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Veröffentlicht am 20.10.2019

Eine kleine Spinne als Einschlafhilfe…

Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht (Pappbilderbuch)
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kann das gutgehen? Ja. Es geht sogar sehr gut.

Die kleine Spinne Widerlich ist schon so müde. Aber bevor sie ins Bett geht, sagt sie allen ihren Verwandten und Freunden Gute Nacht. Ihren kleinen Hasen ...

kann das gutgehen? Ja. Es geht sogar sehr gut.

Die kleine Spinne Widerlich ist schon so müde. Aber bevor sie ins Bett geht, sagt sie allen ihren Verwandten und Freunden Gute Nacht. Ihren kleinen Hasen im Arm besucht sie Tante Igiitte, Onkel Langbein, Oma Erna, Ihre Freundinnen Mücki und Niesi. Endlich ist sie dann soweit und ihre Mama bringt sie ins Bett und wünscht auch ihr eine Gute Nacht.


Es gibt sehr viele Gute-Nacht-Bücher. Aber dieses liebt unser kleiner Mann, der gerade 15 Monate alt ist, seit ein paar Tagen ganz besonders. Da die Geschichte sehr kurz gehalten ist, eignet sie sich sehr gut, als letzte kleine Nachtlektüre vor dem Einschlafen. Das kleine Pappbilderbuch mit den abgerundeten Ecken und den wenigen robusten Seiten hält er dann auch ganz fest in seinen kleinen Händen, bis er selbst fast eingeschlafen ist.

Die wunderschönen farbigen Illustrationen enthalten so viel Entdeckenswertes. Wir setzen uns auch tagsüber immer mal wieder hin und suchen kleine verspielte Details, zu denen man auch gut selbst kleine Geschichten erfinden kann. Die kleinen Reime zu jedem Bild treten dabei fast schon in den Hintergrund.

Ich selbst mag zwar Spinnen nicht besonders, aber diese kleine Spinne habe auch ich richtig ins Herz geschlossen.

Ein kleines Pappbilderbuch für unsere Allerkleinsten mit wunderschönen Illustrationen und kleinen Reimen. Ein wunderschönes Buch für unser letztes Ritual am Abend.

Veröffentlicht am 20.10.2019

Ein sehr interessanter Fall

Schatten der Provence
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Commissaire Albin Leclerc sollte zwar schon einen wohlverdienten Ruhestand genießen, doch er kann sich aus Ermittlungen, die ihn interessieren einfach nicht raus halten. Als es in der Nähe von Carpentras ...

Commissaire Albin Leclerc sollte zwar schon einen wohlverdienten Ruhestand genießen, doch er kann sich aus Ermittlungen, die ihn interessieren einfach nicht raus halten. Als es in der Nähe von Carpentras in der Provence einen Überfall auf einen Transporter voller wertvoller Gemälde von Paul Cézanne gibt, die zu eine Ausstellung nach Lyon chauffiert werden sollten, ist sein Interesse geweckt. Der Überfall geht zwar schief, einige Menschen kommen zu Tode und der eine Gefangene schweigt beharrlich. Mit seinem ureigenen Spürsinn macht sich Leclerc auf die Suche und findet ein Versteck der Kunstgegenstände in dem es noch mehr, vor allem Gemälde gibt. Die Polizisten Alain Theroux und Catherine Castel kommen ganz schön ins schwitzen, da Interpol und Europol Interesse an diesem Fall haben. Und Leclerc, der gerät, als er zu nahe an den Täter heran kommt, selbst in höchste Gefahr.


In diesem 4. Fall, der für mich der erste ist, hatte ich nie das Gefühl etwas verpasst zu haben. Es wird in kleinen Rückblicken in die vergangenen Fälle das Wichtigste zusammengefasst und schnell bin ich mitten in der neuen Geschichte drin.

Diesmal geht es um Kunstraub der deutschen Nationalisten in den Jahren 1943/1944, wobei wie hier in Marseille die Häuser der wohlhabenden meist jüdischen Familien geplündert und die wertvollen Kunstgegenstände in einem alten Bahnstollen versteckt wurden. Ich erfahre einiges Wissenswertes über die Provence in den dunklen Kriegsjahren und heute, lerne Künstler des 20. Jahrhunderts und ihre Werke kennen.
Alles verpackt in einen spannenden und sehr interessanten Kriminalfall.

Den agilen pensionierten Commissaire Albin Leclerc mit seinem eigenwilligen Humor und seiner fragwürdigen Herangehensweise an diesen Fall habe ich zusammen mit seinem Mops Tyson, mit dem er herrliche Zwiegespräche führt und seine Gedanken teilt, sofort ins Herz geschlossen. Seinen Kollegen Alain Theroux und Catherine Castel geht er mit seinen Ermittlungen gewaltig auf den Senkel, ist ihnen doch immer einen Schritt voraus.

Mit seinem spannenden, unterhaltsamen Schreibstil hat mich Pierre Lagrange sofort gefesselt. Ich erfahre im Prolog schon so ungefähr, in welche Richtung mich dieser Fall führen wird, kann gut mit rätseln, lerne den hoch kriminellen Täter kennen, ohne zu wissen, wer sich dahinter verbirgt und erweitere beim Lesen auch noch meinen Wissensstand über die deutsche Besatzung in der Provence im 2. Weltkrieg.

Ein spannender Krimi mit südfranzösischem Flair und einem interessanten Thema, bei dem ich einen sympathischen Ex-Kommissar mit Hund kennengelernt habe. Ich hoffe, dass sich Leclerc auch weiter einmischt und ich bald wieder bei einem neuen Fall dabei sein kann.

Veröffentlicht am 19.10.2019

Eine weitere wunderschöne Geschichte um die kleine Hummel Bommel

Die Baby Hummel Bommel - Alles wird gut
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Die kleine Hummel Bommel hat sich den Zeh angestoßen. Die Tränchen fließen. Es tut so weh. Was nun?
Pusten, was Kaltes, ein Küsschen, ein Pflaster und ein Teddy – und schon ist der Schmerz nicht mehr ganz ...

Die kleine Hummel Bommel hat sich den Zeh angestoßen. Die Tränchen fließen. Es tut so weh. Was nun?
Pusten, was Kaltes, ein Küsschen, ein Pflaster und ein Teddy – und schon ist der Schmerz nicht mehr ganz so groß. Am Wichtigsten aber ist die Zuwendung von Mama und Papa Hummel.


Eine wunderschöne, kleine Geschichte, die im Wohnzimmer der kleinen Hummel spielt, verpackt in kleine Reime, dazu auf jeder Seite das passende Bild, auf denen es so viel mehr zu entdecken gibt. Abwechselnd kümmern sich Mama und Papa um den kleinen wehen Zeh.

Bei den dicken, stabilen Seiten mit abgerundeten Ecken kann unser Kleiner auch mal kräftig zupacken. Das macht dem kleinen Buch überhaupt nichts.

Wir schauen uns tagsüber die einzelnen Seiten an und finden immer wieder neue Kleinigkeiten, zu denen ich wieder eine neue Geschichte erfinde.
Abends beim Kuscheln vor dem Zu-Bett-gehen schauen wir uns nur die Bilder an und lesen die kleinen Reime. Da geht das Einschlafen noch einmal so schnell.

Ein tolles Bilderbuch für unseren kleinen Mann, zum Vorlesen und zum Anschauen.

Veröffentlicht am 19.10.2019

Meine erste Begegnung mit Liv Lammers wird nicht die letzte gewesen sein

Finsteres Kliff
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Liv Lammers schätzt es gar nicht, wenn sie bei einem Handballspiel ihres Lieblingsvereines SG Flensburg-Handewitt gestört wird. Diesmal gibt es auf der Insel Sylt einen Toten bei den Hügelgräbern am Morsumer ...

Liv Lammers schätzt es gar nicht, wenn sie bei einem Handballspiel ihres Lieblingsvereines SG Flensburg-Handewitt gestört wird. Diesmal gibt es auf der Insel Sylt einen Toten bei den Hügelgräbern am Morsumer Kliff. Es sieht ganz nach einem blutigen Ritualmord aus. Als auch noch Vanessa, die Freundin des Toten als vermisst gemeldet wird, spitzt sich die Lage zu. Als Unterstützung der Kripo Sylt müssen nun auch Liv und Ihre Kollegen Bente und Momke auf die Insel.


Da ich in diesem Jahr zum ersten Mal Urlaub auf unserer nördlichsten Nordseeinsel gemacht habe, musste ich dieses Buch einfach lesen und die mir bisher unbekannte Autorin Sabine Weiss kennenlernen. Ich wurde in meinen Erwartungen nicht enttäuscht. Obwohl es mein erster Fall ist, den ich mit Liv Lammers gelöst habe, hatte ich an keiner Stelle das Gefühl etwas verpasst zu haben. Trotzdem werde ich die beiden ersten Fälle „Schwarze Brandung“ und „Brennende Gischt“ nun auch noch lesen.

Die Ermittlungen in diesem neuen Fall gestalten sich schwierig. Es gibt sehr viele Verdächtige. Manche können durch ihre Alibis gleich ausgeschlossen werde. Bei Anderen verdichten sich die Beweise. Ich habe immer den Verdacht, dass hier noch einiges verschwiegen wird. Ich blicke lange nicht hinter diesen sehr gekonnt konstruierten Fall. Nach einigen unerwarteten Wendungen dann mit einem Paukenschlag die Auflösung, die ich sehr gut nachvollziehen kann, auf die ich aber so nicht vorbereitet war. Und endlich lässt die hoch angesiedelte Spannung, die sich ab der ersten Seite stetig weiter aufgebaut hat, nach.

In diesem Fall bekomme ich auch Einblicke in die Welt der Wikinger, die Geschichte der Hügelgräber und ihre vergrabenen Schätze. Es gibt auf der Insel einige junge Menschen, die als Wikinger-Fans und Hobbyarchäologen auf der Suche nach diesen alten Schätzen sind. Die vielen Informationen zu diesem Thema haben mir sehr gut gefallen.
Der lokale Kolorit kommt durch den eingestreuten friesischen Sprachgebrauch und Bentes Dänisch sehr gut heraus. Außerdem kann ich das Feuer der Biike prasseln hören, das Salz der Nordsee auf der Zunge schmecken und den Sand unter meinen Füßen spüren. Da ich ja vor Kurzem erst dort war, habe ich einiges wiedererkannt, viele Bilder beim Lesen vor Augen und in Erinnerungen geschwelgt.

Mir gefällt es sehr, wenn ich die ermittelnden Kommissare etwas persönlicher kennenlerne.
Liv, die mit ihrer Großmutter Elisa und ihrer Tochter Sanna zusammen lebt, hat ein inniges Verhältnis zu den Beiden, die aber ohne sie auf dem Festland gut zurecht kommen und hier nur am Rande kleine Rollen spielen. Hier auf der Insel, wo Liv geboren wurde, und wo ihr Vater und ihre Schwester noch leben, holt sie ihre Vergangenheit ein. Ich mochte die Ermittlerin, die ihren eigenen Kopf hat, auch mal eigene Wege geht und sich damit selbst in Gefahr bringt, von Beginn an sehr gern.
Auch die anderen Personen finde ich mit ihren vielfältigen Charakteren sehr gut gezeichnet, menschlich und vorstellbar. Besonders gefällt mir ein Kommissar a.D., der auf eigene Faust in Wikingerverkleidung auf Spurensuche geht.

Mit ihrem leichten, bildreichen und einprägsamen Schreibstil hat mich Sabine Weiss sofort in die Geschichte hinein gezogen. Ich bin ihren falschen Fährten gefolgt, konnte mit rätseln, musste meine Verdächtigen immer wieder laufen lassen. Am Schluss gab´s dann noch eine Überraschung mit der ich so nicht gerechnet hatte.

Das erste Buch von Sabine Weiss wird nicht mein letztes sein. Ich widme mich nun der ersten beiden Fälle und hoffe, dass ich Liv Lammers und ihren Kollegen bald wieder bei einem Fall über die Schulter schauen kann.

Veröffentlicht am 17.10.2019

Lesespaß für Klein und Groß

Mein liebstes Pop-up-Buch. Weihnachten
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Ein großes Bilderbuch mit kleinen Reimen von Sandra Grimm und wunderschönen farbenfrohes Bildern von Dave King, die sich zum Teil hinter Klappen verstecken und beim Öffnen aufploppen.
Wo steckt das Rentier? ...

Ein großes Bilderbuch mit kleinen Reimen von Sandra Grimm und wunderschönen farbenfrohes Bildern von Dave King, die sich zum Teil hinter Klappen verstecken und beim Öffnen aufploppen.
Wo steckt das Rentier? Wer versteckt sich hinter der Eiskugel? Wer schwebt gleich auf die Baumspitze? Steckt da schon was im Stiefel? Diese und mehr Fragen lassen sich durch Aufklappen lösen und machen jedes mal von Neuem großen Spaß.

Abgerundete Ecken und eine abwaschbare Oberfläche nehmen durch kleine Patschhändchen keinen Schaden. Also auch schon für unsere Allerkleinsten geeignet.

Im vergangenen Jahr habe ich es mit unseren kleinen Nachbarn angeschaut. Und nun bin ich gespannt, was unser kleiner Enkel zu dem tollen Buch sagen wird.