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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2018

ein interessantes und atmosphärisches Gesamtbild, das zum Teil Realität, zum Teil Fiktion darstellt

Hemingway und ich
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Das Cover macht so richtig Lust auf den Inhalt. Die Farben, die Kleidung, die Frisuren zeigen sofort, in welcher Zeitenspanne es sich abspielt. Außerdem finde ich die Darstellung des Paares super gelungen, ...

Das Cover macht so richtig Lust auf den Inhalt. Die Farben, die Kleidung, die Frisuren zeigen sofort, in welcher Zeitenspanne es sich abspielt. Außerdem finde ich die Darstellung des Paares super gelungen, denn es zeigt deren gemeinsamen Blick...ich schließe daraus deren gemeinsamen Lebensweg.



Der Schreibstil von Paula McLain ist sehr einnehmend und sie schafft Atmosphäre. Sie lässt einen die Vorkommnisse miterleben und macht die intensiven Begebenheiten authentisch nachvollziehbar. Es ist hervorragend gelungen, die realen Fakten mit der Fiktion zu verweben. Dabei finde ich es klasse, dass am Ende noch die Realitäten vorgestellt werden.



Die Charaktere werden vortrefflich dargestellt und so konnte ich die Protagonisten aus einer anderen, bisher von mir unbekannten, Sichtweise erleben und kennenlernen. Dazu ist es eben auch wichtig, wie ich vorab auch schon erwähnt habe, dass zum Ende des Buches die realen Fakten bezeichnet wurden, damit man sich auch kein falsches Bild davon macht.



Die Darstellungen der unterschiedlichsten Kriegsschauplätze und die Hintergründe waren ebenfalls sehr eindringlich und intensiv geschildert.

Genauso verhält es sich mit den Erläuterungen zu den Verhaltensweisen und Beweggründen der Mitwirkenden.



Mein Fazit: ein interessantes und atmosphärisches Gesamtbild, das zum Teil Realität, zum Teil Fiktion darstellt

Veröffentlicht am 22.04.2018

meine Erwartung bezüglich der Beschreibung und der Leseprobe wurden weitestgehend enttäuscht

Frühling im Kirschblütencafé
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Das verspielte Cover mit seinen zarten Farben lässt bereits auf einen eher seichten Frauenroman schließen. Die Beschreibung zum Buch und die Leseprobe haben mir jedoch etwas mehr Tiefgang vermittelt, weshalb ...

Das verspielte Cover mit seinen zarten Farben lässt bereits auf einen eher seichten Frauenroman schließen. Die Beschreibung zum Buch und die Leseprobe haben mir jedoch etwas mehr Tiefgang vermittelt, weshalb ich dann, trotz des Covers, neugierig geworden bin, ob es denn eine gut ausgewogene Mischung sein könnte.



Leider hat sich mein erster Eindruck zum Cover auch im Buch wiedergefunden. Der erste Roman der Autorin hat da noch eine Menge Luft nach oben.



Der Schreibstil ist eingängig und lässt sich flüssig lesen.



Die Idee finde ich gelungen und hätte enormes Potential. Aber lassen die Ausarbeitung und die Detailtiefe zu wünschen übrig.

Was mich gestört hat, sind die zwar detailreichen Erläuterungen rund ums Geschehen, jedoch vermisse ich hier die Tiefe. Mir fehlt hier die Liebe zum Detail, denn die Themen werden zwar "angerissen" jedoch nicht so ausgearbeitet, dass man als Leser mitgerissen wird. So kann man sich zwar die Gegebenheiten vorstellen und teilweise nachvollziehen, jedoch nicht miterleben. Man bleibt außen vor.



Ebenso verhält es sich mit den Charakteren. Die Mitwirkenden sind nicht greifbar. So nimmt man hier als Leser ebenfalls nur die Zuschauerrolle ein.



Schade, denn wie schon erwähnt, hätten die Ideen und die teilweise dargestellten Situationen durchaus ein tiefgängiges und miterlebbares Buch hergegeben.



Mein Fazit: meine Erwartung bezüglich der Beschreibung und der Leseprobe wurden weitestgehend enttäuscht

Veröffentlicht am 09.04.2018

oftmals sehr drastische Darstellungen, die ab und an Verschnaufpausen aufzwingen....nichts für Zartbesaitete

Die letzte Reise der Meerjungfrau
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Das Cover wirkt auf mich eher eigenartig und nachdem ich nun das Buch gelesen habe, finde ich es sehr stimmig zum Inhalt. Besser hätte man das Cover hierfür nicht auswählen können. Die Farben wirken alles ...

Das Cover wirkt auf mich eher eigenartig und nachdem ich nun das Buch gelesen habe, finde ich es sehr stimmig zum Inhalt. Besser hätte man das Cover hierfür nicht auswählen können. Die Farben wirken alles in allem düster, obwohl es zwar mit den hell gehaltenen Muscheln auf den ersten Blick nicht so den Anschein haben mag. Diese düstere Grundstimmung passt ebenso hervorragend zum Inhalt.



Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Erzählungen ja oftmals eher zäh und langatmig daherkommen. Genauso verhält es sich auch mit dieser. Das Debüt der Autorin gliedert sich gelungen in diese Sparte ein.

Ich musste mich sehr lange in die Geschichte einlesen und konnte auch zum Schluss hin nicht "richtig warm werden" mit dem Ganzen. Das Lesen hat sich für mich jedoch dahingehend gelohnt, weil in dem Buch die gesellschaftspolitischen Themen äusserst gelungen und detailreich offenbart werden und sich dem Leser die Sicht auf die Dinge gut erklären.



Die Charaktere werden eher trist und auch düster rübergebracht und gliedern sich gut in die Szenerien und Handlungsstränge mit ein. Das meinte ich eben auch zu Beginn meiner Rezension mit der düsteren Grundstimmung.



Es werden interessante Themen angesprochen und auch durch detailreiche Darstellungen genauestens unter die Lupe genommen und so dem Leser genauestens geschildert. Das führt aber auch oft dazu, dass man dabei den roten Faden verliert und zudem die Spannung, die ohnehin nur mäßig verläuft, zunichte gemacht wird.



Ich kann mir gut vorstellen, dass es zu damaligen Zeiten so oder so ähnlich abgelaufen sein könnte. Das Buch zeigt detailliert auf, wie der harte Überlebenskampf in London vonstatten gegangen sein könnte.



Mein Fazit: oftmals sehr drastische Darstellungen, die ab und an Verschnaufpausen aufzwingen....nichts für Zartbesaitete

Veröffentlicht am 14.03.2018

schweres Thema, das durch guten Schreibstil und ausgewogenen Humor verständlich gemacht wird

Hummeln fliegen auch bei Regen
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Das Cover hat durch seine Schlichtheit eine enorme Sogwirkung, denn es braucht, wie man hier sehen kann, nicht viel, um den Inhalt des Buches gekonnt in Szene zu setzen.



Der Schreibstil wirkt angenehm ...

Das Cover hat durch seine Schlichtheit eine enorme Sogwirkung, denn es braucht, wie man hier sehen kann, nicht viel, um den Inhalt des Buches gekonnt in Szene zu setzen.



Der Schreibstil wirkt angenehm und lässt sich flüssig lesen. Obwohl das gewählte Thema kein Leichtes ist, schafft es die Autorin durch gelungene Einflechtung von gutem Humor, das Ganze begreifbar und äusserst lesenswert zu machen.

Man spürt, dass Andrea Kraft weiß, von was sie schreibt und dieses Buch ist sicherlich ein guter Unterstützer für Menschen, die Personen im Umfeld haben, die an Depressionen leiden. Somit können Unklarheiten etwas aufgedeckt und verständlich gemacht werden. Die Thematik wird mit tiefgängigen und einnehmenden Szenen aufgezeigt und stellt auch klar, dass dann nicht alles schwarz in schwarz erlebt werden muss, sondern trotzdem der Humor nicht zu kurz kommen muss.



Die Vorhersehbarkeit stört mich bei diesem Roman überhaupt nicht, da der Fokus hier doch vielmehr auf die vorgestellte Krankheit hinweisen und weniger auf das, ob Spannung oder dergleichen aufgebaut werden soll. Insofern empfinde ich den Ausgleich zwischen Informationsgehalt und Unterhaltungswert gut gewählt und optimal ausgewogen.



Mein Fazit: schweres Thema, das durch guten Schreibstil und ausgewogenen Humor verständlich gemacht wird

Veröffentlicht am 02.10.2017

Die Autorin hat wieder mal ein hervorragendes Buch zuwege gebracht

Das blaue Medaillon
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Das Cover ist so anmutig, edel und geheimnisvoll, dass ich es immer wieder zur Hand nehmen und betrachten musste. Die Farben, die in Sepia gehalten sind, setzen dem ganzen Erscheinungsbild der Dame, die ...

Das Cover ist so anmutig, edel und geheimnisvoll, dass ich es immer wieder zur Hand nehmen und betrachten musste. Die Farben, die in Sepia gehalten sind, setzen dem ganzen Erscheinungsbild der Dame, die in ihrer "Bewegung" und Ausdruckskraft eine Mystik und Sinnlichkeit widerspiegelt, die gänzlich mit dem Inhalt einhergeht, die Krone auf.

Die Autorin hat es wieder mal geschafft, mich voll und ganz in den Bann zu ziehen und mich mitten ins Geschehen zu versetzen.



Der Schreibstil ist so eingängig und flüssig, dass ich das Buch am liebsten in einem Stück weggelesen hätte. Da ich bereits von Beginn an mitten im Geschehen war, hätte ich die Personenauflistung am Ende des Buches für´s Zurechtfinden nicht benötigt, jedoch hat mir diese Liste insofern sehr gut gefallen, da ich gerade zu den historischen Personen einen noch intensiveren Einblick in die Historie an sich gewinnen konnte, da diese Kurzfassung noch viele weitere interessanten Aspekte liefert.



Die Spannung, die sich gelungen Stück für Stück aufbaut, wird durch kleine "Unterbrechungen", die sich mit scheinbaren Nichtigkeiten befassen und bei denen ich durch charmanten Humor und Spitzfindigkeiten das ein oder andere Mal schmunzeln musste, noch erhöht und verleiht dem Ganzen noch das i-Tüpfelchen.

Dabei werden auch immer wieder neue Eindrücke vermittelt, die die Spannung bis zum Ende hin hochhalten und unvorhersehbar machen.

Das Buch umfasst enorm vielseitige Emotionen, die sich beispielsweise um Standesdünkel, Hofetikette, Macht, Reichtum, Intrigen, Armut, Neid, Habgier, Liebe, Liebesleid, Vertrauen, Misstrauen und noch vielem mehr, drehen.



Dazu werden interessant und detailreiche Hintergrundinfos zur damaligen Zeit verankert. Die Schilderungen der Räumlichkeiten oder Gebräuche, die dem damaligen Zeitbild entsprechen, wirken vollkommen authentisch.



Die Verknüpfung von äusserst aufschlussreicher Realität und hochemotionaler Fiktion ist so gekonnt gelungen, dass hier die Geschichte von damals phantastisch projiziert werden kann und alles hervorragend stimmig wirkt.



Die Emotionen und Verhaltensweisen der Charaktere lassen den Leser direkt vor Ort und in der Zeit wähnen. Der Autorin ist es gelungen, dass ich mitfiebern, -leiden und -erleben konnte und auch den ein oder anderen Mitwirkenden am liebsten ab und an "den Hals umgedreht" hätte.



Die Herangehensweise, wie die Personen charakterisiert wurden, macht es dem Leser leicht, sich diese an Ort und Stelle zu wähnen. Ausserdem werden die Wesensarten so dargestellt, dass ich bei einigen Beteiligten zum Beispiel durch deren Eigenheiten, lachen musste oder eben bei anderen düsteren Gesellen, Rache üben wollte.



Mein Fazit: Die Autorin hat wieder mal ein hervorragendes Buch zuwege gebracht