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Veröffentlicht am 04.12.2025

Spannender Roman über zweite Chancen und eine neue Liebe

Jenseits des Horizonts
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Sloan Cooper ist mit Leib und Seele Polizistin. Auf dem Rückweg von einem Einsatz wird sie in einem Tankstellenshop angeschossen.
Im Krankenhaus erleidet sie einen Herzstillstand, hat eine Nahtoderfahrung ...

Sloan Cooper ist mit Leib und Seele Polizistin. Auf dem Rückweg von einem Einsatz wird sie in einem Tankstellenshop angeschossen.
Im Krankenhaus erleidet sie einen Herzstillstand, hat eine Nahtoderfahrung wird aber gerettet und operiert.
Nach der Krankenhausentlassung holen Sie Ihre Eltern und ihre Schwester vorübergehend nach Hause, um sie dort zu pflegen und wieder aufzupäppeln. Die Familie betreibt am Mirror Lake in den Bergen Marylands ein Ferienresort an einem See, in dem sie mehrere Ferienwohnungen und –häuser vermieten.
In der unmittelbaren Nachbarschaft wird ein Haus verkauft, dass die Brüder Theo und Nash kaufen und renovieren wollen.
Als bekannt wird, dass eine junge Frau, frisch verheiratet, kurz vor Thanksgiving spurlos verschwindet, ist Sloans Interesse geweckt. Das Schicksal der jungen Frau lässt ihr keine Ruhe und als Polizistin hat sie Möglichkeiten zu recherchieren und stößt auf weitere gleichartige Fälle. Sie möchte unbedingt herausfinden, was dahinter steckt, wo die Vermissten geblieben sind und natürlich weitere Fälle verhindern. Eine packende Suche beginnt.

Wie meistens verknüpft Nora Roberts hier Romantik und Spannung.
Der Anfang ist schon sehr aufwühlend, denn Sloans Leben hängt am seidenen Faden. Doch sie schafft es und ihr Partner bei der Polizei ist stets an ihrer Seite genau wie ihre herbei gerufene Familie.
Mit ihrem Partner verbindet sie zudem eine enge Freundschaft und sie freut sich mit ihm und dessen Frau, denn die beiden erwarten ein Kind.
Richtig gut gefallen hat mir Sloans Familie, die warmherzig, hilfsbereit und liebevoll ist, ohne aufdringlich zu sein. Selbstverständlich nehmen sie Sloan mit nach Hause und geben ihr so Gelegenheit, in der wunderbaren Natur und Ruhe ihrer Heimat wieder gesund und fit zu werden. Es war bewegend, wie Sloan ihren Eifer im Rahmen halten muss, denn sie muss sich an die Vorgaben der Ärzte halten, um ihre körperliche Fitness wieder herzustellen. Sie ist eine liebenswerte und starke Frau, die den festen Willen hat, es zu schaffen und sie hat mich als Hauptprotagonistin überzeugt. Es war wirklich schön, sie auf ihren Spaziergängen in der Natur und am See zu begleiten und zu erleben, wie sie immer ein bisschen mehr schafft.
Das Setting ist sehr atmosphärisch und wird bildhaft beschrieben, so dass ich beim Lesen auch das Gefühl der Ruhe und Entspannung erleben konnte.
Kurz vor der endgültigen Wiederherstellung ihrer Dienstfähigkeit erfährt Sloan von dem Vermisstenfall und erhält ein interessantes Angebot, ihren Beruf betreffend.

Die beiden Brüder in der Nachbarschaft bereichern nicht nur die Handlung sondern auch Sloans Familie.
Die beiden haben ihr stressiges Leben in der Großstadt hinter sich gelassen und wollen dort in der Natur neu anfangen. Sie bieten handwerkliche Dienstleistungen an und renovieren nebenbei noch ihr eigenes Haus.
Dass sich hier eine romantische Geschichte zwischen Sloan und Nash entwickeln würde, war zu erwarten und wird ja auch schon im Klappentext angedeutet. Die Liebesgeschichte ist romantisch, zaghaft und ohne Kitsch. Das hat mir gut gefallen.

Der spannungsgeladene Teil der Vermisstenfälle ist komplexer als man erwartet hätte. Sloan deckt immer mehr Fälle auf. Daneben hat man als Leser einen Wissensvorsprung, denn man erlebt die Täter jeweils bei ihren Taten und kennt auch ihr Motiv.
So bleibt dennoch die Spannung, ob Sloan und ihre Kollegen bei der Polizei die Taten aufklären und die Täter fassen können. Das spitzt sich gegen Ende noch mal dramatisch zu.

„Jenseits des Horizonts“ ist ein gefühlvoller und spannender Roman, der von zweiten Chancen, neuer Liebe, Freundschaft und familiärem Zusammenhalt erzählt. Ein bezauberndes Setting und authentische, warmherzige Figuren runden eine unterhaltsame Geschichte ab, die ich gerne gelesen habe!


Fazit: 4 von 5 Sternen


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Veröffentlicht am 03.12.2025

Gefühlvoller Wohlfühlroman auf Amrum mit Bezug zur Vergangenheit

Der Klang von Wind und Wellen
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Julia ist Buchhändlerin und liebt Bücher sehr. Aber sie liebt auch Nougat und Leckereien und ihren Großvater. Als dieser nun verstirbt fühlt sie sich verlassen und traurig. Im Nachlass entdeckt sie ein ...

Julia ist Buchhändlerin und liebt Bücher sehr. Aber sie liebt auch Nougat und Leckereien und ihren Großvater. Als dieser nun verstirbt fühlt sie sich verlassen und traurig. Im Nachlass entdeckt sie ein altes Schriftstück und Foto von Amrum. Dort verbrachte sie als Kind schöne Sommerferien mit ihren Großeltern.
Kurzentschlossen bucht Julia für eine Woche eine Ferienwohnung auf Amrum und macht sich auf den Weg.
Sie lässt eigentlich erst mal nichts zurück, denn ihre Beziehung ist an der Untreue ihres Freundes zerbrochen, ihren Job in einer Buchhandlung hat sie durch Verkauf verloren aber Dank Rücklagen kann sie sich nun eine kleine Auszeit nehmen. Sie möchte zur Ruhe kommen und sich überlegen, wie es weiter gehen soll. Sie möchte endlich wieder Nougat selbst herstellen und herausfinden, wohin ihr beruflicher Weg führen soll.

Die Autorin führt uns mit ihrem neuen Roman erneut auf die Insel Amrum. Gerne habe ich Julia begleitet und erlebt, dass sie sich trotz November-Wetter mit viel Wind und kühlen Temperaturen gleich wie zu Hause fühlt. Neben ihrer netten Vermieterin lernt sie auch gleich andere freundliche Menschen kennen und fühlt sich wohl. Unerwartet trifft sie sogar alte Freunde wieder und bekommt durch nette Kontakte einen kleinen Job als Führerin bei einer Ausstellung über Pottwale im Naturzentrum der Insel.
Sie begibt sich auf Spurensuche mit dem alten Foto und den Aufzeichnungen und taucht ein in eine spannende Seefahrervergangenheit.
Es gibt einen zweiten Handlungsstrang in den Jahren 1894 bis 1914 in dem wir u. a. eine Frau namens Ingeline erleben und erfahren, wie hart die Frauen zu diese Zeit arbeiteten, um die Familien zu ernähren. Die Männer fuhren meist zur See und waren lange Zeit unterwegs.
Es war sehr spannend zu erleben, welche Verknüpfungen zu dieser Vergangenheit Julia entdecken kann.

Mir hat es gut gefallen, wie die Erlebnisse und Erkenntnisse Julia verändern. Sie beginnt ihr Leben zu überdenken und kommt an einen Wendepunkt. Auch ein neuer Mann erscheint in ihrem Leben und gibt ihren Plänen dadurch auch noch mal eine neue Richtung. Gespannt habe ich verfolgt, welche Pläne sie für ihren Neuanfang macht.
Dazu gibt es auch noch ein Wiedersehen mit Maren und ihrer Tochter Leni aus dem Vorgängerroman. Das war ebenfalls eine schöne Verknüpfung.

„Der Klang von Wind und Wellen“ ist ein schöner Wohlfühlroman, der von einer harten Vergangenheit erzählt, ein Familiengeheimnis aufdeckt und voller Zuversicht und Optimismus steckt. Ich wurde gut unterhalten und bin gerne lesend mit Julia nach Amrum gereist!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 04.11.2025

Vorweihnachtlicher Roman in den französischen Alpen mit viel winterlicher Stimmung

Winterzauber in den Alpen
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Orla ist Reisejournalistin und ihre Berichte sind sehr bekannt.
Eigentlich wollte sie die Weihnachtsfeiertage mit ihrer Familie verbringen, doch ihre Chefin hat andere Pläne mit ihr.
Sie schickt sie für ...

Orla ist Reisejournalistin und ihre Berichte sind sehr bekannt.
Eigentlich wollte sie die Weihnachtsfeiertage mit ihrer Familie verbringen, doch ihre Chefin hat andere Pläne mit ihr.
Sie schickt sie für eine Weihnachtsreportage in die französischen Alpen, wo sie über ein kleines Dorf, dessen Bewohner und ein trächtiges Rentier und die Geburt berichten soll. Da Orlas Vater ein Alkoholproblem hat und es in der Familie etwas drunter und drüber geht, nimmt Orla ihre jüngere Schwester Erin mit.
In dem kleinen Ort angekommen, sind die Schwestern zwar verzaubert von der wunderbaren verschneiten Berglandschaft aber der sehr zurückhaltende und wortkarge Jacques, der etwas außerhalb in einem Chalet wohnt und Wolf genannt wird, kommt ihnen schon etwas merkwürdig vor. Angeblich spricht er nicht viel und wirkt mürrisch.
Überhaupt erscheint alles etwas zweifelhaft. In dem Ort gibt es kein Hotel und von dem Rentier ist auch weit und breit nichts zu sehen.

Ich gebe zu, ich hatte anfangs etwas Probleme, in die Geschichte hineinzufinden. Alles sah so aus, als hätte niemand Orla dort erwartet, nichts ist organisiert und dann überlegte ich mir, ob Rentiere wohl wirklich mitten im Winter kalben.
Die familiären Probleme in Orlas Familie, die dazu führen, dass die jüngere Schwester Erin mitreist, hätte es vielleicht auch nicht unbedingt gebraucht. So wie die beiden Frauen dort empfangen werden, war das alles sehr komisch und ich hätte mich an Orlas Stelle am nächsten Tag umgedreht und wäre wieder nach Hause gereist.
Doch die beiden halten durch und ziehen sogar in Jacques Chalet.
Dort trifft Erin auf Jacques Bruder, der in etwa in ihrem Alter ist, doch ihr Hauptinteresse gilt einem anderen jungen Mann, den sie im Internet kennengelernt hat und den sie noch nie gesehen hat. Zum Unverständnis ihrer älteren Schwester tauscht sie aber ständig Nachrichten mit ihm aus.
Doch auch zwischen Orla und Jacques knistert es irgendwann und die Handlung bekommt noch eine romantische Komponente.

Der Roman berührt so einige Themen wie Krankheiten, Einsamkeit, Freundschaft und Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft, über die die Autorin gewohnt einfühlsam und auch unterhaltend schreibt.
Viel weihnachtliche Stimmung kommt auf durch einige Sitten, Bräuche und Traditionen, die die Bewohner des kleinen Dorfes immer in der Vorweihnachtszeit zusammen führt und die detailreich beschrieben werden.

Das Setting in dem abgeschiedenen Bergdorf in den französischen Alpen passt gut zur Handlung. Die Örtlichkeiten beschreibt Mandy Baggot sehr anschaulich und bildhaft und ich sah die tief verschneiten Berge und Wälder vor meinem inneren Auge.

„Winterzauber in den Alpen“ ist ein sehr winterlicher Roman mit eigentlich sogar zwei netten Geschichten um die beiden Schwestern und einen journalistischen Auftrag, der so ganz anders wird als erwartet.
Viel Schnee und Kälte, weihnachtliche Sitten und Gebräuche und eine nette Dorfgemeinschaft erzeugen eine schöne Atmosphäre und ich habe Mandy Baggots Weihnachtsroman wie in jedem Jahr gerne gelesen!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 28.10.2025

Winterlicher Roman um ein rätselhaftes Gemälde und ein Familiengeheimnis

Das Geheimnis einer Winternacht
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Darcy ist Kunststudentin und arbeitet an der Kunstakademie in Kopenhagen an ihrer Dissertation.
Ihr Freund hat sie betrogen und es kam zur Trennung.
Da Weihnachten bevor steht, ist ihre beste Freundin ...

Darcy ist Kunststudentin und arbeitet an der Kunstakademie in Kopenhagen an ihrer Dissertation.
Ihr Freund hat sie betrogen und es kam zur Trennung.
Da Weihnachten bevor steht, ist ihre beste Freundin Freja, selbst sehr verliebt in ihren Chef, der Meinung, dass Darcy nicht alleine bleiben darf. Sie meldet sie auf einer Datingplattform an und drängt sie, sich bis Weihnachten mit drei Männern zu treffen. Darcy willigt widerwillig ein, denn eigentlich möchte sie nur arbeiten und dann erhält sie auch noch einen besonderen Forschungsauftrag. Auf dem Gemälde eines berühmten Malers wird auf der Rückeite ein weiteres Gemälde entdeckt.
Es zeigt das Portrait einer Frau und Darcy soll herausfinden, um wen es sich dabei handelt.
Ausgerechnet am Abend ihres ersten Dates begegnet Darcy dem attraktiven Anwalt Max, der sich als einer der weiteren ausgewählten Männer entpuppt. Zwischen beiden sprühen gleich die Funken, aber da ist neben dem weiteren Date ja auch noch die berufliche Verbindung.
Max arbeitet für eine Stiftung, die den Nachlass des Malers verwaltet und er hat ein Geheimnis, auf das Darcy aber erst später stößt.
Kann Darcy die Geheimnisse lüften?

Die Geschichte spielt in der Vorweihnachtszeit und endet dann zum Fest.
Karen Swan beschreibt in ihrem lebendigen, bildhaften Schreibstil so einige hübsche Szenerien in der Stadt, Winterwetter und Kälte, Weihnachtseinkäufe, den Kauf eines Weihnachtsbaumes usw. und erzeugt so eine schöne vorweihnachtliche Stimmung, in die die Handlung eingebettet ist.
Im Vordergrund stehen eindeutig das geheimnisvolle Bild und Darcys Recherchen dazu. Im Archiv der Stiftung sichtet sie Kiste um Kiste mit altem Material und versucht, der abgebildeten Frau im Umfeld des Malers auf die Spur zu kommen.
Dabei trifft sie immer wieder auf Max, arbeitet sogar zeitweise in seinem Haus, das in der Nähe des Archivs steht und die beiden kommen sich näher.
Trotzdem geht sie nebenbei noch zu den weiteren Dates, die ihre Freundin für sie geplant hat und trifft sich auch mit ihr und lernt deren Chef und neuen Freund kennen. Hier erfährt man in einer Nebenhandlung noch etwas über eine weitere Liebesgeschichte.

Ich fand die Recherchen über das geheimnisvolle Bild sehr spannend, denn hier geht es nicht nur um kunsthistorische Hinweise und Fakten, denn irgendwann wird klar, dass es sich auch um ein Familiengeheimnis handelt. Dabei kommt dann wieder Max ins Spiel und Darcy erkennt auch sein Geheimnis. Dennoch nimmt sie ihre Arbeit, mit der sie ja ausdrücklich beauftragt wurde, sehr ernst. Plötzlich sind die beiden Gegner, denn Max möchte das Geheimnis unter allen Umständen wahren.

Max wirkte auf mich anfangs oberflächlich, stellt sich im Verlauf der Geschichte oft als undurchsichtig heraus, zeigt aber immer wieder auch sein gutes Herz und seine Emotionen.
Deshalb habe ich gespannt verfolgt, ob die beiden ihre Probleme lösen können und ob das Familiengeheimnis am Ende offenbart wird oder nicht.

„Das Geheimnis einer Winternacht“ ist eine schöne Mischung aus Weihnachtsroman, rätselhaftem Familiengeheimnis und Liebesgeschichte. Romantik, Wendungen und winterliche Stimmung haben mich gut unterhalten und auf die Jahreszeit eingestimmt!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 24.10.2025

Winterlicher Roman über Freundschaft und Hilfsbereitschaft in St. Peter-Ording

Winterlicht am Meer
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Dieser winterliche Roman spielt, wie die meisten Romane der Autorin, in St. Peter-Ording an der nordfriesischen Küste.
Hier ist die Heimat von Pastorin Imke, deren Eltern auch noch hier leben. Imke ging ...

Dieser winterliche Roman spielt, wie die meisten Romane der Autorin, in St. Peter-Ording an der nordfriesischen Küste.
Hier ist die Heimat von Pastorin Imke, deren Eltern auch noch hier leben. Imke ging einst nach Hamburg zum Studium und landete dann in einer Gemeinde im Münsterland. Die dortige Kirche wurde jedoch geschlossen, so dass Imke zunächst einen befristeten Arbeitsvertrag in einem Jugendzentrum angenommen hat, wo sie Freizeitangebote für Kinder organisiert, Seelsorgespräche anbietet und versucht eine Ansprechpartnerin für die jungen Menschen zu sein.
Dann erhält Imke einen Anruf ihrer Mutter. Ihr Vater ist gestürzt und hat sich ein Bein gebrochen. Da es ein komplizierter Bruch ist, muss er operiert werden und wird für eine Zeit lang ausfallen. Da es kurz vor dem ersten Advent ist, bittet Imkes Mutter sie um Hilfe. Sie soll nach St. Peter-Ording kommen und anstelle ihres Vaters die Gottesdienste halten und die Veranstaltungen in der Kirchengemeinde organisieren. Imke zögert zunächst, weil sie Gründe hat, warum sie St. Peter-Ording seinerzeit verließ. Aber dann gelingt es ihr, sich bei ihrer Arbeit freistellen zu lassen und sie reist nach St. Peter-Ording.

Ich fand es mutig, eine Pastorin als Protagonistin zu wählen, auch wenn das Thema natürlich gut zur Adventszeit passt.
Ehrlich gestanden war es mir insgesamt ein bisschen zu viel Kirchenthema mit Gottesdiensten und Predigten, aber das ist natürlich Geschmackssache und muss jeder für sich selbst entscheiden.

Imke als Person und Hauptfigur ist aber eine liebenswerte und sympathische Figur. Man merkt, dass sie sich nicht nur aufgrund ihres Glaubens für diesen Beruf entschieden hat sondern auch weil ihr Nächstenliebe, Jugendarbeit und Hilfsbereitschaft am Herzen liegt.
In St. Peter-Ording begegnet sie dann auch schnell ihrer ehemals besten Freundin Sinja, die sie dort zurückließ als sie zum Studium weg ging. Der Kontakt riss irgendwann ab, auch weil Imke sich nicht mehr gemeldet hat.
Es war wirklich schön zu erleben, wie die beiden jungen Frauen sich wieder annähern und ihre Freundschaft neu auflebt.

Auch ihre Jugendliebe Simo hat sie seinerzeit zurückgelassen, weil die Liebe zerbrochen war. Es war natürlich absehbar, dass die beiden ebenfalls in kurzer Zeit wieder aufeinander treffen werden und ich war gespannt, warum die Liebe seinerzeit zerbrach und ob die beiden noch einmal zusammenfinden können. Diese Liebesgeschichte fügt sich zart in die gesamte Handlung ein.

In der Kirchengemeinde begegnet Imke natürlich viel Dankbarkeit. Die Menschen sind erfreut, dass die Tochter ihres Pastors die Vertretung übernimmt und all die liebgewonnenen, traditionellen Veranstaltungen wie Weihnachtsbasar und Krippenspiel organisieren und natürlich auch die Gottesdienste an den Adventssonntagen und an Weihnachten abhalten wird. Aber Imke trifft auch auf Ablehnung, da es jemanden gibt, der ihr all das nicht zutraut.
In der Gemeinde trifft Imke auch auf die beiden Jungen Finn und Lasse, die durch einen Verkehrsunfall ihre Eltern verloren haben und nun bei den Großeltern aufwachsen. Dort werden sie zwar liebevoll betreut und umsorgt aber für die sehnlichsten Wünsche der beiden Jungen fehlt das Geld. Hier hilft Imke, indem sie an die Hilfsbereitschaft der Einheimischen appelliert und im Rahmen des Weihnachtsbasars Spenden sammelt, damit beide Jungen glücklich gemacht werden können. Das war auch ein Thema bzw. ein Handlungsstrang der mich bewegt hat.

„Winterlicht am Meer“ ist ein berührender Roman mit vielen weihnachtlichen Themen, ein bisschen Tiefgang, einer Liebesgeschichte und erzählt ebenfalls von Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Familie. Ich habe mich im winterlichen St. Peter-Ording und auch in dieser Geschichte wieder wohlgefühlt und empfehle sie gerne weiter!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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