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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2020

Fesselndes Märchenabenteuer

Shadowscent
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Was habe ich von „Shadowscent – Die Blume der Finsternis“ erwartet, nachdem ich den Klappentext gelesen habe? Eine magische Geschichte in der Wüste, mit dem Flair von Aladdin und den Märchen aus 1001 Nacht, ...

Was habe ich von „Shadowscent – Die Blume der Finsternis“ erwartet, nachdem ich den Klappentext gelesen habe? Eine magische Geschichte in der Wüste, mit dem Flair von Aladdin und den Märchen aus 1001 Nacht, eine Liebegeschichte und Ränkespiele. Und obwohl der Roman all das geliefert hat, war ich von der Umsetzung doch überrascht – und das im positiven Sinne.
Zum einen ist da das Motiv der Düfte und Gerüche, dass sich bis in die Sprache der Protagonisten hindurchzieht. Düfte und Essenzen spielen nicht nur im politischen Geflecht eine Rolle, sondern durchdringen das Leben der Menschen.
Und dann die Charaktere. Rakel und Ash, aber auch der junge Kronprinz, sind mir im Verlauf der Geschichte sehr ans Herz gewachsen. Ash, der mit all seinen Geheimnissen und der großen Verbundenheit zum Kronprinzen alles dafür tun würde, diesen zu retten und sich dabei zu Beginn mehr aus Notwendigkeit mit Rakel zusammentut. Rakel, die eigentlich gar keine Zeit hat, sich auf diese Mission zu begeben, aber der keine andere Wahl bleibt. Und er junge Prinz, hungrig nach Wissen und voller Gerechtigkeitsempfinden. Da dieser Band nur der erste Band war, freue ich mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte und darauf, die offenen Fragen vielleicht beantwortet zu bekommen, die dieser erste Band hinterlassen hat.
Die Autorin hat ein Geschick für Sprache, man taucht ganz selbstverständlich in die Geschichte ein und erlebt gemeinsam die Abenteuer, die auf Rakel und Ash warten. Auch wenn einige von diesen Abenteuern ein wenig zu leicht überstanden werden, so fand ich die Geschichte nicht zuletzt wegen der emotionalen Verflechtungen unglaublich spannend.
Von mir erhält der Roman daher fünf Sterne.

  • Fantasie
  • Sprecher
  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2020

Gut, aber nicht so gut wie der Vorgänger

1794
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Nachdem mich der Vorgängerband "1793" mit den beiden ungleichen Ermittlern Winge und Cardell sehr gefesselt hat, war ich natürlich auf den Nachfolger entsprechend neugierig.

Und ja, rein technisch gesehen ...

Nachdem mich der Vorgängerband "1793" mit den beiden ungleichen Ermittlern Winge und Cardell sehr gefesselt hat, war ich natürlich auf den Nachfolger entsprechend neugierig.

Und ja, rein technisch gesehen ermitteln auch in dem zweiten Band wieder Winge und Cardell. Dass es sich bei dem "Winge" in diesem Band nicht um Cecil handeln würde, hatte ich zwar schon befürchtet, aber irgendwie war ich zu Beginn des Buches dennoch ein bisschen enttäuscht. Allerdings entpuppte sich Emil Winge, Cecils jüngerer Bruder, mit dem Cardell in diesem Band gemeinsam ermittelt, dann doch als würdiger Nachfolger.

Man trifft diverse Charaktere aus dem ersten Band wieder - deren Geschichte wird fortgesetzt und es werden auch immer wieder Bezüge zum Vorgängerband hergestellt. Niklas Natt och Dag schafft es aber durchaus, durch Einstreuung von Informationen die Geschichte so zu präsentieren, dass man den Vorgängerband nicht unbedingt gelesen haben muss. Für das Verständnis der Geschichte ist es zwar meiner Meinung nach besser, aber eben nicht zwingend notwendig.

So interessant die Geschichte beginnt, so zieht sich der Rückblick von Erik Drei Rosen doch ziemlich in die Länge. Im Gesamtkonstrukt der Geschichte machen die Informationen, die man aus diesem Rückblick erhält, durchaus Sinn. Aber für meinen Geschmack hat sich der Autor hier ein bisschen zu viel Zeit genommen, um die Geschichte ins Rollen zu bringen.

Entschädigt haben mich tatsächlich die Entwicklungen rund um Cardell und Emil Winge, deren persönliches Schicksal.

Da ich das Buch in der Hörbuchfassung genießen durfte, muss ich noch anmerken, dass die beiden Sprecher einen wundervollen Job machen. Ich mag sowohl die Stimmen sehr gerne, als auch die Betonung und das Sprechtempo.

Aufgrund der Längen zu Beginn des Buches vergebe ich leider dieses Mal nur vier von fünf Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2020

Leider nicht so gut wie erhofft

Todesfalle
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Mit "Todesfalle" führt Karen Rose ihre Baltimore-Reihe weiter. Das Hörbuch beginnt mit einem Paukenschlag: Die kleine Jazzie kehrt kurz nach der Ermordung ihrer Mutter nach Hause zurück, wo sie, unbemerkt ...

Mit "Todesfalle" führt Karen Rose ihre Baltimore-Reihe weiter. Das Hörbuch beginnt mit einem Paukenschlag: Die kleine Jazzie kehrt kurz nach der Ermordung ihrer Mutter nach Hause zurück, wo sie, unbemerkt von dem noch immer anwesenden Mörder, Zeuge der "Aufräumarbeiten" des Täters wird.

Somit ist die grundsätzliche Idee des Thrillers durchaus spannend und fesselnd, auch wenn ich dieses Mal die Umsetzung von Karen Rose, deren Werke ich sonst sehr mag, mangelhaft fand.

Es kam irgendwie nach dem Beginn kein richtiger Spannungsbogen mehr auf, die Geschichte plätschert eher dahin und auch Taylor, die neben Jazzie und ihrer Schwester die Hauptperson in diesem Buch ist, war für mich eher eine Enttäuschung. Zwar kümmert sie sich liebevoll um die traumatisierten Schwestern, aber die Liebesgeschichte, die sich zwischen ihr und Ford entwickelt, fand ich eher so naja...

Die Sprecherin hat mir dann wieder sehr gut gefallen, auch wenn die Story, die sie eingelesen hat, für mich eher ein bisschen enttäuschend war.

Von mir erhält "Todesfalle" daher drei von fünf Sternen. Schade, die Geschichte hatte durchaus mehr Potenzial.

  • Sprecherin
  • Spannung
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 04.01.2020

Großartig

1793
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Ich bin eigentlich, mit wenigen Ausnahmen, kein übermäßiger Fan von historischen Romanen. Historische Thriller, habe ich inzwischen festgestellt, sind da, zumindest um Teil, eine Ausnahme.

Nachdem ich ...

Ich bin eigentlich, mit wenigen Ausnahmen, kein übermäßiger Fan von historischen Romanen. Historische Thriller, habe ich inzwischen festgestellt, sind da, zumindest um Teil, eine Ausnahme.

Nachdem ich im letzten Jahr das Hörbuch zu "Die Einkreisung" von Caleb Carr gehört habe und absolut begeistert war, war ich auch auf "1793" gespannt, vor allem, weil die Geschichte im historischen Stockholm spielt und ich es im letzten Jahr tatsächlich geschafft habe, mir diese Stadt anzusehen.

Außerdem finde ich spannende und außergewöhnliche Krimis und Thrillers immer besonders fesselnd.

Der Schreibstil des Autors hat mir unglaublich gut gefallen, auch der Aufbau der Geschichte und die Zusammenführung der verschiedenen Handlungsstränge ist meiner Meinung nach absolut gelungen und stimmig. Die beiden Ermittler, Cardell und Winge, sind jeder für sich faszinierende Persönlichkeiten.

Die Geschichte war bis zum Ende spannend, ich bin schon unglaublich gespannt, wie mir der nächste Band der Reihe gefallen wird.

Ich vergebe volle fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung für alle Thriller-Fans.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2019

Leider nicht ganz mein Fall

Ich bin Circe
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Ich gebe zu, dass ich mit dem Namen Circe aus der griechischen Mythologie bisher nur rudimentär vertraut war. Die erste Assoziation, die ich mit dem Namen hatte, war die Zauberin, die Menschen in Schweine ...

Ich gebe zu, dass ich mit dem Namen Circe aus der griechischen Mythologie bisher nur rudimentär vertraut war. Die erste Assoziation, die ich mit dem Namen hatte, war die Zauberin, die Menschen in Schweine verwandelt hat und auf einer einsamen Insel lebt.

Auch dieser Moment findet sich in "Ich bin Circe" wieder, aber da sind noch unendlich viele mehr. Man erfährt etwas über die Herkunft und das Aufwachsen von Circe, ihre Beziehung zu ihren Eltern und ihren Geschwistern. Und man wird auf einen ausschweifenden Streifzug mitgenommen durch die griechische Mythologie. Leider beschäftigt sich der Roman meiner Meinung nach zu viel mit Details, streift hier und da Ereignisse aus den Sagen. Man begegnet bekannten Namen, Odysseus, Hermes und sogar Icarus. In dieser Abfolge der Ereignisse zieht sich die Handlung leider immer wieder in die Länge.

Wer sich für die griechischen Sagen interessiert, der erfährt hier in Schlaglichtern so einiges über dieses Thema. Ansonsten war mir "Ich bin Circe" leider ein wenig zu langatmig. Mir fehlte hier ein durchgängiger Spannungsbogen, auch wenn ich den Schreibstil von Madeline Miller wirklich schön fand.

Von mir erhält "Ich bin Circe" daher leider auch nur drei Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere