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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2022

Super Thema, Setting und Protagonistin!

Cards of Love 1. Die Magie des Todes
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4 Sterne | Pluspunkte: Setting, Spannende Thematik, Protagonistin | Minuspunkte: Ungleichgewicht der Handlung, stellenweise vorhersehbar
Giuliettas Leben wird in seinen Grundfesten erschüttert, als ihr ...

4 Sterne | Pluspunkte: Setting, Spannende Thematik, Protagonistin | Minuspunkte: Ungleichgewicht der Handlung, stellenweise vorhersehbar
Giuliettas Leben wird in seinen Grundfesten erschüttert, als ihr Vater unerwartet verstirbt – noch dazu in der Stadt, vor der er sie immer gewarnt hat. Auf der Suche nach Antworten verfolgt Giulietta trotz aller Schauermärchen die Spuren ihres Vaters nach Venedig und zieht in das Luxushotel ihres Onkels, wo sie überraschenden Zuspruch für ihre Liebe zum Tarot erhält.
Falls ihr euch gefragt habt, ob ich seit dem Lesen dieses Buchs Lust habe, mir die Karten legen zu lassen oder das selbst zu lernen: Jap, habe ich. Und zwar nicht zu knapp. Was vermutlich schon eine Menge aussagt. Immerhin zeigt es, dass mich Nena Tramountani mit ihrer Geschichte wirklich für sich eingenommen und meine Neugierde auf mehr geweckt hat. Auch als absoluter Laie im Bereich Tarot konnte ich der Erzählung gut folgen, ohne das Gefühl zu bekommen, dass mir alles notwendige vorgekaut werden würde. Nena Tramountani flicht diesen speziellen Aspekt ihrer Geschichte wunderbar in die Handlung ein, wobei ich zugeben muss, dass die Storyline dafür auch genug Raum bietet. Die Erzählung braucht eine Weile, um wirklich Fahrt aufzunehmen, das Ende ist aber ein umso größerer Knall.
An Spannung hat es auch trotz des etwas ruhigeren Einstiegs zum Glück nicht gefehlt. Vor allem, weil mir vermutlich einen Großteil des Buchs über ein riesiges Fragezeichen ins Gesicht geschrieben stand. „Cards of Love“ bietet nämlich allerhand Möglichkeiten, mitzurätseln. Als ich das Grundkonstrukt nachvollzogen hatte, fiel es mir allerdings recht leicht, einen Teil des restlichen Buchs und vor allem des Endes vorherzusehen. Das ändert aber nichts daran, dass ich Giuliettas Geschichte unheimlich gern verfolgt habe. Nicht nur an ihr als Protagonistin, sondern auch an dem Setting des Luxushotels in Venedig habe ich einen ziemlichen Narren gefressen.
Ich freue mich auf Band 2!

Veröffentlicht am 15.11.2021

Spaßig, aber irgendwas fehlte :)

Der Schwur der Göttin, Band 1: Beyond Eternity
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4 Sterne | Pluspunkte: Beschwingter Schreibstil, Freundschaften | Minuspunkte: Wenig überraschend, blasse Charaktere

Naila gerät in einen schrecklichen Autounfall. Während die beiden Frauen im anderen ...

4 Sterne | Pluspunkte: Beschwingter Schreibstil, Freundschaften | Minuspunkte: Wenig überraschend, blasse Charaktere

Naila gerät in einen schrecklichen Autounfall. Während die beiden Frauen im anderen Wagen nicht überleben, wacht sie ohne einen Kratzer auf - und von da an scheint ihr Leben in einem Chaos rund um römische Gottheiten zu versinken. Die beiden neuen Schüler sind auf der Suche nach Antworten auch keine große Hilfe: Stattdessen werfen der ständig gut gelaunte Philemon und der abweisende Cyrian nur noch mehr Fragen auf.

„Beyond Eternity“ war für mich in zwei Punkten ein „Zum ersten Mal seit Langem“-Buch. Angefangen mit den Göttern: Ich finde Mythologien unheimlich interessant & habe mich deshalb sehr gefreut, mal wieder ein Buch mit diesem Aspekt zu lesen. Skeptischer war ich bei der Szenerie: High-School-Geschichten haben mich die letzten Male wenig sich überzeugt, weil sie mir meist zu seicht waren. Ich kann zwar nicht behaupten, dass das hier gar nicht der Fall gewesen wäre, aber trotzdem hat mir „Beyond Eternity“ gefallen! 🥰

Die Geschichte ist sehr leicht zu lesen. Ich hatte wirklich Spaß dabei & habe kaum gemerkt, wie ich durch die Seiten geflogen bin. Darüber hinaus hat mir der Umgang mit Freundschaften gefallen - im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, fallen Freundinnen nämlich nicht einfach aus der Story, wenn der Plot einmal richtig losgeht! Ein echter Pluspunkt, der mich doppelt überrascht hat, weil die Charaktere in meinen Augen nicht viel Facettenreichtum & keine allzu nennenswerte Tiefe aufgewiesen haben. Sie kamen mir stellenweise recht blass und typisch vor. Ähnlich ging es mir mit der Götter-Thematik - da hätte ich mir etwas mehr Fantasy-Präsenz und Komplexität sowie Varianz zu anderen Geschichten mit ähnlichen Ausgangspunkten gewünscht.

Abschließend sei zu sagen, dass „Beyond Eternity“ vielleicht auch gar nicht als DAS KOMPLEXESTE WERK gedacht war - wer weiß auch überhaupt, was noch alles folgt!
Fürs Erste ist es eine leichte, schnelle Geschichte, die einem den Abend eines anstrengenden Tages versüßen kann & auch für jüngere Leser
innen & Fantasy-Einsteiger*innen geeignet ist!

Veröffentlicht am 25.10.2021

Humorvoll und tiefgreifend, aber etwas überspitzt

Drive Me Crazy – Für die Liebe bitte wenden
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4 Sterne | Pluspunkte: Schreibstil, Greifbarkeit der Charaktere | Minuspunkte: Etwas überspitzt

Ein Roadtrip mit der eigenen Schwester zur Hochzeit einer gemeinsamen Freundin – klingt wunderbar, denkt ...

4 Sterne | Pluspunkte: Schreibstil, Greifbarkeit der Charaktere | Minuspunkte: Etwas überspitzt

Ein Roadtrip mit der eigenen Schwester zur Hochzeit einer gemeinsamen Freundin – klingt wunderbar, denkt sich Addie. Doch aus dem lang ersehnten Tagestrip wird eine chaotische Fahrt voller Altlasten und emotionaler Anstrengungen, als ausgerechnet Addies Ex Dylan und sein bester Freund Marcus sie in einen Unfall verwickeln. Die Truppe ist gezwungen, zusammen weiterzufahren und sich der gemeinsamen Vergangenheit zu stellen...

Beth O'Leary schafft es einfach immer wieder. Obwohl ihre Bücher nicht zu meinem bevorzugten Genre gehören, hat sie mich nach “Time To Love” und “Love To Share” nun auch mit “Drive Me Crazy” überzeugt. Vor allem, weil die Geschichte so viel mehr Tiefgang hatte, als ich erwartet habe. Es handelt sich um eine packende Erzählung auf zwei verschiedenen Zeitebenen mit einem wunderbar leichten und trotzdem besonderen Schreibstil. Abwechselnd erfahren wir etwas aus der Vergangenheit und Gegenwart der Protagonist*innen. Mit jeder Anspielung auf alte Zeiten wurde ich neugieriger auf den großen Knall, der Addie und Dylan einst auseinander getrieben hat. Meiner Meinung nach waren die Zeitsprünge wunderbar gesetzt, sorgten für eine gute Mischung verschiedener Stimmungen. Sowohl Dylan und Addie als auch die Nebencharaktere sind mir über die 450 Seiten (fast) alle ans Herz gewachsen, denn Beth O'Leary hat sie wunderbar greifbar und menschlich beschrieben. Nur dann und wann erschienen mir einzelne Handlungen oder Verhaltensweisen etwas zu insziniert – speziell der letzte Plottwist wäre in meinen Augen nicht nötig gewesen. Vielleicht sollte es dem Buch noch einen neuen Drall und zusätzliche Dramatik geben, für mich hätte die Geschichte aber ohne vielleicht sogar besser funktioniert, weil sie dann noch etwas realistischer gewirkt hätte.

Trotzdem kann ich das Buch jedem empfehlen, der Lust hat, sich auf eine emotionale Geschichte mit Humor und Bedeutungsschwere gleichzeitig einzulassen!

Veröffentlicht am 07.10.2021

Eine tolle Geschichte, nur dann und wann haben mir ein paar Informationen gefehlt

City of Burning Wings. Die Aschekriegerin
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4 Sterne | Pluspunkte: Details des Settings; Dynamik Protagonist:innen | Minuspunkte: stellenweise etwas blasse Nebencharaktere und wenige Informationen

Schon seit Jahren bereitet sich May darauf vor, ...

4 Sterne | Pluspunkte: Details des Settings; Dynamik Protagonist:innen | Minuspunkte: stellenweise etwas blasse Nebencharaktere und wenige Informationen

Schon seit Jahren bereitet sich May darauf vor, eines Tages den Aschethron zu besteigen. Doch als der König verfrüht stirbt, geht seine Macht plötzlich nicht auf sie über, sondern auf Luan, einen Flügellosen aus dem Elendsviertel. Nun ist es Mays Aufgabe, ihn in seine neue Aufgabe einzuweisen – und den Fehler möglichst schnell wieder zu beheben.

Ach ja, was für eine Geschichte! Luan und May sind mir schnell ans Herz gewachsen. Ich mochte die Art, wie sie miteinander umgegangen sind, unheimlich gerne. Ihre zwischenmenschliche Beziehung hatte Zeit sich zu entwickeln und wirkte dadurch auf mich umso realistischer. Auch ihre facettenreichen Charaktere habe ich über die knapp 400 Seiten hinweg gut kennengelernt - genauso wie das Setting. UFF! Eine wunderbar in Szene gesetzte schwebende Stadt, die ich nun am liebsten selbst besuchen würde! Mit allerhand kleinen Details hat Lily es geschafft, die Stadt und das Leben ihrer Bewohner:innen greifbar zu machen. Egal ob die Beschreibung verschiedener Geschäfte und der Mode oder auch die Schnabelpost, ein Klatschblatt, welches die Stadt auf Trab hält – es gab so viel zu entdecken!
Allerdings muss ich sagen, dass ich mir solche Informationen an anderen Stellen fehlten: Gerade in Bezug auf die Hauptproblematiken des Buchs sind bei mir viele Fragen offengeblieben und bei einigen Nebencharakteren hatte ich zwischendurch das Gefühl, sie wären etwas blass gezeichnet. Speziell die Gruppe der Himmelsfürsten hat es mir nicht leicht gemacht, da hätte ich ein paar mehr Details gewünscht und stärkere Handlungen für nachvollziehbarer gehalten. So kam es mir im Mittelteil des Buchs ein wenig so vor, als wären sie kurzzeitig irgendwo in der Versenkung verschwunden.
Trotzdem hat mir „City of Burning Wings” wirklich gut gefallen und mich in eine fantastische Welt entführt! Worauf wartet ihr also? Fliegt los nach Elydor!

Veröffentlicht am 05.10.2021

Nicht ganz so gut wie Band 1, aber trotzdem gelungen!

Ein Herz so dunkel und schön
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4 Sterne | Pluspunkte: Charaktere, Spannende Thematiken | Minuspunkte: Plottwist

„Ein Fluch so ewig und kalt“ war für mich ein Highlight. Umso nervöser wurde ich, als ich Rezensionen entdeckt habe, die ...

4 Sterne | Pluspunkte: Charaktere, Spannende Thematiken | Minuspunkte: Plottwist

„Ein Fluch so ewig und kalt“ war für mich ein Highlight. Umso nervöser wurde ich, als ich Rezensionen entdeckt habe, die den zweiten Teil als Enttäuschung beschrieben haben. Aber… lesen ist subjektiv.
„Ein Herz so dunkel und schön“ ist anders als sein Vorgänger. Allem voran dadurch, dass andere Figuren im Fokus liegen, doch nachdem ich den ersten Schock darüber verdaut hatte, habe ich Grey und Lia Mara unheimlich gern begleitet! Kemmerer hat dabei nochmal bewiesen, wie gut sie mit Worten umgehen kann: Ich habe die Einblicke in das Innere der Protagonist/-innen geliebt! Meiner Meinung nach sind sowohl Grey als auch Lia Mara wahnsinnig interessant, weil sie sich von vielen Hauptcharakteren aus Romantasy-Büchern abheben. Und auch abseits der Charakterbildung hat mich der Schreibstil wieder überzeugt: Spannung und Emotionen im Einklang, weshalb ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin.
Auch dass ein bereits bekannter Charakter im Verlauf vom Buch eine etwas unerwartete Entwicklung durchgemacht hat, fand ich ehrlich gesagt sehr spannend und vor allem nachvollziehbar – zumal es sogar im Buch selbst Aufmerksamkeit bekommen hat und durch Aspekte wie eine Posttraumatische Belastungsstörung erklärt wurde. Liebe Leute, wie genial ist es bitte, dass sowas mal Beachtung findet? In Büchern wird so oft vergessen, was all die grausamen Dinge, die unsere Protagonist/-innen erleben müssen, auslösen können – aber hier wird es thematisiert. Großes Kino!
Der einzige größere Kritikpunkt ist die Tatsache, dass ich mich bei einer grundlegenden Sache frage, warum sie so gekommen ist. Eine spezielle (Nicht-)Handlung, auf der der gesamte Plot basiert, war für mich nicht nachvollziehbar und lag mir bis zum Ende als bitterer Beigeschmack auf der Zunge, weil ich das Gefühl hatte, man hätte sich einiges sparen können, wenn … na ja, miteinander geredet worden wäre.
Lässt man das aber außer Acht, war es ein großartiges Buch, mit überraschend eingebauten Thematiken und Suchtpotenzial.