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Veröffentlicht am 30.04.2025

Fesselnd und berührend! 3 bewegende Frauenschicksale und ein Kompass.

Die Anatomie der Einsamkeit
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Coverliebe auf den ersten Blick! Hinter der Leichtigkeit und Farbenpracht, die das Cover ausstrahlt, steckt eine tiefsinnige, fesselnde und nachdenklich machende Geschichte über 3 Frauen, die ihren Platz ...

Coverliebe auf den ersten Blick! Hinter der Leichtigkeit und Farbenpracht, die das Cover ausstrahlt, steckt eine tiefsinnige, fesselnde und nachdenklich machende Geschichte über 3 Frauen, die ihren Platz im Leben noch nicht gefunden bzw. verloren haben, sich selber reflektieren müssen, den Mut haben neue Wege zu gehen, die Hoffnung nicht aus den Augen verlieren und dabei mit der Vergangenheit von geliebten Menschen konfrontiert werden. Die Geschichte steckt voller Tragödien und gleicht einem Puzzle, das Stück für Stück raffiniert zusammengesetzt wurde, mich neugierig auf die fortlaufenden Geschehnisse und die Offenlegung der Geheimnisse machte und mich am Ende mit den Zusammenhängen und der Auflösung überrascht hat. Alle Haupt- und Nebencharaktere sind so vielseitig ausgearbeitet worden, haben ihre guten und schlechten Seiten, transportieren reichlich Gefühle und erscheinen daher so lebensnah und authentisch.

Was verbindet die auf der Überholspur befindliche Juristin Claire, die nach Anerkennung suchende Journalistin Olive und Mathilde, die im Krieg alle geliebten Menschen und ihre Seele verloren hat? Ein alter und geheimnisvoller Kompass spielt dabei eine wichtige Rolle.

Mit „Die Anatomie der Einsamkeit“ habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt, die mich mit ihrer feinfühligen und fesselnden Erzählweise überrascht hat. Der Roman ist auf 3 verschiedenen Zeitebenen der Hauptcharaktere aufgebaut worden. Olives Erzählstrang findet im Jahr 2022 statt, als sie sich zusammen mit dem Fotografen Tom und mit Hilfe des Kompasses ihrer Großmutter Poppy auf die Spuren in deren Vergangenheit machen. Claire wird in ihrem Erzählpart im Jahr 2000 mit der Nachricht über den Tod ihrer Zwillingsschwester überrascht und sie macht sich auf den Weg ihren Nachlass zu sichten. Dabei stößt sie auf eine Zeichnung mit einem alten Kompass. Immer wieder unterbrochen werden diese beiden Erzählstränge durch sehr emotional geschriebene Gedichte aus den Jahren 1941 bis 1953, die von einer unbekannten Person verfasst wurden. Eine Ahnung kam schnell bei mir hoch, um wen es sich hier handeln könnte. Im Laufe der Geschehnisse kommt so viel Ungesagtes und Traumatisches ans Licht, sodass ich mit den Charakteren eine Achterbahnfahrt der Emotionen durchgemacht habe. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto intensiver werden die Gefühle und das Leseerlebnis.

Ich fand es faszinierend, wie raffiniert Louise Pelt das Thema Einsamkeit in so vielfältiger Form mit in ihre Geschichte integriert hat, die daraus resultierenden Empfindungen und Gedanken zum Ausdruck bringt und welche Reaktionen sich daraus ergeben können.

Nach all den bedrückenden und emotionalen Ereignissen in der Geschichte hat mich die Entwicklung der Geschichte zum Ende hin das Buch aber mit einem Lächeln schließen lassen.

Mein Fazit:
Louise Pelt hat eine fesselnde Familiengeschichte erschaffen, die für mich auch gleichzeitig eine Charakterstudie war. Von mir erhält der Roman 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Ein wahres Meisterwerk und absolutes Lesehighlight!

Die Schwestern von Krakau
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Zitat: „Die Geschichte vergisst nichts, nur die Menschen“ Seite 561!
Was für ein grandioses, intensives und unter die Haut gehendes Leseerlebnis! Wieder einmal hat Bettina Storks mit ihrem Roman „Die Schwestern ...

Zitat: „Die Geschichte vergisst nichts, nur die Menschen“ Seite 561!
Was für ein grandioses, intensives und unter die Haut gehendes Leseerlebnis! Wieder einmal hat Bettina Storks mit ihrem Roman „Die Schwestern von Krakau“ ein wahres Meisterwerk erschaffen und mich mit ihrer Schreibkunst tief beeindruckt! Auf den Leser wartet eine hervorragend aufgebaute, durchdachte und exzellent recherchierte Geschichte, die unglaublich atmosphärisch ist, voller emotionaler Szenen steckt und mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen hat. Ein Roman gegen das Vergessen, der einem betroffen und sprachlos macht, zu Tränen bewegt und berührt, zum Nachdenken und Reflektieren anregt und einen dankbar macht im Jetzt leben zu können. Die faszinierenden und authentisch dargestellten Charaktere, die die Autorin so facettenreich mit all ihren Ecken und Kanten erschaffen hat, haben es mir leicht gemacht ihre Gedanken, Emotionen und Handlungen 1 zu 1 auf mich zu übertragen und das Erlebte hautnah mit ihnen zu teilen. Bettina Storks versteht es einfach mit ihrer unglaublich feinfühligen und sensiblen Art zwischenmenschliche Gefühle zu beschreiben.

Die Hauptschauplätze des Romans sind Krakau und Paris, an denen die Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen im Jahr 2017 und der Zeit von 1941-1946 stattfindet und aus der Sicht von Èdith , Tatjana, Lilo, der Widerstandskämpferin Gusta und Simon erzählt wird. Als Simon Mercier 2017 in Paris stirbt, entdeckt seine Tochter Èdith, das ihr Vater ihr einen Teil seines Lebens vorenthalten hat. Auf der Suche nach den deutsch-polnischen Wurzeln ihrer Familie lernt sie ihre Großcousine Tatjana aus Fellbach kennen und beide spüren direkt ein unsichtbares und vertrautes Band zwischen sich. Èdith nimmt ihre Recherche in Paris und Tatjana in Krakau auf und das, was sie auf ihren Reisen dabei Erfahrung bringen, hat mir die besondere Geschichte von Krakau in der Zeit des Nationalsozialismus auf eine neue und ganz andere Weise näher gebracht. Es hat mich beeindruckt, wie intensiv und eindringlich Bettina Storks in Lilos und Gustas Erzählpart das Zusammenleben der damaligen Bevölkerung, zu denen die polnischen und volksdeutschen Bewohner, die Verfolgten, die Widerstandskämpfer und die deutschen Besatzer gehörten, beschrieben hat und dabei deren Angst, Ungewissheit, Entsetzen, Verzweiflung, Leid, Hoffnung, Mut, Kampf um Gerechtigkeit, Identität und Freiheit, die Suche nach Liebe in unheilvollen Zeiten und die Willfährigkeit der Besatzer, zum Ausdruck bringen konnte. Anhand schriftlicher Hinterlassenschaften von historischen Persönlichkeiten hat die Autorin ungeschönt die Ereignisse in Krakau mit der fiktiven Familiengeschichte verknüpft und bei mir so viel Gänsehautmomente ausgelöst und mich sprachlos gemacht. Wie unterschiedlich Menschen mit dem Erlebten umgehen kommt im Buch auch zu Sprache, einige verbannen es aus ihren Gedanken und ihrem Gedächtnis, andere teilen ihre Erfahrungen und Erinnerungen damit sie nicht vergessen werden. Das auch heute noch Spuren, Sünden und Wunden der Vergangenheit in den Köpfen einzelner Menschen und sichtbar im Stadtbild von Krakau sind, fasst die Autorin durch Tatjanas Reisen nach Krakau ebenfalls sehr feinfühlig in Worte.

Sehr ergreifend fand ich die Geschehnisse zum Ende hin, als alle losen Enden langsam zusammengeführt werden und auch die letzten Familiengeheimnisse aufgedeckt wurden.

Mein Fazit:
Ich habe gespürt, wieviel Herzblut, Zeit und Liebe Bettina Storks in diesen Roman hineingesteckt hat. Unendliche Sterne und eine absolute Leseempfehlung gibt es von mir für diesen ganz besonderen Buchschatz, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird!

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Was für ein Lesegenuss! Dramatisch, spannend und sehr emotional!

Die Erbin
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„Die Erbin“ von Claire Winter ist ein unglaublich fesselnder und dramaturgisch spannend aufgebauter Roman, der alles das vereint, was ihn für mich zu einem ganz besonderen Leseerlebnis und Buchhighlight ...

„Die Erbin“ von Claire Winter ist ein unglaublich fesselnder und dramaturgisch spannend aufgebauter Roman, der alles das vereint, was ihn für mich zu einem ganz besonderen Leseerlebnis und Buchhighlight gemacht hat! Eine Familiengeschichte, deren Geheimnisse langsam ans Tageslicht kommen, Charaktere, die überaus lebendig und authentisch gezeichnet wurden und die unterschiedlichsten Gefühle bei mir hervorgerufen haben, fesselnde, undurchschaubare und überraschende Entwicklungen der Geschehnisse, die mich geschockt, berührt und nachdenklich gemacht haben und alles das in einer Kulisse vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg, die bildlicher und eindringlicher nicht hätte sein können. Wieder einmal ist es der Autorin gelungen mich durch ihren mitreißenden, detailreichen und empathischen Schreibstil mit ihrer Geschichte einzufangen und ein richtiges Lesefieber in mir auszulösen!

Der Roman ist auf zwei verschiedenen Zeitebenen aufgebaut worden, in denen sich mysteriöse, beängstigende und unvorhersehbare Geschehnisse in der Gegenwart im Jahr 1957 mit Rückblicken auf das Leben der einflussreichen Industrieellenfamilie der Liefensteins in der Vergangenheit abwechseln. Alles fing damit an, dass Cosima, die Miterbin des Imperiums durch widrige Umstände auf Ungereimtheiten und offene Fragen im Umfeld ihrer Familie stößt, sie auf eine Mauer des Schweigens trifft und in Bedrängnis gerät. Warum will ihre Familie verhindern, dass Cosima in ihrer Vergangenheit herumstöbert? Welche Geheimnisse dürfen nicht ans Tageslicht kommen? Wie in einem Bann habe ich immer wieder auf die jeweiligen spannenden und emotionalen Entwicklungen der einzelnen Erzählstränge hin gefiebert, die aus Sicht verschiedener Familienmitglieder, der Kinderfrau Elisa, des Journalisten Leo Marktgraf und von Hagen Keller, einem zwielichtigen und manipulativen Typen, geschildert wurden. Schicksalsschläge, Machtspiele, Geldgier, Überlebenskämpfe, Kontrolle, Liebe, Vernunft und Hoffnung beeinflussen, genauso wie die dramatische politische und gesellschaftliche Entwicklung zu Zeiten des Nationalsozialismus, die Geschehnisse. Ungeheuerliche und bedrückende Szenen haben mich dabei sprachlos gemacht und gingen mir unter die Haut. Sehr feinfühlig ist Claire Winter auch auf das Thema eingegangen, wie die Nachkriegsgeneration sich mit der furchtbaren Vergangenheit auseinandergesetzt, sich fragt, welche Rolle ihre Familien dabei gespielt haben, Erfahrenes verarbeitet und sie dazu animiert mit den verfügbaren Möglichkeiten für einen Ausgleich an Gerechtigkeit und Unterstützung zu sorgen.

Bis zum Schluss blieb die Geschichte durchgehend spannend, endete mit einem dramatischen Höhepunkt und einer vielversprechenden, aber auch fraglichen Zukunftsaussicht für die Hauptakteure. Ich würde mich sehr über eine Fortsetzung des Romanes freuen, da ich unheimlich gerne erfahren würde, wie es mit den Charakteren weitergeht.

Mein Fazit:

Ein Roman, der Potenzial zur Verfilmung hat. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne mit Krönchen!


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Veröffentlicht am 16.10.2024

Lesehighlight! Emotional, spannend und Lesesucht pur!

Schwestern im Geiste
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Nachdem mich der erste Band der Reihe um das „Pensionat an der Mosel“ schon außerordentlich begeistert hat, war die Fortsetzung für mich ein Lesemuß! Eins kann ich schonmal vorab sagen, die Geschichte ...

Nachdem mich der erste Band der Reihe um das „Pensionat an der Mosel“ schon außerordentlich begeistert hat, war die Fortsetzung für mich ein Lesemuß! Eins kann ich schonmal vorab sagen, die Geschichte war ein Hochgenuss und Marie Pierre hat mir ein noch intensiveres Lesegefühl geschenkt als bei dem Vorgängerband und das heißt schon was! Mit ein Grund dafür war, dass ich seit dem ersten Teil schon viele der Charaktere in mein Herz geschlossen habe, neue überaus polarisierende Figuren hinzugekommen sind, das Pensionat mir ein heimeliges Gefühl vermittelt und in dem Aufbau des Romanes ein Potpourri voller Emotionen, Drama und Spannung steckte.
Eine Geschichte, in der Liebe, Geheimnisse, Vorurteile, Mobbing, Hilfsbereitschaft, die Zerrissenheit von Menschen, die ihrer Wurzeln beraubt wurden, Rechte und Akzeptanz von traditionellen und kulturellen Lebensweisen von bevormundeten und teilweise ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen und die sehr spezielle politische und gesellschaftliche Lage Lothringens, eine Rolle spielen. Marie Pierre hat es mit ihrer unnachahmlich fesselnden, bildlichen und gefühlvollen Erzählweise geschafft, dass ich von der ersten Seite an Kopfkino hatte, mich atmosphärisch ins Jahr 1911 zurückversetzt fühlte und wie gebannt durch die Seiten geflogen bin.

Einen großen Anteil daran haben natürlich auch die lebendig und authentisch dargestellten Charaktere. Marie Pierre hat die Gabe sehr gut zwischenmenschliche Beziehungen und Gefühle mit Worten darzustellen, aus denen Lebenserfahrung und ganz viel Empathie zu spüren sind. Ich habe mich wieder so in ihre Romanfiguren hineinversetzen können und manche von ihnen haben meinen Puls dabei echt in die Höhe getrieben, Herzwärme und Respekt ausgelöst und mich entsetzt den Kopf schütteln lassen.

Pauline wird auch im zweiten Band wieder vor viele Herausforderungen gestellt. Die Leitung des Pensionats erfordert viel Fingerspitzengefühl und Entschlossenheit von ihr und die Führung und Unterstützung ihrer Schutzbefohlenen sorgt auch dieses Mal für viel Zündstoff. Hinzu kommt, dass ihre Gefühle sich verselbstständigen, wenn ein gewisser Mann ihren Weg kreuzt und sie von einer Person enttäuscht wird, der sie sich auf gewisse Weise verbunden fühlt, die aber ihr Vertrauen missbraucht. Sehr reizvoll und polarisierend in der Geschichte fand ich Charlotte von Schwegat und ihren Bruder Hasso, die ich unheimlich gerne von ihrem hohen Ross heruntergeholt hätte, da beide so herablassend, hochmütig, arrogant und komplett empathielos daherkamen und ihre Anstandsgrenzen dabei überschritten haben. Als sehr weltoffen, ein wenig rebellisch, couragiert, erfrischend und unkonventionell empfand ich die neue irische Lehrerin Rhona, die ein gutes Gespür für Menschenführung und ihre Schülerinnen hat. Sie umgibt eine geheimnisvolle Vergangenheit, auf deren spannende auf aufregende Entschlüsselung ich sehr hin gefiebert habe.
Sehr gut gefallen hat mir auch die persönliche Weiterentwicklung von Erich von Pliesnitz und Vincent Lehmann und richtig unheimlich fand ich den immer mal wieder auftauchenden Melonen-Mann, der mir einige Rätsel aufgegeben hat.
Doch viele weitere Charaktere haben die Geschehnisse im Roman noch bereichert.

Nach all den aufregenden, spannenden und dramatischen Entwicklungen in der Geschichte freue ich mich,nach den zukunftsweisenden Aussichten im Epilog, jetzt schon auf den Abschlussband der Reihe!

Mein Fazit:

„Schwestern im Geiste“ war für mich ein ganz besonderes Lesehighligt, dass als Prädikat zu den hochverdienten 5 Sternen noch ein Krönchen und eine unbedingte Leseempfehlung von mir erhält. Wie in allen Büchern von Marie Pierre alias Maria W. Peter rundet ihr Nachwort den Roman noch einmal hervorragend ab, indem sie Themen aus dem Buch, wie hier die Konflikte und Unabhängigkeitsbewegungen von Lothringen und Irland und einen kleinen Teil jüdischer Geschichte, beleuchtet.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Ein atmosphärischer Wohlfühlroman!

Sommerfarben in der Stadt der Liebe
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Wer locker, leichte und atmosphärische Lesestunden sucht, ist mit dem Roman „Sommerfarben in der Stadt der Liebe“ von Lily Martin bestens bedient. Ich liebe die fesselnde, bildliche und mitunter poetische ...

Wer locker, leichte und atmosphärische Lesestunden sucht, ist mit dem Roman „Sommerfarben in der Stadt der Liebe“ von Lily Martin bestens bedient. Ich liebe die fesselnde, bildliche und mitunter poetische Erzählweise der Autorin, mit der sie mich auch schon oft in ihren Anne Stern Büchern um die Berliner Hebamme Hulda Gold begeistert hat.

In diesem Roman spielt das Flair von Paris, das Savoir Vivre, die Vielfalt der Liebe und der begnadete Künstler Monet eine wichtige Rolle. Von der ersten Minute an hatte ich Kopfkino, konnte mich an die Schauplätze der faszinierenden Stadt wegträumen, bei denen ich viele Déjà-Vus hatte und die Empfindungen der dort lebenden Menschen und Besucher spüren, die mir einen kleinen Einblick in ihre Seele, ihre Träume und ihre Zukunftsängste gewährt haben.

Was verbindet Marie, die Doktorandin für Kunstgeschichte, den Lehrer Jan, den Delikatessenhändler Nadim, die Blumenhändlerin Liliane, den Lebkuchenbäcker Pierre, die Friseuse Madelaine und noch so viele weitere Figuren im Roman? Das Schicksal hat sie in Paris zusammengeführt und Lilly Martin stellt sie im Laufe ihrer Geschichte vor so manche Herausforderungen in denen es um Liebe, Freundschaft, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Eifersucht, Sorgen und Ängste, Missverständnisse, Mut und das Überwinden von Grenzen und Hindernissen geht.

Die von ihr liebevoll erschaffenen Charaktere offenbaren dabei ihre lebendige und authentische Vielschichtigkeit und zeigen auf wie bunt, lebenswert, aufregend und manchmal auch schwierig das Leben sein kann. Originell fand ich es, dass die Autorin sich selber auch eine kleine Statistenrolle ins Buch geschrieben hat.

Mein Fazit:

„Sommerfarben in der Stadt der Liebe“ war für mich ein schöner Wohlfühlroman, der mich gut unterhalten hat! Sehr gerne vergebe ich hierfür eine Leseempfehlung und verdiente 4,5 Sterne.

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