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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2021

Ein typisches Highschool-Drama

Lost Hearts - Wenn aus Rache Liebe wird
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Inhalt (Klappentext)

Vanessa kann nicht glauben, was Harrison ihr antut: Weil sie mit ihm Schluss gemacht hat, veröffentlicht er ein peinliches Video von ihr. Und plötzlich ist sie an ihrer Schule das ...

Inhalt (Klappentext)

Vanessa kann nicht glauben, was Harrison ihr antut: Weil sie mit ihm Schluss gemacht hat, veröffentlicht er ein peinliches Video von ihr. Und plötzlich ist sie an ihrer Schule das Mädchen mit dem schlechten Ruf. Das will Vanessa nicht auf sich sitzen lassen! Zum Glück ist sie nicht allein - der attraktive Neue an der Schule, Kai, hat ganz eigene Gründe, sich an Harrison zu rächen. Sie schließen einen geheimen Pakt. Doch dann geschehen zwei Dinge, die alles verändern: Die Racheaktion gerät außer Kontrolle und Vanesso verliebt sich zum ersten Mal in ihrem Leben. Ausgerechnet in Kai ...

Meine Meinung

Mit ihrer „Dark Love“-Reihe, die ich schon vor Jahren gelesen habe, hat Estelle Maskame mich erstmals zu einem riesen Fan von New Adult Romanen gemacht. So war es also kein Wunder, dass ich ihren neuen Roman auch unbedingt lesen wollte.

Zuallererst muss ich ehrlich sagen, dass das Cover allein mich wahrscheinlich nicht dazu gebracht hätte, obwohl ich eigentlich wirklich ein Coveropfer bin. Hier hätte ich mir gewünscht, man hötte das Original-Cover übernommen. Zwar ist es hier im Stil ihrer anderen Bücher in der deutschen Übersetzung gehalten, allerdings passt es meiner Meinung nach nicht ganz so sehr zu der Story. Außerdem meine ich, die Protagonistin hätte braune Haare, während die Frau auf dem Cover blond ist.

Estelle Maskames Schreibstil ist angenehm zu lesen und man kommt sehr schnell durch ihre Geschichte, da sie locker schreibt, was auch hier gut zum Buch gepasst hat.

Es dauert nicht lange bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt und so muss man nicht lange warten, bis es so richtig los geht. Allerdings habe ich dennoch etwas gebraucht, um richtig in die Geschichte einzutauchen, was an der Protagonistin lag.
Ich konnte relativ lange nicht mit Vanessa warm werden. Vor den Ereignissen, die ihr Sozialleben verändern werden, ist sie das typische beliebte Mädchen. Sie verbringt ihre Wochenenden aus Partys und flirtet gerne mit Jungs, aber sie ist nicht der Typ für feste Beziehungen. Daran ist natürlich nichts verwerflich, nur konnte ich ihren Charakter nicht wirklich ausmachen.
Auch ihre tragische Hintergrundgeschichte - eine Mutter, die zu früh verstorben ist, und ein Vater, der seinen Töchtern seitdem nicht mehr genug Beachtung schenkt - konnte mich nicht richtig berühren. Erst zum Ende konnte ich alles besser nachvollziehen, wie Vanessa wirklich fühlt.
Kai mochte ich da schon eher auf Anhieb und ich hatte das Gefühl, dass das Beisammensein mit ihm Vanessa um einiges sympathischer gemacht hat. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, woher seine Wut auf Harrison herrührt und wieso er so sehr Rache nehmen muss und nun ja... dazu später mehr.

Die Story entwickelt sich irgendwie vorhersehbar und ist ein typisches Highschool-Drama, aber gleichzeitig ließ sie sich auch locker lesen. Es war unterhaltsam die Dialoge zwischen Vanessa und Kai zu lesen und zu erfahren, was sie sich so ausdenken, um Rache an Harrison zu nehmen.
Man konnte sich sehr gut in Vanessas Situation hineinversetzen und ich konnte gut verstehen, wieso sie so wütend war - immerhin hat Harrison sich mit der Veröffentlichung des Videos auch strafbar gemacht und für sein Verhalten konnte ich ihn echt nicht leiden. Doch die Art und Weise, wie die beiden Rache an ihm nehmen wollten, hat sie mir stellenweise ein wenig unsympathisch gemacht - besonders Vanessa, die gerne mal über das Ziel hinausschießt, sodass man sich fragt, was sie sich bitte dabei gedacht hat. Beide haben sich mit ihren Aktionen teilweise strafbar gemacht und das einzige, was das wieder annähernd gut gemacht hat für die Geschichte, war, dass sie es auch wirklich von selbst eingesehen haben und auch Vanessa das meiste direkt bereut hat.
Ich bin ziemlich zwiegespalten, was die Story angeht. Zum einen hatte ich Spaß und zum anderen konnte ich nicht aufhören den Kopf zu schütteln. Es wurde in manchen Momenten unrealistisch in meinen Augen.
Und so gut och Vanessa auch verstehen konnte, fand ich Kais Grund für diese Rache irgendwie irrelevant. Ich habe wirklich mehr erwartet und sein unglaublicher Hass auf Harrison hatte dann doch einen vergleichbar kleinen Grund.

Was mir dennoch sehr gut gefallen hat, war, wie schon gesagt, dass Vanessa hier eine Charakterentwicklung durchgemacht hat und eingesehen hat, wie auch sie zu weit gegangen ist und wäre es nicht ihr selbst passiert, vielleicht genau wie ihre Mitschüler über eine betroffene Person gelacht hätte. Damit hat die Autorin gezeigt, wie schnell sich die Sichtweise auf Ereignisse ändern kann, wenn man selbst im Mittelpunkt dieser steht.
Und auch Vanessas Familienverhältnisse wurden zum Ende hin noch aufgegriffen, was ebenfalls ein positiver Punkt in der Geschichte war. Dabei wurde Vanessa für mich noch greifbarer.

Fazit

Alles in allem war das Buch gut für zwischendurch und ich glaube, ich hatte einfach zu hohe Erwartungen nach „Dark Love“. Irgendwie habe ich nicht so ein 0815 Teenie-Drama erwartet und doch ging die Geschichte eher in diese Richtung. Wenn man jedoch ein Fan von Highschool Komödien ist, wird einem das Buch bestimmt besser gefallen. Außerdem glaube ich, dass das Buch ehr für jüngere Leser geeignet ist. Ich selbst bin etwa im Alter der Protagonisten und ich empfand alles etwas weniger authentisch, aber oft nimmt man Dinge in verschiedenen Altersgruppen andere wahr.


Bewertung

3-3,5/5☆


An dieser Stelle noch einmal Vielen Dank an den Heyne Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. ♡

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2021

Nett für zwischendurch mit ein paar kleineren Schwächen

Dare to Trust
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Inhalt (Klappentext)

Weil sich in jedem Herzen etwas Gutes verbirgt
Als der New Yorker Geschäftsmann Hayden Millard nach Jahren seiner ehemaligen Mitschülerin Tori Lancaster gegenübersteht, gerät seine ...

Inhalt (Klappentext)

Weil sich in jedem Herzen etwas Gutes verbirgt
Als der New Yorker Geschäftsmann Hayden Millard nach Jahren seiner ehemaligen Mitschülerin Tori Lancaster gegenübersteht, gerät seine Welt augenblicklich ins Wanken. Schließlich war sie es, die ihm das Leben in der Highschool zur Hölle gemacht hat – auch wenn sie ihn anscheinend nicht wiedererkennt! Als Hayden herausfindet, dass Tori dringend einen Job braucht, bietet er ihr eine Stelle als Assistentin bei seinem Plattenlabel Ever Records an - um ihr endlich heimzuzahlen, was sie ihm einst angetan hat! Doch der in sich gekehrte CEO merkt schon bald, dass sein Herz ganz andere Pläne als Rache hat …

Meine Meinung

„Dare to trust“ war mein erstes Buch von April Dawson und ich habe mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass ich bei der Leserunde bei der Lesejury dabei sein darf! Ich habe schon einiges Positives gehört und die Leseprobe konnte mich auch schon neugierig machen.
Und dann noch dieses Cover: Es sieht wirklich traumhaft schön aus. Ich liebe die Pastelltöne und es sieht toll aus im Regal.

Am Anfang des Buches befindet sich eine Triggerwarnung zum Thema Mobbing und ich muss sagen, dass ich dadurch relativ hohe Erwartungen an die Verarbeitung des Themas in dem Buch hatte.

Schon im Prolog werden wir mit Haydens Vergangenheit konfrontiert und man erfährt die ersten Details. Er war mir als Protagonist sehr sympathisch und ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen. Auch wenn er mittlerweile ein erfolgreicher CEO eines Musiklabels ist und schon lange nicht mehr aussieht, wie der „schwache“ Junge von früher, hat er nicht vergessen, was er im Leben durchmachen musste und kämpft noch immer mit seinen Erinnerungen an die Vergangenheit.
Gleichzeitig hat dies ihn aber auch zu einem wunderbaren Menschen gemacht, der sich um seine Mitmenschen, seien es Freunde, Kollegen oder Mitarbeiter, sorgt und immer Verständnis zeigt für die jeweiligen Lebenssituationen der Anderen. Sein Geld spendet er für viele wohltätige Zwecke und hat sogar selbst Frauenhäuser eröffnet, in denen er persönlich immer wieder nach dem Rechten schaut. Man kann Hayden eigentlich nur lieben.
Ihn und Tori verbindet eine Vergangenheit, denn sie war Teil der Gruppe, die ihm das Leben in Highschool schwer gemacht hat. Damals sah er in ihr nur das verwöhnte und reiche Mädchen und doch hat er sich schon vor Jahren in die für ihn unerreichbare Tori verliebt.
Als er sie nach all der Zeit wieder trifft, möchte Hayden ihr alles heimzahlen. Zu dem Zeitpunkt weiß er nur noch nicht, wie sehr sie sich verändert hat und dass nach dem Tod ihres Vaters nichts mehr von der alten Tori übrig geblieben ist. Sie engagiert sich ehrenamtlich in einer Tierklinik aus, obwohl sie sich selbst schon mit Jobs durchkämpfen muss, um überhaupt ihre Miete bezahlen zu können. Sie ist nett, hilfsbereit, ehrlich und ist sich nicht mehr zu schade, hart zu arbeiten.
Obwohl ich anfangs nicht sicher war, ob ich so leicht über ihre Rolle in Haydens Vergangenheit hinwegsehen könnte, war das letztlich doch ziemlich der Fall, da sich wirklich vom Grund auf zu einem besseren Menschen entwickelt hat.

So kommt es also, dass Hayden seine Pläne recht schnell aufgibt, als er ihr neues Ich näher kennenlernt und er beginnt sogar, Gefühle für Tori zu entwickeln. Das einzige Problem: Sie scheint sich nicht mehr an ihn zu erinnern und so weiß sie nicht, dass vor ihr der Junge steht, der noch immer mit den Geschehnissen zu kämpfen hat, die er dank ihr und ihrer Freunde erfahren hat.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich nicht zu schnell und auch wenn man beim Klappentext vielleicht den Kopf schütteln könnte, konnte ich gut nachvollziehen wieso die beiden sich ineinander verliebt haben. Wie wahrscheinlich schon herauszulesen war, hat besonders Hayden es mir angetan, aber auch Tori mochte ich ganz gerne. Vor allem am Anfang habe bei den beiden mitgefiebert und darauf gewartet, dass einer von beiden endlich den ersten Schritt macht.
Ich muss zugeben, an einigen Stellen fand ich die Konversationen etwas hölzern, weil es teilweise mehr nach einem Interview klang als nach einem Gespräch über ihr Leben, aber letztlich gab es auch viele Situationen, die authentischer wirkten.

Was mich leider gestört hat, war jedoch die Wendung, die das Buch genommen hat. Wie man es natürlich erwartet, findet Tori irgendwann heraus wer Hayden ist und dass sie sich eigentlich bereits kennen.
Da hat mich allerdings gewundert, dass sie sich so lange an rein gar nichts erinnert hat. Hayden hat noch zwei Geschwister bzw. Adoptivgeschwiste, Dorian und Quinn, da sie alle drei zusammen adoptiert wurden, und obwohl sie auch diese kennt und ihnen im Laufe der Geschichte wieder über den Weg läuft, hat sie keine Ahnung, dass sie Hayden aus der Schulzeit kennt. Immerhin ist das eigentlich nichts, was man so einfach vergisst, besonders wenn man sich wie Tori an die Geschehnisse an sich nur zu gut erinnert.
Zudem wird es in der Geschichte so umgedreht, als wäre Tori hier das eigentlich Opfer und als wäre Hayden der Böse während er eigentlich mehr als genug Gründe hätte, ihr nicht zu verzeihen bei was sie mitgemacht hat - auch wenn er nicht die ganze Geschichte kennt. Daher fiel es mir dann doch extrem schwer, Empathie für Tori zu empfinden.

Es gab leider nicht so viele Flashbacks und Erinnerungen, weshalb man lange nur ahnen kann, was Hayden wirklich durchgemacht hat. Die, die es gab, waren dabei weitaus schlimmer als ich mir ausgemalt hätte. Nur hätte ich mir auch da noch etwas mehr Tiefe und Emotionen gewünscht, weil das Mobbing doch weniger thematisiert wurde als erhofft.

Fazit

Zwar konnte mich das Buch nicht komplett überzeugen, aber es war nett für zwischendurch. In den Folgebänden der Reihe soll es um die Geschwister von Hayden gehen und da ich sie hier gerne mochte, möchte ich auch noch den anderen Büchern eine Chance geben. Alles in allem hätte ich mir mehr Tiefe und Emotionen, was das Thema Mobbing angeht, gewünscht. Die Liebesgeschichte an sich war schön und auch die Charaktere waren größtenteils sehr sympathisch und liebenswert.

Bewertung

3,5/5☆


Zu guter Letzt möchte ich mich noch einmal bei der Lesejury für die tolle Leserunde und das Rezensionsexemplar bedanken! ♡

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 28.11.2019

Hatte noch mehr Potential

Perfectly Broken
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Inhalt

Brooklyn möchte nichts weiter, als ihre schmerzhafte Vergangenheit, den Tod ihrer großen Liebe, hinter sich zu lassen und irgendwo neu anzufangen. Sie entscheidet sich Manchester zu verlassen ...

Inhalt

Brooklyn möchte nichts weiter, als ihre schmerzhafte Vergangenheit, den Tod ihrer großen Liebe, hinter sich zu lassen und irgendwo neu anzufangen. Sie entscheidet sich Manchester zu verlassen und findet eine Wohnung in Bedford. Der einzige Hacken: Sie ist durch eine Tür in ihrem Schlafzimmer mit der Wohnung ihres Nachbarn Chase verbunden. Doch sie sicht diese Wohnung als ihre einzige Chance auf einen Neuanfang und sieht darüber hinweg.
Sie hört immer wieder Gesprächsfetzen durch die verschlossene Tür und obwohl sie einander noch nie begegnet sind, fühlt Brooklyn sich zu ihm hingezogen.
Als die beiden beginnen sich Nachrichten unter der Tür durchzuschieben und Chase ihr Stücke auf dem Klavier vorspielt, muss Brooklyn mit ihren widersprüchlichen Gefühlen kämpfen. Darf sie sich ein zweites Mal verlieben, wo sie ihr Herz doch bereits für immer einem anderen versprochen hatte?

Meine Meinung

Da das Buch auf Instagram eine große Runde gemacht hat und auch sehr gelobt wurde, hatte ich anfangs ziemlich große Erwartungen an das Buch.

Der Schreibstil der Autorin war angenehm und flüssig zu lesen und brachte die Emotionen in diesem Buch wirklich gut zur Geltung. Er passte sehr gut zu der Geschichte.

Die Protagonisten Brooklyn war mir sehr sympathisch und ist mir im Laufe des Buches auch ans Herz gewachsen. Ich habe mit ihr mitgelitten und hatte Tränen in den Augen, wenn es um den Tod von Thomas, ihrer großen Liebe, ging.
Auch Chase mochte ich sehr gerne. Er ist ein so liebenswerter Mensch und hat sich wirklich um Brooklyn bemüht.
Die Beziehung der beiden war wirklich sehr schön und ganz besonders hat mir gefallen, wie Chase Brooklyn durch die verschlossene Tür aus ihren Lieblingsbüchern vorgelesen hat. Und dann gibt es auch noch viele andere romantische Stellen.
Brooklyns Trauer um Thomas spielte dabei aber auch eine große Rolle, denn es fiel ihr nicht leicht, sich noch einmal zu verlieben. Immer wenn sie ihn für einen Moment vergaß, hatte sie das Gefühl ihn zu betrügen. Es war einfach herzzerreißend dies zu lesen...

Obwohl das Alles jetzt erstmal sehr positiv klingt, hatte ich auch einige Kritikpunkte.

Die Beziehung zwischen Brooklyn und Chase entwickelte sich wirklich sehr schnell, was bei etwa 250 Seiten auch kein Wunder war. Jedoch war es mir dann das erste Treffen der beiden ein wenig unrealistisch und ich hätte mir gewünscht, dass das alles noch ein wenig besser ausgebaut gewesen wäre. Zudem erschien mir die ganze Liebesgeschichte fast ein wenig zu perfekt.

Ich kann mich wirklich nicht in Brooklyn Lage hineinversetzen und habe keine Ahnung wie sehr sie gelitten haben muss, aber dennoch muss ich sagen, dass es mich im Laufe des Buches etwas gestört hat, wie oft erwähnt wurde, wie sehr sie Thomas vermisst. Sie hat sich immerhin selbst dafür entschieden, sich auf Chase einzulassen und meiner Meinung nach, war ihr Verhalten unfair gegenüber Chase.

Zum Ende hin kam noch eine Wendung, aber ich muss sagen, dass ich dies bereits erwartet hatte und so hat es mich nicht richtig umhauen können. Und in diesem Moment wurde es dann auf einmal sehr dramatisch und das war für mich ein wenig zu viel des Guten. Und auch da war Brooklyn mehr als unfair gegenüber Chase. Man hätte diese Wendung auch weglassen können.

Fazit

Letztlich war das Buch gut für zwischendurch, hatte aber noch mehr Potential. Ich glaube, dass rund 250 Seiten einfach zu wenig sind, um die Geschichte so zu erzählen, wie die Autorin es wollte und meiner Meinung nach hätten noch 100 oder 200 Seiten mehr nicht geschadet.
Dennoch hatte das Buch ein paar sehr tolle Stellen und war auch sehr emotional.
Alles in allem gebe ich dem Buch 3,75-4 Sterne.

Bewertung
3,75-4/5 ☆

An dieser Stelle möchte ich mich nocheinmal herzlich beim Forever Verlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar bedanken! ♡

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2019

3,5 Sterne für ein spannendes Buch mit dessen Protagonistin ich leider nicht warm werden konnte...

Soulless
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Klappentext:
Hätte Cassandra gewusst, was sie in den Händen hielt, hätte sie das alte, verstaubte Buch in der Bücherei liegen lassen, anstatt es mit nach Hause zu nehmen und es als Tagebuch zu benutzen. ...

Klappentext:
Hätte Cassandra gewusst, was sie in den Händen hielt, hätte sie das alte, verstaubte Buch in der Bücherei liegen lassen, anstatt es mit nach Hause zu nehmen und es als Tagebuch zu benutzen. Doch niemand hat sie gewarnt und so wusste Cassandra nicht, was es für Folgen haben würde. Plötzlich wird sie von einer unbekannten Gruppe gejagt und flüchtet sich zusammen mit Danyel, einem unverschämten Fremden, und ihrem Nachbarn Samuel, der für sie wie ein Bruder ist, in eine Universität. Doch wie kann sie ihren Fehler rückgängig machen? Wie kann sie zurück in ihr altes, überschaubares Leben? Und vor allem, wer ist dieser mysteriöse Luca, zu dem sie sich schon vom ersten Augenblick an hingezogen fühlt?

Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, wurde ich gleich neugierig. Die Idee hinter dem Buch hat mich gleich fasziniert.
Man wird direkt ins Geschehen geworfen und es wird gleich klar, dass man hier viel Action erwarten kann! Auch den Schreibstil der Autorin fand ich gut. Obwohl die Geschichte sehr spannungsgeladen ist, lässt sich das Buch angenehm und flüssig lesen.

Allerdings gab es auch einige Kritikpunkte, die es mir etwas schwer gemacht haben, mit dem Buch warm zu werden. Zum einen konnte ich die Protagonistin Cassandra nicht ganz ins Herz schließen. Sie kam mir zu emotionslos vor. Anfangs dachte ich noch, das wäre vielleicht der Schock und sie würde erst später realisieren, was denn eigentlich hier passiert, aber leider war dem nicht so. Ihre Reaktionen auf die Geschehnisse waren mir einfach zu unrealistisch. Cassandras ganze Welt wird auf einmal auf den Kopf gestellt und sie nimmt es viel zu gelassen hin. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass alles ein wenig zu schnell ging. Und wenn dann Probleme aufkamen, wurden sie oft schnell von dem Buch gelöst.

Zum Ende hin wird das Buch wieder etwas spannender und endet mit einem gemeinen Cliffhanger, sodass man gleich weiterlesen möchte, aber dennoch musste ich mich anfangs etwas zu sehr durch das Buch quälen... Ich glaube, dass es daran lag, dass ich nunmal so meine Probleme mit Büchern habe, wenn ich nicht von Anfang an mit den Protagonisten warm werde. Dennoch ist das Buch nicht schnell für Leser, die vor allem nach einer spannungsgeladenen und actionreichen Geschichte suchen.

Veröffentlicht am 31.08.2020

Gute Idee, schwache Umsetzung

V is for Virgin
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Inhalt (Klappentext)

Valeries Herz ist gebrochen. Ihr Freund hat sie verlassen, weil sie nicht mit ihm schlafen möchte, sondern damit bis zur Ehe warten will. Als ihre Geschichte bei YouTube viral geht, ...

Inhalt (Klappentext)

Valeries Herz ist gebrochen. Ihr Freund hat sie verlassen, weil sie nicht mit ihm schlafen möchte, sondern damit bis zur Ehe warten will. Als ihre Geschichte bei YouTube viral geht, wird die Siebzehnjährige landesweit unter dem Namen Virgin Val bekannt. Das Chaos scheint perfekt, als dann auch noch Rockstar Kyle Hamilton vor ihr steht: Der Leadsänger der Band Tralse hat es sich zum persönlichen Ziel gemacht, sie zu verführen. Doch mit einer Sache hat Kyle nicht gerechnet: Val bereitet ihm ganz schönes Herzklopfen ...




Meine Meinung

Da ich bereits „Cinder & Ella“ von der Autorin gelesen habe und es mir so gut gefallen hat, dass es sogar zu meinen Jahreshighlights zählt, war ich auch sehr gespannt auf „V is for Virgin“. Leider habe ich darüber aber fast nur Rezensionen mit 3 Sternen oder weniger gelesen, weshalb ich mit ziemlich niedrigen Erwartungen an die Geschichte rangegangen bin.

Anfangs wurde ich dann doch positiv überrascht. Val war mir direkt sympathisch und ich mochte es, wie sie für ihre Überzeugungen einstand. Dafür braucht es manchmal so einiges an Mut und Stärke. Auch die Nebencharaktere mochte ich eigentlich ganz gerne. Dementsprechend flog ich nur so durch die Seiten und dachte schon, das Buch hätte doch noch Potential ein 4 oder 5 Sterne Buch zu werden.
Doch leider hielt das Ganze nicht so lange an, denn nach etwa der Hälfte des Buches war ich größtenteils genervt von ihnen. Val wurde immer egoistischer und zu einer schlechten Freundin, denn sie stellte alle Bedürfnisse anderer hinten an und erwartete andererseits Unterstützung von jedem. Auch ihre beste Freundin Cara, die ich am Anfang wirklich sympathisch fand, mochte ich immer weniger, denn auch sie handelte irgendwann nur noch in ihrem eigenen Interesse.

Sie wurde aber vor allem auch anklagender, wenn es um die Jungfräulichkeit anderer ging. Das war wirklich Schade, denn zu Beginn dachte ich mir noch, dass das Buch eine echt tolle Message beinhaltet und Val genau das Richtige tut, wenn sie anderen zeigt, dass es in Ordnung ist noch zu warten. Aber irgendwann im Laufe der Geschichte redete sie davon, dass sie auch die ganzen Mütter erreichen wollte und andere Teenager dazu bringen wollte, Abstinent zu werden. In meinen Augen hat die Autorin dieses Thema damit ab einem gewissen Wendepunkt völlig falsch aufgegriffen, denn die Protagonistin fing an, anderen ihre Meinung aufzudrängen, während sie selbst genau dies nicht wollte.

Mit dem männlichen Protagonisten Kyle konnte ich leider nicht wirklich warm werden. Bis zum Ende habe ich ihn nicht durchschaut, denn gerade wenn ich das Gefühl hatte, dass er Mal sein wahres Ich zeigen würde, fing er wieder damit an, Val für ihre Überzeugungen zu verspotten. Er versuchte immer wieder, sie zu einem Date zu überreden und machte deutlich, dass es danach nur eine Frage der Zeit wäre, bis sie ihre Einstellung über Bord werfen würde. Er machte es einem echt schwer, ihn zu mögen. Dennoch gab es einige Momente, in denen er wirklich fürsorglich und nett war - ich hätte mir wirklich gerne mehr davon gewünscht.
Man muss an dieser Stelle aber sagen, dass alle Kapitel aus Vals Sicht geschrieben waren, weshalb der Leser die Welt nur durch ihre Augen sieht und man nur wenig von Kyles Gefühlen mitbekommt. In Band 2 soll dies anders sein, weshalb ich hoffe, dass es mir dort vielleicht noch sympathischer wird. Der Epilog, der einige Jahre später spielt, war dafür schon ein guter Anfang.

Doch ganz abgesehen von der Geschichte, bekommt der Schreibstil allein 5 Sterne. Er ist sehr angenehm, locker und leicht zu lesen, weshalb ich das Buch trotz meiner Kritikpunkte sehr schnell beendet hatte.

Fazit

Obwohl ich hier nun einiges kritisiert habe, war „V is for Virgin“ nicht das schlechteste Buch. Das Thema war wirklich interessant und in der erste Hälfte gut umgesetzt, doch dann ging es leider bergab. Dennoch möchte ich auch den zweiten Band der Dilogie lesen, was unter anderem daran liegt, dass nun aus Kyles Sicht erzählt wird und die Protagonisten erwachsener sind. In diesem Band war mir nämlich teilweise zu viel Drama. Dass die Story ziemlich klischeehaft war, hat mich garnicht so sehr gestört, da es zum Schreibstil und der Grundidee gepasst hat.

Bewertung

3/5☆



Nun möchte ich mich noch einmal beim One Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken! ♡

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere