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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2022

Der Humor ist mir hier zu kurz gekommen

Einatmen, ausrasten
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Mit ihren fünfzig Jahren kämpft Eliza Finch mit den Auswirkungen der Wechseljahre und dem Leben in einer Familie, in dem vieles nicht ganz nach Plan läuft. Ihren Mann Paddy liebt sie nach wie vor, doch ...

Mit ihren fünfzig Jahren kämpft Eliza Finch mit den Auswirkungen der Wechseljahre und dem Leben in einer Familie, in dem vieles nicht ganz nach Plan läuft. Ihren Mann Paddy liebt sie nach wie vor, doch die vertraute Enge ist schon längst nicht mehr vorhanden. Ihre Karriere als Schauspielerin ist an einem Tiefpunkt angekommen, da sie erotische Hörbücher einliest. Als ihr Bruder das Boot verkaufen möchte, das ihren Eltern gehört, das aber ihr Mann Paddy am liebsten nutzt, bricht Eliza aus. Doch auch hier gibt es einige Stolperfallen und Fettnäpfchen…

In jeder Ehe hat er sich nach einigen Jahren eingeschlichen: der alltägliche Wahnsinn, der äußerst nervenaufreibend werden kann. Eliza hat es gerade gar nicht gut getroffen, das erfährt man sehr ausführlich im ersten Teil der Geschichte. Das ist manchmal ziemlich mühselig zu lesen, und man hofft immer wieder, dass es nun endlich einen Wendepunkt geben muss. Doch die Geschichte lässt sich ausreichend Zeit dafür, bis dann endlich auch der Humor kommt, auf den ich gefühlt ewig gewartet habe. Der ist mir hier definitiv zu kurz gekommen. Eliza hätte ich immer wieder ganz gern geschüttelt und sie in die Realität geholt, so richtig konnte ich nicht nachvollziehen, warum sie so wild auf die Fettnäpfchen ist. Auch wenn die Tücken der Wechseljahre und des alltäglichen Lebens in einer langjährigen Ehe gut dargestellt wurden, fehlte mir hier das gewisse Etwas, um mich an Elizas Beispiel weiter damit beschäftigen zu wollen.

Insgesamt war mir dieses Buch etwas zu langatmig, deshalb kann ich nur 3 von 5 Sternen vergeben. Ich kann es nur bedingt empfehlen.

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Veröffentlicht am 16.05.2022

Sehr philosophisch angehaucht

Bone Music
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In der wilden Landschaft von Northumberland trifft die 15jährige Sylvia den Jungen Gabriel. Durch ihn lernt sie, die Welt mit neuen Augen zu sehen und taucht ein in eine magische Welt, sie findet ihre ...

In der wilden Landschaft von Northumberland trifft die 15jährige Sylvia den Jungen Gabriel. Durch ihn lernt sie, die Welt mit neuen Augen zu sehen und taucht ein in eine magische Welt, sie findet ihre Verbindung zur Vergangenheit.

Mit diesem Buch habe ich mich eher schwer getan. Die Geschichte fokussiert Sylvias Entwicklung, und doch gelang es der Erzählung nicht, mich in ihren Bann zu ziehen: Zu fremd bleibt mir Sylvia. Das Buch ist sehr philosophisch angehaucht, vielleicht war es für mich auch nicht der richtige Augenblick für diese Lektüre. So bleibe ich seltsam unberührt zurück nach der letzten Seite dieses Buches, durch das ich mich eher durchquälen musste.

Deshalb kann ich auch nicht wirklich eine Empfehlung für dieses Jugendbuch aussprechen. Ich vergebe knappe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.05.2022

Ein erschütterndes Familiengeheimnis

Das Vorkommnis
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Eine Frau wird von einer Fremden angesprochen, sie hätten denselben Vater. Dieses Vorkommnis löst sehr viel Verunsicherung aus, Fragen tauchen auf über Ehe und Mutterschaft, über Familiengeheimnisse, über ...

Eine Frau wird von einer Fremden angesprochen, sie hätten denselben Vater. Dieses Vorkommnis löst sehr viel Verunsicherung aus, Fragen tauchen auf über Ehe und Mutterschaft, über Familiengeheimnisse, über die Wahrheit.

Die Protagonistin arbeitet als Autorin, das Vorkommnis verarbeitet sie in einer Geschichte. Sie beschreibt eine große Verunsicherung, die sie veranlasst, ihr gesamtes bisheriges Leben neu zu überdenken. Dadurch erscheint sie sehr verletzlich, was ich nicht immer nachvollziehen konnte. Sie blieb für mich immer etwas fremd, so viel sie mir auch erzählen mochte. Literarisch ist diese Geschichte sicherlich sehr anspruchsvoll geschrieben, mich konnte sie nicht wirklich erreichen.

Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie. Ich werde sie allerdings nicht weiter vertiefen und vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 13.05.2022

Eine ganz besondere Verbindung

Gala und Dalí – Die Unzertrennlichen
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Im Jahr 1929 begleitet Gala ihren Mann, den Dichter Paul Éluard, in den Urlaub in den kleinen Fischerort Cadaqués in Spanien. Zunächst kann sich Gala einen Aufenthalt in dem kleinen Ort gar nicht vorstellen. ...

Im Jahr 1929 begleitet Gala ihren Mann, den Dichter Paul Éluard, in den Urlaub in den kleinen Fischerort Cadaqués in Spanien. Zunächst kann sich Gala einen Aufenthalt in dem kleinen Ort gar nicht vorstellen. Das ändert sich, als sie einen jungen Maler namens Salvador Dalí trifft. Die beiden verlieben sich sofort ineinander, und doch geht Gala mit ihrem Mann und ihrer Tochter zurück nach Paris. Doch das ist noch nicht das Ende der Geschichte…

Das Buch beschreibt die Liebesgeschichte von Gala und Dalí, die sich als ungleiches Paar gefunden und die schwerste Zeit miteinander gestemmt haben. Man spürt, welche Zweifel die beiden in sich tragen, aber auch die Kraft ihrer Liebe, die Dalís eigenständiges Schaffen überhaupt erst ermöglicht. So spannend die Geschichte geschrieben ist, bleiben dennoch die beiden Protagonisten seltsam blass. Einen wirklichen Zugang zu ihnen beiden konnte ich nicht finden. Gut gefallen hat mir das Einbetten der Geschichte in die Landschaft Kataloniens sowie in die historischen Gegebenheiten, sofern sie für die Erzählung von Belang waren.

Wer über den Beginn der Liebesbeziehung zwischen Gala und Dali lesen möchte, dem empfehle ich dieses Buch. Ich konnte mich nicht so richtig damit anfreunden und vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 13.05.2022

Drei Schicksale

Die Feuer
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Drei Frauen finden sich unabhängig voneinander im Theater wieder, in einem Beckett-Stück, während in den Bergen die Buschfeuer wüten. Jede der drei Frauen hat ihre eigene Geschichte, und während des Stücks ...

Drei Frauen finden sich unabhängig voneinander im Theater wieder, in einem Beckett-Stück, während in den Bergen die Buschfeuer wüten. Jede der drei Frauen hat ihre eigene Geschichte, und während des Stücks werden sie davon eingeholt.

Die drei Frauen haben sich bisher kaum oder gar nicht gekannt: Die Literaturprofessorin Margot muss sich mit der Demenz ihres Mannes auseinandersetzen sowie mit der Entfremdung von ihrem Sohn. Die Kunstmäzenin Ivy, ehemals Margots Schülerin, wird mit den Verlusten aus ihrer Vergangenheit konfrontiert. Die Schauspielschülerin Summer, die nebenberuflich im Theater als Platzanweiserin arbeitet, macht sich Gedanken über ihre Herkunft und muss um ihre Geliebte in der Feuerzone bangen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der drei Frauen erzählt, so dass der Leser ihre Gedanken unmittelbar erfährt. Und doch wirkt das Buch immer wieder etwas langatmig, es fehlt ein bisschen der rote Faden, der durch die Geschichte tragen könnte.

Mich hat das Buch nicht wirklich ansprechen können, so dass ich knappe 3 von 5 Sternen vergebe. Eine Empfehlung mag ich nur aussprechen für jene, die literarisch bestens mit Beckett versiert sind.

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