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Veröffentlicht am 24.05.2018

Ein Buch für Fantasyfans, die vor Blut und Gewalt nicht zurückschrecken

Höllenkönig
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Buchinfo
Er war auserkoren, das Königreich zu regieren. Nun herrscht er über das grausamste Gefängnis der Fantasy.

Am Gipfel eines verschneiten Berges gelegen, inmitten einer todbringenden Einöde, liegt ...

Buchinfo
Er war auserkoren, das Königreich zu regieren. Nun herrscht er über das grausamste Gefängnis der Fantasy.

Am Gipfel eines verschneiten Berges gelegen, inmitten einer todbringenden Einöde, liegt die Höllenfeste – ein unmenschliches Gefängnis, in dem die schlimmsten Verbrecher der Welt in lebenslanger Haft eingekerkert sind. Doch es sind nicht die Wachen, die die Macht über das Gefängnis in den Händen halten. Es ist der geheimnisvolle Höllenkönig, der die rivalisierenden Häftlinge kontrolliert. Was niemand weiß: Höllenkönig Xavier ist der einzige Verbrecher, der sich freiwillig in Ketten legen ließ. Welches entsetzliche Geheimnis hütet er – und was steht in der geheimen Botschaft, die den Höllenkönig plötzlich seine Ketten sprengen lässt? (Verlag)

Anfang
Kleidet euch wie Tiere! Verhaltet euch wie Tiere! Beim Donner der Göttin, dachte Jorund. Redet sogar wie Tiere! Nur mit Barbarei ließ sich Barbarei bekämpfen

Meine Meinung
Angelockt von diesem wundervollen Cover, musste ich dieses Buch einfach in meinem Regal einziehen lassen! Das Cover deutet schon darauf hin, dass es um einen Mann und eine Festung oder Burg geht. Die kämpfenden Soldaten geben einen Hinweis darauf, dass den Leser zumindest eine Schlacht erwartet und an ihren Rüstungen und Helmen kann man erkennen, dass es vermutlich irgendwo im Mittelalter spielen muss.

Wie ich in anderen Rezensionen gelesen habe, erging es einigen Lesern so wie mir. Eigentlich hätte ich nämlich vermutet, dass man bei so einem dicken Buch (knapp 600 Seiten) erstmal eine gewisse Zeit mit dem Höllenkönig in der Höllenfeste verbringt. Dass man etwas mehr über seine Stellung dort erfährt und wie die Strippen gezogen werden. Dem ist aber nicht so. Die Flucht aus dem angeblich so sicheren Gefängnis gelingt, meiner Meinung nach, viel zu leicht. Und das nicht nur für einen einzelnen Mann, sondern eine ganze Gruppe.

Neben der Geschichte um Xavir gibt es noch einen weiteren Handlungsstrang um zwei Damen. Genauer gesagt handelt es sich dabei um Elysia und Brigitte. Zwei Hexen, die ebenfalls auf der Flucht sind und dabei auf Xavir und seine Männer treffen. Ab dem Punkt laufen beide Stränge zusammen und es ergibt sich eine gemeinsame Geschichte.

Der Autor hat in seinem Roman mehr auf die Erzählung der Handlung an sich geachtet und die Emotionen an die Seite geschoben. Da es sich bei dem Schöpfer um einen Mann handelt, finde ich es nicht so verwunderlich, muss ich gestehen ^^ Dadurch bleiben die Charaktere zwar etwas distanzierter und man schließt sie eher schwieriger ins Herz, aber bei den Schlachten, dem Blut und dem Tod in diesem Buch, hätte ich zu blumige und weichgespülte Beschreibungen auch einfach unpassend gefunden.

In diesem Buch gibt es alles, was das Fantasyherz begehrt. Hexen, Magier, Monster, epische Schlachten und eine Wolfskönigin. Allerdings kann man das Gefühl bekommen, dass auch Xavir irgendwelche übernatürlichen Kräfte hat, wenn er ganze Heere abschlachtet, selbst aber unverletzt bleibt. Diesen Umstand, der zu einfache Ausbruch aus der Höllenfeste und die ein oder andere kleine Länge sorgen dafür, dass ich einen Stern abziehe und nicht die volle Punktzahl gebe.

Fazit
Ein Buch für Fantasyfans, die vor Blut und Gewalt nicht zurückschrecken. Eine Karte hätte geholfen den zurückgelegten Weg einfacher verfolgen zu können.
Durch das Ende könnte man meinen, dass es womöglich eine Fortsetzung geben könnte, die dann vielleicht alle offenen Fragen beantworten könnte.

Veröffentlicht am 24.05.2018

Eine mutige Frau geht ihren Weg und wir dürfen sie dabei begleiten

Das Herz der Kriegerin
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Buchinfo
Nach einer wahren Geschichte – romantisch, genau recherchiert und mitreißend erzählt!

Dublin 1702. Die schöne Kit Kavanagh mit den feuerroten Haaren ist frisch verheiratet und glücklich. Doch ...

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Nach einer wahren Geschichte – romantisch, genau recherchiert und mitreißend erzählt!

Dublin 1702. Die schöne Kit Kavanagh mit den feuerroten Haaren ist frisch verheiratet und glücklich. Doch dann wird ihr Mann Richard von Soldaten verschleppt, und Kit ist entschlossen, ihn zurückzuholen – koste es, was es wolle. So zieht sie ihm nach und schließt sich, als Soldat verkleidet, dem Regiment des charismatischen Captain Ross an. Kit spürt, dass sie mehr für Captain Ross empfindet als nur Gehorsam und Freundschaft. Doch sie muss nicht nur ihre wahre Identität, sondern auch die gefährliche Anziehungskraft um jeden Preis geheim halten. Als sie fast enttarnt wird und sich zu ihrer Sicherheit der gegnerischen Seite anschließen muss, begegnet sie Captain Ross erneut – diesmal in ihrer wahren Gestalt … (Verlag)

Anfang
Die Rothaarige war am mutigsten.
Sie stieg höher auf den grünen Hügel als alle ihre Kamerad innen und stürz te sich dann Hals über Kopf verwegen und furchtlos wieder hinunter. Ein halbes Dutzend Mädchen mochte vielleicht bei ihr sein, aber die anderen fielen überhaupt nicht auf. Nur sie zog die Blicke auf sich wie ein Komet.

Meine Meinung
Kit Kavanagh könnte eigentlich glücklicher nicht sein. Sie ist jung, frisch verheiratet und Erbin einer Schenke. Was also könnte ihrem Glück im Wege stehen? Zum einen sie sich selbst, da sie sich Gedanken darüber macht, wie ihr Leben nun weitergehen wird. Alles wird in geordneten Bahnen verlaufen und ist schon besiegelt. Aber will sie das wirklich? Und der zweite Grund für das fehlende Glück ist, dass ihr Mann kurzerhand zwangsrekrutiert und verschleppt wird. Das will Kit so aber nicht hinnehmen und schwört sich, ihren Gatten zurück zu holen. Doch wie soll sie das anstellen? Ganz einfach: Sie verkleidet sich als Mann und meldet sich freiwillig zum Kriegsdienst. Doch soll es wirklich so einfach sein?

Dieser historische Roman behandelt eine wahre Begebenheit. Die Autorin schreibt am Ende, dass sie die ein oder andere Geschichte mit etwas Phantasie ausgeschmückt hat, die grundlegende Geschichte aber wahr ist und auf Recherchen beruht. Genau diese Recherchen bemerkt man, im positiven Sinne, während des Lesens. Da wurde im Vorfeld wirklich gründliche Arbeit geleistet.

Auch wenn die Geschichte mit einer Liebesgeschichte startet, ist dieses Buch kein Liebesroman, sondern ein historischer Roman mit Fakten, Krieg und Schlachten. Romantische Gefühle finden zwar ihren Platz, übernehmen aber nicht den Löwenanteil. Das erwähne ich an dieser Stelle nur, damit niemand mit falschen Erwartungen oder Vorstellungen an dieses Buch herangeht.

Führt man sich vor Augen in welcher Zeit sich diese Geschichte zugetragen hat, kann man vor einer Frau wie Kit nur den Hut ziehen. Dass sie den Mut hatte so selbstbestimmt zu leben und immer die Angst im Nacken sitzen hatte als Frau enttarnt zu werden – das wäre kein Leben für mich gewesen. Dafür bin ich vermutlich nicht risikofreudig genug und ein zu großer Hasenfuß, wenn es um mein Leben geht.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, sind die ausschweifenden Beschreibungen bis ins kleinste Detail. Manchmal gibt es Momente, an denen solch weitreichende Ergüsse richtig und wichtig sind, aber ich muss nicht fast eine ganze Seite lesen wie ein Wasserlauf beschrieben wird. Das ist mir persönlich einfach zu viel des Guten und schafft unnötige Längen, weswegen ich leider einen Stern abziehen muss.

Fazit
Eine mutige Frau geht ihren Weg und wir dürfen sie dabei begleiten!
Auch wenn durch sehr weitreichende Beschreibungen die ein oder andere Länge vorhanden ist, ist es ein ganz großartiges Buch, das den Leser auf eine Reise durch alle Emotionen mitnimmt.

Veröffentlicht am 24.05.2018

Eine Protagonistin, die ich nicht mag und ein Schreibstil, der mir nicht gefällt

Liebe M. Du bringst mein Herz zum Überlaufen
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Buchinfo
Während andere den Freitag herbeisehnen, freut sich Matilda auf Montag, denn nichts liebt sie mehr als ihren Job im Amt für nicht zustellbare Post, wo sie für die Buchstaben K bis M zuständig ...

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Während andere den Freitag herbeisehnen, freut sich Matilda auf Montag, denn nichts liebt sie mehr als ihren Job im Amt für nicht zustellbare Post, wo sie für die Buchstaben K bis M zuständig ist. Doch dann kommt der Tag, an dem Matilda ein nie überbrachter Liebesbrief so sehr berührt, dass sie beschließt, ihre gewohnten Pfade zu verlassen und den Empfänger ausfindig zu machen – ganz gleich, wie schwierig es wird. Sie stößt auf eine schmerzliche Liebesgeschichte, die bereits viele Jahrzehnte zurückliegt. Doch für ein Happy End ist es schließlich nie zu spät, oder? (Verlag)

Anfang
Obwohl sie erst sieben Jahre alt war, hatte Matilda vermutlich schon so ziemlich alle Kraftausdrücke zu hören bekommen, die ihre Eltern kannten. Und sie kannten viele.

Meine Meinung
Angelockt von dem wunderschönen Cover und dem verheißungsvollen Klappentext, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Die Geschichte hätte auch wirklich großartig werden können, doch leider gibt es ein paar Punkte, die mir das Buch ziemlich madig gemacht haben.

Matilda arbeitet im Amt für unzustellbare Briefe. Eines Tages rutscht ihr ein Brief unter einen Schrank. Als sie ihn hervorholt, kommt noch ein zweiter Brief zum Vorschein, der seit einer halben Ewigkeit dort liegen muss. Da Matilda auch diesen Brief unbedingt noch zustellen möchte, öffnet sie ihn und versucht so an Informationen vom Absender oder Empfänger zu gelangen. Das erweist sich allerdings als ziemlich schwierig und bringt ein Abenteuer mit sich, das Matildas Leben verändert.

Ich weiß nicht wer den Film kennt, aber ich habe „Die Fabelhafte Welt der Amélie“ bestimmt 30 Mal gesehen – wenn nicht öfter. Kein Scherz. Ich habe den Film damals geliebt. Heute, wo ich älter bin, finde ich ihn nicht mehr so berauschend. Er ist mir zu kindlich naiv und nervt mich mehr, als dass er mich verzaubert. Leider haben mich Matilda und ihre Geschichte ganz massiv an den Film erinnert.
Denn auch Matilda ist kindlich, naiv und unbekümmert, sehr introvertiert und ergibt sich irgendwelchen Tagträumen und weitergesponnenen Geschichten, die so nicht stattfinden. Das ist leider nicht mehr mein Fall, weswegen ich sehr häufig mit den Augen rollen musste.

Der Besichtigungstermin war an einem heißen Junitag, und die meisten anderen Interessenten machten einen Rückzieher, kaum dass sie die Wohnung betreten hatten. Sie fanden die Hitze hier oben unerträglich. Matilda fand sie herzerwärmend. Sie friert leicht. (Seite 25, f.)

Neben der Protagonistin, hat mir auch der Schreibstil leider nicht wirklich gefallen. Ich bin ganz oft ins Stocken geraten und über den ein oder anderen Satz gestolpert. Das liegt nicht daran, dass die Autorin sonderlich komplizierte oder verschachtelte Sätze genutzt hat – ganz im Gegenteil. Viele Sätze waren mir persönlich einfach zu kurz und in einem sehr…ich sage mal einfachem Deutsch geschrieben, was meinen Lesefluss tatsächlich hindert. Der Schreibstil ist also sicherlich nicht schlecht, aber eben einfach nicht mein Ding.

So wie sich Matilda stundenlang in Tagträumen verlieren kann, ergeht es auch der Geschichte oftmals. Dinge, die wirklich etwas gekürzt dargestellt hätten werden können, werden zu ausführlich und umständlich beschrieben. Andere Sachen, die ich durchaus interessanter gefunden hätte, wurden dafür zu kurz behandelt.

Wirklich gut gefallen hat mir Matildas Nachbar Knut. Ein sehr rüstiger Rentner, der das komplette Gegenstück zu ihr ist. Weltoffen, realistisch und technisch versiert, hilft er ihr dabei, den Brief vielleicht doch noch zustellen zu können. Knuts Enkel Cornelius war eher nicht so mein Fall. Matildas übrigens auch nicht. Allerdings tauchte er ziemlich häufig auf und machte Matilda damit das Leben schwer.

„Sie glauben an Schicksal? Und Vorhersehung?“ Knuts Stimme klingt zweifelnd.
„Vielleicht. Aber ob man daran glaubt, spielt doch ohnehin keine Rolle. Wenn es so was wie Schicksal gibt, dann könnte Unglaube daran nichts ändern. Und wenn es nicht existiert, könnte mein Glaube daran es nicht herbeizaubern.“ (Seite 31, f.)

Das Buch über macht Matilda eine Wandlung durch und wird zum Schluss sogar noch richtig mutig. Allerdings hat auch leider das nicht ausgereicht um meine Meinung zu ändern.

Fazit
Ein Buch, das mich durch das Cover und den Klappentext angelockt hat, sich aber dann in ausufernden Erzählungen und Tagträumen verliert, mit einer Protagonistin, die ich nicht mag und einem Erzählstil, der mir nicht gefällt.

Es gibt allerdings viele begeisterte Stimmen, weswegen ich bei Interesse dazu raten würde, die Leseprobe auf der Verlagsseite zu lesen um einen ersten Eindruck zu erhalten. Wer solche Geschichten mag, hat in dem Buch sicherlich eine tolle Urlaubslektüre gefunden!

Veröffentlicht am 23.05.2018

Hat mir noch besser gefallen als der erste Teil

Breeds - Tabers Versuchung
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Klappentext
Seit jeher fühlt sich die junge Roni Andrews zu dem attraktiven Taber hingezogen.
Als sie sich eines Abends näherkommen, glaubt sie, dass ihre tiefsten Wünsche in Erfüllung gehen. Doch Taber ...

Klappentext
Seit jeher fühlt sich die junge Roni Andrews zu dem attraktiven Taber hingezogen.
Als sie sich eines Abends näherkommen, glaubt sie, dass ihre tiefsten Wünsche in Erfüllung gehen. Doch Taber gehört zu den Breeds und ist daher ständig auf der Flucht.
Als das Militär erfährt, dass er Roni als seine Gefährtin gekennzeichnet hat, eröffnet es auch die Jagt auf die junge Frau...

Erster Satz
"Roni, verdammt, in was für Schwierigkeiten hast du dich jetzt schon wieder gebracht?"

Cover
Und wie auch bei Teil 1 ist hier wieder ein muskulöser Mann mit freiem Oberkörper abgebildet, dessen Gesicht sich halb im Schatten verbirgt.
Neben ihm befindet sich ein Jaguar (ich vermute, dass es einer ist, da im Buch erwähnt wird, dass er einen Jaguar als Tattoo auf der Schulter trägt) - vermutlich trägt er dessen DNA in sich (möglicherweise steht es im Buch und ich habe es überlesen).
Ansonsten ist dieses Cover in schwarz-lila gehalten. Passte das gold-schwarz von Teil 1 super zu der Löwenmähne, weiß ich nicht genau warum hier lila gewählt wurde. Nett anzusehen ist es trotzdem.

Meinung
Nachdem ich Teil 1 gelesen hatte war mir klar, dass mir der nächste Teil ganz sicher auch gefallen wird. Und so war es tatsächlich auch.

Zu Beginn bekommt man einen Prolog vorgesetzt, in dem es ganz allein nur um Taber und Roni geht. Man erfährt ihre Vorgeschichte und wie sie zueinander stehen.
Ab Kapitel 1 geht es dann mit dem eigentlichen Buch los. 15 Monate später.

In diesem Teil erfährt man zwar recht wenig über die Breeds und ihre Geschichte, aber dafür umso mehr über Taber und Roni, Merinus und Callan aus Teil 1 sind auch wieder mit dabei und außerdem gibt es einen Ausblick auf die Bücher, die noch folgen werden.
Die Wolf-Breeds werden kurz angeschnitten (kommen dann in Band 3) und im Epilog gibt es einen kurzen Einblick in die Geschichte zwischen Kane und Sherra (Band 6).
Alles in allem also eine Zwischengeschichte um die Charaktere besser zu verstehen und mehr über sie zu erfahren. Plus Taber und Roni.

Taber war mir persönlich von Anfang an unglaublich sympathisch - was ich von Roni leider nicht sagen kann.
Er fühlt sich verantwortlich für Roni. Und das seit sie elf Jahre alt ist. Nicht also erst nachdem er sie zu seiner Gefährtin gemacht hat.
Er gefällt mir noch besser als Callan muss ich gestehen ♥ . Roni hingegen nervt mich über die Hälfte vom Buch hinweg einfach unglaublich. Das ändert sich allerdings schlagartig ab dem Punkt wo sie endlich ihre wahren Gefühle für Taber zulässt.
Zu ihrer Verteidigung muss ich sagen, dass es ihr durch diverse Intrigen auch nicht sonderlich leicht gemacht wurde.

Etwas nervig ist allerdings, dass man diese ganze Paarungsrausch-Sache aus dem ersten Band noch einmal durchkauen muss. Ebenso die Nummer mit dem Stachel.
Ja natürlich, sie kann es nicht wissen - aber ich als Leser kannte die ganze Geschichte dahinter schon und hätte sie nicht ein weiteres Mal so ausführlich lesen müssen.
Außerdem fand ich es irgendwie doch recht unrealistisch, dass sie nach einer Schusswunde in der Schulter sofort wieder ungehemmten, wilden Sex mit Taber haben konnte. Auch wenn sie im Paarungsrausch war hätten ihr die Schmerzen die Freuden doch etwas nehmen müssen.

Und selbstverständlich ist sie - Überraschung - auch schwanger geworden. Natürlich ist es das "Ziel" und die Natur, aber ich hoffe nicht, dass das jetzt in jedem Band so läuft. Immerhin wird es in Band 6 keine Schwangerschaft bei Sherra geben wie im Epilog zu erfahren war.

Hier und da hatte dieser Teil zwar die ein oder andere Schwäche, hat mich insgesamt aber gefesselt und ebenfalls überzeugt - was auch dem unglaublich heißen Taber zu verdanken ist

Zitate / Textstellen
Das harte Klacken von Tabers Stiefeln auf dem Steinfußbodn ließ sie zusammenzucken. So ging er nur, wenn er wütend war. Sie versuchte, eine Miene aufzusetzen, die amüsierte Langeweile ausdrückte. Er durfte auf keinen Fall herausfinden, dass sie richtig schiss vor ihm hatte, wenn er wütend war.
(Seite 6)

"Taber, verdammt, ich kann das allein." Roni trat ihm gegen das Schienbein, und es war kein liebevolles Knuffen. Die verdammte Frau hatte gefährliche Füße.
(Seite 180)

Sie war ein Geschenk. Seine Seele.
Die Rettung für den Mann, der täglich gegen das Tier kämpfte, das in ihm lauerte. Bei ihr hatte er endlich Frieden gefunden.
(Seite 274)

Fazit
Wem Band 1 gefallen hat, sollte auch an diesem Teil Gefallen finden.

Veröffentlicht am 23.05.2018

Teil 1 der Reihe konnte mich überzeugen

Breeds - Callans Schicksal
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Buchinfo
Als Journalistin ist Merinus Tyler ständig auf der Jagd nach einer guten Story. Eines Tages stößt sie auf Hinweise, dass das Militär genetische Experimente an Menschen vorgenommen hat. Und es ...

Buchinfo
Als Journalistin ist Merinus Tyler ständig auf der Jagd nach einer guten Story. Eines Tages stößt sie auf Hinweise, dass das Militär genetische Experimente an Menschen vorgenommen hat. Und es gelingt ihr tatsächlich, einen der Supersoldaten aufzuspüren, der vor seinen Schöpfern geflohen und untergetaucht ist. Callan Lyons trägt Löwenblut in sich und besitzt übermenschliche Kräfte. Von ihrer ersten Begegnung an weckt der attraktive Callan eine wilde Leidenschaft in Merinus. Doch das Militär und die Gen-Forscher sind Callan dicht auf den Fersen. (Quelle: Verlag)

Anfang
"Das hier ist meine Geschichte." Merinus starrte ihre sieben Brüder und ihren Vater an und sagte das mit fester Stimme, entschlossen, sich diesmal durchzusetzen.

Meine Meinung
Ohne es zu wissen kaufte ich einen Teil einer Reihe - allerdings nicht passenderweise diesen ersten Teil - nein, ich nahm Kanes Verlangen (Band 4) aus der Buchhandlung mit nach Hause.Beim Reinlesen wurde mir immer bewusster, dass vom Leser Vorkenntnisse erwartet wurden und so fiel mir auf, dass es eben kein einzelner Roman war.

Also was tat ich völlig begeistert vom Reinlesen in Band 4? Richtig - ich besorgte mir Band 1 und alle die noch dazwischen lagen. Lora Leigh hat sich hiermit zu einer meiner Lieblingsautoren gemeistert. Ich liebe es wie sie schreibt und schaffe es immer nur unter Mühe und Not das Buch weg zu legen und nicht weiter zu lesen.

Gleich zu Beginn befindet man sich in einer Diskussion zwischen Merinus und ihrer Familie. Das finde ich persönlich besser als ein langes Vorgeplenkel. Allerdings dauert es dadurch auch einen ganzen Moment bis man dahinter gestiegen ist, was einen wohl erwarten wird.Alle Fragen werden aber sehr zügig geklärt.

"[...] Es ist nicht die Geschichte, die du willst, und es ist nicht Gerechtigkeit. Du willst von dem Löwenmann gefickt werden. Gib es zu." (Seite 63)

In diesem Buch werden einige Charaktere vorgestellt, die Lust auf mehr machen. Mir erging es so, dass ich nicht nur Interesse an der Geschichte zwischen Merinus und Callan hatte, sondern auch wissen wollte was wohl allen anderen so passiert ist oder noch passieren wird. Und da es sich ja um eine Reihe handelt, habe ich Glück

"Wenn du reinkommst, werde ich dich ficken", stöhnte er. Sie lächelte traurig, trat zu ihm in die Kabine und schloss die Tür hinter sich.
"Und ich werde dich lieben", flüsterte sie. (Seite 218)

Sehr schön fand ich die Beschreibung von Callans Gefühlen, die er Merinus aber noch lange nicht offenbart. Dieser innere Kampf für ihn ist Lora Leigh wunderbar geglückt.

"Ich habe dich gar nicht verdient", flüsterte Callan heiser an ihrem Hals. "Du erstaunst mich, Merinus."
"Und wie mache ich das?", fragte sie sanft und fuhr mit den Fingern durch sein goldenes Haar.
Er schüttelte leicht den Kopf. "Durch deine Liebe. Die Tatsache, dass du das alles einfach so akzeptierst." (Seite 278, f.)

Insgesamt fand ich persönlich es einen wahninnig guten Auftakt in eine scheinbar spannende und erotische Reihe, der ich nach dem halben Buch bereits völlig erlegen war.

Fazit
Wer eine erotische Fantasy-Liebesgeschichte sucht in der es nicht nur zwischen den Laken heiß her geht, ist hier genau richtig.
Man darf nicht zu zimperlich sein, da hier Mord (zur eigenen Verteidigung) genauso wie exzessiver Sex zur Tagesordnung gehören - und auch alles sehr detailliert beschrieben wird.