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Frenzy

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2019

Packend

Dunkle Ufer
2

Ein Serienmörder treibt in London sein Unwesen. Er läßt die blutleeren Leichen junger Frauen im Flußbett der Themse zurück, drapiert wie ein Kunstwerk, das der Fluß nach und nach preisgibt. Die Medien ...

Ein Serienmörder treibt in London sein Unwesen. Er läßt die blutleeren Leichen junger Frauen im Flußbett der Themse zurück, drapiert wie ein Kunstwerk, das der Fluß nach und nach preisgibt. Die Medien haben ihm schnell den Namen Themse-Vampir verpaßt. Inspektor Stephen Lang und sein Team sollen die Morde aufklären, tappen aber im Dunkeln. Erschwerend kommt hinzu, daß ein Nachahmungstäter am Werk ist.
Julia Martyn, Kurartorin des Museums, wird von ihrem Direktor beauftragt, eine Ausstellung rund um das Thema Tod auf die Beine zu stellen. Dadurch gerät sie in den Fokus der Polizei und des Killers. Sie soll der Polizei helfen, dem Täter auf die Spur zu kommen.
Mir hat das Buch ausnehmend gut gefallen. Es ist spannend zu lesen. Der flüssige und sehr bildhafte Schreibstil schaffen eine sehr spannende, düstere Atmosphäre. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Sage Dawkins schafft es, einem die Personen ans Herz zu legen bzw. sie einem so unsympathisch zu machen, daß man schon beim Lesen Grusel empfindet.
Einzig, daß man schon relativ früh eine Ahnung hat, wer der Täter ist, hat mich etwas überrascht.
Gabriel ist ein Charakter, der mich zwiespältig zurückläßt. Das Ende des Buches bietet Potential für einen weiteren Band. Den ich auf jeden Fall lesen werde.
Dieses Buch bekommt eine klare Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 22.03.2021

Düster und überzogen

Dark
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Der Klappentext zum Buch führt einen in die Irre. Er suggeriert, dass sich hier vier Frauen zusammenfinden, um nach der vermissten Tochter einer von ihnen zu suchen.
Allerdings gestaltet sich das ganze ...

Der Klappentext zum Buch führt einen in die Irre. Er suggeriert, dass sich hier vier Frauen zusammenfinden, um nach der vermissten Tochter einer von ihnen zu suchen.
Allerdings gestaltet sich das ganze etwas anders. Blair wird eines Nachts Opfer einen Überfalls auf die Tankstelle, wo sie nachts jobbt. Die Täterin, eine junge Frau, erbeutet etwas Bargeld aus der Kasse und nimmt Blairs Wagen mit. Blair, die nicht weiter auffallen will, ersetzt das Geld in der Kasse durch ihr eigenes. Sie will um Nichts in der Welt auffallen, ist die doch seit einem Jahr auf Bewährung draußen, nachdem sie 10 Jahre wegen Mordes im Gefängnis gesessen hat. Sie ist überrascht, als ein paar Tage später ihre ehemalige Zellengenossin bei ihr einfällt. Sneak, die sich durch Diebstähle und Prostitution ihre Drogensucht finanziert, ist auf der Suche nach ihrer Tochter Dayly. Dayly ist diejenige, die die Tankstelle überfallen hat und nun auf der Flucht ist. Sneak bittet oder eher gesagt zwingt Blair ihr zu helfen. Als sie erkennen, dass sie mit ihren Mitteln nicht weiterkommen, wenden sie sich an eine andere ehemalige Mitgefangene, Ada, die schon während der Zeit im Knast als äußerst harter Brocken galt und dieses Image auch in der freien Welt nicht nur pflegt, sondern auch lebt und auch entsprechende Verbindungen hat. Sie stellt den beiden einen Wagen, Geld und eine Waffe zur Verfügung. Dass sie eigene Interessen verfolgt, ist schnell klar. Aus reiner Dankbarkeit oder Wiedersehensfreude würde sie keinen Finger rühren, sie ist auf Geld aus. Die vierte im Bunde passt noch weniger da rein. Jessica Sanchez, Polizistin, die gerade ein Millionenhaus geerbt hat und aufgrund dessen von ihren Kollegen beneidet, gemobbt und im Dienst im Stich gelassen wird. Sie hat eigentlich mit dem Trio nichts weiter zu tun, bis Blair sie aufsucht und um Hilfe bittet, weil sie mal wieder nicht weiterwissen. Warum sie das tut, bleibt unklar.
Mein Problem bestand darin, dass ich mit keiner der Frauen oder sonstigen Protagonisten warm wurde. Jeder scheint hier nur auf seinen Vorteil aus zu sein, gemobbt, bedroht zu werden oder selber zu mobben und zu bedrohen. Kein Lichtblick in dem ganzen Schlamassel. Candice Fox zeichnet ein äußerst düsteres Bild von Los Angeles.
Richtig gefallen hat mir das Buch nicht. Zu düster, die Sprache zu gewöhnlich, zu vulgär. Die Story versprach einiges, hielt aber nur wenig. Ich fand es anfangs leicht, in die Story reinzukommen, um mich dann aber schnell durchquälen musste. Zum Schluss hin wurde es wieder etwas besser, als es auf den Showdown zulief. Allerdings kam mir das alles zu konstruiert vor.
Schade, die Trilogie um Ted Conkaffey hat mir sehr gut gefallen. Aber hier sind mir die Charaktere zu schwach, die Spannung braucht gefühlt 2/3 des Buches, um in Schwung zu kommen, alles war deprimierend und düster, und der Charakter Blair nicht unbedingt glaubwürdig. Ich schwanke zwischen 2 1/2 und 3 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.11.2020

Ermittlungen im historischen München

Der falsche Preuße
0


München, Isarufer. Ein Toter wird gefunden, in einen kostbaren Federumhang gehüllt. Und um es noch mysteriöser zu machen, wird neben der Leiche noch der Abdruck eines Elefantenfußes gefunden.
Ist das ...


München, Isarufer. Ein Toter wird gefunden, in einen kostbaren Federumhang gehüllt. Und um es noch mysteriöser zu machen, wird neben der Leiche noch der Abdruck eines Elefantenfußes gefunden.
Ist das endlich der ersehnte Fall, wo er seine Fähigkeiten als Ermittler der Kriminalistik unter Beweis stellen kann? Fragt sich Wilhelm Freiherr von Gryszinski, Sonderermittler der Königlich Bayerischen Polizeidirektion. Kürzlich ist er von Berlin nach München gezogen, wo er eingestellt wurde, um die neue Wissenschaft der Kriminalistik im Polizeialltag einzuführen. Kennt man doch Fingerabdrücke, Spurensicherung am Tatort und so neumodisches Zeug noch nicht allzu lange.
Der Anfang des Buches fällt einem leicht, auch wenn der ganze Aufbau etwas behäbig wirkt. Das zeiht sich teilweise durch das ganze Buch und ist sicherlich auch der Zeit geschuldet, in der der Roman spielt. Im München des auslaufenden 19. Jahrhunderts ging es nicht so rasant zu wie im 21. Jahrhundert. Das macht aber auch den Charme des Buches aus. München historisch erleben. Die Schilderungen ermöglichen es einem, sich die Stadt, die Straßen bildlich vorzustellen.
Die Charaktere sind ebenfalls schön ausgearbeitet. Gzyszinski, der korrekte, disziplinierte Preuße, im gemütlichen Bayern, wo er sich durchaus an das gute Essen und die Gemütlichkeit gewöhnen kann. Seine Frau Sophie und sein kleiner Sohn Fritz. Sein Kollege ‚Spatzl‘, der seine Ermittlungen seinen Freunden aus den Wirtshäusern schuldet.
Die Charaktere sind keine Alleskönner, sie leben auch von ihren Marotten und Fehlern.
Das Buch hat durchaus Längen und hat nicht so einen hohen Spannungsbogen, ist eher Cosy als Krimi und Thriller schon mal gar nicht. Aber es ist unterhaltsam, läßt Ironie und Humor aufblitzen und gefällt in der historischen Umgebung.
Mich hat es gut unterhalten und ich würde mich auf einen zweiten Fall freuen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2020

Spannende Fantasy

Das Lied des Wolfes
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Vaelin al Sorna ist zurück! Anthony Ryans unvergesslicher Held aus der Rabenschatten-Trilogie. Das hat mich sehr gefreut, als ich davon erfahren habe. In der Rabenschatten-Trilogie konnte ich Vaelin al ...

Vaelin al Sorna ist zurück! Anthony Ryans unvergesslicher Held aus der Rabenschatten-Trilogie. Das hat mich sehr gefreut, als ich davon erfahren habe. In der Rabenschatten-Trilogie konnte ich Vaelin al Sornas Weg seit seiner Jugend begleiten und fieberte und litt mit ihm und seinen Freunden auf seinen Wegen. Inzwischen ist es ruhiger geworden um ihn. Seit einigen Jahren führt er ein mehr oder weniger beschauliches Leben als Turmherr des Nordens. Doch dann geschehen einige Morde, ein alter Feind kehrt zurück und ein neuer Feind kommt aus fernen Landen, um die Länder und Welt zu erobern und seinen Namensvetter ‚Dunkelklinge‘ zu besiegen. Vaelin muss sich wieder in die Schlacht begeben. Auf seinem Weg begleiten ihn neue Freunde, alte Freunde und seine Liebe, die er einst zurückließ.
Ich begleite Vaelin al Sorna gerne auf seinen Reisen, auch wenn die geschlagenen Schlachten wieder blutig sind.
Anthony Ryan lässt seinen Helden in bisher unbekannte Länder reisen. Er erschafft neue Wege, läßt alles bildgewaltig an einem vorüberziehen. Wenn man sich eingelesen hat, kann man es nicht erwarten, weiterzulesen und mit den Helden mitzufiebern.
Allerdings denke ich, dass Leser, die die Rabenschatten-Trilogie gelesen haben, mit dem Buch besser zurechtkommen werden. Es tauchen doch einige Figuren und Bezüge auf, die besser verstanden werden, wenn man die Vorgänger gelesen hat.
Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung. Ich lasse mich von Anthony Ryan gerne ins Universum um Vaelin al Sorna entführen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2020

Ernstes Thema unterhaltsam erzählt

Hamster im hinteren Stromgebiet
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Ich muss zugeben, ich kannte bisher keins der Werke von Joachim Meyerhoff. Der Hype um das Buch hat mich neugierig gemacht und ich war nach dem Lesen einer Leseprobe begeistert und neugierig auf das Buch, ...

Ich muss zugeben, ich kannte bisher keins der Werke von Joachim Meyerhoff. Der Hype um das Buch hat mich neugierig gemacht und ich war nach dem Lesen einer Leseprobe begeistert und neugierig auf das Buch, wie es weitergeht. Joachim Meyerhoff kann erzählen. Auch in ernsten Situationen blitzt die Komik durch. Er erzählt so, dass man immer weiterlesen möchte und mehr erfahren möchte. Das ist schon eine Kunst für sich. An und für sich interessiere ich mich nicht sonderlich für Bücher, wo der Protagonist einen Schlaganfall erleidet und erzählt, wie es ihm fortan geht, welche Erfahrungen er macht und welche Erinnerungen er noch hat bzw. heraufbeschwören kann. Aber Joachim Meyerhoff schafft es, das kurzweilig zu erzählen, so dass man einerseits mit ihm mitleidet und andererseits über die komischen Situationen lachen kann. Zum Schluss hin zog es sich dann doch etwas, aber im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Ich werde mir bestimmt noch andere Bücher von ihm zu Gemüte führen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere