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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gesine Cordes ermittelt wieder

Fuchskind
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Von gavroche
Seitdem ich letztes Jahr "Kaninchenherz" gelesen habe, habe ich auf den nächsten Fall gewartet - und bin nicht enttäuscht worden.

Es fängt sofort spannend an. Gesine findet eines nebligen ...

Von gavroche
Seitdem ich letztes Jahr "Kaninchenherz" gelesen habe, habe ich auf den nächsten Fall gewartet - und bin nicht enttäuscht worden.

Es fängt sofort spannend an. Gesine findet eines nebligen Novembermorgens einen Säugling in einem Busch auf dem Friedhof. Wie kam das Kind dorthin und zu wem gehört es? Aber das ist nicht alles, denn es wird auch noch die Leiche einer Frau gefunden und der Pförtner ist nicht da.

Dann lernen wir auch Klaus, Gesines Ex-Mann kennen, aber auch lieb gewonnene Personen aus dem ersten Band wie Hannes und die beiden Zwillinge sind wieder mit von der Partie und natürlich Marina Olbert.

Annette Wieners ist es auch dieses Mal wieder gelungen, einen spannenden Krimi zu schreiben, der unterschiedliche Themen anspricht. Die Auflösung am Ende ist überzeugend und kommt einem Showdown nahe.

Auch hier gibt es wieder aus Gesines Notizbuch Zeichnungen und Erläuterungen zu verschiedenen Giftpflanzen.

Ich freue mich auf weitere Fälle dieser Reihe.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gute Jugendfantasy

Secret Fire
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Taylor ist 17 und lebt in einem kleinen Ort in England. Sie ist sehr ehrgeizig und fleißig; sie möchte unbedingt in Oxford studieren, wo ihr Großvater an einem der Colleges Dozent ist. Darum sagt sie auch ...

Taylor ist 17 und lebt in einem kleinen Ort in England. Sie ist sehr ehrgeizig und fleißig; sie möchte unbedingt in Oxford studieren, wo ihr Großvater an einem der Colleges Dozent ist. Darum sagt sie auch nicht nein, als ich Französischlehrer sie auffordert, einem französischen Jungen Nachhilfe in Englisch zu geben, denn wenn sie es nicht tut, gefährdet sie ihr Aufnahme auf das College. Doch Sasha möchte gar keine Nachhilfe, er wurde dazu von seinem Lehrer gezwungen. Er ist das Gegenteil von Taylor, rebellisch, ein notorischer Schulschwänzer, der die Gefahr liebt, denn er kann vor seinem 18. Geburtstag nicht sterben, doch an dem Tag wird er sterben.
Die beiden chatten bald und erkennen, dass es irgendeine Verbindung zwischen ihren Familien gibt.

Den beiden Autorinnen gelingt es gut, eine spannungsreiche Geschichte zu erzählen. Durch den steten Wechsel der Perspektive lernen wir die beiden Protagonisten besser kennen. Grundlage der Geheimnisse und Fähigkeiten ist hier die Alchemie. Schade finde ich es nur, dass Taylors Freundin Georgie so schnell aus dem Fokus verschwindet und auch die Schule wird auf einmal nebensächlich.
Das Ende bildet tatsächlich einen Abschluss und lässt den Leser nicht mit einem riesigen Cliffhanger zurück. Dennoch bin ich schon sehr gespannt auf die weiteren Entwicklungen und Lösungen.

Veröffentlicht am 10.01.2023

Dicker Schmöker

Die Siegel des Todes
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Das Cover mit dem großen Schriftzug konnte sofort meine Aufmerksamkeit wecken und ich habe mich sehr auf einen dicken, historischen Schmöker gefreut.
Der Autor nimmt uns mit ins 14. Jahrhundert in den ...

Das Cover mit dem großen Schriftzug konnte sofort meine Aufmerksamkeit wecken und ich habe mich sehr auf einen dicken, historischen Schmöker gefreut.
Der Autor nimmt uns mit ins 14. Jahrhundert in den Schwarzwald.
Der Waisenjunge Elias hat es nicht leicht mit der Arbeit bei dem sadistischen Abdecker. Lediglich ein kupfernes Medaillon ist ihm aus seinem früheren Leben geblieben. Daran erinnert er sich allerdings nicht, denn der Abdecker Herrlinger hat ihn nach einem Schlag auf den Kopf im Wald gefunden, ohne Gedächtnis. Doch zum Glück gelingt Elias die Flucht und er kommt nach Regensburg.
Die zweite Erzählebene handelt von Ragnhild, die ebenfalls ihre Eltern verloren hat, aber mit der Ärztin Ärztin Abellita Montini nach Salerno reist, wo schon im Mittelalter Frauen ein Medizinstudium absolvieren konnten und durften.
Ein Roman, dem an manch einer Stelle eine Kürzung gut getan hätte, aber insgesamt gesehen hat er mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 09.12.2022

Erschreckend realistisch

Tage voller Zorn
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Helsinki in der nahen Zukunft. Das Buch beginnt schon dramatisch mit der Selbstentzündung einer jungen Frau, die an den Start des Arabischen Frühlings und die Tat von Mohamed Bouazizi erinnert.
Leo Koski ...

Helsinki in der nahen Zukunft. Das Buch beginnt schon dramatisch mit der Selbstentzündung einer jungen Frau, die an den Start des Arabischen Frühlings und die Tat von Mohamed Bouazizi erinnert.
Leo Koski ist erst seit ein paar Monaten finnischer Ministerpräsident, allerdings muss er immer mehr feststellen, dass er nur eine Marionette seines Ziehvaters ist, aber damit soll nun Schluss sein.
Eine Revolte steht kurz davor zu starten.
Wer hat welches Ziel vor Augen und welche Mittel, um dieses durchzusetzen? Wer spielt mit wem? Wer ist der geheimnisvolle Peregrino, der mit verstellter Stimme Anweisungen gibt?
Es dauert, bis die Fäden zusammen geführt werden, aber dann zeigt sich das Ausmaß.
Immer wieder unterbrochen von wirtschaftswissenschaftlichen Theorien und Beschreibungen, die mir im Mittelteil manchmal zu ausufernd waren - vor allem die Gebäudebeschreibungen.

Veröffentlicht am 16.11.2022

Eine neue Herrschaft über Lyoness

Die magische Krone von Lyoness (Lyoness 1)
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Als die Pan-Trilogie erschienen ist, habe ich sie mit Begeisterung gelesen und die beiden Fortsetzungen mit Spannung erwartet. Nun also hat Sandra Regnier ein Prequel geschrieben. Wer allerdings Leander, ...

Als die Pan-Trilogie erschienen ist, habe ich sie mit Begeisterung gelesen und die beiden Fortsetzungen mit Spannung erwartet. Nun also hat Sandra Regnier ein Prequel geschrieben. Wer allerdings Leander, Felicity oder weitere aus den Pan-Büchern hier erwartet, der wird enttäuscht werden. Es geht vielmehr um den Weltenaufbau und ist eine völlig andere Geschichte.
Sie startet direkt mitten im Geschehen. Saras bester Freund Grady ist verhaftet worden und bei dem Befreiungsversuch löst Sara eine Rebellion aus und sie und ihre Freunde beenden die brutale Herrschaft der Druiden, die die Bevölkerung mit ihren Flüchen unterdrückt hat und jegliche Magie verbietet. Kinder, die magische Kenntnisse zeigen, werden von den Druiden aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen.
Eine Aufbruchstimmung herrscht, doch dann droht Lyoness der Untergang und die Probleme fangen erst an. Außerdem taucht noch der rätselhafte Kerr auf, der eine interessante magische Begabung aufweist, die auch Sara zu beherrschen scheint.
Ein durchaus interessanter Ansatz und eine Geschichte, die mir gefiel, allerdings hätte sie an einigen Stellen gestrafft werden können. Insgesamt reicht sie für mich nicht an die Pantrilogie ran.