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Veröffentlicht am 21.02.2021

Das Geheimnis der Themse

Das Geheimnis der Themse
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Das Geheimnis der Themse, von Susanne Goga

Cover:
Sehr schön und passend. Der Ausblick zeigt eindeutig London (Handlungsort) und die Kleidung und Accessoires zeigen uns dass wir uns in eine historische ...

Das Geheimnis der Themse, von Susanne Goga

Cover:
Sehr schön und passend. Der Ausblick zeigt eindeutig London (Handlungsort) und die Kleidung und Accessoires zeigen uns dass wir uns in eine historische Zeit begeben.

Inhalt:
London 1894.
Charlotte und ihr Mann Tom sind seit zwei Jahren glücklich verheiratet. Doch immer noch hat sich kein Nachwuchs eingestellt. Beide lieben sich und brauchen nicht unbedingt ein Kind um sich dies zu beweisen. Doch die gesellschaftlichen Normen erwarten anderes und so nagt der innere Zweifel an beiden und führt dazu dass sie sich entfremden.
Genau in diese Zeit fällt ein neuer Auftrag für Tom. Er soll für ein Buch recherchierten. Geheime Mythen, Personen und magische Platze in und um London. Dabei hilft ihm Charlotte und gerät dabei sogar in tödliche Gefahr.

Meine Meinung:
Dies ist mein erster Roman der Autorin.
Und wie ich beim Lesen auch gemerkt habe ein Folgeroman (1.Buch: Der verbotene Fluss), denn immer wieder kamen Hinweise auf „damals“ ohne genaue Erklärung, das fand ich schon irgendwie ärgerlich und störend, denn somit habe ich das Gefühl mir fehlt etwas an Information um die Personen Tom und Charlotte besser zu verstehen.

Es geht viel um Okkultismus, esoterische Handlungen und Rituale. Die Recherchen von Tom und Charlotte sind für mich auch teilweise recht verwirrend, so war mir nicht immer klar, geht es gerade um die Recherche zum Buch oder zu der Leiche, einer jungen Frau, die ziemlich bald unter mysteriösen Umständen am Themseufer gefunden wurde. Es geht weit zurück bis ins alte Ägypten und hier spielt vor allem die Göttin Isis und der Glaubenskult um sie eine große Rolle.
Wir erleben, dass mystischer Kult und daraus resultierender Wahn auch damals schon existiert hat und ausgelebt wurde.

Eine Handlung die ich so noch nie gelesen habe. Krimi, historische Geschichte in der historischen Geschichte, und auch ein bisschen Liebes- und Familiengeschichte mit gesellschaftlicher Rebellion.

Autorin:
Susanne Goga wurde 1967 in Mönchengladbach geboren und lebt dort bis heute. Die renommierte Literaturübersetzerin und Autorin reist gern – mit Vorliebe auch in die Vergangenheit. Das spiegelt sich in ihren überaus erfolgreichen historischen Romanen wider.

Mein Fazit:
Ein historischer Roman um 1894 der in London spielt und in dem die Protagonisten noch weiter in die Historie zurückgehen, bis ins alte Ägypten.
Von mir 4 Stern.

Veröffentlicht am 19.02.2021

Maxi von Phlip – feenostatisch-magisch

Maxi von Phlip. Vorsicht, Wunschfee!
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Maxi von Phlip, Vorsicht, Wunschfee!

Cover:
Es ist wunderschön und zieht den Blick sofort auf sich.

Inhalt und meine Meinung:
Hier wurde mit der quirligen Fee Maxi eine tolle Fantasie-Figur geschaffen, ...

Maxi von Phlip, Vorsicht, Wunschfee!

Cover:
Es ist wunderschön und zieht den Blick sofort auf sich.

Inhalt und meine Meinung:
Hier wurde mit der quirligen Fee Maxi eine tolle Fantasie-Figur geschaffen, die alle Mädchen (im angepeilten Lesealter 7-9 Jahre) super gerne sofort zur Freundin haben wollten.
Maxi war quasi (zur Strafe) in einer Flasche eingeschlossen, bis sie von Paula befreit wurde. Sie ist nun also eine „beurlaubte“ Wunschfee, die im Moment leider nicht alle ihre Fähigkeiten benutzen kann. Sie muss nun gute Wünsche für Paula erfüllen um wieder eine vollwertige Fee zu werden. Nur muss Maxi eben von selber auf die guten Taten kommen. Und her liegt nun das Problem, denn es gibt dabei gewaltige Missverständnisse. Dadurch wird es sehr turbulent und zuerst mal geht alles drunter und drüber.
Doch zum Glück klappt es dann doch noch und Paula kann mit ihrer besten Freundin einen wunderschönen Tag verbringen.
Das Ende ist halboffen würde ich mal sagen, es ist auf jedenfall noch ganz viel Raum für weitere Abenteuer mit Maxi.

Die kurzen Kapitel und die angenehm große Schrift sind super geeignet für das erste Lesealter.

Der Schreibstil ist wunderschön. Es gibt tolle Sätze und neue Wortkreationen und viel zu lachen.

Die Illustrationen sind einfach genial. Die Mimik in den Gesichtern - köstlich.

Autorin:
Anna Ruhe wurde in Berlin geboren. Nach einem Abstecher an die englische Küste, studierte sie Kommunikationsdesign und Illustration und arbeitete daraufhin viele Jahre als Grafikdesignerin. Spannende Geschichten hatte sie schon immer im Kopf, mit dem Schreiben begann sie nach der Geburt ihrer zwei Kinder. Mit ihrer Familie lebt sie in Berlin.

Illustrator:
Max Meinzold, geboren 1987, ist freischaffender Grafikdesigner und Illustrator. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Science-Fiction, Fantasy und der Kinder- und Jugendliteratur. Für seine moderne, innovative Buchgestaltung wurde er bereits für zahlreiche Preise nominiert. Er lebt und arbeitet in München.

Mein Fazit:
Ein feenostatisch magisches Buch für Mädchen im ersten Lesealter, das uns voll überzeugt und begeistert hat.
5 Sterne.

Veröffentlicht am 18.02.2021

Tod eines SA-Mannes – interessanter historischer Krimi

Tod eines SA-Mannes
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Tod eines SA-Mannes, von Dieter Heymann

Cover:
Das düstere Cover passt zum Krimi und zum Handlungsort.

Inhalt:
Rheine, 30. Januar 1934.
Nach dem Jahrestag, zur Ernennung Adolfs Hitlers zum Reichskanzler, ...

Tod eines SA-Mannes, von Dieter Heymann

Cover:
Das düstere Cover passt zum Krimi und zum Handlungsort.

Inhalt:
Rheine, 30. Januar 1934.
Nach dem Jahrestag, zur Ernennung Adolfs Hitlers zum Reichskanzler, erschüttert ein Mord das kleine westfälische Städtchen Rheine.
Ein SA-Mann wird ermordet in der Ems gefunden.
Natürlich mischt sich die SA sofort in die Ermittlungen ein und hat auch in einem Juden schnell einen Täter zur Hand.
Doch die beiden Ermittler Voss und Althoff sehen genau hin und bilden sich ihr eigenes Urteil. Als am zweiten Tag eine junge Kellnerin ermordet wird, steht für die beiden fest, hier muss es einen Zusammenhang geben.
Aber welchen? Hat die tote Frau etwas gewusst, das den Täter belasten könnte?

Meine Meinung:
Ein spannender Krimi, der in der „Kleinstadt-Idyll“ und im dunklen Zeitalter der beginnenden NS-Zeit spielt.
Der Autor hat es gut verstanden die Anfänge dieser düsteren Zeit darzustellen.

Die Handlung selber ist dann gut aufgebaut und wird schlüssig fortgeführt. Die Beschreibungen der Stadt sind sehr bildhaft, so dass man sich das ganze gut vorstellen kann.
Die Personen sind gut charakterisiert. Ihr Handeln und Auftreten kann man sich gut in dieser Zeit vorstellen.
Die beiden Kriminalbeamten (Voss und Althoff) sind mir dann aber doch ein bisschen zu positiv gezeichnet. Nicht nur dass beide gegen Hitler sind, sondern sie loben bei jedem 2. Satz (gefühlt) irgendjemand. Soviel Freundlichkeit war mir dann doch ein bisschen suspekt (dafür ist auch der halbe Punkt Abzug).
Ihre Ermittlungen waren clever und gezielt. Das „historische“ Ambiente ist sehr gut rüber gekommen. Zum Beispiel fand ich es klasse (witzig) dass die Ermittler sich immer locker zu einem Bier niedergelassen haben.

Der Epilog rundet das Ganze noch mit einigen Hinweisen des Autors sehr gut ab.

Autor:
Dieter Heymann wurde 1968 in Spelle (Kreis Emsland) geboren und wuchs in Rheine auf, wo er auch heute mit seiner Partnerin und einer Katze lebt.

Mein Fazit:
Ein toller historischer Krimi, bei dem ich auch bis zum Schluss mit gerätselt habe.
Von mir 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.02.2021

Glückskinder - trotz allem

Glückskinder
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Glückskinder, von Teresa Simon

Cover:
Das Cover strahlt genau das aus was diese Zeit geprägt hat. Ein hoffnungsvoller Neubeginn nach schlimmen Zeiten.

Inhalt:
1942 – 1948.
Nach einem „Todesmarsch“ ...

Glückskinder, von Teresa Simon

Cover:
Das Cover strahlt genau das aus was diese Zeit geprägt hat. Ein hoffnungsvoller Neubeginn nach schlimmen Zeiten.

Inhalt:
1942 – 1948.
Nach einem „Todesmarsch“ werden Griet van Mook und andere Frauen von den Amerikanern befreit. Alle zieht es in ihre Heimat außer Griet.
Und so landet sie in München.
Ich. Bin. Griet. Van. Mook. Ich. Werde. Leben. Bleibt ihr geheimer Wahlspruch, der ihr immer wieder Kraft gibt.
Toni Brandl, hat relativ viel Glück. Sie kann in der unversehrten Wohnung ihrer Tante wohnen und profitiert auch von deren ehemaligem Wohlstand.
Doch auch an ihr und ihrer Familie gehen die Jahre kurz nach dem Krieg, als es kaum noch etwas zu kaufen gibt, Spurlos vorbei.
Als Griet bei Tonis Familie einquartiert wird, stehen sich die beiden Frauen erst einmal sehr skeptisch gegenüber.

Meine Meinung:
Die Autorin versteht es blenden, fiktive Geschichten mit den realen Gegebenheiten der Vergangenheit, zu einem wunderbaren Erlebnis zu verbinden.

Die Personen sind alles Charaktere die einfach echt und ehrlich, und daher auch authentisch empfunden werden. Jeder hat seine eigenen Ecken und Kanten. Jeder hat seine Fehler oder auch seine guten Seiten. Das schöne ist auch, die Personen entwickeln sich und führen somit ein ganz dynamisches Eigenleben.
Toni und Griet, zwei Frauen die unterschiedliches erlebt haben und nach vielen Problemen und Schwierigkeiten zu Freundinnen werden.
Nicht nur einmal habe ich mir die Frage gestellt: Wie hätte ich mich jetzt hier verhalten??

Die Zeit muss sehr hart gewesen sein. Endlich war der Krieg vorbei und alle waren froh und hofften: nun wird es besser. Aber leider war es nicht so. Die Bevölkerung musste hungern und es fehlte an allem. Diese Situation, dieser Wechsel zwischen Hoffnung und Sorge um die Zukunft ist sehr deutlich auf jeder Seite zu spüren.

Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym der promovierten Historikerin und Autorin Brigitte Riebe. Sie ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale und lässt sich immer wieder von historischen Ereignissen und stimmungsvollen Schauplätzen inspirieren. Sie ist bekannt für ihre intensiv recherchierten und spannenden Romane, die tiefe Emotionen wecken.

Mein Fazit:
Wieder ein wundervoller historischer Roman der mich tief bewegt hat.
Ich war regelrecht gefangen von der ganzen Aura der Geschichte.
Von mir 5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.02.2021

Das Windsor-Komplott –very britisch

Das Windsor-Komplott
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Das Windsor-Komplott
Die Queen ermittelt
Von S J Bennett

Cover:
Passt hier absolut, auch ohne Titel würde man sofort erkennen, dass hier die Queen die Hauptrolle spielt.

Inhalt:
Nach einem Empfang auf ...

Das Windsor-Komplott
Die Queen ermittelt
Von S J Bennett

Cover:
Passt hier absolut, auch ohne Titel würde man sofort erkennen, dass hier die Queen die Hauptrolle spielt.

Inhalt:
Nach einem Empfang auf Schloss Windsor, wird der junge russische Pianist (mit dem auch die Queen getanzt hat) am nächsten Morgen tot in seinem immer aufgefunden. Und zwar in einer relativ kompromittierenden „Stellung“.
Der M15 ermittelt und wittert sofort ein Komplott von Putin.
Doch hier ist die Queen so gar nicht deren Meinung und beginnt dezent im Hintergrund mit ihren Ermittlungen und zieht ihre eigenen Schlüsse und weiß die Fäden zu entwirren.

Meine Meinung:
Ein humorvolles Lesevergnügen aber ein katastrophaler Krimi für mich.

WARUM?

Für einen Krimi war es mir viel zu verwirrend.
Was mir bis zum Schluss Probleme (Verwirrung) bereitet hat, waren die vielen Personen und dann auch noch die unterschiedlichen Beschreibungen (Benennungen) für ein und dieselbe Person: mal ein Sir XY, dann seine Berufsbezeichnung, und ich glaube Nickname oder Nachname waren auch dabei.
Auch bei der Lösung des Falles habe ich bis zum Schluss überhaupt nicht durchgeblickt. Hatte die Queen immer wieder ein Puzzelteil an ihren Platz geschoben oder eine neue Erkenntnis gewonnen, habe ich immer noch nur Bahnhof verstanden.
Und die Lösung am Schluss war mir dann letztendlich doch sehr konstruiert und kompliziert.

Was aber den absoluten Lesesspaß ausgemacht hat, war die Handlung rings herum, die vielen humorvollen Nebenschauplätze (oder auch die sehr gut eingestreuten realen Begebenheiten: z.B. Besuch der Obamas, oder von Kylie Minogue) und die herrlichen Dialoge. Hier allen voran die Dialoge zwischen der Queen und Philipp die einfach brillant und herzerfrischend in Szene gesetzt wurden.
Also der Schreibstil gefällt mir sehr. Alles so ein bisschen ironisch, witzig, mit hochgezogener Augenbraue.
Schon auf den ersten Seiten. Zitat: …aber ihr stand das Schloss näher….

Autorin:
SJ Bennett hat bislang neun Jugendbücher geschrieben, einige davon preisgekrönt. Sie lebt in London und hatte schon immer ein intensives Interesse am britischen Königshaus. Betonen möchte sie jedoch, dass dies ein Roman ist - nach ihren Informationen hat die Queen noch nie heimlich ein Verbrechen aufgedeckt ...

Mein Fazit:
Durch den Schreibstil, den britischen Humor, wurde die Geschichte für mich ein richtiges Lesevergnügen, auch wenn ich den Krimi nicht verstanden habe.
Deshalb von mir 4 Sterne