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Veröffentlicht am 05.01.2021

Teil 2 der Reihe

Zeit des Sturms
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Der Hexer, Geralt von Riva wird kurz nach seiner Ankunft im Königreich Kerack verhaftet. Er wird durch eine falsche Beschuldigung der Zauberin Koralle vor einen Richter geführt, der den Hexer gegen eine ...

Der Hexer, Geralt von Riva wird kurz nach seiner Ankunft im Königreich Kerack verhaftet. Er wird durch eine falsche Beschuldigung der Zauberin Koralle vor einen Richter geführt, der den Hexer gegen eine Kaution wieder aus dem Gefängnis entlässt, bis alle Beweise geprüft worden sind.
Da Geralt sich die Kaution in der ausgesprochenen Höhe nicht leisten kann, ist er umso erstaunter, als er doch wieder auf freiem Fuß ist. Koralle, die zuerst noch für seine Verhaftung gesorgt hat, hat ihn den Hexer nun wieder befreit. Es stellt sich heraus, dass sie damit bewirken will, dass Gerald sich einem Dämon stellt, der ganze Dörfer niedermetzelt. Erschwert wird dieser Auftrag dadurch, dass ihm seine Schwerter gestohlen wurden.

Ich habe diesen Teil der Reihe geliebt. Anders als der erste Teil handelt es sich hier wirklich um eine zusammenhängende Geschichte, keine für sich stehenden Kurzgeschichten.
Innerhalb der 438 Seiten passiert wirklich viel und es bleibt immer spannend. Geralt wird immer wieder mit Vorurteilen gegenüber den Hexern konfrontiert ist aber ein gern gesehener Gast, wenn es darum geht für andere gegen Monster zu kämpfen.
Zugegebenermaßen ist der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig. Die Wortwahl, die Satzstellung, der Aufbau von Dialogen sind sehr außergewöhnlich. Man muss schon aufmerksam und einigermaßen konzentriert beim Lesen sein, um nicht den Faden zu verlieren. Mich hat das allerdings nicht gestört, es macht das Buch irgendwie besonders.
Auch gibt es immer wieder Unterbrechungen innerhalb des Plots, in denen auf einmal aus der Sicht einer anderen Person erzählt wird oder passende Zitate eingefügt werden. Alles gemeinsam führt aber für mich dazu, die Geschichte zu vervollständigen und abzurunden.

Meiner Meinung nach ein Muss für jeden Fantasy- und/oder Witcherfan!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2020

Starker Abschluss einer tollen Trilogie

Feral Moon 3: Die brennende Krone
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Wie am Ende des zweiten Teils steht Scarlet und Ash eine, zumindest dem Leser, noch unbekannte Gefahr bevor. Nachdem beide endlich ihr Happy End bekommen haben, scheint eigentlich alles gut zu sein, doch ...

Wie am Ende des zweiten Teils steht Scarlet und Ash eine, zumindest dem Leser, noch unbekannte Gefahr bevor. Nachdem beide endlich ihr Happy End bekommen haben, scheint eigentlich alles gut zu sein, doch die wilden Ferals, die in den Wäldern leben, drängen immer weiter vor. Neela, Ash und Scarlet suchen nach Verbündeten im Kampf gegen sie. Doch werden sie sie bekommen? Und sind die anderen Könige wirklich vertrauenswürdig? Ash und vor allem Scarlet nehmen alle Gefahren auf sich, um sich und ihr Volk vor den drohenden Gefahren zu schützen.


Nach den wirklich packenden ersten beiden Bänden habe ich mich unglaublich auf den dritten Teil gefreut. Und größtenteils wurde ich auch nicht enttäuscht.
Scarlett beweist erneut ihren Mut und ihre Stärke. Sie nimmt auch den Tod in Kauf, um sich und alle die sie liebt zu beschützen. Durch ihre Vebindung mit Ash ist sie nun noch stärker, auch wenn diese Kräfte ihre Grenzen haben. Beinahe im Alleingang schafft sie es die menschliche, als auch die Gefahr der Ferals zu stoppen und ihren Alpha zu retten.


Ashs Entwicklung gerade im dritten Band gefällt mir hingegen nicht so gut. Durch die Verbindung mit "der einen" Frau, in diesem Fall Scarlett, geht ein Teil der Kraft eines Alphas auf sie über. Dadurch sollen beide gleichberechtigt und stark sein. Ich hatte allerdings eher den Eindruck, dass allein Scarlett an Stärke gewonnen hat. Ash wird im Grunde hauptsächlich als rasendes "Monster" beschrieben, das völlig kopflos durch die Gegend rennt und sich dadurch selbst fast das Leben kostet, oder sich aber kraft- und hoffnungslos zurückzieht, wenn seine Scarlet nicht bei ihm ist. Als Alpha sollte Ash eigentlich in der Lage sein, anderen Ferals Befehle zu erteilen und sie zu unterwerfen. Dies ist ihm aber beispielsweise mit Tristan nicht ein einziges Mals gelungen. Kaum hat aber Scarlet Ashs Kräfte angenommen, kann sie jeden Feral, inklusive Tristan, mit nur einem Blick dazu zwingen den Blick zu senken und auf die Knie zu gehen. Das alles hat für mich nichts von der großen Stärke eines Alphas gezeigt, die ständig beschrieben wird und führte bei mir zu einem kleinen Bruch in der ansonsten sehr schlüssigen Erzählung der Autorin.


Die Kämpfe, von denen es in diesem Band einige gibt, sind sehr detailliert beschrieben und schlüssig. Allerdings sind sie für mich jedes Mal sehr abrupt und fast schon zu einfach beendet gewesen. Das gilt ebenso für die eigentlich zwei großen Auseinandersetzung am Ende. Zwar tragen auch Ash, Scarlet und Co. teilweise fatale Wunden davon, der Sieg gerade über die Ferals ist mir aber doch ein wenig zu schnell und fast schon einfallslos über die Bühne gegangen. Da mich die ersten beiden Bände so unglaublich gefesselt haben und vor Spannung nur so sprühten, war das leider eine kleine Enttäuschung für mich.


Alles in allem ist aber auch der dritte Band absolut lesenswert und ein Muss für alle, die schon "Die rote Kriegerin" und "Der schwarze Prinz" gelesen haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2020

Wenn die Natur zurückschlägt...

Aus schwarzem Wasser
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Ohne zu bremsen, rast die Innenministerin Dr. Patricia Kohlbeck mit ihrem Dienstwagen in die Spree. Mit dabei: ihre Tochter Maja. »Du kannst niemandem trauen, sie stecken alle mit drin«, ist das Letzte, ...

Ohne zu bremsen, rast die Innenministerin Dr. Patricia Kohlbeck mit ihrem Dienstwagen in die Spree. Mit dabei: ihre Tochter Maja. »Du kannst niemandem trauen, sie stecken alle mit drin«, ist das Letzte, was sie zu ihrer Tochter sagt, bevor sie ertrinkt. Auch Maja stirbt – wacht jedoch wenige Stunden später unversehrt in einem Leichensack im Krankhaus wieder auf. Wie ist das möglich? Während Maja versucht, Antworten zu finden, ereignet sich eine verheerende Naturkatastrophe nach der anderen. Und gegen ihren Willen gerät sie in einen Konflikt aus Lügen, Intrigen und Machtkämpfen, dessen Folgen fatale Ausmaße annehmen. (Quelle: readbold.de)

Anna Freytag schafft es den Leser in diesem Buch von der ersten Seite an zu packen. Ich konnte das Buch teilweise kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Sie greift gesellschaftskritische Themen auf, allen voran die Umweltverschmutzung und deren Folgen. Sie schafft es die Natur sozusagen zu vermenschlichen und ihr dadurch eine Stimme zu geben. Was würde die Natur wohl sagen und machen, wenn sie wie ein Mensch handeln könnte. Diese Metapher ist ihr wirklich gut gelungen. Genauso gut hat sie es geschafft darzustellen, wie ignorant die Menschen mit den Problemen, die mit der Umweltverschmutzung einhergehen umgehen und was für verheerende Folgen das auf die gesamte Menschheit haben kann.

Spannung kommt in dem Buch wirklich von Anfang an auf und dies ändert sich bis zum Schluss auch nicht. Deshalb ist die Zuteilung zum Thriller wohl auch gerechtfertigt. Allerdings war sie für mich auch etwas irreführend, da es sich von der Handlung her doch eher um einen Science-Fiction-Roman handelt, sowas wie ein Science-Fiction-Thriller vielleicht. Da ich persönlich auch sehr gerne Science Fiction lese, war die Mischung aus diesen beiden Genres genau das richtige und hat mir wirklich gut gefallen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Thriller-Fans ohne Affinität zur Science Fiction eher enttäuscht sein werden, wenn sie dieses Buch lesen.

Deshalb würde ich dieses Buch auch nur Fans von Thrillern und Science Fiction empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2020

Über die Liebe zum Lesen

Der Buchspazierer
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Carl war sein Leben lang Buchhändler. Nachdem er in den Ruhestand gegangen ist, ist er seiner Liebe zu den Büchern aber treu geblieben und liefert für seine alte Buchhandlung weiterhin Bücher an seine ...

Carl war sein Leben lang Buchhändler. Nachdem er in den Ruhestand gegangen ist, ist er seiner Liebe zu den Büchern aber treu geblieben und liefert für seine alte Buchhandlung weiterhin Bücher an seine Stammkunden aus. Jeden Abend geht er die selbe Runde und besucht dabei Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht selbst in die Buchhandlung gehen können oder möchten. Mit jedem und jeder von ihnen verbindet er eine andere literarische Figur, nach der er seine Kunden benennt. Carl lebt alleine und hat keine Familie, sodass die Bücher seinen ganzen Lebensinhalt darstellen. Alles ändert sich ein wenig bis er auf die 10jährige Schascha trifft, die sein Leben ordentlich auf den Kopf stellt.

Das Buch hat mich von Anfang an gepackt. Die Geschichte ist unaufgeregt und wunderschön geschrieben. Man spürt die Liebe, die Carl für die Bücher empfindet beinahe und ich denke jeder, der selbst eine Vorliebe für Bücher hat, kann sie ein wenig nachvollziehen. Die Charakter sind toll beschrieben und man entwickelt sofort eine Zuneigung oder Abneigung zu ihnen. Besonders die kleine Schascha ist eine Sympathieträgerin und es ist schön zu beobachten, wie sie Carl langsam aber sicher weicher werden lässt und seinem Leben einige Veränderungen beschert.

Schon beim ersten in die Hand nehmen habe ich mich darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. Das Cover ist wunderschön, schlicht und zeigt genau die Essenz der Geschichte. Das Format hat mir sehr gut gefallen und auch die etwas dickeren Seiten, auf denen die Geschichte gedruckt wurde, sind sehr schön.

Alles in allem ist "Der Buchspazierer" zu einem meiner Lieblingsbücher des Jahres geworden. Es ist wunderschön geschrieben und ist für mich ein absolutes Wohlfühlbuch, dass mich zu Tränen gerührt hat.

Ein absolutes Muss für jeden Buchliebhaber!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2020

Einstieg in eine magische Welt

Der letzte Wunsch
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Der letzte Wunsch ist der erste Teil der Vorgeschichte zu den eigentlichen Hauptbänden der Hexer-Reihe. In 10 Kurzgeschichten wird beschrieben, wie Gerald von Riva zum Hexer wurde und was das Leben eines ...

Der letzte Wunsch ist der erste Teil der Vorgeschichte zu den eigentlichen Hauptbänden der Hexer-Reihe. In 10 Kurzgeschichten wird beschrieben, wie Gerald von Riva zum Hexer wurde und was das Leben eines Hexers ausmacht.

Ich muss gestehen, dass ich, bevor ich die Serie auf Netflix gesehen habe, noch nichts von den Büchern wusste. Aber auch dieser erste Teil (der Vorgeschichte) hat mir wirklich gut gefallen.

Der Erzählstil war zu Beginn erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Unter anderem fiel es mir zuerst nicht immer leicht den Dialogen zu folgen, die häufig so aufgebaut waren, dass die Personen mitten in ihrem Sprechpart auf Entgegnungen des Gesprächspartners eingegangen sind, ohne dass man diese Entgegnung lesen konnte und vorausgesetzt wird, dass man sich selbst denkt, was gesagt wurde. Nachdem ich mich aber daran gewöhnt habe, war aber alles gut. Die Geschichte des Hexers wird interessant und lustig erzählt. Und auch, wenn die Kurzgeschichten nicht aufeinander aufbauen und unzusammenhängend sind, ergeben sie trotzdem ein tolles Ganzes. Besonders erwähnenswert sind für mich die Anspielungen auf unterschiedliche bekannte Märchen, die mich oft zum Grinsen brachten.

Die Aufmachung der Neuauflage gefällt mir auch sehr gut und passt meiner Meinung nach hervorragend zur Geschichte. Auch die Karte im Inneren der Klappe ist toll gezeichnet und hat mir zwischendurch gut geholfen, die Wege des Hexers nachvollziehen zu können.

"Der letzte Wunsch" ist absolut empfehlenswert für alle Fantasy-Fans!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere