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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2018

Süße Liebesgeschichte.

When it's Real – Wahre Liebe überwindet alles
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Kennengelernt habe ich das Autorinnen-Duo bereits bei dem ersten Band der "Paper"-Reihe, der mich ehrlich gesagt nicht so vom Hocker gerissen hat, wie viele andere Leser. Er war okay, aber übermäßig begeistern ...

Kennengelernt habe ich das Autorinnen-Duo bereits bei dem ersten Band der "Paper"-Reihe, der mich ehrlich gesagt nicht so vom Hocker gerissen hat, wie viele andere Leser. Er war okay, aber übermäßig begeistern konnte mich die Geschichte bisher nicht. "When it's real – Wahre Liebe überwindet alles" schien dagegen ein bisschen anders aufgebaut zu sein, was mich dazu bewogen hat, Erin Watt eine zweite Chance zu geben – schließlich kann man bei Liebesromanen nicht so viel verkehrt machen. Auch wenn ich kein Fan von der "Paper"-Reihe bin, haben mich die Autorinnen mit "When it's real" auf jeden Fall von sich überzeugen können.

Die Geschichte ist meiner Meinung nach sehr süß und spannend aufgebaut. Mir war schon im Vorhinein bewusst, dass Erin Watt mit ihrem Buch das Rad nicht neu erfindet, aber mir hat gut gefallen, was sie aus ihrer Grundidee gemacht haben. Als Fan von Büchern über Musik und Rockstars hatten sie es zugegebenermaßen bei mir auch leicht. Positiv aufgefallen ist mir, wie der rote Fade (die Liebesgeschichte) mit dem schwierigen Musikbusiness kombiniert wurde – wie dies auch Menschen verändern kann, mit welchen alltäglichen Hürden sie kämpfen müssen und dass nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, nur weil man berühmt ist, Geld hat und die Musikwelt einen vergöttert.

Die Liebesgeschichte ist in jedem Fall ausgesprochen überzeugend und einnehmend geschrieben. Sie kommt zwar ohne Klischees nicht aus, aber alles in allem habe ich Vaughn und Oakley ihre Liebe und ihre Gefühle abgenommen und mir für sie ein Happy End gewünscht. Ich war überrascht, dass der Fokus eher auf der Schwierigkeit liegt, eine Beziehung zu führen, wenn man ein Promi ist, sowie auf der langsamen Annäherung zwischen Vaughn und Oakley, statt auf großen, überspitzen Dramen, die man mittlerweile in jedem "Young Adult"-Roman liest. Zudem ist es auch nicht so, dass Vaughn und Oakley irgendwann sagen, lass uns unsere Fake-Beziehung beenden und jetzt richtig zusammen sein. Es entsteht eine leichte, zarte und ehrliche Bindung zwischen den beiden, die mit jedem Date, jedem Zusammensein und jeder Unterhaltung wächst. Das war für mich als Leser sehr schön zu lesen und mitzuverfolgen.

Ich muss sagen, dass die Protagonisten es mir in der Geschichte aber auch leicht gemacht haben. Vaughn hat in ihrer Vergangenheit sehr gelitten und oft zurückstecken müssen. Ihr Schicksal hat sie wachsen lassen, weswegen sie in vielerlei Hinsicht viel reifer agiert, als andere in ihrem Alter. Ich habe es sehr bewundert, wie sie sich für ihre Familie aufopfert und ihre eigenen Träume zurückstellt, aber ich bin auch froh, dass Oakley ihr einen neuen Weg und eine glücklichere Zukunft zeigt. Denn Vaughn hat das meiner Meinung nach definitiv verdient. Aufgrund der Normalität, die sie für den Leser und auch für Oakley ausstrahlt, fiel es mir leicht, mich mit ihr zu identifizieren und ihre Sorgen, aber auch ihre Hoffnungen, zu verstehen. Teilweise wirkte sie mir zu oberflächlich ausgearbeitet, aber aufgrund ihrer lieben und einfühlsamen Art konnte ich meistens darüber hinwegsehen.

Oakley ist da in jeden Fall das genaue Gegenteil. Auch ihm hat das Leben nicht immer gut mitgespielt – wie man im Verlauf der Handlung erfährt –, weswegen er sich hin und wieder Aussetzer erlaubt, die wohl jeder junge Rockstar schon mal erlebt und auch ausgelebt hat. Seine Art ist am Anfang des Buches genauso wie man es erwartet: verzogen, frech und arrogant. Aber in ihm steckt viel mehr, was nicht nur der Leser nach und nach erkennt, sondern auch Vaughn. Er hat eine weiche, einsame und verletzliche Seite, die er in der Öffentlichkeit und allgemein vor keinem Dritten gerne zeigt. Vaughn ist in vielen Szenen als bodenständige Person genau die Richtige, um ihm den Kopf zu waschen, ihn zu trösten oder einfach nur um für ihn da zu sein.

Abgerundet wird das Buch meiner Meinung nach gut durch das Gesamtpaket. Mir gefällt das Cover unglaublich gut, gerade wenn man auch die Neuerscheinung "One Small Thing" daneben sieht. Besonders ansprechend fand ich aber die verschiedenen Beiträge aus Social-Media-Kanälen und Klatschmagazinen/-blogs, die man meist am Anfang eines Kapitels findet. Die sind zugegebenermaßen nicht außerordentlich interessant oder besonders, aber es macht deutlich, wie leicht gerade in der heutigen Zeit Promis Alltag eines jeden werden. Oakley und Vaughn taten mir stellenweise unglaublich leid, wie sie bei den Fans ins Kreuzfeuer geraten und sie auch keine Möglichkeiten haben, dem zu entkommen.

Fazit
"When it's real – Wahre Liebe überwindet alles" hat mir wesentlich besser gefallen, als der erste Band der "Paper"-Reihe. Die Gefühle und die Protagonisten wirken hier echt und authentisch. Die Liebesgeschichte an sich ist süß geschrieben und ich habe Vaughn und Oakley ihr Happy End mehr als gegönnt. Das Buch hat zwar leichte Schwächen, aber alles in allem ist "When it's real" ein gelungenes Werk der Autorinnen.

Veröffentlicht am 22.10.2018

Gute Fortsetzung.

Dream Maker - Lust
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"Lust" ist der zweite Teil der "Dream Maker"-Reihe, der mich zugegebenermaßen nach den Geschehnissen im ersten Band arg gereizt hat. Mir gefällt das Reihenkonzept und dieses Mal nimmt die Beratungs- und ...

"Lust" ist der zweite Teil der "Dream Maker"-Reihe, der mich zugegebenermaßen nach den Geschehnissen im ersten Band arg gereizt hat. Mir gefällt das Reihenkonzept und dieses Mal nimmt die Beratungs- und Umsetzungsagentur 'International Guy' den Leser mit nach Mailand, San Francisco und Montreal. Demnach wird auch im diesem Fortsetzungsband einiges an Abwechslung geboten – nicht nur bezüglich der unterschiedlichen Firmen-Problematiken, sondern auch in Parkers Privatleben.

Alle drei Fälle (die Modenschau in Mailand, die Partnersuche in San Francisco oder die Entlarvung eines Maulwurfs in Montreal) sind unterschiedlich ausgearbeitet und auf ihre eigene Art und Weise spannend. San Francisco war für mich persönlich dieses Mal der langweiligste Fall und konnte mich nicht so mitreißen, dafür hat mich der Maulwurf in Montreal besonders interessiert. Mir gefällt es, welche Gedanken sich die Autorin bezüglich der unterschiedlichen Fälle macht und so neben Parkers Privatleben für Abwechslung und Unterhaltung sorgt. Ich persönlich finde es daher auch ein bisschen schade, dass Parkers Arbeit aufgrund seiner privaten Situation öfters in den Hintergrund gerät, denn die Agentur interessiert mich sehr. Man merkt zwar, dass Parker und seinen Kollegen immer alles schnell gelingt und sie mühelos für jedes Problem eine Lösung finden (obwohl man sicher für den ein oder anderen Fall Monate brauchen würde), aber dennoch schafft Audrey Carlan realistische Szenarien, die einen hohen Unterhaltungswert ausmachen.

Deshalb hat es mich bei "Lust" auch so gestört, dass dem Konflikt, den Parker und Skyler austragen, so viel Raum gegeben wurde. Ich konnte Parkers Verhalten zwar nachvollziehen, aber ich hatte auch Verständnis für Skyler. Mich haben die Dramatik und Parkers Sturheit zunehmend genervt. Gerade bei seiner Arbeit geht er oft logisch und unvoreingenommen an Probleme heran, so dass ich nicht nachvollziehen konnte, warum er sich so anders im Privatleben verhält. Ansonsten empfand ich Parker um einiges stärker und sympathischer gezeichnet als im Vorgängerband und auch Skyler hat mit ihrem Auftreten wieder Eindruck bei mir hinterlassen. Sie ist eine unglaubliche Frau, die ich gerne noch mehr kennenlernen möchte.

Neben den spannenden Fällen und den tollen Charakteren mochte ich es auch bei "Lust" wieder, wie sehr die drei Männer (und nun auch Wendy) zueinander halten und sich gegenseitig stärken – nicht nur auf geschäftlicher Basis, sondern auch auf privater. Die Freundschaft zwischen ihnen ist toll beschrieben, auch wenn ich stellenweise den Eindruck hatte, dass Männer im wahren Leben so nicht reagiert hätten – man merkt dann eben doch hier und da an Kleinigkeiten, dass die Männerfreundschaft von einer Frau geschrieben wurde, was für mich aber keinesfalls störend oder unrealistisch war. Ich freue mich darauf, die vier im nächsten Buch "wiederzusehen" und mehr über sie selbst und die Agentur zu erfahren.

Fazit
"Dream Maker – Lust" ist meiner Meinung nach eine gute Fortsetzung der Reihe, obwohl das Buch ähnliche Schwäche aufweist wie der erste Band. Auch hier konnte ich Parkers Verhalten nicht immer nachvollziehen. Trotzdem waren die drei Fälle toll und abwechslungsreich und der Aspekt der (Männer-)Freundschaft weiterhin präsent und einnehmend, so dass ich mich auf den dritten Band freue.
[3,5 Sterne]

Veröffentlicht am 21.10.2018

Naja...

Cat & Cole 1: Die letzte Generation
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"Cat & Cole – Die letzte Generation" hat mich direkt angesprochen. Ich habe zwar eine Weile überlegt, ob es bei mir einziehen darf, aber letzten Endes konnte ich der dystopischen Kulisse einfach nicht ...

"Cat & Cole – Die letzte Generation" hat mich direkt angesprochen. Ich habe zwar eine Weile überlegt, ob es bei mir einziehen darf, aber letzten Endes konnte ich der dystopischen Kulisse einfach nicht widerstehen. Der Klappentext rund um ein tödliches Virus, das dazu führt, dass auf der Welt massenweise Menschen elendig sterben, hat für mich einen spannenden sowie mitreißenden Grundstein gelegt und bei mir große Erwartungen bezüglich der Entwicklung geschaffen.

"Cat & Cole" war aber im Gesamten leider nicht so ganz das, was ich mir im Vorfeld von der Geschichte erhofft habe. Zum einen hatte ich unglaubliche Probleme, mich in das Buch einzufinden. Ich habe diesen Aspekt schon bei anderen Rezensionen als Kritikpunkt finden können, weswegen es wohl Gott sei Dank nicht an mir persönlich lag. Die Einführung beginnt nämlich stellenweise ziemlich technisch und fachspezifisch, mit Begriffen aus Biologie, Informatik, Technik und Programmierung. Davon habe ich zwar ein grundlegendes Basiswissen, das mir aber nicht immer geholfen hat, alles zu verstehen. Ich hatte das Gefühl, die Autorin weiß aufgrund ihres Mathematik-Studiums ganz genau, was sie da erzählt, erwartet aber vom Leser auch, dass er mühelos der völlig unbekannten Welt folgen kann – nur, dass ich eben nicht folgen konnte. Da hätte ich mir auf jeden Fall gewünscht, dass die Autorin es auch schafft, Laien mit ihren Schilderungen einzufangen. Denn mein Lesefluss wurde dadurch öfter mal unterbrochen, was mich immer mehr frustriert und mich von der Geschichte distanziert hat.

Später wird dies dann besser. Ich habe mich zunehmend in der Geschichte zurechtgefunden, auch wenn ich nicht immer alles verstanden habe (irgendwann habe ich auch den Versuch aufgegeben, alles verstehen zu wollen und verschiedene technische Vorgänge einfach hingenommen, denn die Autorin hat ein immenses Fachwissen über die im Buch geschilderte Materie). Gerade bei zwischenmenschlichen Szenen hat mich die Handlung des Buches gepackt und auch die Actionszenen haben mich fesseln können. Ich habe also definitiv wahrgenommen, dass die Autorin gut schreiben kann und auch eine spannende Geschichte zu erzählen hat, nur war mir persönlich das zwanghafte Unterbringen ihres privaten Wissens wirklich zu viel.

Zum anderen fiel es mir schwer, eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Sie sind zwar alle tiefgründig und interessant ausgearbeitet und Cat und Cole konnten die meiste Zeit mit ihrem Mut, ihrer Willensstärke und ihrer Cleverness überzeugen, aber so wirklich mitgerissen hat mich keiner von den Figuren. Sie waren mir schlichtweg zu ähnlich zu anderen Dystopie-Helden, auch wenn ich Cole meist individueller und faszinierender wahrgenommen habe. Er hat eine starke Hintergrundgeschichte und eine schwierige Vergangenheit, die mich viel mehr interessiert und mitgenommen hat, als Cats.

Mein großes Problem mit diesem Buch war – und das zieht sich durch sämtliche Punkte wie Geschichte, Spannungsbogen, World-Building, Schreibstil und Charaktere –, dass es zwar grundlegend gut erzählt ist, spannende Aspekte hat und eine tolle Grundlage bietet, aber nicht vollkommen überzeugen oder mitreißen konnte, weil entweder zu wenig oder zu viel auf die verschiedenen Faktoren eingegangen wurde. Die Figuren war mir nicht stark genug gezeichnet, der Schreibstil nicht packend genug, die Geschichte nicht rund genug und das World-Building nicht einnehmend genug. Deshalb hat mich das Buch zwar nicht gelangweilt, aber auch nicht gepackt.


Fazit
"Cat & Cole – Die letzte Generation" strotzt nur so mit Potenzial, das die Autorin meiner Meinung an viel zu vielen Stellen verschenkt hat. Das Buch ist zwar gut, für mich persönlich war es aber nicht gut genug und konnte mich nicht so fesseln, wie ich es gerne gehabt hätte. Ich hoffe, dass die Autorin dies im zweiten Band besser umsetzen wird und mit ihrer tollen Idee mehr überzeugen wird.

Veröffentlicht am 15.10.2018

Wie die Erde um die Sonne.

Wie die Erde um die Sonne
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Brittainy C. Cherry hat sich mit ihrer „Romance Elements“-Reihe mühelos in mein Herz geschrieben. Diese drei Bücher waren eine emotionale Achterbahnfahrt, die mich berührt und nachdenklich zurückgelassen ...

Brittainy C. Cherry hat sich mit ihrer „Romance Elements“-Reihe mühelos in mein Herz geschrieben. Diese drei Bücher waren eine emotionale Achterbahnfahrt, die mich berührt und nachdenklich zurückgelassen hat. Das dritte Buch dieser Reihe („Die Stille unter Wasser“) ist sogar – nach Jahren der Suche – was unglaublich Persönliches für mich geworden: mein allerliebstes Lieblingsbuch. Natürlich waren vor dem Lesen des vierten Bandes demnach auch hohe Erwartungen an "Wie die Erde um die Sonne" geknüpft. Zwar konnte dies meinen Lieblingsband nicht übertreffen, aber trotzdem hat die Autorin wieder einmal ein wunderbares, einnehmendes Werk geschaffen, das ich jedem Leser nur ans Herz legen kann.

Auch bei "Wie die Sonne um die Erde" merkt man jedem Wort an, welche Liebe und welche Intensität die Autorin in ihre Geschichte gesteckt hat. Ich bin jedes Mal überrascht, welchen Plot sie sich ausdenkt. Denn die Situationen in den jeweiligen Büchern sind wahrhaftig aus dem Leben gegriffen und könnten jedem von uns passieren. Die Autorin trifft dabei immer den richtigen Ton und projiziert alle möglichen Gefühle, die ein Mensch durchleben und auch erleben kann, in die verschiedenen Figuren. Dieses Buch hat mich emotional zwar dieses Mal nicht so mitgerissen wie die Vorgängerbände, aber dennoch hat Brittainy C. Cherry mein Inneres berührt und mich eigene Handlungsweisen hinterfragen lassen.

Dabei bringt das Buch nicht nur eine besondere Geschichte hervor, sondern auch zwei unglaublich starke Protagonisten. Der nächste Satz ist zwar ein Klischee, beschreibt Lucy und Graham aber perfekt: Sie könnten einfach nicht unterschiedlicher sein. Während Lucy fröhlich und positiv durchs Leben geht, oft ihrer naiven Art verfällt, aber dennoch niemals wirklich gebrochen erscheint, ist Graham ein launischer, schwer durchschaubarer, innerlich tief verletzter Mensch, der es nicht schafft, die Stärken seines Charakters und seines Seins nach außen zu kehren. Lucy ist unglaublich geduldig mit Graham, lässt sich selten einschüchtern. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr geben die beiden einander. Lucy lernt mehr von der Schwere des Lebens und Graham mehr von der Leichtigkeit. Wie heißt es so schön? Gegensätze ziehen sich an und Graham und Lucy sind ein Paradebeispiel dafür, dass dies sehr gut funktionieren kann. Ich freue mich jedes Mal darüber, wie leicht es mir fällt, Cherrys Charaktere in mein Herz zu schließen, egal ob Tristan und Liz, Alyssa und Logan, Brooks und Magie oder Lucy und Graham. Die Autorin schafft es jedes Mal, mich zu überzeugen.

Natürlich möchte ich an dieser Stelle auch den Schreibstil nicht außer Acht lassen, denn er ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe, warum diese Bücher so erfolgreich sind. Ich finde, dass Brittainy C. Cherry eine ganz besondere und jedes Mal individuelle Art und Weise findet, über ihre Worte mit dem Leser zu kommunizieren. Jeder, der schon mal jemanden geliebt hat und jeder, der schon mal jemanden verloren hat, wird jedes einzelne Wort verstehen und fühlen können. Ich finde es schrecklich, was all ihre Figuren jedes Mal durchleiden müssen, all die unschönen Seiten des Lebens und all die zerstörerischen Gefühle, die ein Mensch fühlen kann. Und dennoch ist es jedes Mal ergreifend, wenn alles gut wird und alle Charaktere einen Weg finden, mit dem Geschehenen umzugehen und auf ein besseres Leben zu hoffen – denn das hat am Ende jeder verdient.

Fazit
Brittainy C. Cherrys Bücher leben von der großen emotionale Tiefe, die sie jedes Mal gekonnt aufbaut. Das hat sie auch in ihrer Neuerscheinung "Wie die Erde um die Sonne" bewiesen, auch wenn diese mich nicht ganz so mitreißen konnte, wie bei ihrem Buch "Wie die Stille unter Wasser". Trotzdem ist es eine wunderschöne, herzzerreißende Hommage an das Leben und an die Liebe und schenkt jedem einzelnen Leser eine riesige Portion Hoffnung, Liebe und Geborgenheit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Buch euch enttäuschen wird.
[4,5 Sterne]

Veröffentlicht am 07.10.2018

Konnte es kaum aus der Hand legen.

Izara 1: Das ewige Feuer
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Ich denke, alle Bücherliebhaber, die sich auf den gängigen Bücher- und Leseseiten herumtreiben, werden festgestellt haben, dass „Izara – Das ewige Feuer“ von Julia Dippel überall durchweg gute Bewertungen ...

Ich denke, alle Bücherliebhaber, die sich auf den gängigen Bücher- und Leseseiten herumtreiben, werden festgestellt haben, dass „Izara – Das ewige Feuer“ von Julia Dippel überall durchweg gute Bewertungen erhält und erhalten hat. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, der solchen Büchern in der Regel nur schwer widerstehen kann, ist der erste Band der "Izara"-Reihe prompt bei mir eingezogen. Und was soll ich sagen? „Izara – Das ewige Feuer“ ist ein wundervolles Buch.

Die Handlung hat mich ab der ersten Seite überzeugt. Eingeführt wird diese nämlich mit der typischen Highschool-Scheidungskind-Ich-bin-so-unsicher-weil-ich-selbst-keine-reiche-Göre-bin-Geschichte – zwar schon oft gelesen, aber für mich doch immer wieder der perfekte Einstieg um in eine (komplexe) Geschichte zu finden und die verschiedenen Charaktere in einer "normalen" Umgebung kennenzulernen. Deshalb hat es mich nicht überrascht, dass ich Ariana und ihre Freundin Lizzy direkt in mein Herz geschlossen und schon bald auf den großen Plot-Knall gewartet habe. Der dann auch schneller kam, als ich dachte.

Die Entwicklungen in der Geschichte sind meiner Meinung nach von der Autorin super umgesetzt. Die Handlung wirkt zu keinem Zeitpunkt bei den 540 Seiten langweilig oder zäh. Denn dauernd passiert etwas neues, Abenteuer sind zu bewältigen, Probleme zu lösen oder neue Figuren kennenzulernen. Die Geschichte ist spannend und temporeich. Mich hat es überhaupt nicht gestört, dass in die eigentliche Handlung eine Liebesgeschichte integriert wurde, im Gegenteil. Auch wenn das Hin und Her zunehmend anstrengender wurde (bei diesem abwechslungsreichen Plot hätte man das meiner Meinung nach nicht so dramatisch herauszögern müssen), habe ich mich gefreut, dass Ari neben den ganzen Neuigkeiten in ihrem Leben einen Anker gefunden hat. Sie vertraut Lucian zwar nicht durchgängig, aber mein Vertrauen hat er sich in jedem Fall verdient – denn Lucian ist großartig!

Zusätzlich ist die Welt in Izara mit Dämonen, Jägern, Hexern sowie Phalanx, Primus und Aziame recht komplex und man erfährt davon auch nur genauso viel wie die Hauptfigur Ariana. Also recht viel innerhalb weniger Seiten und dann Stück für Stück das wichtigste. Das World-Building ist gigantisch sowie kreativ und hat mich direkt gepackt. Obwohl ich stellenweise ein bisschen überfordert war, hat die Autorin sich Mühe gegeben, diese verständlich und umfassend zu erklären. Für mich war das eindrucksvoll zu lesen.

Auch bei den Charakteren kann ich definitiv nicht meckern. Die Protagonisten sind ein wilder Haufen aus verschiedenen "Wesen" mit den unterschiedlichsten Schwächen und Stärken. Ich finde, dass es unglaublichen Spaß gemacht hat, dieser Konstellation innerhalb von „Das ewige Feuer“ zu folgen. Manche aus dieser Truppe haben mir natürlich besser gefallen – allen voran Ari, Lucian, Toby und Gideon. Das lag vermutlich daran, dass Lucian als Primus, Toby als Hexenmeister, Gideon als Jäger und Ari ... eben als Ari (zu beschreiben, was genau sie ist, würde an dieser Stelle wohl spoilern) vier unterschiedliche Wesen miteinander kooperieren müssen und damit vier unterschiedliche Positionen einnehmen. Die verschiedenen Spannungen der Charaktere durch ihre Art fand ich toll dargestellt – schließlich kann nicht jeder mit jedem. Am Ende aber müssen sie alle zusammenarbeiten, um Ari vor dem Bösen zu schützen – auch wenn sich das nicht immer als einfach erweist und zu Konflikten führt (was mich im Übrigen sehr oft amüsiert hat!).

Jetzt ist natürlich die Frage, was im zweiten Band passieren wird, denn für mich war die Geschichte in „Izara – Das ewige Feuer“ mehr oder weniger abgeschlossen und weniger offen, als ich es mir für den Auftakt einer Dilogie vorgestellt hätte – ich mag eben einfach fiese Cliffhanger. Nachdem ich den Klappentext des zweiten Teils gelesen habe, kann ich mir allerdings sehr gut vorstellen, welche Abenteuer noch auf Ari und Lucian warten und ich bin außerordentlich gespannt, ob die Autorin das hohe Niveau des ersten Bandes wird halten können.

Fazit
„Izara – Das ewige Feuer“ ist ein eindrucksvolles Buch, das mit einem großartigen Plot von vorne bis hinten unterhält und gigantische Spannungsbögen liefert. Zudem sind die Charaktere äußerst liebenswert und einnehmend ausgearbeitet, dass man die Geschichte rund um Ari und Lucian einfach lieben muss. Ich kann dieses Buch in jedem Fall empfehlen und ich freue mich auf die Fortsetzung.