Platzhalter für Profilbild

GabrieleMarina

Lesejury Star
offline

GabrieleMarina ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit GabrieleMarina über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2021

Faszinierende Einladung in eine bessere Welt

Stell dir vor ...
0

Dieses ungewöhnliche Buch von Rob Hopkins führt den Leser mit seiner Fantasie und Hoffnung auf eine bessere, schönere Welt zusammen. Der Autor erzählt Geschichten über Projekte, die es tatsächlich ...

Dieses ungewöhnliche Buch von Rob Hopkins führt den Leser mit seiner Fantasie und Hoffnung auf eine bessere, schönere Welt zusammen. Der Autor erzählt Geschichten über Projekte, die es tatsächlich schaffen, die Welt zu verändern und lässt Ideen zu, die wirklich von Erfolg gekrönt sein können. Mit der Frage Was wäre wenn? bringt er Bilder in den Kopf des Lesers, die sich festsetzen und dort Nahrung finden. Kinder, die auf der Straße spielen dürfen, in einem naturbelassenen Garten experimentieren können, beobachten dürfen, wie Insekten sich entwickeln und die ihren Unterricht in der Natur erleben - all das macht Mut, sich selbst einzusetzen und Modelle zu unterstützen, die ungewöhnliche Wege gehen. Der Autor hat viel recherchiert, gibt dem Interessierten Möglichkeiten an die Hand und baut daran, die Hoffnung für eine wirklich bessere Welt zu erhalten. Die Einladung, selbst aktiv zu werden, spricht aus vielen Seiten. Mich hat der Schreibstil sehr angesprochen, die Beispiele regen meine Fantasie an und der Wunsch, sich nicht nur vorzustellen, sondern auch aktiv zu werden und zu verändern wurde deutlich geweckt. Die grundsätzliche Idee, mir vorzustellen, was ich tun kann als Grundvoraussetzung für Veränderung gefällt mir gut. Dieser Ansatz ist wichtig und wird nicht immer berücksichtigt. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt und der kann auch die Visualisierung eines Zieles sein. Mich hat dieses Buch begeistert und nachdenklich gemacht. Ich danke für die interessanten Anregungen und geben diesem Buch 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2021

gelungener Auftakt der Familiensaga - berührend und spannend

Atelier Rosen
0

Das Atelier Rosen in der Marktgasse in Kassel ist für seine Hutkreationen berühmt und gefragt. Elise Rosen liebt ihre Arbeit dort und auch das Zusammensein mit ihrer Familie. Frauen aus der Gesellschaft ...

Das Atelier Rosen in der Marktgasse in Kassel ist für seine Hutkreationen berühmt und gefragt. Elise Rosen liebt ihre Arbeit dort und auch das Zusammensein mit ihrer Familie. Frauen aus der Gesellschaft beauftragen Elise oft - so auch Sybilla von Schönhoff. Mit dieser jungen Frau verbindet Elise Rosen schon bald eine Freundschaft, die auf eine schwierige Probe gestellt wird.

Dieser erste Teil der historischen Saga um die Familie Rosen aus Kassel gibt dem Leser einen sehr guten Einblick in die Zeit, in der die Geschichte angesiedelt ist und lässt die Beziehungen, die sich entwickeln, sehr gut nachvollziehen. Es geht in diesem Roman um Liebe, Freundschaft, Loyalität und vor allem um die Umstände, in denen die Protagonistin lebt und die ihr das Leben erschweren. Die Autorin zeigt lebendig, wie es den Frauen im Jahr 1830 ergeht und wie wenig sie offiziell erreichen können. Eine unscheinbare Frau mit guten gesellschaftlichen Hintergrund befreundet sich mit einer einfachen Putzmacherin und diese Freundschaft hält trotz aller Widerstände, die sich ergeben. Elise Rosen geht ihren Weg mutig und entschlossen und wird dabei von ihrer Familie und wahren Freunden unterstützt. Es war eindrucksvoll zu erleben, wie einfach es der Obrigkeit zu jener Zeit war, persönliche Ziele durchzusetzen und andere zu diffamieren. Der schmale Grat zwischen Ehrgefühl und Loyalität gegenüber der Familie und deren Sicherheit wird beeindruckend deutlich. Marie Lamballe hat in diesen Nostalgieroman viel Recherche einfließen lassen, was der Geschichte gut bekommt. Die Gefühle der Elise Rosen und ihre Entscheidungen für ihr Leben und das Wohlergehen anderer haben mich berührt. Ich freue mich auf die Fortsetzung und gebe diesem Roman 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2021

die schwierige Situation der Frau nach dem 1. Weltkrieg

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch
0

Magda Fuchs ist Polizeiärztin in Berlin und hat sich mittlerweile mit einer gynäkologischen Praxis selbständig gemacht, die sie an einigen Tage der Woche führt. So kommt sie mit Gewaltopfern ...

Magda Fuchs ist Polizeiärztin in Berlin und hat sich mittlerweile mit einer gynäkologischen Praxis selbständig gemacht, die sie an einigen Tage der Woche führt. So kommt sie mit Gewaltopfern und Frauen in unterschiedlichen persönlichen Lebenssituationen in Kontakt. Als ihre Freundin Doris zum Opfer eines Gewaltverbrechens wird, versucht Magda gemeinsam mit ihrem Freund, dem Kommissar Kuno Mehring dem Täter auf die Spur zu kommen.

In diesem historischen Roman geht es nicht allein darum, einen Täter zu fassen, sondern die viel mehr wird die Rolle der Frau in dieser bewegten Zeit umfassend beleuchtet. Die Protagonistin Magda Fuchs und ihre Freundinnen und auch Bekannten und Patientinnen suchen nach dem richtigen Lebensmodell. Die Umstände sind schwierig, alle versuchen, das beste aus allem herauszuholen. Marthas Rolle als Frau in der Männerdomäne wird von der Autorin sehr gut herausgearbeitet. Der Zwiespalt, in dem die Polizeiärztin sich immer wieder befindet, lässt nachdenklich werden. Inflation, enormer Reichtum und ebensolche Armut in der Stadt Berlin - das alles kenne ich nur aus Geschichtsbüchern. Es war faszinierend in diese Zeit einzutauchen und die Werte und den unterschwelligen Kampf neuer Ideen und Behandlungsmethoden zu erleben. Magda Fuchs ist eine sehr starke Frau mit Grundsätzen, die sie liebenswert machen. Die Frage der ungewollten Prostitution und deren Auswirkung und Ausgrenzung hat mich sehr berührt.

Der Schreibstil ist lebendig und flüssig lesbar. Die geschichtlichen Einfügungen haben mir gefallen und geben dem Roman einen interessanten Rahmen. Das Cover ist sehr einladend, der Klappentext verspricht eine interessante historische Geschichte - diese Erwartung wurde erfüllt. Das Personenregister am Anfang des Buches erleichtert den Einstieg, wenn man das erste Buch nicht kennt. Ich gebe diesem Buch gern 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.10.2021

wirklich interessanter Roadtrip

Auf Basidis Dach
0

Mona Ameziane ist Journalistin und Radiomoderatorin. Ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater kommt aus Marokko. Die Autorin geht in diesen autobiographischen Erzählungen der Frage nach, wie sie sich ...

Mona Ameziane ist Journalistin und Radiomoderatorin. Ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater kommt aus Marokko. Die Autorin geht in diesen autobiographischen Erzählungen der Frage nach, wie sie sich selbst sieht und wo genau ihre Wurzeln sind. Auf einer gemeinsame Reise mit ihrem Vater lässt Mona den Leser an ihren Gedanken teilhaben und die Umstände ihres Lebens erkennen. Das Leben in Marokko, die Erwartungen, die an die Menschen gestellt werden und die persönlichen Erlebnisse der Autorin sind sehr lebendig beschrieben und gut nachvollziehbar. Fès mit seinen bunten Märkten, aber auch als kulturelle Stadt mit Hintergrund hat mir besonders gefallen. Monas Zwiespalt mit der eigenen Herkunft, das Gefühl weder hier noch da wirklich dazu zugehören und dennoch einen großen Gewinn aus den Umständen zu erhalten wird so deutlich, dass ich mich mit der Autorin identifizieren konnte. Die Sonne auf der Haut, das bunte Treiben und auch die besondere Atmosphäre auf der Dachterrasse des Großvaters Basidi hat mich berührt. Die Frage, was wäre, wenn die Eltern sich in Marokko niedergelassen hätten, regt zum Nachdenken an. Die Autorin beschreibt auf leichte Weise eine Thematik, die für viele aktuell ist. Als Leser lernt man die Familie von Mona Ameziane und deren Lebensweise und Einstellungen sehr gut kennen. Die Autorin zeigt mit diesem Roman auf, dass es zu ihrem Leben gehört, zu zwei Kulturen zu gehören. Das Buch hat ein wunderschönes Cover, die Farben und die Gestaltung passen gut zu der erzählten Geschichte. Ich habe die Lektüre wirklich genossen und gebe diesem Buch 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.10.2021

Gelungener Auftakt der Fantasy Trilogie

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
0

Matilda und Quinn sind seit ewigen Zeiten Nachbarn und könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie liebt Fantasy-Geschichten, ihre katholische Familie spannt sie voll ein und er ist cool sportlich ...

Matilda und Quinn sind seit ewigen Zeiten Nachbarn und könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie liebt Fantasy-Geschichten, ihre katholische Familie spannt sie voll ein und er ist cool sportlich und beliebt. Eines Nachts erleidet Quinn einen Unfall und dessen Auswirkungen sind fatal für den Jungen. Plötzlich sieht er Dinge, die nicht real sein können. Wie der Zufall es will, kommt seine verhasste Nachbarin ihm zur Hilfe. Gemeinsam werden die beiden in ein magisches Abenteuer verwickelt, das sie zusammen schweißt und auch ihre Gefühle für einander verändert.

Dieser erste Teil der neuen Fantasy Trilogie von Kerstin Gier hat mich bereits mit dem Cover fasziniert. Quinn und Matilda sind so lebendig beschrieben, dass es einfach ist, sich mit ihnen und ihrer Situation zu identifizieren. Die Autorin wechselt die Erzählperspektive, so dass man als Leser einen guten Eindruck beider Personen erhält. De Umstände in denen sich die Protagonisten bewegen, sind gut vorstellbar. Magische Wesen, Unsterbliche mit besonderen Fähigkeiten und natürlich der Versuch, Quinn auf die jeweilige Seite zu ziehen und sich einen Vorteil aus seiner Unerfahrenheit zu ziehen, dürfen nicht fehlen. Quinn wird von Matilda aktiv unterstützt, er lernt schnell, seine neuen Fähigkeiten zu akzeptieren und anzuwenden. Die beiden geraten in gefährliche Situationen und erleben die magische Saumwelt. Geheimnisvolle Portale, ein magischer Wasserspeier, und die Beherrschung der Natur sind beeindruckend dargestellt. Natürlich fehlt auch eine kleine Liebesgeschichte zwischen Quinn und Matilda nicht. Als Auftakt einer Trilogie hat dieser Roman alles, um die Neugier für die Fortsetzung zu wecken. Ich freue mich darauf und gebe diesem Buch gern 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere