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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2016

Knallhart dargestellte Fakten, die hoffentlich vielen Menschen bewusst werden und aufrütteln

Die Wahrheit sagen
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Auf dem Cover ist ja bereits beschrieben: "Brutaler Roman über die Liebe zum Leben" und hier kann ich nur zustimmen. Dieses Buch ist keineswegs eine leichte Kost, jedoch super lehrreich und lesenswert.

Der ...

Auf dem Cover ist ja bereits beschrieben: "Brutaler Roman über die Liebe zum Leben" und hier kann ich nur zustimmen. Dieses Buch ist keineswegs eine leichte Kost, jedoch super lehrreich und lesenswert.

Der Autor schildert in eindrücklichem Stil die Grausamkeiten, die der Krieg und das Leben selbst so mit sich bringen.

Er hat die Lebensgeschichte von Bernhard Mares aufgeschrieben und darin auch das Kennenlernen von Autor und Erzähler sowie die einzelnen Schritte der beiden während der Erzählungen dargestellt.

Das Buch spiegelt die grausamen Geschehnisse, denen Bernhard Mares ausgesetzt war und auch die unverhüllte Wahrheit über dessen Gedankengänge und Verhalten wider.

Auch wird die Sehnsucht nach dem Leben trotz der ganzen Widrigkeiten und das Aufbäumen immer wieder aufs Neue lebhaft skizziert.

Das Buch lehrt den Leser, wie wertvoll Friede und Versöhnung doch ist und soll doch gerade für die heutige Zeit aufrütteln und zum Nachdenken und Umschwenken einladen.



Mein Fazit: Knallhart dargestellte Fakten, die hoffentlich vielen Menschen bewusst werden und aufrütteln

Veröffentlicht am 08.10.2016

Netter Blogbericht, angenehm zu lesen

Salzverkrustet
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Der Erzählstil ist, wie in einem Blog üblich, aufgebaut. Das heisst: kurze Erläuterungen zu den Erlebnissen, die die Familie (Mama"bert", Papa"bert" und Kind"bert") auf ihrer Segeltour im Mittelmeer erlebt ...

Der Erzählstil ist, wie in einem Blog üblich, aufgebaut. Das heisst: kurze Erläuterungen zu den Erlebnissen, die die Familie (Mama"bert", Papa"bert" und Kind"bert") auf ihrer Segeltour im Mittelmeer erlebt haben.

Die Erzählungen sind so gehalten, dass sich der Leser bildhaft vorstellen kann, wie denn die Reise so abgelaufen ist. Die Begegnungen mit anderen Seglern, Einheimischen vor Ort oder auch den Kurzbesuchern, die eine kurze Strecke mitgesegelt sind, wurden interessant und mit viiiiiiiel anschaulichem Bildmaterial dokumentiert.


Das Buch ist wie ein Blog aufgebaut und handelt von der österreichischen Familie Gusel, die 45 Wochen durchs Mittelmeer gesegelt sind. Es schildert die Auszeit der drei Österreicher mit einigen Hindernissen und tollen Erlebnissen, die vorher nicht abzusehen waren.


Dass so ein Segeltörn nicht immer nur "locker vom Hocker" abläuft, ist sicherlich klar und dass jeder dabei so sein Quentchen Glück braucht, ebenso. Auch diese "Vorfälle" und eben das Quentchen Glück werden immer wieder offen und ehrlich dargestellt.


Mein Fazit: Netter Blogbericht, angenehm zu lesen

Veröffentlicht am 08.10.2016

Überwältigendes Buch, das emotional packend und extrem tiefgründig ist

Trauer ist eine lange Reise
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Georg Koeniger beschreibt sehr eindrücklich und authentisch den Kampf seiner Frau Andrea ums Überleben und auch seinen Kampf, Ihr beizustehen und die Trauerzeit.

Er schildert in abwechselnden oder eher ...

Georg Koeniger beschreibt sehr eindrücklich und authentisch den Kampf seiner Frau Andrea ums Überleben und auch seinen Kampf, Ihr beizustehen und die Trauerzeit.

Er schildert in abwechselnden oder eher überleitenden Sequenzen seine Radreise, die er für seine Frau bewältigt, auf dem Jakobsweg und dem Leben mit seiner Frau, bzw. auch mit dem Leiden mit seiner Frau Andrea.

Diese Überleitungen von der Radl-Pilgerfahrt zu der schweren Kranheitsphase sind ihm perfekt gelungen, so dass sich der Leser voll in die Gefühlswelt und auch die örtlichen Gegebenheiten versetzen kann.


Gekonnte Vermischung von Trauer und Humor, der auch auf keinen Fall in jeder Situation fehlen sollte, wie das Buch immer wieder vortrefflich klarmacht.


Es vermittelt schonungslose Ehrlichkeit und Emotionalität in allen noch so kleinen Details. Dies ermöglicht Teilhabe an der für Georgs und Andreas harte Zeit und die Zeit danach.


Auch die Darstellung der Gefühls- und Gedankenwelt ist so authentisch, traurig, emotional und doch hoffnungsvoll geschildert, dass sich der Leser mittendrin wiederfindet.


Der Autor zeigt eine hochemotionale "Pilger"fahrt, die "Tritt für Tritt" Versöhnung mit dem Gegebenen gibt.


Über die komplette Schilderung der Geschehnisse und Gefühlswirren herrscht unterschwelliger oder auch oft offensichtlicher Humor feinster Art.


Mein Fazit: Überwältigendes Buch, das emotional packend und extrem tiefgründig ist

Veröffentlicht am 08.10.2016

ehrliche und schonungslose Abrechnung und Aufarbeitung und die Erkenntnis, dass nicht alles so sein muss, wie es scheint.

Damit wir uns verstehen! Mein Großvater und ich
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Wenn man sich, wie ich, mit den Leiden der Kriegsvergangenheit als Thema zur Aufarbeitung beschäftigt, ist dieses Buch eine hervorragende Bereicherung.


Markus Muliar lässt den Leser unmittelbar und intensiv ...

Wenn man sich, wie ich, mit den Leiden der Kriegsvergangenheit als Thema zur Aufarbeitung beschäftigt, ist dieses Buch eine hervorragende Bereicherung.


Markus Muliar lässt den Leser unmittelbar und intensiv an seinem Leben teilhaben.


Hier wird oft auch schonungslos mit der Familie abgerechnet und verarbeitet.


Markus Muliar schildert in "Damit wir uns verstehen! Mein Großvater und ich" seine Kindheit bis ins Erwachsenenalter hinein in anschaulichen Szenen und untermalt dies mit super interessantem Bildmaterial.

Durch seine Darstellungsweise stellt er die Zerrissenheit in sich und innerhalb des Familienverbundes nachvollziehbar dar.

Hier werden die Verstrickungen, die oft einhergehen mit der Dominanz des Großvaters und des zu damaligen Zeiten üblichen Familienmusters (Mann beschafft Geld, Frau ist für Haushalt und Kinder zuständig) dargestellt.

Einer der Leitsätze, der Markus` Leben bestimmte, war:

"Händchen falten, Gosch´n halten"

was ja schon aussagt, was von den Kindern erwartet wurde.


Um jedoch nicht eine einseitige Meinung des Enkels widerzugeben, sind dem Buch Auszüge aus den Tagebüchern von Fritz Muliar beigefügt.

Dies führt dazu, dass der Leser die Verhaltensweisen von Fritz Muliar nachvollziehen und begreifen kann.


Die Erläuterungen, die im Buch über Religionen und auch Freimaurern dargestellt werden, spiegeln die Zusammenhänge wider.


Mein Fazit: ehrliche und schonungslose Abrechnung und Aufarbeitung und die Erkenntnis, dass nicht alles so sein muss, wie es scheint.

Veröffentlicht am 08.10.2016

Dieses Buch hat mir als Nicht-Betroffene viele neue Erkenntnisse über die Krankheit Krebs und deren "Nebenwirkungen" gezeigt.

Heute hab ich keine Lust zu sterben
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Rebecca schildert in diesem Buch ihr Erleben und Kämpfen mit der Diagnose Krebs, über die verschiedenen Untersuchungen, Behandlungsstrategien und den Weg zur Genesung (soweit man das bei Krebs sagen kann).

Sie ...

Rebecca schildert in diesem Buch ihr Erleben und Kämpfen mit der Diagnose Krebs, über die verschiedenen Untersuchungen, Behandlungsstrategien und den Weg zur Genesung (soweit man das bei Krebs sagen kann).

Sie lässt uns sehr nah an sich ran und schildert sehr ausführlich und nachvollziehbar ihre Gefühle während dieser Zeit und auch die Reaktionen der Mitmenschen (Verwandte, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, Ärzte.....).

Konnte mich durch den Schreibstil voll hineinversetzen und vieles verstehen lernen.

Oft musste ich auch über das Verhalten oder aber die Gedankengänge von ihr schmunzeln, denn selbst in dieser Zeit hat Rebecca ihren Humor und auch ihre Leichtigkeit nicht ganz verloren.

Ich denke, dass sie mit diesem Buch das Erlebte aufarbeiten und sich hiermit auch bei den Menschen bedanken will, die für sie in der schweren Zeit da waren und ihr beigestanden haben.

Mein Fazit: Dieses Buch hat mir als Nicht-Betroffene viele neue Erkenntnisse über die Krankheit Krebs und deren "Nebenwirkungen" gezeigt.