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Veröffentlicht am 25.06.2020

Ein ganz tollerAbschluss dieser Reihe...

Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Knistern
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Ein letztes Mal Redwood.. und was soll ich sagen, ich glaube diese beiden Charaktere waren der krönende Abschluss, denn sie haben mir so gut gefallen. Ich lasse Redwood jetzt sehr gerne gehen!!

Parker ...

Ein letztes Mal Redwood.. und was soll ich sagen, ich glaube diese beiden Charaktere waren der krönende Abschluss, denn sie haben mir so gut gefallen. Ich lasse Redwood jetzt sehr gerne gehen!!

Parker ist Sheriff der Kleinstadt Redwood und damit einer der bekanntesten und geschätzten Männer der Stadt und dennoch hat er seine bessere Hälfte bisher nicht gefunden. Es geht sogar soweit, dass er sich schon wünscht, von dem Drachentrio verkuppelt zu werden. Aber anscheinend machen selbst die einen Bogen um ihn. Doch dann taucht Maddie auf. Ein Mädchen, das er schon damals während der Highschool gemieden und verabscheut hat. So sehr wie noch nie hofft er jetzt, dass er nicht auf dem Radar des Drachentrios ist, denn wenn ihn einer zur Weißglut bringen kann, dann ist es Madride Freemont.

Das Cover passt sehr gut zu denen der anderen Bände. Es greift auf der einen Seite den Flair und die Atmosphäre auf, sodass man schon mit dem ersten Blick weiß, das man sich nur wohlfühlen kann. Gleichzeitig greift es auch ein Pärchen auf, sodass man schon vor dem Lesen weiß, was auf einen zukommen kann und man eine kleine Vorstellung der beiden bekommt. Ich mag diese Art der Gestaltung immer sehr gern.
Auch dieser Band greift wieder die typische Redwood-Atmosphäre auf. Es ist eine Kleinstadt, die den Leser ein Gefühl von zuhause gibt. Die Kleinstadt hat ihre typischen Feste und Abläufe. Sie unterstützen sich gegenseitig und stehen für einander ein. Doch diesmal lernt man Redwood noch aus einer anderen Perspektive kennen. Trotzdem man auch die negative Seite kennenlernt, hat man sich in Redwood gleich wieder zuhause gefühlt.
Die beiden Charaktere hat Kelly Moran sehr gut gewählt. Parker mochte ich schon in den anderen Bänden super gern. Ich mag seine draufgängerische und humorvolle Art. Er ist der Sunnyboy der Stadt. In den ersten drei Bänden, wo es um die Tierarzt-Brüder geht, tritt Parker bei einigen Sportwettkämpfen auf. Ich fand es sehr schade, dass diese weder im ersten Redwood Dreams noch im zweiten aufgegriffen wurden. So ging die Beziehung zu den ersten drei Pärchen der Reihe leider unter.
Maddie hab ich von der ersten Seite gleich in mein Herz geschlossen. Ihre Geschichte hat mich tiefberührt. Es war etwas ganz neues für mich und ich fand es gut, wie Kelly Moran sowohl den Charakteren als auch die Stadtbewohner handeln lassen hat. Es war alles mehr als stimmig.
Auch die Beziehung zwischen den beiden hat mir sehr gut gefallen. Es wurde sehr deutlich, dass Parker ein Sunnyboy ist, da er sich trotz allen Erfahrungen in der Vergangenheit für Maddie eingesetzt hat. Er war sehr liebevoll und man hat durch die Geschichte über ihn eine ganz neue Seite kennengelernt. Ich finde es sehr authentisch, wenn man einen anderen Umgang mit seinem Partner hat, als mit anderen Freunden, weil das im echten Leben auch so wäre. Genau das hat mir hier gut gefallen. Er ist der Sheriff und wird von allen respektiert. Er ist ein Draufgänger und trotzdem ist er Maddie gegenüber immer nur liebevoll gewesen, hat sich für sie interessiert und eingesetzt.
Wie in allen Redwood Büchern endet es einfach nach dem Happy End und ich hätte mir noch 1-2 Kapitel gewünscht, indem man merkt, dass sie alles dem Guten gewendet hat, da das Ende sich sonst so plötzlich anfühlt.

Insgesamt habe ich dieses Buch sehr gern gelesen und es gehört zu einem meiner liebsten Büchern der Redwood-Serie.

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Veröffentlicht am 24.06.2020

Sehr spannende, emotionale und mitreißende Fortsetzung...

Die letzte erste Nacht
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Wer denkt er kennt schon jede Thematik, die in Büchern vorkommen kann, liegt falsch. Dieses Buch hat mich so sehr überrascht. Ich habe überhaupt nicht mit diesem "Geheimnis" gerechnet. Es hat mich aber ...

Wer denkt er kennt schon jede Thematik, die in Büchern vorkommen kann, liegt falsch. Dieses Buch hat mich so sehr überrascht. Ich habe überhaupt nicht mit diesem "Geheimnis" gerechnet. Es hat mich aber nicht nur überrascht, sondern auch herausgefordert und tiefberührt.

Der dritte Band der "First-Reihe" handelt von Trevor und Tate. Beide hat man schon in den vorherigen Büchern kennengelernt, da sie Teil der Clique sind. Tate und Trevor werden TNT genannt, weil sie hitzig, laut und explosiv sind. Trotzdem allem, was man vielleicht über die beiden in den ersten Büchern gedacht hat, sind sie zusammen im Bett gelandet und das hätte niemals passieren dürfen, da sind sie sich beide sicher. Trotzdem sie sich dessen bewusst sind, können sie nicht voneinander lassen. Da ist ein Knistern zwischen ihnen, was immer deutlicher wird. Dennoch steht ein schlimmes Geheimnis zwischen ihnen, was mit dem Tod von Tates Bruder zutun hat.

Tate und Trevor sind so unglaublich spannende Charaktere. Man kennt sie seit dem ersten Band und trotzdem wusste man nie richtig viel über die beiden. Daher war es umso spannender etwas aus ihrer Sicht zu lesen und zu entdecken, dass die beiden zwar sehr taff sind aber dennoch auch viele schrecklichen Gedanken in ihren Köpfen geistern. Bianca Iosivoni hat es geschafft, dass man von Anfang an die Spannung zwischen den beiden merkt. Es wird deutlich, wie sie sich herausfordern, an ihre Grenzen bringen aber gleichzeitig auch, wie groß das Verlagen nacheinander ist.
Anders als die meisten New Adult Bücher, spielt dieses hier nach der ersten gemeinsamen Nacht. Dadurch ist der Aufbau des Buchs einwenig anders. Wohingegen Die Protagonisten sonst auf eine gemeinsame Nacht hinarbeiten, versuchen Tate und Trevor sich von einer weiteren zu schützen.
Ich fand es großartig, dass Tate sich selber auf die Suche nach Antworten auf den Tod ihres Bruder gemacht hat. Dadurch hat das Buch kleine "Krimi-Elemente" bekommen. Gleichzeitig ist dadurch die Spannung extrem aufgebaut wurden.
Aber auch das Geheimnis, das Trevor mit sich bringt, hat mich sehr berührt. Ich habe mich vorher nie mit so einer Sache beschäftigt und es hat mich sehr geschockt und herausgefordert. Häufig musste ich einfach mal das Buch weglegen und durchatmen. Gleichzeitig hat es mich total berührt, wie er Tate vor all dem beschützen wollte und wie er wirklich immer zur Stelle war und für sie da war.
Auch die Clique nimmt wieder toll ihren Platz ein. Man erfährt viel über die anderen Paare und erlebt gleichzeitig eine tolle Freundschaft.

Insgesamt kann ich daher nur sagen, dass mich dieses Buch echt umgehauen hat. Es war für mich kein Buch, das ich einfach zwischendurch lesen kann, aber es war spannend und sehr emotionale. Tate und Trevor stecken trotz ihrer kühlen Art nach außen voll von Emotionen, die in diesem Band mehr als deutlich geworden sind.

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Veröffentlicht am 24.06.2020

Absolutes Wohlfühlbuch

New Promises
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In "New Promises" geht es um die Geschichte von Will und Izzy, die man bereits im ersten Band kennenlernt. Izzy ist Snowboard-Lehrerin in Green Valley und Will ist der örtliche Sheriff. Beide sind Freund ...

In "New Promises" geht es um die Geschichte von Will und Izzy, die man bereits im ersten Band kennenlernt. Izzy ist Snowboard-Lehrerin in Green Valley und Will ist der örtliche Sheriff. Beide sind Freund von Lena und Ryan. Schon von kleinauf sind Ryan, Will und Izzy sehr gute Freunde. Izzy hat schon lange mehr Gefühle als Freundschaft für Will über, dennoch hat sie sich gleichzeitig damit abgefunden, immer seine beste Freunden bleiben zu werden, denn Will ist ein Draufgänger. Er angelt sich alles und jeden, der ihm über den Weg läuft.
Als Cole Jacobs ein bekannter Schauspieler nach Green Valley kommt, wird Izzy beauftragt ihm für seine nächste Rolle das Skifahren beizubringen. Wo erste nur Ablehnung war, entwickelt sich Stück für Stück ein Knistern.

Lilly Lucas Schreibstil ist locker und leicht lesbar. Sie gibt viele Details, sodass man sich den Ort sehr gut vorstellen kann. Man taucht für ein paar Lesestunden in eine Winterwunderwelt ein, was ich sehr liebe. Sie hebt sich damit in diese Genre ab. Für jeden der also ein Buch mit toller Atmosphäre lesen will, ist dieses Buch wie geschaffen.
Nach Green Valle zurückzukehren ist immer wieder wie Urlaub. Die Kleinstadt ist einfach wundervoll und die Atmosphäre lässt sich beim lesen richtig spüren. Da mich der erste Band von Anfang an überzeugt hat, war sofort klar, dass ich auch den zweiten Band lesen werden. Auch dieser hat mich nicht enttäuscht.

Ich fand die Protagonisten sehr passend. Tatsächlich so passend, dass ich mir am Ende sogar jemand anderes an Izzys Seite gewünscht hätte 😉
Izzy ist ein toller Charakter. Sie ist taff, direkt und schlagfertig. Dadurch wirkt sie natürlich und echt. Gleichzeitig ist sie aber auch einfühlsam und gibt alles für ihre Freunde und die Menschen, die ihr nah stehen. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und steht für Werte ein, die ihr wichtig sind. Diese Eigenschaft fand ich wirklich sehr inspirierend und persönlich herausfordernd. Dennoch muss ich sagen, dass ich sie mir nach der Beschreibung im ersten Teil teilweise noch taffer vorgestellt habe. Auch einige andere Eigenschaften aus Band zwei haben mir gefehlt.
Will ist und bleibt Will, wie man ihn im ersten Band kennenlernt: Ein Aufreißer. Man versteht will, obwohl man nicht viel über Will erfährt. Das fand ich sehr schade, ich hätte gern mehr über ihn und seine Vergangenheit, seine Ängste, Dinge, die ihn beschäftigen erfahren. Izzy und Will haben viele Dialoge geführt, dennoch hat es sehr häufig an tiefgründigen Dialogen gemangelt. Trotzdem sie beste Freunde sind und das schon seit Kindertagen, tauchen sie sich nicht tiefgründig aus, was ich sehr schade fand.
Cole hingegen wird sehr intensiv beschrieben. Cole ist der klischeehafte Schauspieler, der verwöhnt und eigebildet ist. Dennoch wird schnell deutlich, dass er sich nach wahren Freundschaften und einen ehrlichen Umgang sehnt. Diesen findet er in Green Valley vor allem bei Izzy. Die Freundschaft und der Umgang von Cole und Izzy ist toll. Vor allem wirkt es viel intensiver und tiefgründiger als alles, was Izzy mit Will hat. weshalb ich auch sagen muss, das es für mich nicht deutlich geworden ist, was sie an Will findet und was ihn für sie so unwiderstehlich macht.
Die Geschichte knüpft an den ersten Band an, wobei ich die Pause irgendwie unpassend finde. Aus Band 1 weiß man, dass Izzy und Will sich an Silvester geküsst haben, das Buch spielt dennoch dann im Herbst also ca. 10 Monate später. Für beide schien der Kuss eine große Bedeutung gehabt zu haben und trotzdem schaffen sie es, ihn 10 Monate totzuschweigen?! Ich hätte es schön gefunden, wenn das Buch mit einem Prolog startet, der diese Szene nochmal aus Izzys Sicht aufgreift.
Dennoch fand ich die Idee, dass Izzy zwischen zwei Typen steht, wo einer das neue abenteuerliche ist und der andere das alte bekannte, sehr spannend und gut umgesetzt. Gerade die unangenehmen Situationen, die dadurch entstanden sind, waren gut umgesetzte.
Was mir nicht so gut gefallen hat, ist, das einige Szene nur so angerissen wurden. Oftmals hätte ich mir da mehr tiefe gewünscht. Manchmal wirkte es dann nur so reingequetscht und vielleicht auch Fehl am Platz aber einfach nur, weil sie nicht in den Zusammenhang eingebettet waren. Das war vor allem bei Szenen zwischen Izzy und Will so. Außerdem haben mir hitzige Diskussionen und Wortabschlag zwischen Izzy und Will gefehlt. Izzy war Cole gegenüber immer sehr direkt und ehrlich, bei Will hingegen war sie zurückhaltet und man hat wenig von ihren Eigenschaften sehen können.

Insgesamt gab es ein paar Bereich, die mir nicht so zugesagt haben, dennoch ließ sich das Buch locker und leicht lesen. Ich konnte sofort wieder in die Welt von Green Valley eintauchen. Aber besonders gut hat mir diesmal gefallen, dass dieser band wirklich im Schnee gespielt hat und man sich beim Lesen kurz wie im Urlaub gefühlt hat.

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Veröffentlicht am 04.06.2020

Gelungene Fortsetzung, die mein Herz sehr gebrochen hat..

Wir sind der Sturm
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Nachdem ich den ersten Band regelrecht verschlungen habe, musste ich den zweiten natürlich sofort vorbestellen.
Außerdem endete der erste Band mit so einem fiesen Cliffhanger, dass ich erst Recht nicht ...

Nachdem ich den ersten Band regelrecht verschlungen habe, musste ich den zweiten natürlich sofort vorbestellen.
Außerdem endete der erste Band mit so einem fiesen Cliffhanger, dass ich erst Recht nicht abwarten konnte.

Nachdem Paul und Louisa endlich zueinander gefunden habe, konnte alles nur noch perfekt werden oder? Louisa ist glücklich wie noch nie. Endlich hat sie den Menschen gefunden, der sie ihre Vergangenheit und alles Schlimme vergessen lässt. Sie kann frei sein und das Leben genießen. Doch dann will Paul ohne ein weiteres Wort nichts mehr mit ihr zutun haben. Es bricht ihr Herz noch mal, als es eh schon gebrochen war. Während sie für ihre Liebe kämpft, scheint er sich mehr und mehr zu entfernen. Was sie nicht weiß ist, dass Paul sie beschützen will.
Die große Frage, ob die beiden zueinander finden und damit lernen Vergangenheit und Gegenwart zu verbinden, steht im Raum.

Sophie Bichon beeindruckt schon wie im ersten Teil mit ihrem Schreibstil. Er ist poetisch und sehr tiefsinnig. Jedes Wort wirkt bewusst ausgewählt. Sie lässt sehr tiefgründig in die Personen eintauchen und entfaltet die Gefühle und Ansichten der beiden sehr philosophisch. Außerdem ist es sehr beeindruckend, wie sie mit der Sprache spielt. Ich mag es sehr, wie Louisa und Paul über Worte und ihre Bedeutung diskutieren. Nachdem lesen habe ich mich viel intensiver mit Worten beschäftigt bzw. über manche Worte einmal mehr nachgedacht. Aber nicht nur Louisas Liebe zu Worten ist ansteckend, sondern auch viele weitere Dinge. Sophies Bücher dienen nicht nur zur Unterhaltung, sondern sie regen zum nachdenken und umdenken an.

Louisa und Paul sind zwei Charaktere, die sich auf den ersten Blick total ähnlich sind und dennoch total unterscheiden. Beide haben etwas schreckliches in der Vergangenheit erlebt, sodass sie nur in der Gegenwart leben wollen aber auch Menschen nicht auf ihre Vergangenheit reduzieren. Besonders beeindruckend fand ich, dass Louisa ein weiblicher "starker" Charakter war, was in meinen Augen in diesem Genre nicht oft vorkommt. Sie weiß, was sie will und wofür sie einsteht. Gleichzeitig ist sie gefühlvoll, emphatisch und lebensfroh. Es wirkt teilweise kontrovers und ist dennoch so passend.
Außerdem finde ich, dass Sophie großartige Nebencharaktere geschaffen hat, die sehr durchdacht sind.

Inhaltlich setzt der zweite Teil direkt an den ersten an. Gemeinsam müssen Louisa und Paul sich ihrer Vergangenheit stellen. Das ganze Buch dreht sich quasi um dieses "Geheimnis", was am Ende des ersten Buches aufgedeckt wurde. Wo das erste Buch echt ein Wohlfühlbuch war, da es in einer unglaublich tollen Umgebung spielt. Die Clique und auch das College haben mich total abgeholt, sodass ich am liebsten selbst dort gewesen wäre. Das zweite Buch war hingegen nicht so ein Wohlfühlbuch, da die negativen Gefühle sehr im Vordergrund standen. Teilweise war da notwendig um mitzufühlen und zu leiden. Dennoch bin ich selbst nach beenden des Buches in einer negativen Stimmung geblieben. Das, was in dem Buch erzählt, behandelt und aufgearbeitet wurde, war so intensiv, dass ich echt lange gebraucht habe, um dort wiederrauszukommen. Einerseits zeugt dies von dem unglaublich guten Schreibstil. Andererseits lese ich Bücher auch, um in eine andere Welt zu gelangen und aufzutanken; den Alltag zu vergessen. Ich hatte dadurch das Gefühl, dass ich kein "schönes" Leseerlebnis hatte und konnte das Buch nicht genießen. Insgesamt hätte ich mir daher gewünscht, dass es nicht durchweg um dieses negative schlimme Geheimnis geht, sondern das auch schöne Erlebnisse Einzug erhalten, denn auch die wenigen spaßigen Erlebnisse, die Louisa durchlebt, waren immer von dem negativen überdeckt.

Zusammenfassend war es ein sehr bewegendes Buch, das mich emotional sehr mitgenommen hat und gut lesen ließ. Ich hätte mir einfach ab und zu mehr aufatmen und schmunzeln gewünscht. Außerdem hat es mich häufig an die First-Reihe erinnert, sodass ich manchmal schon wusste, wie der Plot sich ändern wird. Mir ist bewusst, dass man nicht bei jedem Buch das Rad komplett neu erfinden kann, weil es immer etwas gibt, dass man so ähnlich schonmal irgendwo gelesen hat aber hier hatte ich das Gefühl des Bekanntvorkommens sehr häufig und es hat mich zweitweise dann sehr gestört.

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Veröffentlicht am 03.06.2020

Überhaupt nicht so wie erwartet - sondern viel besser!

Finding Back to Us
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Ich habe vorher noch nie ein Buch über Stiefgeschwister gelesen und irgendwie hat mich der Gedanke daran abgeschreckt. Deshalb habe ich mich hauptsächlich dazu entschieden, dass ich dieses Buch lese, weil ...

Ich habe vorher noch nie ein Buch über Stiefgeschwister gelesen und irgendwie hat mich der Gedanke daran abgeschreckt. Deshalb habe ich mich hauptsächlich dazu entschieden, dass ich dieses Buch lese, weil ich "Feeling Close to you" unbedingt lesen wollte. Aber was soll ich sagen, ich wurde total überrascht.

Callie kehrt auf Wunsch ihrer Schwester nach langer Zeit zurück in ihre Heimat. Einen Ort, den sie meidet, weil zu viele schlechte Erinnerungen in der Luft hängen. Und der Erste, dem sie dort begegnet, ist ausgerechnet Keith. Keith ihr Stiefbruder und der Menschen, der für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist. Damit ist er auch der Menschen, den Callie am meisten hasst. Schon bei dem ersten Blick kommt all der Hass, die Wut und der Schmerz wieder hoch. Gleichzeitig hängt aber auch eine gewisse Anziehung, ein gewisses prickeln zwischen ihnen in der Luft.

Bianca Iosivonis Schreibstil war wieder mehr als gut. Ich liebe es, wie sie es schafft, dass man Hass, Wut und Schmerz zwischen den Protagonisten spürt. Aber man nimmt es nicht nur wahr, sondern versteht es auch und kann es bis zu einem bestimmten Grad nachempfinden.
Aber ich die Anziehung die zwischen Protagonisten herrscht, das Knistern, es ist einfach so sehr zu spüren. Genau das habe ich an diesem Buch so sehr geliebt.
Aber vor allem hat Bianca es total drauf Anfangsszene zu schreiben, über die man als Leser einfach nur schmunzeln muss und genau so war es auch wieder bei diesem Buch. Ich fand die Szene am Flughafen ganz großartig und sie hat mich gleich mit einem Lächeln ins Buch einsteigen lassen.

Man lernt Keith und Callie als Personen gar nicht so intensiv kennen. Ihr Konflikt und die Spannung zwischen ihnen und auch das, was Callie über Keith denkt, steht so sehr im Vordergrund, dass die Person an sich untergeht. Dennoch habe mag ich die Charaktere total. Sie haben sich von Anfang an in mein Herz geschlichen. Familie steht für beide im Vordergrund.

Allgemein muss ich sagen, dass ich niemals gedacht hätte, dass dieses Buch mich so sehr abholt. Die Thematik hat mich abgeschreckt und ich dachte ich kann nicht unvoreingenommen an diese Buch herangehen. Dennoch habe ich mich getäuscht. Dass sie Stiefgeschwister sind habe ich lange gar nicht so richtig wahrgenommen. Man wusste es, weil es von vornherein kein Geheimnis war, dennoch sind die beiden nicht zusammen aufgewachsen und damit gab es diese typischen geschwisterlichen Geschichten und Szenen nicht. Ich fand, dass Bianca das Thema sehr gut behandelt hat. Es war durchgehend deutlich, dass die beiden Stiefgeschwister sind, dennoch wurde auch deutlich, dass sie sich trotzdem nicht als "Geschwister" wahrnehmen.
Ziemlich deutlich wurde auch, wie abgrundtief Callie Keith hasst. Ich habe vorher noch nie eine Enemy to Lover Geschichte gelesen und ich muss sagen, dass mir der Hass zwischen den beiden sehr gut gefallen hat. Es war authentisch. Ich konnte mit jedem Wort nachvollziehen, warum Callie Keith hasst und gleichzeitig konnte ich auch nachvollziehen, dass sie ihn so anziehend fand. Als Leser habe ich diesen Kampf quasi mitgekämpft. Obwohl das buch nur aus Callies Sicht erzählt wurde, konnte man erahnen und verstehen, wie Keith sich fühlt. Es war süß, wie er sie provoziert hat, sie herausgefordert hat und verführt hat.
Während des Lesens habe ich so viele Gefühle gefühlt. Ich war total bei den beiden und habe am Ende sogar die Ungerechtigkeit empfunden, die man empfindet, wenn Geschwister sich nicht lieben sollen.

Insgesamt hat mich ein Buch noch nie so abgeholt und mitgerissen wie dieses Buch. Ich hatte keinerlei Erwartungen und wurde mehr als überrascht.

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