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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2019

Sommerlich-spritzig rund um Enttäuschung und Liebe

Sommer der Erdbeerblüten
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Als Vielleserin ist die Idee natürlich nicht neu für mich. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, war das Buch genau das Richtige, um im Sommer auf dem Liegestuhl für ein paar Stunden abzutauchen.

Stilistisch ...

Als Vielleserin ist die Idee natürlich nicht neu für mich. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, war das Buch genau das Richtige, um im Sommer auf dem Liegestuhl für ein paar Stunden abzutauchen.

Stilistisch lässt sich das Buch wunderbar nebenbei lesen. Auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Ich kann Floras Reaktion zum Beispiel absolut nachvollziehen. Durch die Ausarbeitung der Details wirkt die Geschichte für mich viel “näher” und glaubhafter. Mal ganz ehrlich: Würde ich feststellen, dass mein Partner mich betrügt, würde ich auch meine Koffer packen und ganz weit wegfahren.

Allerdings muss ich zugeben, dass kein Charakter dabei war, der mich nachhaltig beeindruckt hätte. Es ist trotzdem eine nette Urlaubslektüre, die man ohne viel Konzentration gut folgen kann.

Fazit

Eine erfrischende Sommerlektüre, die sich wunderbar für unterwegs bzw. zwischendurch eignet. Eine nette Geschichte, gut gezeichnete Charaktere und ein angenehmer Stil. Viel mehr lässt sich eigentlich schon gar nicht mehr sagen.

Bewertung

Ich gebe “Sommer der Erdbeerblüten” 4 von 5 möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 06.04.2019

Spannende Einblicke

Strafe
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Bei Strafe handelt es sich um ein Büchlein mit 12 Kurzgeschichten, 12 Schicksalen – da man das sowieso nicht richtig zusammenfassen kann, hab ich mich diesmal für die einfach Variante entschieden: Das ...

Bei Strafe handelt es sich um ein Büchlein mit 12 Kurzgeschichten, 12 Schicksalen – da man das sowieso nicht richtig zusammenfassen kann, hab ich mich diesmal für die einfach Variante entschieden: Das Kopieren.

Kommen wir also zu dem Teil, der wirklich interessant ist: Wie fand ich Strafe? Wie auch schon die anderen beiden Bücher von Ferdinand von Schirach (Verbrechen und Schuld), habe ich dieses kurz nach Erscheinen gelesen. Wie der Titel sagt beschäftigen sich alle Geschichten mit Thema Verurteilung und Strafe für eine Tat. In nüchternen, klarer Erzählweise wird die Frage behandelt, was eigentlich “Wahrheit” bedeutet – und in wieweit unser Rechtssystem dem gerecht wird.

“Dann hatte er einen Mann verteidigt, dem vorgeworfen wurde, seine Kinder zu quälen. Er wurde freigesprochen, die Indizien reichten für eine Verurteilung nicht. Der Mann fuhr nach Hause, stopfte seinen zweijährigen Sohn in die Waschmaschine und stellte sie an.” (Ferdinand von Schirach: Strafe, S. 26)

Ich finde den Blickwinkel des Autoren immer wieder faszinierend. Wir sind oftmals schnell mit unseren Urteilen, wodurch es passieren kann, dass wir anderen Menschen unrecht tun. Ferdinand von Schirach zeigt in seinen Büchern jedoch, wie voreilig diese Beurteilung oftmals ist. Denn oft sind es ganz “normale” Menschen, die eine Straftat begehen – und umgekehrt erkennen wir das “Böse” auch nicht am Aussehen eines Menschen.

Das Buch habe ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen und jede einzelne Geschichte hat mir gefallen – jede einzelne hat mich bewegt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 06.04.2019

Ich habe von Anfang an mitgefiebert

Zwischen uns die Lüge
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Endlich mal wieder ein Buch, das mich richtig gefangen genommen und nicht mehr losgelassen hat! Innerhalb weniger Stunden habe ich “Zwischen uns die Lüge” durchgesuchtet, wo ich doch normalerweise ein ...

Endlich mal wieder ein Buch, das mich richtig gefangen genommen und nicht mehr losgelassen hat! Innerhalb weniger Stunden habe ich “Zwischen uns die Lüge” durchgesuchtet, wo ich doch normalerweise ein Buch pro Woche schaffe.

Der Stil der Autorin ist locker und flüssig. Außerdem sind die Kapitel sehr kurz gehalten (meistens 5 oder 6 Seiten), sodass ich nur durch das Buch geflogen bin. Immer habe ich gedachte “ach, ein Kapitel schaffst du noch” und so habe ich es einfach nicht geschafft, die Geschichte aus der Hand zu legen.

Die Autorin schreibt die Geschichte einer falschen Liebe, einer wahren Liebe und wie letztere die Trauer besiegen kann. Ich werde nicht weiter in’s Detail gehen, weil ich euch keine Inhalte spoilern möchte, aber so viel kann ich verraten: Emilia Swan schreibt mit viel Gefühl, eine Geschichte, die mich gepackt hat, die ans Herz geht. Doch auch an Humor fehlt es nicht: Es gab genug Stellen, dich mich zum Lachen gebracht haben.

“Zwischen uns die Lüge” wird aus Sicht der beiden Protagonisten (Dawn und Logan) geschrieben. Die Charaktere sind mir im Verlauf der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen und ich habe mitgefiebert, ob es gut mit den beiden ausgeht. Während Dawn mir sofort sympathisch war, war Logan am Anfang noch richtig “miesepetrig” – doch auch er wurde mir schnell immer sympathischer.

Fazit
Ich habe zwar auf das Ende hingefiebert, dass es wirklich so ausgeht wie ich es mir erhofft habe, aber eigentlich habe ich schon damit gerechnet. Der Autorin ist es jedoch gelungen, ein Buch zu schreiben, dass ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge gelesen habe. Es ist eine Liebesgeschichte, mit viel Gefühl, die dabei aber weder in den Bereich Erotik noch ins Kitschige abdriftet – was ich beides sehr positiv finde.

Ich freue mich schon auf den nächsten Liebesroman der Autorin, in dem es um Dawns beste Freundin gehen wird. Für mich war es definitiv nicht das letzte Buch der Autorin.

Bewertung
Ich gebe “Zwischen uns die Lüge” 5 von 5 möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 06.04.2019

Wieso ist es zu Ende?

Die Stimmen des Abgrunds
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Die Charaktere und die Geschichte sind mir im Laufe der Bände immer weiter ans Herz gewachsen und jetzt ist es einfach zu Ende. Ich kann es noch gar nicht ganz glauben. Jeder der die Vorgänger kennt weiß, ...

Die Charaktere und die Geschichte sind mir im Laufe der Bände immer weiter ans Herz gewachsen und jetzt ist es einfach zu Ende. Ich kann es noch gar nicht ganz glauben. Jeder der die Vorgänger kennt weiß, wie wunderschön die Welt ist und warum ich trauere, dass ich sie verlassen musste. Andererseits musste ich das Buch natürlich lesen, weil ich auch wissen wollte, wie es ausgeht.

Der Autor schildert nicht nur eine fantasievolle Welt sondern auch wunderbare Charaktere, denen er viel Raum lässt, sich zu entwickeln. Und das alles in einem mitreißenden, einnehmenden Stil – für mich ist die Reihe ein Highlight der Literatur.

Hin und wieder tauchten Charaktere auf, denen man schon lange nicht mehr begegnet ist, sodass ich (die auch einige Pausen zwischen den Teilen gemacht hat) teilweise auf Google suchen musste, wer das eigentlich ist. Dafür kann ich aber keinen Punkt abziehen, das kann auch ein Fehler von mir sein.

Dem Autoren gelingt es, am Ende alle Handlungsstränge miteinander zu verweben, offene Fragen zu beantworten und die Geschichte zu einem grandiosen Abschluss zu bringen. Ich bin nur so durch das Buch geflogen, denn der Autor hetzt mich von einem Highlight zum nächsten, ich habe gezittert und gehofft und konnte einfach nicht aufhören zu lesen.

Das einzig negative an diesem Buch: Es ist zu Ende! Mit diesem Band endet eine Reihe, bei der es schwer werden dürfte, etwas vergleichbares zu finden.

Fazit
Lange Rede, kurzer Sinn: Für mich ein Highlight und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung
Ich gebe “Die Stimmen des Abgrunds” 5 von 5 möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 06.04.2019

Wohlfühlroman mit ganz viel Liebe

Bleib doch, wo ich bin
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Schon das Cover von “Bleib doch, wo ich bin” hat mich sofort angesprochen. Es ist mal kein knalliges, neonfarbenes Cover, im Gegenteil: Es besticht durch pastellige Töne und macht es dadurch allein optisch ...

Schon das Cover von “Bleib doch, wo ich bin” hat mich sofort angesprochen. Es ist mal kein knalliges, neonfarbenes Cover, im Gegenteil: Es besticht durch pastellige Töne und macht es dadurch allein optisch zu etwas besonderem.

Das Buch an sich ist wirklich ein gelungenes Debüt. Der Stil der Autorin ist locker und fröhlich. Auf jeder Seite spürt man ihre Begeisterung und einen Frohmut, den sie wunderbar vermittelt. Das Buch macht einfach glücklich. Gleichzeitig ist der Stil so einfach und teils umgangssprachlich gehalten, dass man auch nach einem anstrengenden Tag durch die Seiten fliegt und das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen hat.

Die Charaktere sind mir sehr sympathisch und auch das Ambiente, in dem das Buch spielt, ist wunderbar bildhaft beschrieben – ein Ort, an dem man gerne leben würde.

Zwar ist relativ schnell klar, wohin die Geschichte führen wird, dennoch verpackt die Autorin die Handlung interessant und humorvoll, sodass man “Bleib doch, wo ich bin” wirklich gerne liest.

Was mir am Buch besonders gefallen hat, ist die Liebe zum Tier, die man auf jeder einzelnen Seite spürt. Als Katzenmama liebe ich Tiere und lese keine Bücher, in denen ein Tier gequält wird. Umso mehr Freude bereitet es mir, ein Buch zu lesen, in dem man eine ebensolche Tierliebe spürt, wie ich sie empfinde.

Fazit
Ein unterhaltsamer, nicht anspruchsvoller Liebesroman, für entspannte Stunden am Abend. Für mich die perfekte Lektüre, wenn ich im Frühling mit Katze am Balkon sitze und Träume.

Bewertung
Ich gebe “Bleib doch, wo ich bin” 4 von 5 möglichen Sternen.