe das Buch sehr gerne und schnell gelesen, konnte gar nicht mehr aufhören und wurde wie gewohnt von L.J. Shens Worten in den Bann gezogen. Aber mir fehlte das Besondere, was ich in anderen Geschichten von ihr deutlich spüren konnte. Die Handlung ist mir zu lange auf der Stelle getreten und ehrlich gesagt war sie auch unglaublich vorhersehbar. Es passiert nichts überraschendes und es gab keine unvorhersehbaren Wendungen. Dabei war das Potential ja auf jeden Fall da! Die Storyline mit Hunters Familie hat mir auch ziemlich gut gefallen, sie gibt ihm immerhin noch etwas mehr Hintergrundgeschichte und Charakter. Auch zum Ende hin mochte ich die Idee total, aber leider fehlte mir auch hier noch etwas.

FAZIT
Ich bin insgesamt einfach nur enttäuscht, weil ich den Vergleich zu ihren anderen Büchern kenne, die mich deutlich mehr begeistern konnten. Mir fehlte hier so einiges, die Charaktere haben mich nicht so erreicht, wie sonst und die Handlung konnte mich einfach mitreißen. Sie war vorhersehbar und lange nicht so emotional ergreifend, wie ich es erwartet hatte. Ich bin aber gespannt auf den nächsten Teil und hoffe, dass dieser mir besser gefallen wird.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Kurzweilig aber unterhaltend!

Glass Castle Prince
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Insgesamt eine eher kurzweilige Geschichte, die mich aber sehr unterhalten konnte. Die Idee einer Castle-Keeperin und dem Prinzen fand ich super witzig und der erste Teil hat mich auch sehr begeistert. ...

Insgesamt eine eher kurzweilige Geschichte, die mich aber sehr unterhalten konnte. Die Idee einer Castle-Keeperin und dem Prinzen fand ich super witzig und der erste Teil hat mich auch sehr begeistert. Zum Ende wurde es mir einfach ein wenig zu viel, zu unrealistisch und zu abgedreht.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle…

Layla
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Meine Meinung
Als großer Fan von Collen Hoover konnte ich natürlich auch die Übersetzung von „Layla“ kaum abwarten. Die Autorin probiert ja in letzter Zeit immer mal wieder etwas Neues aus, was mit mir ...

Meine Meinung
Als großer Fan von Collen Hoover konnte ich natürlich auch die Übersetzung von „Layla“ kaum abwarten. Die Autorin probiert ja in letzter Zeit immer mal wieder etwas Neues aus, was mit mir und „Verity“ schon mal sehr gut funktioniert hat, weswegen ich auch hier sehr gespannt war.

Als Leeds mit seiner Band auf einer Hochzeit spielt, fällt ihm sofort Layla ins Auge: wunderschön, einzigartig und so, als würde die Welt um sie herum gar nicht existieren. Nach einer wunderschönen Nacht folgen Wochen, in denen beide unzertrennlich sind. Bis Leeds Ex-Freundin auftaucht und Layla anschießt. Danach ist von der lebenslustigen Frau nicht mehr viel übrig und Leeds beschließt, mit ihr in das Bed & Breakfast zu fahren, in dem sie sich kennen gelernt haben. Doch Laylas Zustand verschlechtert sich seit ihrer Ankunft immer mehr und Leeds merkt, dass irgendwas mit dem Haus nicht zu stimmen scheint …

Leeds ist Bass-Spieler in einer Band, die er eigentlich gar nicht mag, aber so lenkt er sich immerhin von seinem sonst eher tristen Leben ab. Er hat keine Freunde, keinen wirklichen Kontakt zur Mutter und scheint einfach vor sich hin zu leben. Aber das stört ihn nicht, er sieht es als Art gerechten Ausgleich, da er vom Geld der Lebensversicherung seines Vaters lebt. Er ist irgendwie ein interessanter Charakter, den ich gar nicht wirklich einschätzen konnte. Zunächst hat mich nicht viel an ihm gestört und er hat mich auf eine Art und Weise an die Einzelgänger-Protagonisten von John Green erinnert. Doch irgendwas an ihm fand ich die ganze Zeit über sehr seltsam, insgesamt war mir sein Charakter zu schwammig und zu nichtssagend. Es gibt nicht viel, was ihn ausmacht und seine Entwicklung war leider nicht wirklich bemerkenswert. Wie er irgendwann mit Layla umgeht ist wirklich schrecklich und es gibt nichts, was sein Verhalten irgendwie rechtfertigt, er ist wirklich einer der wenigen Protagonisten aus sämtlichen Bücher, die ich wirklich einfach nicht mochte.

Layla hingegen hat nach den ersten Seiten mein Herz gestohlen. Sie ist lebensfroh, selbstbewusst und interessiert sich nicht für die komischen Blicke der anderen. Sie lebt einfach ihr Leben, lässt sich von niemandem aufhalten und setzt gerne ihre Meinung durch. Sie strahlt eine riesige Zufriedenheit aus, über die Leeds sagt, dass gerade das Layla attraktiv macht. Sie hat sich so sehr in mein Herz geschlichen, dass es nach dem Attentat von Leeds Ex-Freundin absolut zerbrochen ist. Sie überlebt zwar den Schuss, doch ist nicht mehr sie selbst und von ihrem alten Ich ist nichts mehr übrig. Neben körperlichen Verletzungen hat auch ihre Seele sehr gelitten und gerade die tut sich nun schwer, zu erholen. Leider hat es mir so wehgetan, Laylas starke Veränderung mitzuerleben, dass ich das Buch im ersten Moment gar nicht mehr so leicht weiterlesen konnte.

Interessant bei der Geschichte ist, dass der gesamte Roman in der Ich-Form aus Leeds Perspektive geschrieben worden ist. Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig und leicht zu lesen, aber das kenne ich von Colleen Hoover ja auch nicht anders. Dazu kommt, dass die Kapitel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit wechseln, wobei die Gegenwarts-Kapitel stets als „Die Befragung“ betitelt werden.

Aber kommen wir jetzt mal richtig auf die Handlung zu sprechen, denn puh – es gibt einiges zu erzählen. Ehrlich gesagt wusste ich im Vorfeld nicht, was mich erwarten würde, aber nach „Verity“ habe ich mit einigem gerechnet.

Zunächst erleben wir, wie Leeds und Layla sich kennenlernen und sich Hals über Kopf ineinander verlieben. Sie sind seit ihrem ersten Treffen unzertrennlich und genießen es einfach, sich so sehr zu lieben. Es scheint einfach perfekt zu laufen, sie haben eine Routine miteinander gefunden und sind einfach nur glücklich, bis Leeds Ex-Freundin Sage auftaucht und ihr Leben zerstört. So weit so gut, das stand ja auch schon im Klappentext, genauso wie dass Leeds im Anschluss mit Layla in das Bed & Breakfast fährt, in dem sie sich auf der Hochzeit kennen gelernt haben.

Ab hier kann ich nichts mehr erzählen, ohne zu spoilern, aber bisher hat mir die Handlung aber schonmal sehr gut gefallen. Wie gesagt steht das meiste schon im Klappentext, aber trotzdem habe ich die beiden super gerne bei ihrem Kennenlernen verfolgt, während gleichzeitig schon die Spannung aus den Gegenwarts-Kapiteln bestand. Ich war super neugierig, was geschehen würde und wie es so weit kommen konnte und schon zeigte sich, welche Richtung das Buch einschlagen würde.

Das erste Drittel hat mir wahnsinnig gut gefallen. Ich war neugierig, gespannt und absolut gebannt. Einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen und habe jede Seite regelrecht verschlungen. Ich hatte ganz große Erwartungen und hatte auch das Gefühl, dass Colleen Hoover es mal wieder schaffen würde, mein Herz zu brechen und mich absolut umzuhauen.

Aber je weiter die Handlung fortschritt, desto weniger hat es mir leider gefallen. Ich hatte ein paar Vorahnungen, die dann auch eingetroffen sind und leider hat mir das alles ganz und gar nicht gepasst. Es wurde sehr vorhersehbar und ich habe auch ehrlich gesagt schnell den Spaß am Lesen verloren. Dazu kam auch noch, dass es angefangen, sich sehr zu ziehen. Nachdem die erste Anspannung verflogen ist, wird die Handlung relativ schnell wieder um einiges ruhiger und lange stehen die Charaktere auf der Stelle, ohne dass sich irgendetwas weiter entwickelt. Nur kam noch dazu, dass Leeds mir immer weniger gefallen hat.

Zugegebenermaßen war ich also ziemlich enttäuscht. Aber weil ich ein paar begeisterte Rezensionen im Hinterkopf hatte, in denen von großen Überraschungen gesprochen wurde, habe ich dem Buch noch eine Chance gegeben und versucht, mit optimistischer Stimmung weiter zu lesen.

Nachdem sich der Mittelteil also ziemlich gezogen hat, hat mich das letzte Drittel tatsächlich sehr überraschen und mitreißen können! Es kommt doch noch ganz anders, als ich erwartet hatte und ehrlich gesagt hätte ich diese Geschehnisse auch niemals erwartet. Ich habe die ganzen begeisterten Rezensionen nun doch verstehen können und war ganz hin und weg von sämtlichen Neuigkeiten und Wendungen. Es war alles ziemlich crazy und ich habe das Buch auch zunächst erstmal zugeschlagen und zur Seite gelegt, aber gleichzeitig habe ich es einfach total geliebt. Meine Begeisterung vom Anfang war also wieder zurück und ich habe ganz gebannt weiter gelesen. Nur leider kam dann das Ende, das mir zu schnell ablief, zu perfekt funktionierte und einfach nicht meinen Erwartungen entsprach.

Fazit
Wie man sieht, war das ganze Buch eine regelrechte Achterbahn der Gefühle für mich. Es fing super spannend an, nahm dann im Mittelteil ziemlich ab und wurde vorhersehbar und langweilig, worauf ein wahnsinniger Plot-Twist folgte und schließlich ein unbefriedigendes Ende. Ich bin super unentschlossen, wie ich das ganze bewerten soll, weil ich einiges an dem Buch wirklich mochte, aber anderes hingegen einfach überhaupt nicht. Die Idee an sich fand ich ganz besonders toll, aber für die Umsetzung hätte ich mir wirklich etwas anderes gewünscht. Ich hätte es gerne besser bewertet, ich hatte wirklich ein Jahrshighlight erwartet.

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2021

Kommt leider nicht an den ersten Teil heran ...

Ein Herz so dunkel und schön
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Meine Meinung
Nachdem der erste Teil ein absolutes Jahreshighlight für mich war, konnte ich den nächsten Teil kaum abwarten. Das Ende war ja ein richtiger Cliffhanger, weswegen ich mich sofort nach Erscheinen ...

Meine Meinung
Nachdem der erste Teil ein absolutes Jahreshighlight für mich war, konnte ich den nächsten Teil kaum abwarten. Das Ende war ja ein richtiger Cliffhanger, weswegen ich mich sofort nach Erscheinen in den zweiten Teil gestürzt habe. Das Cover liebe ich wieder über alles, es passt perfekt in die Reihe und vor allem mag ich, dass es dem originalen Cover nicht viel abweicht.

Emberfalls Fluch ist gebrochen, doch Rhen kann noch immer nicht aufatmen. Die Gerüchte, er sei nicht der rechtmäßige Thron-Folge verbreiten sich immer mehr und stellen eine neue Gefahr für den Prinzen dar. Nur Grey kennt die Wahrheit über den wahren Thron-Folgen, doch er ist nach der Schlacht mit Lilith verschollen. Gleichzeitig startet die Königin Syhl Shallow einen erneuten Versuch, Emberfall an sich zu reißen und sieht dabei in Grey einen perfekten Verbündeten. Dieser zweifelt zunächst an einem Bündnis, doch als die Prinzessin von Syhl Shallo, Lia Mara, auftaucht und um Hilfe bittet, kann Grey nicht mehr widerstehen…

Nachdem der erste Teil Harpers und Rhens Geschichte erzählt, wird Grey in diesem Band zum Protagonisten. Wir durften ihn ja bereits kennen und lieben lernen und auch wenn ich seinen Charakter im Vorgänger-Teil sehr mochte, war ich zunächst nicht gerade sehr davon angetan, ihn nun als Protagonisten zu erleben. Ich möchte nicht zu viel verraten, da ich sonst schnell spoilern würde, aber Grey muss sich in diesem Teil ganz neuen Sorgen stellen und es wird nun etwas ganz anderes von seinem Charakter erwartet. Er steht nicht mehr unter dem Befehl von Rhen und beginnt langsam immer mehr, eigene Entscheidungen zu treffen und sein eigenes Wohl dem anderer vorzuziehen, auch wenn ihm das noch immer sehr schwer fällt. Ich mag Grey immer noch sehr, vor allem weil er in seiner eigentlich so kühlen und bedachten Art trotzdem so liebevoll und rücksichtsvoll ist. Trotzdem muss ich zugeben, dass mich seine Geschichte einfach nicht so sehr reizen konnte, wie Rhens zuvor.

Eine uns neue Figur, die hier eine große Rolle spielt, ist Lia Mara, die Tochter der Königin von Shyl Shallw. Wir wissen bereits aus dem ersten Teil, dass die Königin, Karis Luan, Emberfall übernehmen möchte und dabei vor nichts zurückschreckt. Sie ist gnadenlos und skrupellos und möchte mit allen Mitteln mehr Macht erlangen. Lia Mara ist das genaue Gegenteil ihrer Mutter, sie sorgt sich um ihre Mitmenschen, findet die Methoden ihrer Mutter zu grausam und möchte einfach nur mehr Frieden zwischen den Königreichen. Auch mit Lia Mara bin ich sehr gut zurecht gekommen, ich mochte ihren Charakter ganz gerne, aber leider fehlte mir auch hier die besondere Verbundenheit zu ihr, sodass mich ihre Geschichte nicht ganz so ergreifen konnte, wie erwartet.

Was mich allerdings riesig enttäuscht hat, ist die Entwicklung von Rhen. Während ich von vielen anderen Leser:innen nach dem ersten Teil gehört habe, dass sie absolut Team Grey waren, war ich die ganze Zeit auf Rhens Seite und habe mich absolut in den Prinzen verliebt. In diesem Teil macht er allerdings eine Entwicklung durch, die jegliche Fortschritte aus Teil 1 zerstören und zunichte machen. Ich habe ihn und seinen Charakter gar nicht mehr wieder erkannt, was mich beim Lesen absolut gestört hat – es hat mir teilweise wirklich das Herz gebrochen.

Der Roman ist wieder in der Ich-Form geschrieben worden, größtenteils aus Greys und Lia Maras Perspektive, aber in ein paar wenigen Kapiteln kommen auch Harper und Rhen zu Wort. Der Schreibstil ist wie schon gewohnt sehr angenehm und locker zu lesen, sodass ich der Geschichte sehr gut folgen konnte.

Aber kommen wir mal auf die Handlung zu sprechen. Es ließ sich vermutlich schon etwas raushören, aber ich bin nicht so begeistert, wie ich es mir erwünscht habe.

Zum Ende des ersten Teils erfahren wir ja bereits, dass Rhen nicht der rechtmäßige Thron-Erbe ist und dass irgendwo in Emberfall ein Halb-Bruder existiert, der seinen Erb-Anspruch erheben und damit Prinz Rhen vom Thron stoßen könnte. Ganz grob erklärt, weiß Grey, wer der verschwundene Bruder ist und versteckt sich und sein Wissen darüber vor Rhen, damit dieser die Wahrheit nicht erfährt und weiterhin als einziger Thron-Erbe vor dem Volk stehen kann. Karis Luan findet aber heraus, dass Grey es weiß und möchte ihn nun als Druckmittel Rhen gegenüber benutzen, um Emberfall an sich reißen zu können. Das Ganze ist natürlich noch etwas komplizierter, aber ich breche es mal nur darauf herunter.

Insgesamt fand ich die Idee ganz interessant, schließlich muss nach dem Fluch ein neuer Konflikt für die Geschichte her und da fand ich diesen Ansatz ganz spannend. Obwohl ich die Entwicklung von Rhen wie gesagt überhaupt nicht mochte, war ich während der ersten Hälfte des Buchs noch ganz angetan.

Leider habe ich beim Lesen immer mehr das Interesse an der Handlung verloren. Die größten Geheimnisse lüften sich schon relativ schnell zu Beginn, sodass ein großer Teil meiner Neugierde schnell verschwunden ist. Es gab zwar ein grobes Ziel der Handlung, aber der Weg dorthin war lange nicht so mitreißend, wie es im ersten Teil der Fall war. Es zieht sich ein wenig, die Handlung kommt über viele Kapitel ehrlich gesagt nicht sonderlich voran und im Mittelteil habe ich das Interesse so sehr verloren, dass ich das Buch mehrere Wochen nicht mehr weiter gelesen habe. Mir fehlte es besonderes, etwas nicht vorhersehbares, einfach etwas, was mich ein bisschen mehr hätte fesseln können. Es war alles nicht wirklich schlecht und mir fällt es schwer, hier mit dem Finger auf etwas spezifisches zu zeigen, was mich gestört hat, aber es hat mich einfach nicht umhauen können.

Zum Ende hin hat es mich tatsächlich doch wieder etwas mehr mitreißen können und ich wollte endlich wieder wissen, wie es weiter gehen würde. Der letzte Höhepunkt hat sich nun langsam aufgebaut und dieser konnte mich mit seinem Drumherum wieder sehr überzeugen. Es passiert doch noch mal etwas, womit ich nicht gerechnet hätte und das hat mir wirklich sehr gefallen.

Und schon wieder endet das Buch mit einem großen Cliffhanger, der noch mal einige Fragen aufwirft und mich auf jeden Fall davon überzeugt, den dritten Teil auch noch zu lesen.

Fazit
Mir fällt es sehr schwer, dieses Buch zu bewerten. Der erste Teil war ein absolutes Jahreshighlight für mich, weswegen meine Erwartungen hier vermutlich einfach zu hoch waren. Während ich mich mit den Protagonisten nicht ganz verbunden gefühlt habe, war auch die Handlung nicht sonderlich fesselnd. Ich kann kaum definieren, was genau mich gestört hat, aber insgesamt gab es mir zu wenig Überraschungen und die Handlung plätscherte mir ein wenig zu viel vor sich hin. Trotzdem gab es viele schöne Momente, die mich doch wieder begeistern konnten und auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, weswegen mir eine Bewertung wirklich schwer fällt.

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Veröffentlicht am 08.04.2021

Eine super schöne Idee, die Umsetzung konnte mich leider nicht immer begeistern..

Scholomance – Tödliche Lektion
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3,5
MEINE MEINUNG
Schon in der Vorschau konnte mich das Buch mit seinem wunderschönen Cover absolut begeistern, als ich im Klappentext dann von einer tödlichen Magierschule gelesen, war ich hin und weg.

Galadriel ...

3,5
MEINE MEINUNG
Schon in der Vorschau konnte mich das Buch mit seinem wunderschönen Cover absolut begeistern, als ich im Klappentext dann von einer tödlichen Magierschule gelesen, war ich hin und weg.

Galadriel ist in der Abschlussklasse der Scholomance, wo sie tagtäglich um ihr Überleben kämpfen muss. Dass sie eine besondere Gabe hat, hilft ihr dabei nur wenig, denn sie setzt diese nicht ein und versteckt sie vor all ihren Mitschülern, da sie diese sonst in Gefahr bringen würde. Trotzdem meistert sie sich super und nimmt nur ungern Hilfe von anderen an. Als dann ausgerechnet der Schul-Star Orion, der von allen vergöttert wird, ihr mehrmals das Leben rettet, ist sie außer sich...

Der Roman ist in der Ich-Form aus Els Perspektive geschrieben worden und ehrlich gesagt hatte ich kleine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Die Autorin beschreibt und erklärt wirklich sehr viel, sodass die Kapitel nicht nur unendlich lang werden, sondern auch größtenteils aus inneren Monolgen von El bestehen. Natürlich ist es immer wichtig, besonders zu Beginn die Welt und Situation erstmal gut zu erklären und darzustellen, aber das war mir hier ein wenig zu viel. Sie erklärt viel mehr, als dass sie es anhand ihrer Charaktere zeigt, was ich sehr schade fand. So erfahren wir durch Els innere Monologe den Aufbau der Schule und lernen ihre Mutter sowie ihre Vergangenheit kennen. Eigentlich sehr interessant, doch durch diese Erzählweise immer wieder sehr schleppend. Zudem sind die Kapitel wirklich unglaublich lang. Ich bin eigentlich ein Fan von etwas längeren Kapiteln, aber hier hätte ich doch Kapitel mit ein paar weniger Seiten bevorzugt.

Aber fange ich doch mal bei El selbst an, denn auch mit ihr bin ich nicht ganz so zurecht gekommen. An der Scholomance ist es eigentlich sehr wichtig, Freunde zu haben, um seine Überlebenschancen gegenüber der Monster deutlich zu erhöhen. El hat allerdings keine Freunde, schlägt sich allein durch die Schule und stößt auch jeden weg, der auf sie zukommt. Sie kapselt sich selbst stark ab, badet dann aber auch stetig im Selbstmitleid, wodurch sie auf Dauer ein wenig anstrengend wurde. Sobald ihr jemand näher kommt und einfach nur nett zu ihr ist, lässt sie ihre gemeinen Sprüche ab und wird richtig pampig, was sie mit der Zeit wirklich unerträglich gemacht hat, dabei wollte ich sie so sehr mögen. Im Laufe des Buches wird sie mir zum Glück immer sympathischer, sie erwärmt sich ein wenig und lässt sich auch langsam immer mehr auf ihre Mitschüler ein, doch so ganz mögen konnte ich sie auch bis zum Schluss nicht.

Orion hingegen ist der Star der Schule. Er bekämpft jedes auftauchende Monster mit Freude und wird dafür von allen gefeiert und verehrt. Jeder wäre gerne mit ihm befreundet und da auch schlecht nein sagen kann, ist er immer für jeden da. Er ist also das genaue Gegenteil von El und ihn hatte ich wirklich sehr gerne - möglich, dass ich mich ein wenig in ihn verguckt habe. Aber wie El mit ihm umgegangen ist, fand ich einfach nur fies, da hat er mich echt leid getan.

Aber kommen wir mal auf die Handlung selbst zu sprechen. Die Idee fand ich wirklich großartig. Wie gesagt geht es um eine Magierschule, die auch ohne Lehrpersonal funktioniert und in der Monster leben, die die Schüler regelmäßig anfallen und töten. Der einzige Weg hinaus führt über die Abschlussprüfung, bei der die Monster auch keine kleine Rolle spielen werden, oder direkt über den Tod. Im Buchdeckel gibt es dazu zwei Querschnitte der Schule, was mir sehr gut gefallen hat. Sie ist nämlich sehr speziell aufgebaut und da ein genaues Bild vor Augen zu haben mochte ich sehr. Das ganze Setting habe ich nämlich total geliebt und besonders die Idee mit den Monstern fand ich einfach genial. Die ganze Stimmung und Atmosphäre, die hier vermittelt wurde, habe ich absolut geliebt.

Außerdem finde ich das Prinzip der Magie in diesem Buch sehr schön. Es kann nämlich nur Magie angewandt werden, wenn man genügend Lebensenergie gesammelt hat. Dabei ist es unterschiedlich, wie man sie sammelt, El macht dafür zum Beispiel regelmäßig Liegestütze. Wem das alles zu lästig ist und wer nicht genug Geduld hat, bis sein "Magie-Konto" voll genug ist, kann auch auf illegale, böse Art und Weise Lebensenergie sammeln. Es ist dann wie schwarze Magie, die aber böse Folgen für alle Anwender
innen haben wird. Die Idee fand ich klasse und auch die Umsetzung davon hat mir wirklich gut gefallen.

Wie schon gesagt konnte mich dann nur die Umsetzung nicht überzeugen. Obwohl mir der Einstieg recht leicht gefallen ist und ich das Buch auch irgendwie nicht weglegen konnte, war es besonders zu Beginn seeehr schleppend. Durch die zahlreichen Beschreibungen und Erläuterungen kommt die Handlung nicht wirklich in Fahrt. Im Mittelteil wird es besser, die Spannung steigt an und besonders das Ende hat mich dann noch einmal richtig begeistern können, was besonders als El lag, die immer mehr auftaut.

FAZIT
Insgesamt habe ich sehr gemischte Gefühle dem Buch gegenüber. Die Idee ist so so gut. Spannend, gruselig, magisch - alles, was man sich nur wünschen kann. Leider hat der Schreibstil meine Freude daran etwas gebremst, da er mir zu sehr mit Beschreibungen und Erklärungen gefüllt war. Dadurch kam die Handlung meiner Meinung nach etwas schleppend voran, obwohl die Atmosphäre und das Setting mich total begeistert haben. Das Ende ist auf jeden Fall super spannend gewesen und ich bin mir sicher, dass ich den nächsten Teil auch noch lesen werde.

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