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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2016

Bewegende Familiengeschichte zur Zeit des 1. Weltkrieges

Der Glanz von Südseemuscheln
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Die Autorin schildert die Vorgänge im Buch so eindrucksvoll und real, dass sich der Leser in diese Zeit hineinversetzen kann.

Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung trägt sich durch das ganze Buch.

Manche ...

Die Autorin schildert die Vorgänge im Buch so eindrucksvoll und real, dass sich der Leser in diese Zeit hineinversetzen kann.

Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung trägt sich durch das ganze Buch.

Manche Dinge sind etwas vorhersehbar, was dem Buch aber keinen Abbruch leistet, denn die unvorhersehbaren Geschehnisse sind zuhauf.


Die Geschichte handelt von Almas und Mathildes Familien, die ihr Leben in Sydney, bzw. Samoa während des

1. Weltkrieges meistern müssen.

Regina Gärtner hat die realen Begebenheiten hervorragend in die fiktive Geschichte versponnen.

Dem Leser wird somit das Leid und der Kampf ums Überleben zu der damaligen Zeit bildhaft und spannend erläutert.


Mein Fazit: Bewegende Familiengeschichte zur Zeit des 1. Weltkrieges

Veröffentlicht am 08.10.2016

Etwas langatmiger Ausflug in andere Welten

Der Architekt des Sultans
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Elif Shafaks Schreibstil ist sehr ausschmückend und verliert sich leider zu oft in zu vielen Details, dass ich häufig gezwungen war, die Absätze mehrere Male zu lesen, um den Zusammenhang wieder zu finden.

Die ...

Elif Shafaks Schreibstil ist sehr ausschmückend und verliert sich leider zu oft in zu vielen Details, dass ich häufig gezwungen war, die Absätze mehrere Male zu lesen, um den Zusammenhang wieder zu finden.

Die bildhaften Darstellungen sind ihr jedoch durchaus gelungen.


Das Buch dreht sich um den Inder Jahan, der nach dem Tod seiner Mutter vor dem Stiefvater flieht und dabei in vielerlei spannende aber auch oft sehr gefährliche Situationen gerät.

Die Autorin lässt das Leben Jahans Revue passieren und nimmt den Leser mit in vergangene Zeiten.

Die vielen realen Begebenheiten, die Elif Shafak zur Fiktion beisteuert, sind sehr interessant und geben Aufschluss in Gepflogenheiten dieser anderen Welt.


Mein Fazit: Etwas langatmiger Ausflug in andere Welten

Veröffentlicht am 08.10.2016

Hier möchte ich ein Zitat (S. 436) aus dem Buch verwenden, denn das beschreibt das Gelesene hervorragend: "Sie schmeckte süßlich und ein klein wenig bitter. So wie das Leben."

Mandeljahre
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Katrin Tempel nimmt den Leser mit ihrem Schreibstil mit ins Geschehen. Bei diesem Buch benötigt es keine "Einlesephase", wie es manchmal nötig ist, denn bereits der Beginn macht neugierig auf das, was ...

Katrin Tempel nimmt den Leser mit ihrem Schreibstil mit ins Geschehen. Bei diesem Buch benötigt es keine "Einlesephase", wie es manchmal nötig ist, denn bereits der Beginn macht neugierig auf das, was kommt.

Die Neugier und Spannung trägt sich durchs ganze Buch.


Die Handlung beginnt im Jahr 2015, in dem Katharina bei der Hausentrümpelung ihres Erbes Tagebücher ihrer Urgroßmutter Marie findet und somit wird der Leser in die Zeit von 1907 bis 1945 entführt.

Die harte und bewegende Zeit, die beide Weltkriege umfasst, hat die Autorin so eindrucksvoll geschildert, dass der Leser sich die damaligen Zustände bildhaft vorstellen kann.


Ein zusätzlicher Pluspunkt, wenn es denn den überhaupt noch benötigt, ist, dass die fiktive Geschichte komplett verwoben ist mit wahren Begebenheiten.


Mein Fazit: Hier möchte ich ein Zitat (S. 436) aus dem Buch verwenden, denn das beschreibt das Gelesene hervorragend: "Sie schmeckte süßlich und ein klein wenig bitter. So wie das Leben."

Veröffentlicht am 08.10.2016

Manege frei für Kompetenz, Charme und Authentizität

Pakete an Frau Blech
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Der Autor erzählt so eindrücklich, dass sich der Leser mittendrin befindet. Bereits der Beginn macht neugierig auf mehr und der Spannungsbogen wird stetig gesteigert.


Im Buch wird die Geschichte um Maik ...

Der Autor erzählt so eindrücklich, dass sich der Leser mittendrin befindet. Bereits der Beginn macht neugierig auf mehr und der Spannungsbogen wird stetig gesteigert.


Im Buch wird die Geschichte um Maik Kleine erzählt, der in der DDR geboren, jedoch durch äusserst widrige Umstände in die BRD umgesiedelt wurde.

Im Jahr 2007 trifft Maik aufgrund der Beerdigung des Zirkusdirektors Alberto Bellmonti auf einige seiner früheren Weggefährten.

Durch regelmäßige Rückblicke in seine Kindheit werden nach und nach Missverhältnisse und Ungereimtheiten erkannt und Stück für Stück aufgedeckt.


Rolf Bauerdick hat in diesem Buch Fakten, die vor allen Dingen in der DDR stattgefunden haben oder die Doktrine der DDR wunderbar mit der Fiktion seiner sehr emotionalen Geschichte in Szene gesetzt. Hier kann sich der Leser voll einfühlen und versteht die Zusammenhänge hervorragend.


Mein Fazit: Manege frei für Kompetenz, Charme und Authentizität

Veröffentlicht am 08.10.2016

Joe Fischler versteht sein Handwerk, damit der Leser "Feuer fängt"

Veilchens Feuer
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Kenne zwar Valerie Mausers ersten Fall nicht, bin jedoch von ihrem zweiten Fall vollauf begeistert, denn Joe Fischler hat einen fesselnden Schreibstil, bei dem der Leser "Feuer fängt".

Er bindet in seinen ...

Kenne zwar Valerie Mausers ersten Fall nicht, bin jedoch von ihrem zweiten Fall vollauf begeistert, denn Joe Fischler hat einen fesselnden Schreibstil, bei dem der Leser "Feuer fängt".

Er bindet in seinen Alpenkrimi Witz und Charme mit ein, der seinesgleichen sucht.

Angefangen von den Namen, die er den Mitwirkenden gibt bis zu "tirolerischen" Ausdrücken und vielen weiteren Sequenzen sorgen diese für Auflockerung und gekonntem Witz.

Dies nimmt jedoch keinesfalls die Spannung, die sich über das ganze Buch hin immer weiter steigert.

Er schafft es, zwar immer wieder Andeutungen und Hinweise zu geben, jedoch den Leser bis zum Ende "aufs falsche Pferd" setzen zu lassen.


Mausers zweiter Fall spielt in Innsbruck. Hier soll Oberstleutnant Valerie Mauser eine Bedrohung eines alternden Rockstars abwenden. Die Vorkommnisse spitzen sich dabei immer weiter zu und es kommt zu brenzligen Situationen. Dies nicht nur im beruflichen sondern auch im privaten Umfeld der Ermittlerin.


In diesem Fall spielt Joe Fischler über den kompletten Ermittlungsfall kurze Segmente der damaligen Schandtat mit ein, die dem Leser mehr und mehr zu denken und mit zu ermitteln auffordern. Hiermit wird die Spannung nochmals angeheizt.


Mein Fazit: Joe Fischler versteht sein Handwerk, damit der Leser "Feuer fängt"