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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2018

Brotbacken macht glücklich

Ca. 750 g Glück – Das kleine Buch über die große Lust sein eigenes Sauerteigbrot zu backen
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Der Titel ist sehr passend gewählt, nach der Lektüre kann ich dem noch mehr zustimmen als vorher.
Ein ganzes Buch über den Sauerteig, es gibt am Ende auch einen Rezeptteil, der fällt aber klein aus. Denn ...

Der Titel ist sehr passend gewählt, nach der Lektüre kann ich dem noch mehr zustimmen als vorher.
Ein ganzes Buch über den Sauerteig, es gibt am Ende auch einen Rezeptteil, der fällt aber klein aus. Denn es handelt sich hier nicht um ein Brotbackbuch. Sondern vielmehr eine Annäherung an den Sauerteig und an das Brotbacken. Und man erfährt so einiges über den Autor. Ein paar sehr gelungene Bilder lockern das Ganze auf. Für mich war es mal eine ganz andere Art von Buch und für jeden, der gerne Brot backt, oder es zumindest mal probieren möchte, sich aber noch nicht traut, eine echte Offenbarung. Ich werde auf jeden Fall nun auch mal meinen eigenen Sauerteig ansetzen und mich ganz dem Glück des Teigansetzen und Brotbacken hingeben.

Veröffentlicht am 24.08.2018

Wer ist schon Sherlock Holmes?

Arrowood - In den Gassen von London
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William Arrowood und sein Assistent Norman Barnett haben es als Privatdetektive in London nicht leicht, denn sie stehen in Konkurrenz zu keinem anderen als dem berühmten Sherlock Holmes, der durch die ...

William Arrowood und sein Assistent Norman Barnett haben es als Privatdetektive in London nicht leicht, denn sie stehen in Konkurrenz zu keinem anderen als dem berühmten Sherlock Holmes, der durch die Berichte von John Watson in aller Munde ist. Doch Arrowoods Methode ist eine andere und er beklagt sich ein ums andere Mal, dass Watson ja nur über erfolgreich abgeschlossene Fälle berichtet. Mick Finlay arbeitet hier ganz gekonnt weitere "Seitenhiebe" ein, so heißt einer der Ermittler bei Scotland Yard Coyle.
Der Fall, den Arrowood und Barnett übernommen haben, ist komplizierter als gedacht. Eigentlich sollen sie nur für eine junge Französin ihren verschwundenen Bruder auffinden. Doch Thierry ist unauffindbar und auf der Suche geraten die beiden Detektive so manches Mal in Gefahr. Und der Fall ist viel komplexer als zuerst gedacht.
Mick Finlay hat mich mit diesem intelligenten Krimi vollends überzeugen können. Eine gute Geschichte mit vielen Seitenhieben, interessante Ermittler und eine gute Darstellung von London im ausgehenden 19. Jahrhundert.

Veröffentlicht am 30.07.2018

Spannend

Aura 2: Aura – Der Verrat
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Eine absolut geniale Fortsetzung
Schon der erste Band von Aura hat mir gut gefallen, doch das konnte hier noch gesteigert werden. Clara Benedict ist es gelungen, eine sehr abwechslungsreiche und vor allem ...

Eine absolut geniale Fortsetzung
Schon der erste Band von Aura hat mir gut gefallen, doch das konnte hier noch gesteigert werden. Clara Benedict ist es gelungen, eine sehr abwechslungsreiche und vor allem überraschende Fortsetzung zu verfassen. Alles, was der Leser sich eventuell gedacht haben kann, trifft nicht ein, denn Hannah hat überlebt, aber nur knapp und ist weiterhin in Gefahr. Sie muss unter falscher Identität als Gwen in der "Akademie" lernen, darf aber nicht zeigen, was sie wirklich kann. Sie hat ihr gewohntes Umfeld hinter sich gelassen und ist ganz auf sich allein gestellt. Doch zum Glück findet sie doch Freunde, die ihr beistehen, aber vor allem macht sie sich neue Feinde.
Den Abschlussband erwarte ich schon jetzt mit großer Spannung.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Süßes Buch - in vielerlei Hinsicht

Sprichst du Schokolade?
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Josies Platz in der Schule ist bisher frei geblieben, doch dann kommt eine neue Schülerin in ihre Klasse. Nadima. Allerdings spricht sie kaum ein Wort Englisch und wer weiß, welche Sprache sie denn spricht. ...

Josies Platz in der Schule ist bisher frei geblieben, doch dann kommt eine neue Schülerin in ihre Klasse. Nadima. Allerdings spricht sie kaum ein Wort Englisch und wer weiß, welche Sprache sie denn spricht. Aber Josie spricht die internationale Sprache der Süßigkeiten und fängt ein Gespräch mit Schokolade an. Dafür erhält sie im Gegenzug Nougat und so entwickelt sich auf höchst originellem, ungewöhnlichem Weg eine Freundschaft. Denn Josie ist sich sicher, dass sie und Nadima Freundinnen werden. So nach und nach erfährt Josie mehr über die Familiengeschichte von Nadima und mit ihr der Leser.
Die Geschichte eines Flüchtlingsmädchens aus Syrien, verpackt in eine sehr warmherzige Geschichte. Josie ist sehr impulsiv, Nadima eher zurückhaltend und leise. Doch auch Josie hat Probleme.
Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Integration und Wertschätzung.

Veröffentlicht am 01.07.2018

Die Geschichte des wichtigsten deutschen Hospitals

Die Charité: Hoffnung und Schicksal
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Die Geschichte der Medizin hat sich im 19. Jahrhundert im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung rasant entwickelt und somit war ich gespannt auf diesen historischen Roman, der das wohl berühmteste ...

Die Geschichte der Medizin hat sich im 19. Jahrhundert im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung rasant entwickelt und somit war ich gespannt auf diesen historischen Roman, der das wohl berühmteste Hospital Deutschlands jener Zeit zum Thema hat.
Der Schreibstil von Ulrike Schweikert gefällt mir auch in ihrem neuesten Werk sehr. Es gelingt ihr eine gute Mischung aus Unterhaltung und historischen Hintergründen. Die Geschichte ist abwechslungsreich und eignet sich ausgezeichnet dazu, in ihr zu "versinken" und die Welt um sich herum zu vergessen.
Sowohl die Perspektive von Elisabeth, einer Wärterin, als auch die von Dr. Dieffenbach fand ich gelungen. Auf diese Weise erhält der Leser einen Einblick in unterschiedliche Bereiche der Medizin und auch in unterschiedliche soziale Schichten. Spannend fand ich auch die Erzählung zu den Operationen und Behandlungsmethoden.