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Frenzy

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.12.2018

Überdreht

Irish Players - Rugbyspieler küsst man nicht
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Andere Bücher von L.H. Cosway und Penny Reid haben mir gut gefallen. Darum hab ich mich auch auf dieses Buch gefreut. Aber irgendwie hat es überhaupt nicht gepaßt.
Josey ist als Charakter ziemlich gewöhnungsbedürftig ...

Andere Bücher von L.H. Cosway und Penny Reid haben mir gut gefallen. Darum hab ich mich auch auf dieses Buch gefreut. Aber irgendwie hat es überhaupt nicht gepaßt.
Josey ist als Charakter ziemlich gewöhnungsbedürftig und ich konnte mich bis zum Schluß über sie aufregen.
Das fängt schon auf den ersten Seiten an. Sie verliert nämlich nicht ihre Wohnung - wie im Klappentext behauptet - sondern ihre Eltern, bei denen sie mit im Haus wohnt, eröffnen ihr, daß sie sich verspekuliert haben und das Haus verkaufen müssen und sich dann eine Wohnung suchen werden. Und Josey sollte sich auch ihre eigene Wohnung suchen. Joseys Reaktion darauf erinnert an ein bockiges Kind, das sich auf den Boden wirft und brüllt, wenn es nicht bekommt, was es will. Sie packt nämlich sofort ein paar Sachen und haut ab, um bei ihrer Freundin und ihrem Mann unterzukommen. Kaum die Reaktion einer 26jährigen Frau. Und auf dem Weg zu ihrer Freundin läuft sie einem Spendensammler in die Arme, den sie zwar zuerst totquatscht, aber sich dann dazu entschließt, ihm ein monatliches Abo zur Spende abzukaufen. Bitte? Sie hat gerade ihr zuhause verlassen, um bei Freunden unterzukommen, ihr Studium wird auch nicht mehr von den Eltern finanziert, sie hat also kein Einkommen und dann schließt sie einen monatlichen Spendenvertrag ab? Eine einmalige Spende hätte es auch getan. Auch kann ich ihr Studium der Veterinärmedizin nicht nachvollziehen. Sie hat schon etliche Studienfächer abgebrochen bevor sie sich für Tiermedizin einschreibt. Mit der Begründung, daß sie Tiere schon immer geliebt hat. Das mag zwar sein, aber es gehört mehr dazu, als nur 'Tiere zu mögen'. Und das wird im Roman auch nicht weiter ausgearbeitet. Und dann tauscht sie ein gemachtes Nest gegen ein neues, als sie Williams Angebot annimmt und bei ihm einzieht, ein Gehalt bezieht und ihr Studium von ihm finanziert bekommt.
Williams Problem konnte ich auch nicht so ganz nachvollziehen. Aber naja, irgend einen Aufhänger muss die Story wohl haben.
Es hat lange gedauert, bis ich über Joseys Unvernunft hinweglesen konnte. Der lockere und eingängige Schreibstil hat da doch geholfen.

Veröffentlicht am 12.11.2018

Schöne Liebesgeschichte

Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders
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Abbys Leben ist in tausend Stücke zerbrochen. Nachdem ihr Mann Dean, ein Eishockey-Profi, sie wiederholt betrogen hat, hat sein Zusammensein mit ein paar Cheerleaderin, in das Abby unvorhergesehen platzt, ...

Abbys Leben ist in tausend Stücke zerbrochen. Nachdem ihr Mann Dean, ein Eishockey-Profi, sie wiederholt betrogen hat, hat sein Zusammensein mit ein paar Cheerleaderin, in das Abby unvorhergesehen platzt, das Fass zum Überlaufen gebracht. Jetzt steckt sie in einem bösen Scheidungskrieg und hat beschlossen, in der Öffentlichkeit erstmal abzutauchen und ist mit ihrer Tochter in ihre Heimatstadt zurück zu ihren Eltern gezogen, um dort einen Neuanfang zu wagen. Dort trifft sie auf Jackson, mit dem sie unerklärlicherweise seit Kindertagen immer aneinander geraten ist.
Jackson staunt nicht schlecht, als er auf Abby trifft, die bald Ex-Frau seines besten Freundes. Der Abby, die er schon seit ihrem ersten Aufeinandertreffen in der Grundschule liebt. Das weiß allerdings außer seiner Schwester Becky niemand. Und er hat es von Anfang an verstanden, seine Gefühle für Abby zu verbergen. Und mußte mit ansehen, wie Abby sich in seinen besten Freund verliebt, von ihm schwanger wird und ihn heiratet.
Jennifer Snow erzählt eine schöne Liebesgeschichte. Durch Rückblicke in die Vergangenheit erhält man auch Einblicke in die Beziehung von Jackson, Abby und Dean. Und erfährt viel über die Gefühle von Jackson gegenüber und warum er niemals den Mut hatte, sich ihr zu offenbaren.
Durch die Erzählperspektive sowohl aus Abbys Sicht als auch aus Jacksons Sicht lernt man die beiden gut kennen. Man fühlt mit Jackson, der nicht glauben will, wie sein Freund sich im Laufe der Zeit verändert hat. Man fühlt praktisch die tiefe Liebe, die Jackson Abby entgegebenbringt. Und ist amüsiert, weil er ihr einfach nichts abschlagen kann, gar nichts. Und Abby merkt es nicht einmal.
Es ist schön zu sehen, wie beide von Zweifel erfaßt sind, aber auch die Anziehung nicht leugnen können. Wie sie sich einander annähern. Wie sich ein Traum von Jackson zu erfüllen beginnt.
Jennifer Snow hat einen schönen Schreibstil. Man kann das Buch locker und leicht lesen und sich gefangen nehmen lassen von der Geschichte. Eine Geschichte zum Wohlfühlen. Wer mal wieder eine schöne Liebesgeschichte braucht, wird hier bestens bedient.