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Frenzy

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2020

Leichte Unterhaltung

Friends without benefits
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Elizabeth und Nico kennen sich seit ihrer Kindheit. Elizabeth hat keine gute Erinnering daran, mußte Nico sie doch immer hänseln und gemein zu ihr sein. Bis auf eine kurze Zeit am Ende der Schulzeit. Die ...

Elizabeth und Nico kennen sich seit ihrer Kindheit. Elizabeth hat keine gute Erinnering daran, mußte Nico sie doch immer hänseln und gemein zu ihr sein. Bis auf eine kurze Zeit am Ende der Schulzeit. Die jedoch abrupt endete, weil Elizabeth wegging.
Jetzt treffen sie wieder aufeinander und spüren beide die Anziehung, die zwischen ihnen herrscht. Für Nico nichts Neues. Er stellt ziemlich schnell klar, dass er Elizabeth will. Die jedoch hat zuviel Angst, jemanden zu lieben, nachdem sie ihre Liebe verloren hat. Es kostet Nico Zeit und Anstrengung, ihr näher zu kommen.
So weit, so gut. Das hätte eine gute Story werden können. Ist sie teilweise auch.

Durch die Nebencharaktere, wie Nicos Familie oder Elizabeths Freundinnen aus dem Strickclub, erhält das Buch humorvolle Abwechslung von den ständigen Quereleien zwischen den beiden. Die gingen mir zum Ende hin auch wirklich auf die Nerven. Hüh und hott, hin und her, einfach kindisch. Kaum hat einer was gesagt, hat's der andere in den falschen Hals bekommen und der Streit ging wieder los. Man fühlt sich an einen Kindergarten erinnert. Und fragt sich dann, wie soll denn dann die Beziehung zwischen den beiden aussehen, wenn sie sich so leicht aus der Bahn werfen lassen?

Das Buch hätte durchaus eine Straffung vertragen können. Auch wenn sich durch den schönen, leichten Schreibstil das Buch schnell lesen ließ, hatte es durch die Handlung und die andauernden Dramen so seine Längen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2020

Schönes Deutschland

HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland
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Deutschland ist schön. Das weiß man nicht erst seit diesem Reiseführer, oder? Und es hat durchaus auch weltbekannte Gegenden, die sich nicht verstecken müssen und die ihren Vergleich im Ausland suchen, ...

Deutschland ist schön. Das weiß man nicht erst seit diesem Reiseführer, oder? Und es hat durchaus auch weltbekannte Gegenden, die sich nicht verstecken müssen und die ihren Vergleich im Ausland suchen, siehe den Schwarzwald, die sächsische Schweiz, die Lüneburger Heide oder auch Schloss Neuschwanstein.

Das Buch ist nett gemacht. Von Norden ausgehend werden bekannte Sehenswürdigkeiten aus dem Ausland einheimischen Sehenswürdigkeiten, die so vielen wahrscheinlich nicht bekannt sind, gegenübergestellt und vorgestellt. Und jeder Sehenswürdigkeit steht eine Karte voran, wo deutlich gemacht wird, wo sich das Pendant befindet, und wie weit entfernt es ist.
Gespickt mit ein paar Informationen, ein paar Ausflugszielen, Restaurants und Hotels bekommt man noch Anregungen, was man noch alles unternehmen kann, wenn man in der Gegend ist. Wobei die Restaurant- und Hotelinformationen meiner Erfahrung nach nicht für die breite Masse sind und die meisten eh einen anderen Geschmack und Geldbeutel haben.

Die zweite Hälfte befasst sich dann mit dem Süden Deutschlands, und ist natürlich genauso aufgebaut wie die erste Hälfte.

Das Buch eignet sich hervorragend, um sich eine Überblick und Anregungen zu holen, wo man einen Urlaub oder auch Kurzurlaub verbringen kann und was man in der Gegend dann noch alles machen kann. Es gefällt mir gut. Und man entdeckt auch Gebiete, die man so noch gar nicht wahrgenommen hat und die auch eine Reise oder einen Ausflug wert sind. Allerdings denke ich, ist es als Reiseführer, den man auf Reisen mitnimmt, nicht zu empfehlen, weil es schon aufgrund der Größe dazu zu unhandlich ist. Aber um sich Appetit zu holen und zu planen, ist es ein schönes Buch. Gefällt mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.08.2020

Berauschend

City of Girls
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Die 90jährige Vivian blickt auf ihr Leben zurück. Sie beantwortet einen Brief, der sie erreicht und reflektiert ihr Leben. Dies geschieht in Beantwortung des Briefes. Ein ungewöhnlicher Einstieg, der mich ...

Die 90jährige Vivian blickt auf ihr Leben zurück. Sie beantwortet einen Brief, der sie erreicht und reflektiert ihr Leben. Dies geschieht in Beantwortung des Briefes. Ein ungewöhnlicher Einstieg, der mich sofort in den Bann gezogen hat. Man begleitet die naive 19jährige Vivian aus der Provinz nach New York, wo in den 1940er Jahren das pralle Leben herrscht.

‚Betrunken, mit wirrem Blick und wildem Blut, hirnlos, schwerelos – so wirbelten Celia und ich in diesem Sommer durch New York City, befeuert von reiner Elektrizität.‘

So lassen sich die Monate nach ihrem Eintreffen in New York beschreiben. Eine junge Frau, die ohne Rücksicht auf Verluste das Leben spüren und geniessen will.
Es dauert etwas, bis etwas geschieht, das sie nach Hause zurückfinden läßt. Dort ist sie allerdings nicht glücklich. Das ändert sich erst, als sie wieder nach New York kommt. Dort findet sie schließlich ihr Glück.

Durch die Erzählweise begleitet man Vivian durch ihr Leben, lernt ihre Emotionen und ihren Antrieb, ihre pure Lust aufs Leben kennen und erlebt, wie sie alles auslebt und auskostet. Dass sie auch Rückschläge erlebt und letztendlich gestärkt daraus hervorgeht und sich ihren Lebenshunger nicht nehmen lässt, ist beeindruckend geschildert.

Ebenso die anderen Charaktere. Man spürt förmlich das Leben im Theater. Die Freundschaften, die sie schließt. Diese Portion Witz, Humor und Ironie, die eingearbeitet ist, machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen.

Mich hat dieses Buch überrascht, vom ersten Kapitel an für sich eingenommen.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 23.08.2020

Spannender Fall im sonnigen Fuseta

Schwarzer August
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Leander Lost in angekommen in Fuseta, wo er zunächst nur als Austauschkommissar für ein Jahr bleiben sollte. Inzwischen fest im Team aufgenommen, fühlt er sich dort mehr denn je zu Hause. Seine Beziehung ...

Leander Lost in angekommen in Fuseta, wo er zunächst nur als Austauschkommissar für ein Jahr bleiben sollte. Inzwischen fest im Team aufgenommen, fühlt er sich dort mehr denn je zu Hause. Seine Beziehung zu Soraia tut ihr übriges, so untypisch sie auch für ihn sein mag. Sie bringt zwar seine gewohnten Strukturen durcheinander, aber andererseits fügt sie sich wunderbar in sein neues Leben.
In diese Idylle platzt ein neuer Fall. Ein Bombenanschlag auf eine Bankfiliale. Das Team fängt an zu ermitteln. Und hat - auch durch die unterschiedlichen Mitglieder des Teams - unterschiedliche Ansätze. Ein Verwirrspiel beginnt.
Gil Ribeiro hat es auch im vierten Fall mit Leander Lost geschafft, mich zu begeistern. Das Wiedersehen mit alten Bekannten hat mir gut gefallen. Der Reiz Portugals und der Algarve kommt auch in diesem Buch wieder voll zur Geltung. Man spürt direkt die Hitze, die Sonne auf der Haut und würde gerne einen Sprung ins Wasser tun.
Ein verzwickter Fall, ein tolles Team, das durch jedes Mitglied (ja, auch der Pfau) bereichert wird, ein tolles Umfeld - was will man mehr.

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Veröffentlicht am 05.08.2020

Wahnwitziger Krimi

SoKo Heidefieber
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Was ist das? - Das war mein Gedanke nach einigen Kapiteln im Buch. Da ich bisher von dem Autor noch nichts kannte, bin ich nach dem Lesen des Klappentextes von einem Über-Regionalkrimi ausgegangen. Und ...

Was ist das? - Das war mein Gedanke nach einigen Kapiteln im Buch. Da ich bisher von dem Autor noch nichts kannte, bin ich nach dem Lesen des Klappentextes von einem Über-Regionalkrimi ausgegangen. Und was lese ich? Von einem Krimi möchte ich gar nicht sprechen. Obwohl - es geschehen so viele Mord quer durch Deutschland und Österreich an Regional-Krimi-Autoren und das auch noch ausgeklügelt nach deren eigenen Methoden in ihren Krimis. Das erfordert vom Täter schon einiges an Professionalität. Diesem Täter gelingt aber auch alles, und das auch noch in kürzester Zeit. Die irrwitzigen Morde, er hinterläßt keinerlei Spuren, läßt das Ermittlerteam, das anfänglich nur aus Gerold Gerold und Ute Fischer bestand und inzwischen aus einer SoKo aus Teams aus ganz Deutschland, die sich an Inkompetenz gegenseitig überbieten, ziemlich alt dastehen. Die Ermittler tappen im Dunklen, lassen sich von Krimiautoren inspirieren, einer dieser Krimiautoren durchlebt eine wahnwitzige Odyssee. Die ganzen Personen übertreffen sich an Unsympathie, Blödheit und Inkompetenz, dass es schon fast wieder zum Lachen ist.
Ich bin etwas zwiegespalten. Nachdem ich mich durch gut die Hälfte des Buches gequält habe, habe ich es mit Humor genommen und durchaus einige amüsante Momente gehabt. Das Buch ist so überzeichnet, überladen mit Klischees und unvorstellbarer Story, dass es schon fast wieder gut ist. Wer allerdings mit dem Gedanken an einen Krimi anfängt zu lesen, der wird sicher enttäuscht werden.

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