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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannende Suche nach dem Woher und Warum

Die Stunde der Liebenden
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Hier werden die unterschiedlichsten Facetten von Liebe und Leid aufgezeigt, die aufwühlen und zum Nachdenken anregen.


Die Autorin schildert besonders psychische Krankheiten, die sowohl Abhängigkeiten ...

Hier werden die unterschiedlichsten Facetten von Liebe und Leid aufgezeigt, die aufwühlen und zum Nachdenken anregen.


Die Autorin schildert besonders psychische Krankheiten, die sowohl Abhängigkeiten der Betroffenen und auch der Angehörigen nach sich ziehen können und die das Leben extrem verändern, in einem sehr realen und nachvollziehbaren Bild.


Die Andeutungen, die immer wieder zu den unterschiedlichsten Themen von den verschiedenen Beteiligten gemacht werden, machen aus dem Buch ebenso eine Liebesgeschichte als auch ein Mysterium, das sich zu erkunden lohnt.

Lucy Foley schafft mit der Darstellung der Situationen im Wechsel aus der jeweiligen Sicht der Mitwirkenden ein lebhaftes Bild der äusserst interessanten Vorgänge der Gegenwart im Jahr 1986 und der Vergangenheit aus den Jahren ab den frühen 20er Jahren, das dann ein komplettes "Bild" ergibt.


Das Buch handelt von Kate, die in den 80ern ihre Mutter und bald darauf ihre Stiefgroßmutter verliert. Ein Bild, das sie von ihrer Stiefgroßmutter hat, führt sie in die Vergangenheit in die 20er Jahre zu Alice und Tom.


Mein Fazit: Spannende Suche nach dem Woher und Warum

Veröffentlicht am 15.09.2016

schonungslos ehrliches und aufrüttelndes Buch

Brief an meine Schwester
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Leslie Malton schreibt diesen "Brief" so lebensecht und nah, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte.

Hier wird deutlich, dass nichts verschwiegen, sondern die ganze Bandbreite von Erlebnissen und ...

Leslie Malton schreibt diesen "Brief" so lebensecht und nah, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte.

Hier wird deutlich, dass nichts verschwiegen, sondern die ganze Bandbreite von Erlebnissen und Gefühlen offen "auf den Tisch gelegt" wird.

Die Schilderungen der Ereignisse sowie der Gefühlslage wirken authentisch und schonungslos ehrlich.

Hierzu gehören Selbstvorwürfe, -anklagen sowie gleiches auch die Angehörigen betreffend, gegenüber.

Ebenfalls werden die Bereicherungen, die Krankheiten/Behinderungen....mit sich bringen können, aufgezeigt.


Die Erleichterung, dem Dubiosen einen Namen geben zu können, wird so verständlich rübergebracht, dass sich der Leser ganz damit auseinandersetzen kann.

Hierunter fällt auch die normale Reaktion des "Augen-verschließens" und des Begreifens und damit umgehens.


Auch die Lebensumstände, die Rett oder auch andere Beeinträchtigungen mit sich bringen, klingen plausibel und werden in lebhaften Bildern geschildert. Hier darf auch durchaus geschmunzelt... werden, denn gerade ein offener Umgang mit dem Thema ist wünschenswert und wird angestrebt. Nur so kann Inklusion funktionieren und bleibt nicht nur ein Wort, sondern wird allgegenwärtig gelebt.


Mein Fazit: schonungslos ehrliches und aufrüttelndes Buch

Veröffentlicht am 15.09.2016

Angenehm zu lesende Saga über frühere Zeiten

Die Hureninsel
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Zuerst will ich anmerken, dass dieses Buch der 2. Band nach "Das Hurenschiff" ist. Kenne den 1. Band nicht. Es ist jedoch ein Leichtes, auch ohne diese Vorkenntnis von Beginn an die Zusammenhänge zu verstehen.

Zudem ...

Zuerst will ich anmerken, dass dieses Buch der 2. Band nach "Das Hurenschiff" ist. Kenne den 1. Band nicht. Es ist jedoch ein Leichtes, auch ohne diese Vorkenntnis von Beginn an die Zusammenhänge zu verstehen.

Zudem hat Martina Sahler eine Auflistung der wichtigsten Figuren, in der auch herausgehoben ist, welches historische Persönlichkeiten waren und auch noch eine Karte zugefügt, auf der der Leser "mitreisen" kann.


"Die Hureninsel" handelt von Strafgefangenen aus London, die mit Segelschiffen nach Australien deportiert werden. Dass in dieser Wildnis das Leben und Überleben nicht einfach werden wird, ist klar. Wie es sich die Menschen hier gegenseitig schwer machen und wie sie den Alltag dort bewältigen, wird im Buch dargestellt.


Die Autorin hat die Charaktere sehr nachvollziehbar dargestellt. Auch hat sie einiges von Flora und Fauna der dortigen Gegebenheiten erwähnt. Was ich etwas schade finde, ist, dass einiges etwas unglaubwürdig und übertrieben rüberkommt. Aber, nichtsdestotrotz: Die Spannung und auch die Nachvollziehbarkeit der einzelnen Charaktere überwiegt bei Weitem.


Mein Fazit: Angenehm zu lesende Saga über frühere Zeiten

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nach einer Einlesezeit ein packender Kriminalroman bis zum Schluss

Brennender Fluss
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Bei diesem Kriminalroman benötigte ich ca. 80-100 Einleseseiten, da so viele Namen und Mitwirkende bereits zu Beginn involviert waren, dass es nicht leicht war, in die Geschichte von Beginn an zu finden.

Nach ...

Bei diesem Kriminalroman benötigte ich ca. 80-100 Einleseseiten, da so viele Namen und Mitwirkende bereits zu Beginn involviert waren, dass es nicht leicht war, in die Geschichte von Beginn an zu finden.

Nach dieser "Kennenlernphase" hat mich jedoch der Krimi bis zum Ende gepackt.

Der Spannungsbogen war bis zum Schluss gegeben.


Das Buch spielt sich in Flathead Valley, Montana, ab. Dorthin wird Detective Macy Greeley beordert, die in ihrem Fach einfach eine Meisterin ist. Im Tal werden während einer Hitzewelle Feuer gelegt und Leichen gefunden. Bei Aufdeckung der Tat/Taten treten vielerleit Ungereimtheiten an den Tag und die Bewohner sind nicht gerade zuvorkommend.

Ausserdem ist das Privat- und auch Berufsleben von Macy alles andere als einfach.


Die Autorin inszeniert die Charaktere und Vorkommnisse in einem lebhaften Rahmen. Auch wird eine gewisse Düsternis heraufbeschworen, die hervorragend zu den Geschehnissen passt und das Ganze umso geheimnisvoller macht. Liebe und Trauer sowie Vergangenheitsbewältigungen werden realistisch dargestellt.


Mein Fazit: Nach einer Einlesezeit ein packender Kriminalroman bis zum Schluss

Veröffentlicht am 15.09.2016

Für einen Neuanfang ist es nie zu spät, auch wenn dabei so einige Hürden überwunden werden müssen

Der Mann ist das Problem
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Gisa Pauly weiß mit flapsiger Erzählweise zu überzeugen.

Sie rückt Anekdoten, die oftmals aus dem Leben gegriffen scheinen, so ins Licht, dass man sie wiedererkennt und man sich ein schmunzeln nicht verkneifen ...

Gisa Pauly weiß mit flapsiger Erzählweise zu überzeugen.

Sie rückt Anekdoten, die oftmals aus dem Leben gegriffen scheinen, so ins Licht, dass man sie wiedererkennt und man sich ein schmunzeln nicht verkneifen kann.

Die ironisch-lockere Art hält den Leser bei der Stange, so dass man das Buch nicht mehr weglegen mag.

Die, gerade zum Ende hin, etwas chaotischen und zu konstruierten Vorgänge, passen sehr gut zu den dargestellten Charakteren.


Die Geschichte dreht sich um Helene, die an ihrem 50. Geburtstag endlich erkennt, dass ihr Leben nicht so läuft, wie es gut für sie ist und wie sie es eigentlich will. Sie beschließt, nach den Feierlichkeiten mit dem unpassenden Geschenk ihres Mannes, ihrem alten Leben lebewohl zu sagen und sich ein neues Leben nach ihrem Gusto aufzubauen. Dass sie dabei so einige "Missgeschicke" und Unwägbarkeiten bewältigen muss, kann sie nicht ahnen.


Die Autorin schafft ein herrliches Verwirrspiel und flechtet die Geschichte gekonnt in eine "Doppelgeschichte", in dem sie in den Roman einen zweiten miteinfließen lässt. So gelingt es ihr, den Leser bis zuletzt auf die falsche Fährte zu locken.


Mein Fazit: Für einen Neuanfang ist es nie zu spät, auch wenn dabei so einige Hürden überwunden werden müssen